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Eine frage der moral...Hallo liebe kaninchenforum member Ich habe ein kaninchen (weiblich, löwenköpfchen, farbenzwerg, rot/braun und weiß) welches jetzt fast 8 jahre alt ist. Letzten september wurde ein tumor festgestellt und auch entfernt aber danach war mein kaninchen mit der koordination seiner einen hinterpfote überfordert. Das problem mit der pfote wurde immer schlimmer bis es sie sogut wie nicht mehr bewegen konnte. Seit diesem moment warte ich darauf das mein kaninchen sich irgendwie negativ verändert was es allerding bisher nicht getan hat. Jeden tag nehm ich es, wasch es (weil es durch seine kacke verklebt ist) mehrmals täglich, zieh ihm eine windel an (inkontinent ist es glaub ich auch) und beschäftige mich 6-8 stunden täglich mit ihr. Wenn ich dazu keine zeit haben sollte kümmert sich irgendjemand anders aus meiner familie darum. Seit ca 2 monaten hat es an seiner hinterpfote eine komische verkrustung von welcher ich dachte es sei hornhaut durch das wetzen, aber mein tierarzt sagte mir gestern ich solle mein kaninchen lieber einschläfern lassen weil es irgendwelche ablagerungen der knochen sind. Nun zu meinem eigentlichen problem... ich vermenschliche ein kaninchen, welches offensichtlich keine schmerzen hat, gut frisst und trinkt und nicht weniger neugierig ist als ein gesundes kaninchen. Ist es moralisch korrekt diese kaninchen so lang wie möglich am leben zu erhalten solang man nicht den anschein macht das es sich quält? Mein tierarzt sagt ich hätte es schon lang einschläfern lassen sollen weil es nichtmehr hoppeln kann, aber einen menschen erschießt man doch auch nicht nur weil er ein kaputtes knie hat und sich deswegen langsamer und schwerer bewegen kann. Ich warte darauf das sie aufhört zu fressen oder mir ein anderes zeichen gibt, aber in der letzten zeit verändert sich ihr zustand nicht und sie macht keinen anschein sterben zu wollen. Wie lange sollte ich das spiel noch treiben? Ist es verwerflich ein kaninchen mit einem menschen zu vergleichen wenn es um die entscheidung über leben oder tot geht? Ich hoffe ihr könnte meinen kauderwelsch verstehen und könnt mir einmal eure ansichten zu der situation sagen. Ich bin komplett hin und her gerissen lg
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AW: Eine frage der moral...Hallo Flufflebum, das ist eine verdammt schwere Entscheidung, die Du da treffen mußt. Ich würde mir vielleicht nochmal die Meinung eines anderen Tierarztes einholen. Ich wünsche Dir ganz viel Kraft marinahexe
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AW: Eine frage der moral...Also ich denke, so gut wie Du kennt keiner das Kaninchen. Du sagst es geniesst sein Leben, frißt, trinkt. Lass Dich von Keinem beeinflussen und geniesse mit Deinem Ninchen. Du wirst merken, wenn es sich selbst aufgibt, erst dann solltest Du Dir Gedanken über eine Erlösung machen. Natürlich sind es Tiere aber haben die nicht das Recht darauf alt (und womöglich mit Behinderungen) zu sein?. Gruß Tina
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AW: Eine frage der moral...Mich hat es halt verunsichert weil mir eigentlich jeder gesagt hat das ich ein kaninchen nicht mit einem menschen vergleichen darf. Aber ich werd es solang am leben erhalten wie es nicht komisch wird. Ich werd ihr nicht die letzten monate/wochen nehmen nur weil alle bekannten von mir sagen das tiere weniger wert sind als menschen. lg
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AW: Eine frage der moral...Zitat:
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AW: Eine frage der moral...Ich bin auch der Meinung, dass du noch warten solltest. Solange dein ninchen nicht leidet finde ich das quatsch es einzuschläfern. Man sieht den ninchen ja an, wenn sie schmerzen haben. Meine haben dann nicht mehr gefressen und den ganzen tag an einer stelle gesessen. Meine letzte Häsin hatte solche Zahnprobleme, dass sie nicht mehr feste Nahrung zu sich nehmen konnte und immer dünner wurde. Sollten es dann mit brei füttern und tgl wiegen. Aber sie wurde immer schwacher und da habe ich mich dann auch verabschieden müssen. Aber ich weiß, dass es die richtige Entscheidung war, da sie ja sonst verhungert wäre.
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AW: Eine frage der moral...Wenn ein Kaninchen, durch seine Behinderung so stark eingeschrängt ist, dass es die Lebensqualität beeinträchtig, würde ich es einschläfern. Kann es sich denn noch Putzen? Ich habe Leon letztes Jahr einschläfern lassen, weil er beide Hinterläufe nicht mehr bewegen konnte. Dann hat er versucht sich deine Vorderpfote zu putzen (dieses Bild vergesse ich einfach nicht). Naja es war quälerei weil er es nicht mehr konnte. Außerdem hat er sich selber "eingesaut". Die Ärztin meinte, wenn man ihm am Leben lässt würde er irgendwann an infektionen oder würmern sterben. Da man ihn ja auch nicht ständig putzen kann. In so einer Situartion ist es berechtigt. Solange dein Kaninchen aber Schmerzfrei ist (wie auch immer man das feststellt) und es mit seiner Behinderung klar kommt, würde ich es am Leben lassen. Ich würde Tiere jetzt nicht unbedingt mit Menschen vergleich (dein Knievergleich), da man das Knie von nem Menschen vielleicht behandeln kann. Und zur Not Schmerzmittel geben kann. Außerdem kann sich ein Mensch besser mitteilen und evt. sich besser anpassen. Einen Rollstuhl für Kaninchen gibt es ja leider noch nicht (aber einen "Rollator" für Hunde gibt es) Allerdings bin ich jemand, der für Sterbehilfe ist. Wenn es wirklich keine Hoffnung mehr gibt, sollte man einen Menschen dann nicht auch erlösen dürfen? Aber das ist ein anderes Thema Beobachte dein Kaninchen und genieße die Zeit die ihr noch habt. Lg Selkie
__________________ Man kann nicht glücklich sein ohne manchmal auch unglücklich zu sein. (Quelle: Oliver, Lauren: Delirium)
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AW: Eine frage der moral...Hallo, schwere Entscheidung, ich bin zunächst einmal immer dafür, alles zu tun, was geht, damit ein Tier am Leben bleibt. Die Frage, die letztlich wohl nur du bzw. der TA deines Vertrauens beantworten kannst ist, was ist lebenswert und was nicht. Ich glaube, dass die Sache mit der Verkotung und Inkontinenz schon schlimm ist für das Tier und auch sehr unangenehm. Und man könnte es vielleicht auch so sehen, dass dieses arme Nin schon viel mitgemacht hat und einfach nur "stillehält". Gut ist natürlich, dass man ihm keine Schmerzen anmerkt, aber ohne Bewegungsmöglichkeiten, fühlt man sich dann wirklich wohl? Ich möchte diese Entscheidung nicht treffen müssen, bin aber bei meinen Hunden und Hamstern, die ich bislang einschläfern musste diesen Weg dann auch gegangen, bevor es zu qualvoll wurde. Trotzdem möchte ich nochmals anmerken, dass ich volles Verständnis habe, wenn du eher dazu neigst, die Zeit für dich spielen zu lassen und dann würde ich den Tipp der anderen aufgreifen, eine zweite Meinung einholen, vielleicht kann man ja etwas verbessern an der ganzen Situation. Viel Glück.
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AW: Eine frage der moral...Hallo, ich war genau vor zwei Tagen in einer ähnlichen Situation..... Ich hatte ein Fundkaninchen, deren Hinterbeine waren gelähmt. Sie hat gefressen und war sonst auch munter... allerdings hatte sie sehr starken Muskelabbau und keine Medis oder Physio haben mehr bei ihr geholfen... Mein TA und ich haben sehr lange überlegt... Dann am Montag hatte Sammy nochmals abgenommen :-( und noch weniger Muskelmasse und Fett... sie bestand nur aus Haut und Knochen.... Ich habe sie einschläfern lassen... es war eine verdammt schwere Entscheidung, weil ihr Kopf und die vordere Hälfte total fit waren... der Rest des Körpers war schwach und gebrechlich... :-( Der TA meinte er sieht keine Chance mehr :-( es kann noch zwei bis drei Wochen gehen, da die Lähmung bei ihr immer mehr voran geschritten ist... ich habe sie einmal die Woche auch waschen müssen, da sie eine Überlaufblase hatte.... ich hätte sie noch weiter gepflegt... keine Frage... aber ich wollte nicht, dass Sammy am Ende vielleicht an einer Lungenembolie sterben muss.... Ich weiss nicht ob die Entscheidung richtig war... ich hoffe es.... Letzendlich kann dir diese Entscheidung keiner abnehmen.... leider!!! Solange du keine Angst haben musst, dass dein Ninchen vielleicht elendig stirbt, lass es leben.... Ich finde es super, wie du dich um das Ninchen kümmerst!!! Bin froh das es solche Menschen gibt! Und wir nicht ganz alleine sind... LG Miranda
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AW: Eine frage der moral...OT: ich habe mir erlaubt die Beiträge, die nicht zum Thema passen zu entfernen. Ich Bitte nochmals dadrum sinnfreie Beiträge zu unterlassen. Dieses Thema ist ein ernstes Thema und hier gehört sowas nicht rein. So und nun zurück zum Thema ![]() Lg Selkie
__________________ Man kann nicht glücklich sein ohne manchmal auch unglücklich zu sein. (Quelle: Oliver, Lauren: Delirium)
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AW: Eine frage der moral...Erst einmal vielen dank für eure meinungen. Ich war bei einem zweiten tierarzt und hab ihm die kleine mal vorgeführt. Er war ziemlich beeindruckt in welch gutem allgemeinzustand sie sich noch befindet sieht aber probleme in der vorschreitenden veränderung der pfoten. Sie kann sich schon noch fortbewegen halt langsamer und sie sieht dabei ein bisschen aus wie eine robbe aber mobil ist sie noch^^ und putzen kann sie sich auch noch einigermaßen abgesehen vom hintern, den hab ich aber auch öfters waschen müssen als sie noch gesund war. Die entscheidung wann werd ich wohl an der mutation der pfötchen festmachen wenn nichts anderes dazwischenkommt
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AW: Eine frage der moral...Gute Entscheidung finde ich und auch das was der 2. TA gesagt hat, beruhigt dich sicher bei deiner derzeitigen Entscheidung. Ich glaube, das Nin weiss es bestimmt zu schätzen, dass es in dieser schwierigen Zeit des Lebens dich gefunden hat und du es bis zum Schluss - was hoffentlich noch dauert - begleiten wirst. Alles Liebe
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