![]() |
Nein Benny, es MUSS nicht mit HEU ausgeglichen werden! Das ist schlicht und einfach falsch. Zum einen ist eine Frischfütterung nicht zwangsläufig eine Gemüsefütterung. Zum anderen kommt es auf die Gemüsesorten und die Beifütterung an, ob ein Ausgleich überhaupt erheblich notwendig wäre. Zum dritten kann man Rohfasern auch über eine Trockenkräutermischung oder das von dir so gern eingesetzte Strukturfutter geben, auch Blätter mit einsetzen etc. Und zum vierten: du wirst immer einige wenige Kaninchen finden, die Heu komplett verweigern. Selbst bei einer Gemüsefütterung die überwiegend aus Knollen- und Wurzelgemüsen besteht. Mein Leo war so einer, der fraß fast kein Heu, egal was ich angestellt habe. Und du kannst mir glauben, ich habe so einiges versucht um ihm beizubringen dass Heu fressbar ist... Der hat sich die Rohfasern woanders geholt: im Stroh! Und in den Trockenkräutern, Blättern etc. Nur weil deine Kaninchen im Winter größere Mengen Heu vertilgen, ist das nicht zwangsläufig bei allen Kaninchen so. Heu muss zwar immer mit angeboten werden, aber es ist nicht zwangsläufig notwendig! Man darf den Kaninchen ruhig die Wahl lassen, in welcher Form sie sich die notwendigen Rohfasern einverleiben. |
Zitat:
Es ging um den Ausgleich mit Rohfaser und da ist Heu nunmal das Mittel der Wahl. Natürlich kann man einen Rohfasermangel auch mit Stroh oder Trockenkräutern oder Strukturfutter ausgleichen, das habe ich nicht bestritten (aber leider auch nicht hingeschrieben). Dein Leo hat zwar kein Heu gefressen, der hat seinen Mangel durch das Fressen von Stroh ausgeglichen. ;) Es ging um den Ausgleich eines Rohfasermangels bei einer ungeeigneten sonstigen Ernährung und da ist nunmal Heu das Mittel der Wahl. Ich bin auch der Meinung, das in jeden Kaninchenstall/gehege zusätzlich zu Heu auch Stroh gehört. |
Sehe ich auch so wie Lupine. :thumbsup: Meine Kaninchen fressen so gut wie kein Heu, im Sommer, wenn es Wiese gibt, gar nicht, und im Winter ab und zu kleine Mengen und es geht ihnen gut.:wink5: |
Zitat:
Ich meinte das so: Wenn man einem Kaninchen ausschließlich unstrukturiertes Futter anbietet wie z.B. Karotten und nichts "faseriges" dazu, wird es über kurz oder lang Verdauungs- und wahrscheinlich auch Zahnprobleme bekommen. Und daher ist es unumgänglich zusätzlich gut strukturiertes Futter anzubieten, um diesen Fütterungsfehler auszugleichen. Ob das nun Heu, Stroh, Laub, Äste, Trockenkräuter sind ist letztendlich egal, Hauptsache dem Kaninchen schmeckt es und die Struktur passt. Ich denke, das ist das was Heumümmel gemeint hat, nur hat sie anscheinend gedacht, dass diese Struktur nur über Heu zugeführt werden kann. Ist aber nicht verwunderlich, wenn noch auf vielen HPs Heu als 80% "Hauptnahrungsmittel" mit zusätzlich 20% Frischfutter empfohlen wird. |
Wenn die Kaninchen davon zu überzeugen sind, ist ein gutes Heu tatsächlich das Mittel der Wahl wenn nicht genügend Wiese geboten werden kann. Darin stimmen wir völlig überein. Nur wenn man sich anschaut, wie viele User hier panisch Hilfe suchen weil ihre Kaninchen Heuverweigerer sind, und geradezu verzweifeln deshalb, dann finde ich sollte man schon auch die Alternativen aufzählen. Denn diese Sorge die sich die betroffenen Halter machen, kann man ihnen ja nehmen, und sollte das auch tun. Eine Rohfaserversorgung außerhalb der Wiesensaison ist zwar ein wenig aufwändiger, wenn man Heuverweigerer hat - aber man muss deswegen keine Angst um die Gesundheit seiner Nins haben wenn man ein paar Regeln bei der Auswahl des geeigneten Heuersatzes beachtet. Darum geht es mir - um nichts anderes. |
| Alle Zeitangaben in WEZ +2. Es ist jetzt 16:25 Uhr. |