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Kaninchen hat Angst vor mir wegen Medis? :(Hallooo, ich brauche etwas Rat. Mein Schnupfi hat im Moment etwas Pech - erst wunde Läufe wegen Filz an den Hacken durch neuen Teppich (habe es leider zu spät gemerkt) und jetzt noch ein Schnupfenschub. Für beides hat sie Medis bzw. Creme bekommen, schlägt auch gut an. Allerdings musste ich sie jetzt seit Weihnachten jeden Tag hochnehmen.... und sie hasst mich jetzt, bzw hat sie unglaublich Angst vor mir. Wenn ich im Raum bin mag sie nichtmal zum Futter oder auf Toilette und da sie noch eine gute Woche Medis vor sich hat, ist das echt belastend. Hättet ihr eine Idee, was ich machen kann, um alles etwas entspannter zu gestalten? Sie hat Hochheben schon immer gehasst, auch Bestechung mit Leckerlis zieht danach nicht. Ich habs zuerst probiert, sie in die Box zu locken und sie dann da rauszunehmen, aber sie ist leider sehr smart und das hat exakt 2x funktioniert, bis sie dann nicht mehr in die nähe der Box wollte. Dann hab ich sie normal hochgehoben (erst streicheln, dann mit den Händen langsam hoch), nach dem 3. mal ist sie dann immer panisch weggerannt und hat sich noch viel mehr gestresst. Mittlerweile versuche ich, einen entspannten Moment (Putzen/Dösen) zu nutzen, um sie dann langsam zu heben, damit sie nicht wieder komplett panisch durch die Gegend rennt und alles noch schlimmer wird. Hilft aber mit der Panik danach auch nicht unbedingt. Ich hebe sie immer mit Stütze unterm Popo, und versuche entweder auf dem Boden oder der Couch (30cm vom Boden, so eine IKEA Söderhamn, falls die jemand kennt) dann zu versorgen, damit sie auch keine Panik wegen Höhe bekommt. Gefallen ist sie auch noch nie oder ähnliches, sie mag es einfach nicht. In eine Decke wickeln hat alles nur noch viel schlimmer gemacht. Sie ist total gestresst und beißt, kratzt, spuckt die Medis aus- es ist echt nicht schön und besänftigen ist bei ihr auch nicht möglich. Leckerlis rührt sie danach nicht an, streicheln kann ich sowieso knicken. In Ruhe lassen ist die einzige Option- die Angst hört trotzdem nicht auf... Habt ihr irgendeine Ahnung, wie ich die Situation irgendwie entschärfen kann? Das ist echt schwer mitanzusehen und wir sind beide einfach nur noch den ganzen Tag dauergestresst. Sie kommt danach einfach nicht mehr runter, auch wenn ihr Partner sie versucht, zu trösten. Einfach uff. Meine anderen 2 (hatte jahrelang einen Palliativhasen und jetzt leider auch einen Kranki) haben sich irgendwann einfach gefügt und waren entspannt- bei ihr wird alles einfach nur noch schlimmer. Und das hilft ihrer Gesundheit gerade auch nicht unbedingt ![]()
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| Vllt hat noch jemand Tipps.. Kann man da was machen? Oder müssen wir beide die Woche noch Öhrchen steif halten. Ich hab auch Angst, dass sie stressbedingt noch Aufgasungen o.ä. bekommt. Alles etwas knifflig gerade ![]()
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| Am einfachsten ist die Medikamentengabe auf ‚Leckerlis‘, z.B. auf eingeweichte Cunis ( CuniComplete). Das bedingt natürlich, dass sie schon vorgängig dran gewöhnt wurden und es ganz toll finden, wenn sie diese bekommen. Ans Eingeweichte muss ggf. auch zuerst angewöhnt werden. Falls der Geruch abschreckt: Ich habe jeweils Ingwersaft drauf getröpfelt, dass überdeckt Gerüche. Aber auch das muss langsam angewöhnt werden. Ich hatte auch schon Kaninchen, die Schmerzmittel Metacam ( und Ingwersaft) als Leckerli ansahen. Aber eben immer alles eine Frage der Übung, was ich täglich mit allen Kaninchen machte. Ich habe einen extrem scheuen Senior mit starker Arthrose. Der hat sich früher auch auf die Cunis gestürzt, nun frisst er leider generell kaum noch was und wenn, dann irgendwann… Jetzt funktioniert keine Leckerlis mehr, egal was. Er bekommt 2 x täglich Schmerzmittel. Zuerst war es fast unmöglich ihn einzufangen, mittlerweile geht es, auch wenn mit ständigem Klopfen. Es kann auch gut sein, dass das Einfangen besser klappt, weil er so stark abgebaut hat. Wichtig ist zumindest bei ihm, dass ich ihn nicht zu stark bedränge, sondern beruhigend auf ihn einrede. Wenn er irgendwann in der gewohnten Ecke sich langsam scheuchen lässt, dann gibt er meist auf und lässt sich öfters mal die Medis am Boden geben. Belohnen kann ich ihn nur stimmlich, da er ja kaum was frisst. Wenn ich hochheben muss, dann ganz kurz und an Ort und Stelle. Man muss bei jedem Kaninchen den richtigen Weg finden. Ich hatte auch eine Schnupferin, die viele Jahre div. Behandlungen hatte und am Anfang extrem wild und sich gewehrt und gebissen hatte. Es wurde schlimmer, je genervter ich wurde. Decke einwickeln (o.ä. Prozeduren mit Gewalt, Festhalten …) hat auch nur alles schlimmer gemacht.Zu Beginn halfen auch keine Leckerlis. Da hat sich aber ruhige Geduld, es immer wieder mit Leckerli zu versuchen und stimmliche Belohnung irgendwann seine Wirkung gezeigt. Das hat leider bei mir gedauert, bis ich darauf kam, dass mein Verhalten massgebend auf sie einwirkte. Also letztendlich nicht aufgeben und in jeder Beziehung belohnen und ruhig bleiben. Geändert von Rakete (21.01.2025 um 09:41 Uhr).
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| Beispiele für Medical Training https://kaninchenwiese.de/pflege/kranken-pflege/medikamente-eingeben/medical-training/
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| Ich habe es noch vergessen zu sagen: wenn sie sehr ängstlich ist oder wild reagiert, dann kurze Pause einlegen, bis wieder Ruhe eingekehrt ist. Ich decke jeweils mit meinen Armen das Kaninchen sanft ab, damit es eine geschützte Höhle hat. Man kann ggf. sanft und leise stimmlich besänftigen. Zu meinem scheuen Senior ist das Verhältnis deswegen auch schlechter geworden, aber zumindest kann ich es mit möglichst wenig Stress durchführen. Leider hat sich das Ganze auf seine neue Partnerin abgefärbt, die zu Beginn wesentlich zutraulicher war. Und jetzt jedes Mal erschrickt, wenn ich ihn einfange. Geändert von Rakete (21.01.2025 um 10:55 Uhr).
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