 | Junior-Moderatorin | | Registriert seit: 14.11.2008
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Geschrieben am
21.01.2011, 13:49
| | | | AW: für die FAQs: Erfahrungsberichte Ein sehr schöner Erfahrungsbericht von hura hura zur Anschaffung von Kaninchen. Zitat: |
Zitat von hura hura Ich würde gerne meinen kleinen Erfahrungsbericht hier aufschreiben, damit andere 'neuere' Kaninchenbesitzer sehen könne, dass man den Zoohandlungen nicht immer Glauben schenken sollten. Nur so nebenbei: Unsere Beraterin war 'total nett' und erschien uns äußerst kompetent und wissend. Nur widerstrebend musste ich anschließend lernen, dass manchmal Zweifel durchaus angebracht sind!! Also, ihr 'zukünftigen' Kaninchenbesitzer, bitte glaubt nicht immer dem, was die nette Dame euch erzählt! Im Gegensatz zu dem Personal in der Zoohandlung sind wir zwar nicht immer so nett und freundlich, aber dafür haben wir alle praktische Kaninchenerfahrung, die viel mehr wiegt als ein Verkaufsgespräch!
Ein kleines Beispiel, wie es tausende gibt:
Wir (das waren 3 Schwestern und eine Nichte) sind im April in eine Zoohandlung und haben dort nach einem Hautier für meine Nichte geguckt. Bald war klar, dass es ein männl. Kaninchen und ein weibl. Meerschweinchen wird.
Vertragen die sich denn zusammen?
- kein Problem
Und wäre der Käfig okay für die beiden (120*70*50)?
- super!
Futter?
- immer Heu und Trockenfutter, langsam kann man ihnen auch Gemüse geben
Trinken?
- immer Wasser mit Vitaminzusatz
Und so gingen wir mit den armen Schluckern nach Hause, steckten sie in den Käfig und beobachteten sie. Das Meerschweinchen war die erste Woche total verschreckt und hat sich nie blicken lassen, das arme Häschen hat der Meeridame den ganzen Tag hinterhergestellt und suchte Körperkontakt. Mit einem Hüpfer war der Kaninchenmann am anderen Ende des Käfig angelangt, das war alles, was er in der ersten Woche an Bewegung hatte.
Und so sitzt Mensch dann verloren vor diesem Käfig, guckt sich die Tiere an und kann nur erahnen, wie es ihnen ergeht. Leider können sie einem (am Anfang zumindest) nicht erzählen, wie es ihnen geht.
Also habe ich mich ein bisschen im Internet schlau gemacht.
Schnell war klar, dass die Beratung in der Zoohandlung alles andere als hilfreich war.
Und so lernten wir erst, dass man nie ein einzelnes Meerschweinchen mit einem einzelnen Kaninchen halten sollte, dass der Platz alles andere als ausreichend ist, und dass man beide Tiere eher mit Frischfutter (Gemüse, Wiesenkräuter, Kräuter, Laub, auch das Vitaminwasser ist dann unnötig) füttern sollte als mit Heu und Trockenfutter.
Langsam konnten wir dann all das, was man uns in der Zoohandlung NICHT gesagt hatte, umsetzen. Es ist nicht immer einfach und auf gar keinen Fall 'billig', wenn man versucht, ein kanichengerechtes Gehege zu entwerfen. Da gehen gut und gerne mal 300-500 Euro für drauf. Ich muss mir die Frage stellen, ob ich 1. soviel Geld habe und 2. gewillt bin soviel Geld für Tiere auszugeben.
Und es bereitet einem viel mehr Freude aufgeweckte, aktive und freudige als gelangweilte und unglückliche Tiere zu beobachten.
Natürlich ist ein einzelnes Kaninchen eher menschenbezogen und zahm, wenn man aber bedenkt, dass es das nur ist, weil ihm ein Artgenosse fehlt, dann versetzt es einem doch einen kleinen Stich und trübt die Freude an dem lieben Tier ein wenig.
Und noch etwas zu guter Letzt:
auf dem Dorf und in ländlichen Gegenden kann es sehr schwierig sein, einen kompetenten Kaninchenerfahrenen Tierarzt zu finden.
Als Kinder wohnten wir immer sehr ländlich, die Tierärzte dort wurden für kalbende Kühe oder tollwütige Hunde/Füchse gebraucht, alles unter Katzengröße wurde direkt eingeschläfert. Kastration bei Kleintieren? Umnöglich!!!
Deswegen sollte man sich vielleicht auch vor dem Anschaffen der Tiere umhören, ob es bei einem in der Gegend einen geeigneten Tierarzt für Kleintiere gibt. Kaninchen können, wenn sie krank sind, recht anspruchsvolle Pflege benötigen, von daher ist ein guter Tierarzt sehr wichtig. |
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