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päppeln/zufüttern auf Kaninchen Forum

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Benutzerbild von arca_lacrima
Kaninchen
 
Registriert seit: 02.05.2010
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arca_lacrima befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 22.01.2011, 21:33

päppeln/zufüttern


hallo ihr löffler

meine kleine cookie ist heute aus der Klinik entlassen worden, und ich muss sie jetzt füttern. ich mische critikal care mit karottenbrei und fenchel-kamillee tee

mein problem ist:

Sie schluckt das futter nicht.

Habt ihr tipps und tricks für mich?

wenn die ganze story interessiert - mein thread "Scheinschwangerschaft"

lg Melanie



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Benutzerbild von Tinachen
Kaninchen
 
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Tinachen befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 22.01.2011, 22:09

AW: päppeln/zufüttern


Habs gerade durchgelesen, was ihr alles mitgemacht habt. Köttelt sie denn jetzt wieder normal? Hast Du es schon mit geraspeltem Futter probiert? Haferflocken? Apfel gerieben mit ein bisschen zerquetschter Banane? Wenn sie die Kräuter frisst, würde ich die trotzdem geben. Heutee? Blinddarmkot, bzw. Köttel von den Anderen? Bringt mich auf die Frage nach einer Kotuntersuchung (oder hattest Du das am Anfang geschrieben, bin ich jetzt nicht sicher) LG Tina




Benutzerbild von arca_lacrima
Kaninchen
 
Registriert seit: 02.05.2010
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arca_lacrima befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 22.01.2011, 22:14

AW: päppeln/zufüttern


hab ich alles schon ausprobiert,

trinken tut sie gerade ne mischung aus fenchel-kamillentee und karottensaft

kötteln tut sie wieder, ab und zu noch sehr matschig

trinken tut sie ganz gut.

sie liegt die ganze zeit rum und schläft - kommt das von den medis.

sie bekommt:

mcp-tropfen
dimeticon/sap simplex
novaminsulfon tropfen


hab jetzt zweierlei brei, einmal mit apfel und critikal care
und einmal mit karottenbrei und critikal care, beides mit fenchel-kamillentee.

sie zappelt immer wenn ich sie füttern mag und schluckt halt nicht.


meine anderen zwei haben die beiden breie schon gekostet und würden dich am liebsten reinsetzen.

kot habe ich nicht untersuchen lassen. hab ich voll vergessen, aber blut und urin. ultraschall wurde auch gemacht. ich denke sie hat einfach zu viel rosenkohl erwischt, weil sie ja sco futterneidisch und verfressen ist...

lg Melanie




Benutzerbild von SiSo
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Geschrieben am 22.01.2011, 22:16

AW: päppeln/zufüttern


Hi du,
also ich musste mal Henny zwangsfüttern, sie hat Rodicare Instand bekommen. Frisst die Kleine denn gar nichts oder nur wenig?

Ich würde ihr mal Dinge anbieten, die sie sonst sehr gerne frisst. Mhh, ansonsten.

Meiner Freundin wurde mal Kartoffel + Möhre und eine prise Traubenzucker empfohlen zum Zwangsfüttern (gekocht), dass fressen sie wohl gern..



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Benutzerbild von arca_lacrima
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arca_lacrima befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 22.01.2011, 22:19

AW: päppeln/zufüttern


das einzige was sie selbstständig frisst ist petersilie und dill.

aber sie ist sooo schlapp und schläft die ganze zeit. war ein langer und anstrengender tag für sie, glaube ich. alle zwei std zwangsgefüttert zu werden (weiß ja net wie die des gemacht haben)
ganz schon streßig.

lg Melanie




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Geschrieben am 22.01.2011, 22:23

AW: päppeln/zufüttern


@Melanie,

lass mal das Critical weg! Das hat einen sehr starken Geruch! So nach allem und nichts! Mach mal nur den Brei ohne das Zeug ist sowieso besser! Und wenn sie Petersilie und Dill frist, füttern so viel wie sie will. Das ist doch wenigstens etwas was sie frisst!

Du brauchst Dir auch keine Sorgen machen ob es zu einseitig ist. Im Moment ist nur wichtig das sie was frisst!

Stell ihr die Matschepampe so mal hin! In einen flachen Teller!

Das sie müde ist, ist normal. Die Medis, der Klinikaufenthalt, der Transport und einfach alles Scheisse!

Melanie

PS: Die Zwangsfütterung ist stress und einige Kaninchen verweigern so weiter das fressen!

Sitzt sie mit den anderen zusammen?



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Benutzerbild von Tinachen
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Geschrieben am 22.01.2011, 22:25

AW: päppeln/zufüttern


Das mit der Kotprobe solltest Du trotzdem machen. Wenn sie gut trinkt mach auch das mit dem Heusud (Heu mit heissem Wasser übergiessen, ziehen lassen, erkalten lassen, abseien, Hilft die Darmflora wieder zu regenerieren) kannst den Heusud auch mit dem Tee mischen, Fenchel ist gut, Kamille würde ich nicht zu viel anbieten weil es auch Schleimhautaustrocknend wirkt. Bei den Tropfen muß ich jetzt erstmal selbst nachlesen. Gruß Tina




Benutzerbild von arca_lacrima
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arca_lacrima befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 22.01.2011, 22:26

AW: päppeln/zufüttern


du meinst nur den apfel und karottenbrei geben?

nein sie sitzt momentan in einem krankengehege im wohnzimmer. damit ich sie sehe. und auch sehe ob sie köttelt trinkt und frisst.

sie darf aber untertags mit den anderen in der wohnung laufen.

lg Melanie




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Geschrieben am 22.01.2011, 22:28

AW: päppeln/zufüttern


Leg ihr Unbegrenzt Petersilie und Dill rein und überprüf ob sie wirklich frisst und dann würd ich sie erstmal in Ruhe lassen.
Wenn sie so krank ist, dann würde ich ihr etwas Ruhe lassen, wenn sie genug Zeit hat etwas zu regnerieren, dann denke ich wird sie mit der Zeit mehr fressen.

Bei Kaninchenwiese gibts auch noch nen Beitrag zur Zwangsernährung:




Im Krankheitsfall kann es Fastenzeiten beim Kaninchen geben. Meist werden jedoch weiterhin bestimmte/ausgewählte Trockenkräuter, einzelne sehr spezielle frische Kräuter und Laub aufgenommen. Sozusagen Schonkost. Diese in extremen Minimengen.

Allgemein wird gerne Panik gemacht wenn Kaninchen "fasten" oder aus anderen gründen die Nahrung verweigern. Dann wird meist zur Zwangsernährung geraten. Das ist so falsch. Niemals sollte ein Kaninchen zwanghaft ernährt werden. Wenn ein Kaninchen Schmerzen im Mundraum hat oder anderweitig bei der Futteraufnahme behindert ist, aber fressen möchte, kann man ihm Brei einflößen. Verweigert ein kaninchen die Kost weil es krank ist, sollte man ihm extrem viel Trockenkräuter, frische Kräuter und Laub anbieten (und alles andere), damit das Kaninchen sich das heraussucht, was in der momentanen Lage noch essbar ist und der Heilung dient statt sie zu blockieren.

Noch zwei Zitate zum Thema Fasten bei Tieren, die ich auch auf meiner Seite habe.

"Das Erste Anzeichen einer Erkrankung bei Tieren ist oft, dass sie aufhören zu fressen - eine Beobachtung, die viele Naturheilkundige zu der Schlussfolgerung brachte, dass Fasten eine natürliche und sinnvolle Reaktion auf eine Erkrankung sei. Juliette de Baíracli Levy schreibt: "Ein krankes Tier zieht sich an einen abgelegenen Ort zurück und fastet, bis sein Körper wieder zum normalen Zustand zurückgekehrt ist". Fehlender Appetit kann ein wirksamer Weg sein, die Heilung zu beschleunigen. Bakterien benötigen Eisen und der Körper nimmt viele Veränderungen vor, um die verfügbare Menge an Eisen während einer Infektion zu reduzieren. Frisst ein Tier weiterhin, kann das in der Nahrung befindliche Eisen auch die Pathogene ernähren,. Ein krankes Tier oder einen Patienten zwangsweise zu ernähren, kann also kontraproduktiv sein."
Quelle: Engel Cindy, Wild Health: Gesundheit aus der Wildnis. Wie Tiere sich selbst gesund erhalten und was wir von ihnen lernen können, animal learn Verlag, Bernau 2004

"Das kranke Tier verkriecht sich und frißt tagelang nichts. Kranke tun also instinktiv das Richtige: Sie fasten! Denn dreizig Prozent der Verdaungsarbeit ist in diesem Zusammenhang einfach zu anstrengend und man nimmt lieber die Energie aus den körpereigenen Nahrungsdepots. Indem man fastet, nutzt man die Energie, die nicht für die Verdauung benötigt wird für die Heilung."
Quelle: naturel.biz

Meinen Beobachtungen nach fasten Kaninchen indem sie extrem kleine Mengen Schonkost aufnehmen, diese kann sehr speziell sein. Sie fasten nicht ohne Grund sondern nur wenn irgendetwas nicht stimmt (meist Krankheiten).

Es ist nicht gefährlich wenn Kaninchen fasten. Zumindest wenige Tage sind problemlos möglich. Nach OP´s fasten die meisten kaninchen auch bis zu etwa vier Tagen. Das ist überhaupt kein Problem. Viele trinken zu diesen Zeiten sehr viel.
Leon hat beispielweise nach seiner Kastration drei Tage fast vollständig gefastet und dann mit Mini-Mengen angefangen und die Menge nur sehr langsam gesteigert.
Picco fastete auch immer als sie noch Tympanien hatte (als ich sie übernahm) bzw. fraß wenn überhaupt nach einer Weile erst eine kleine Menge Schonkost.

Wichtig ist immer die Ursache zu finden und dem Kaninchen alle Möglichkeiten zum fressen zu bieten.

Fasten an sich ist für Kaninchen ungefährlich. gefährlich kann es nur werden wenn sie zu stark abmagern (weil die Krankheit lange anhält und unbehandelt bleibt) wie bei anderen Tieren auch (Hund, Katze, Mensch...). Das schlimmste was passieren kann ist, dass sie an anderen Folgen der Krankheit sterben oder irgendwann keine Energie mehr haben, was allerdings auch bei der Zwangsernährung oftmals passiert...



lg



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arca_lacrima befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 22.01.2011, 22:34

AW: päppeln/zufüttern


heu/blüten fencheltee gerade mit wasser übergossen.




Benutzerbild von Tinachen
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Tinachen befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 22.01.2011, 22:34

AW: päppeln/zufüttern


Verstopfung (Obstipation) beim Kaninchen

Wie erkenne ich eine Verstopfung?

Folgende Erkennungsmerkmale gibt es, nicht immer treten alle gleichzeitig auf:
  • Das Kaninchen setzt seit mehreren Stunden keinen Kot mehr ab. Abgesetzte Köttel sind sehr klein, hart, tropfenförmig oder sie sind extrem selten und dafür groß. Bei [URL="http://www.kaninchenforum.de/k-haare.html"]Haarballenbildung durch Fellwechsel[/URL] kommen sehr große, harte Köttel die fest zusammen kleben und viele Haare enthalten.
  • Bei Magenüberladung ist der harte Magen gut zu tasten, der Rest vom Bauch ist weich (anders als bei der [URL="http://www.kaninchenforum.de/k-trommel.html"]Blähung[/URL] wo der Bauch oft an vielen Stellen verhärtet oder ganz angespannt ist).
  • Bei länger anhaltender Verstopfung wirkt der Bauch auch leicht angespannt.
  • Das Kaninchen verweigert weitere Nahrungsaufnahme. Es sitzt teilnahmslos, aufgeplustert mit gekrümmtem Rücken
  • Das Kaninchen krümmt häufiger den Rücken und versucht mit viel Druck, Kot abzusetzen.
Woher kommt die Verstopfung?

Verstopfung kann verschiedene Ursachen haben:
  • Futterpellets, Einstreupellets oder Trockengemüse wurden in großen Mengen gefressen, quellen im Magen auf und führen dort zu einer lebensgefährlichen Magenüberladung.
  • Während des Fellwechsels aufgenommene Haare können zu Haarballenbildung führen, mehr Informationen dazu bekommen Sie hier: [URL="http://www.kaninchenforum.de/k-haare.html"]Fellwechsel beim Kaninchen[/URL].
  • Ein häufiger Grund ist, dass das Kaninchen etwas Schädliches gefressen hat: Plastik, Katzenstreu, andere giftige Einstreu, Kerzenwachs, Gummi etc.
  • Bewegungsmangel und Übergewicht ist oft auch ein Grund für Darmprobleme.
  • Wassermangel, werden zu viele nur trockene Futterbestandteile, vor allem auch Trockenfutter, gereicht, aber wird kein Wasser gegeben, kann es zu einer Verstopfung kommen.
  • Auch eine Aufblähung im Darmbereich kann eine Verstopfung zur Folge haben. Mehr Informationen dazu: [URL="http://www.kaninchenforum.de/k-trommel.html"]Blähungen/Trommselsucht beim Kaninchen.[/URL]
  • Ein massiver Befall mit Hefepilzen kann ebenfalls eine Verstopfung hervor rufen: [URL="http://www.kaninchenforum.de/k-pilze.html#dp"]Darmmykose (Hefepilzinfektion im Darm)[/URL].
  • Selten sind Tumore oder Darmverschlingungen der Grund für Verstopfungen.
Der Hauptgrund für ständig wiederkehrenden Verstopfung ist meist eine grundsätzlich falsche Fütterung der Tiere. Getreide und/oder Melassehaltiges Trockenfutter, getrocknetes Gemüse und zuckerhaltige Snacks sorgen dafür, dass der Darm nicht vernünftig arbeiten kann. In dem Fall hilft nur eine langsame Umstellung auf eine gesunde Ernährung der Tiere.
Wichtig:

Suchen Sie mit Ihrem Tier unverzüglich nach der Entdeckung der Verstopfung einen Tierart auf. Eine länger andauernde Verstopfung führt zum Tode des Tieres!

Mitunter wird zur Behandlung ein Spasmolytikum (z.B. Buscopan) angewandt. Wir haben damit keine guten Erfahrungen gemacht und in Fachärztekreisen wird eher davon abgeraten. Dieses Mittel lähmt den Darm der Kaninchen zu stark, es sollte also nur eingesetzt werden, wenn andere Mittel nicht wirken.
Wenn die Verstopfung sich nicht löst, ist es sinnvoll, das Tier röntgen zu lassen um die Ursache für die Verstopfung abzuklären. Aufgasungen und Bezoare (Steinbildung) können so voneinander unterschieden werden.
Behandlung bei Verstopfung:

Grundsätzlich sollte keine längere Eigenbehandlung ohne Tierarztkonsultation statt finden!

Versuchen Sie die Ursache für die Verstopfung abzuklären, überprüfen Sie vor allem das Futter des Tieres.
Haarballen: Bei langhaarigen Tieren, die vorab schon Köttelketten ausgeschieden haben, könnte die Ursache der Verstopfung eine zu massive Aufnahme von Haaren (meist in Verbindung mit falscher Fütterung) sein. Wie in dem Fall noch zusätzlich zur Behandlung geholfen werden kann, können Sie hier nachlesen: [URL="http://www.kaninchenforum.de/k-haare.html#ges"]Futterzusätze beim Fellwechsel.[/URL]
Wasser/Tee: Flüssigkeit hilft beim Ausscheiden von Verstopfungen. Wasserhaltiges Grün- und Saftfutter sollte vermehrt gegeben werden.
Das Tier sollte viel Wasser, Kamillentee oder andere Kräutertees trinken. Sollte es nicht selber trinken, ist es wichtig mehrmals am Tag mit einer Pipette oder Spritze Wasser oder Tee einzuflößen!
Öl: Öl macht den Darminhalt rutschig und hilft so, den Darminhalt auszuscheiden und die Verstopfungen zu lösen. Flößen Sie dem Kaninchen, nach Absprache mit dem Tierarzt, Rizinusöl, Parafinöl, Leinöl oder ein anderes hochwertiges Speiseöl ein. Zu Beginn der Behandlung 5 ml Öl, anschließend 2 - 3 x täglich 1 - 2 ml Öl.
[URL="http://www.vetpharm.uzh.ch/tpp/00000000/a0045-xx.htm"]Rodikolan®:[/URL] Ergänzend oder statt des Öls wird Rodikolan® oder Herbi Colan® verabreicht. Es wirkt krampflösend und besteht aus verschiedenen Pflanzenölen. 10 Tropfen dreimal täglich als Zusatz, oder statt anderen Ölsorten die oben genannte Menge im akutem Fall. Hier können Sie die entsprechenden Produkte bekommen: [URL="https://www.tiervitalshop.de/de/258/261/784/Ani79297/"]Curasal Rodikolan[/URL], [URL="https://www.tiervitalshop.de/de/258/261/784/WDT22400/"]Herbi Colan Suspension[/URL]
Aufgasung: Meist haben die Tiere zusätzlich zur Verstopfung noch starke Blähungen. Da im Darm immer Gärprozesse stattfinden und die Gase nicht ausgeschieden werden können, bläht der Darm auf. Vorsichtshalber wird also immer ein Mittel gegen Gasbildung im Darm eingesetzt. Als gut verträglich gelten Medikamente mit dem Wirkstoff Simeticon (z.B. Elugan® Tropfen, Lefax, Sab Simplex). 3 - 5 x tägl. zwischen 0,2 und 0,4 ml vermischt mit der gleichen Menge Wasser werden direkt ins Mäulchen gegeben.
Schmerzmittel: Eine Verstopfung ist Schmerzhaft. Daher ist es immer sinnvoll, dem Tier ein Schmerzmittel zu verabreichen. Ein bis fünf Tropfen Metacam® 1,5 mg/ml (Suspension für Hunde) 2 x am Tag. Schlägt es nicht an, wird der Tierarzt evtl. Novalgin verabreichen.
Infusion: Es sollte unverzüglich auch eine Infusion gesetzt werden. [URL="http://de.wikipedia.org/wiki/Ringerl%C3%B6sung"]Ringerlösung[/URL] wird dabei direkt unter die Haut gespritzt. Die Infusion wirkt Kreislaufstabilisierend und ist unerlässlich.
Operation: Bei einer Magenüberladung durch aufgequollene Futterbestandteile im Bauch hilft oft nur noch eine Operation. Sollte sich die Überladung mit massiver Ölgabe auch innerhalb von 48 Stunden nicht lösen, muss der Einsatz einer Magensonde unter Narkose in Betracht gezogen werden.
[URL="http://www.kaninchenforum.de/k-papp.html"]Päppeln?[/URL] Da der Darm eines Kaninchens bei der Verstopfung ohnehin schon überladen ist, raten wir dringend davon ab, dass Tier noch zusätzlich noch massiv zu päppeln. Erst wenn sich die Verstopfung gelöst hat und das Kaninchen vor Schmerzen und Stress noch zu erschöpft ist, um normale Nahrung aufzunehmen, kann ihm Päppelbrei zur freiwilligem Aufnahme vorgesetzt werden. Hält die Verstopfung allerdings länger als einen Tag an und nimmt das Tier keinerlei Nahrung auf, ist es leider nötig, ein wenig Nahrung zuzuführen. Nie mehr als 10 ml pro Mahlzeit!
MCP- Tropfen: Wir können MCP-Tropfen bei Verstopfung nicht uneingeschränkt empfehlen. Liegt eine massive Magenüberladung oder ein Darmverschluss vor ist von einer Anwendung von MCP abzusehen. Es wirkt ebenfalls nicht bei Verstopfungen im Colum. Nur bei leichten Verstopfungen im oberen Magen-/Darmbereich unterstützt MCP eine beschleunigte Magen-/Darmpassage. MCP darf nicht über einen längeren Zeitraum angewendet werden, die Anwendungsdauer beschränkt sich auf höchstens 4 Tage. Dosierung: 1- 5 mg Metoclopramid pro kg Kaninchen = z.B. MCP-beta®Tropfen 1 ml = 4 mg Metoclopramid.
Abschließend:

Wenn sich die Verstopfung gelöst hat, kommen oft große, matschige Köttel. Seltener vorab auch sehr kleine, vertrocknete Köttel, die hinter der Verstopfung gesessen haben und nicht abgesetzt werden konnten, weil Kaninchen kaum Darmperistaltik haben und Kot nur abgesetzt werden kann, wenn Futter nachschiebt. Es kann nach der Verstopfung ein paar Tage zu großen, unförmigen Matschkötteln kommen, das ist nicht weiter bedenklich und völlig normal. Da die Tiere Öl bekommen haben, sind die Köttel auch häufig glänzend und Tropfenförmig.

Sobald das Tier wieder Kot absetzt, werden die meisten Medikamente auch abgesetz. Schmerzmittel sind meist nicht mehr nötig (es sei denn, dass Tier zeigt noch sehr deutlich Schmerzen), Öl wird ebenfalls nicht mehr verabreicht. Es kann aber noch einige Tage zu Aufgasungen kommen, daher ist es sinnvoll, täglich noch ca. 0,2 und 0,4 ml von dem Medikament gegen Blähungen zu geben.
Haben die Kaninchen bis dahin [URL="http://www.kaninchenforum.de/k-trofu.html"]Trockenfutter[/URL], [URL="http://www.kaninchenforum.de/k-drescher.html"]Leckerchen[/URL] oder etwas anderes in der Art bekommen, dann ist eine [URL="http://www.kaninchenforum.de/k-futterumstellung.html"]Futterumstellung[/URL] durch zu führen, kein Tier sollte mit solchen Futtermitteln krank gefüttert werden!
Die Kaninchen müssen langsam wieder an ihre normale Ernährung heran geführt werden. Achten Sie darauf, dass die Tiere viel Heu zu sich nehmen, damit eine langsame und gleichmäßige Darmpassage des Futters gewährleistet ist. Geben Sie mehrmals täglich kleine Portionen Frischfutter, gut vertragen werden Fenchelknollen, frische Kräuter (Basilikum, Dill und Pfefferminze wirken apetitanregend). Es ist wichtig, dass Frischfutter auf viele Portionen aufzuteilen, damit die Tiere sich nicht überfressen und der Darm gleichmäßig belastet wird. Nach ca. einer Woche sollte alles vergessen sein und das Kaninchen kann wieder ganz normal gefüttert werden.
Darmaufbau?
Wenn der Kot sich nicht innerhalb weniger Tage normalisiert, sollte ein Aufbau der Darmflora vorgenommen werden. Dazu wird vom Tierarzt meist Bird Bene Bac verabreicht, dieses Gel besteht aus gefriergetrockneten Bakterien, welche der Darmflora helfen sollen, sich wieder zur regulieren. Leider enthält Bird Bene Bac Zucker und von daher ist es fraglich, ob es wirklich so sinnvoll ist - denn Zucker schädigt den Darm. Einfacher und gesünder wäre es natürlich, den Tieren Blindarmkot gesunder Kaninchen anzubieten, häufig versuchen die Kaninchen von sich aus, ihren Gehegegenossen diesen Kot zu stibizen. Als Mensch wird man da aber leider kaum dran kommen, deshalb wird alternativ Omniflora N gegeben. Diese Kapseln für Menschen sind in der Apotheke rezeptfrei zu bekommen. Der Inhalt der Kapseln wird in Wasser aufgelöst. Eine Kapsel auf 4 Tage


Habs Dir mal von Diebrain rüberkopiert.
Mir gings jetzt hauptsächlich um die MCP Tropfen




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Geschrieben am 22.01.2011, 22:36

AW: päppeln/zufüttern


Zitat:
Zitat von arca_lacrima Beitrag anzeigen
du meinst nur den apfel und karottenbrei geben?

nein sie sitzt momentan in einem krankengehege im wohnzimmer. damit ich sie sehe. und auch sehe ob sie köttelt trinkt und frisst.

sie darf aber untertags mit den anderen in der wohnung laufen.

lg Melanie
MELANIE,

ich schimpfe jetzt! Aber das weißt Du auch selber! Endweder komplett oder gar nicht!

Das stresst doch noch zusätzlich!

Melanie



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Geschrieben am 22.01.2011, 22:39

AW: päppeln/zufüttern


aber sie schläft doch eh die ganze zeit und es handelt sich doch nur um zwei tage bis sie wieder selbstständig frisst. wenn sie im kaninchenzimmer ist, habe ich weder überblick über den kot noch über ihren allgemeinzustand und ihr fressverhalten. wenn ich dann kräuter reinlege sind sie weg bevor cookie überhaupt hinkommt.

is das über nacht trennen für ein paar tage den soo schlimm?




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Geschrieben am 22.01.2011, 22:39

AW: päppeln/zufüttern


Kannst auch vorerst bei Karottenbrei bleiben!



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Geschrieben am 22.01.2011, 22:41

AW: päppeln/zufüttern


Zitat:
Zitat von arca_lacrima Beitrag anzeigen
aber sie schläft doch eh die ganze zeit und es handelt sich doch nur um zwei tage bis sie wieder selbstständig frisst. wenn sie im kaninchenzimmer ist, habe ich weder überblick über den kot noch über ihren allgemeinzustand und ihr fressverhalten. wenn ich dann kräuter reinlege sind sie weg bevor cookie überhaupt hinkommt.

is das über nacht trennen für ein paar tage den soo schlimm?
Das sind ja mindestens 10 Stunden die Du sie trennst! Lass sie doch bei den anderen, vielleict tut es ihr gut!

Melanie



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Geschrieben am 22.01.2011, 22:42

AW: päppeln/zufüttern


ok dann leg ich ihr jetzt noch n berg kräuter rein und dann setze ich sie wieder zu den anderen.

der heusud stink fei gewaltig!!! *grins*




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Geschrieben am 22.01.2011, 22:45

AW: päppeln/zufüttern


Brav Melanie! Und wenn Du siehst das es ihr nicht gut tut, kommt sie wieder ins Krankenhaus!

Melanie



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Geschrieben am 22.01.2011, 22:53

AW: päppeln/zufüttern


wenn sie bis montag nicht selbst frisst muss sie eh wieder in die klinik, da ich ab montag wieder von 7.30-17.30 wieder in der arbeit bin.

hoffe bis dahin funkts wieder.

@Melanie: was hälst du von den Medis?




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arca_lacrima befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 22.01.2011, 22:55

AW: päppeln/zufüttern


@siso

wenn ich sie nicht wenigstens ab und zu zwangsfüttere dann kann es durch die fehlende verdauung wieder zur aufgasung kommen deshalb muss sie wohl da durch das sie unter tags alle drei std und in der nacht wenigstens einmal gefüttert wird. ausser sie frisst vermehrt selbst.

vielleicht ist sie ja so neidisch wenn sie sieht wie die anderen fressen das der futterneid siegt.

aber danke für die zitate




Geändert von arca_lacrima (23.01.2011 um 00:02 Uhr).

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arca_lacrima befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 22.01.2011, 22:58

AW: päppeln/zufüttern


danke claudia, werd ich morgen vielleicht mal ausprobieren, obwohl kartoffeln ja net gut sind.
aber bei hunden sagt man, wenn sie probleme mit der verdauung oder dem magen haben dann eine geriebene kartoffel und einen apfel vermischen



 
 
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