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Vergesellschaftung klappt nichtHallo zusammen, ich habe zwei männliche Kaninchen, 6 Jahre, und dachte, ich könnte ja noch einem Kaninchen ein Zuhause geben und habe vor 11 Tagen die kleine Lilly, anderthalb Jahre, aus dem Tierheim geholt. Jetzt habe ich Angst, dass die Vergesellschaftung scheitert und hoffe hier auf nützliche Tipps. Die drei sind in einem relativ quadratischen, neutralen Gehege, 4 qm. Am Anfang war Lilly sehr ängstlich, wurde viel gejagt und ist bei allen Annäherungsversuchen weggerannt. Nach wenigen Tagen wurde es besser, sie ist manchmal zu den Jungs hin und wurde auch schon 2 x geleckt. Sie haben dann auch schon gut zusammen gefressen und ich dachte, es wird alles gut. Nach einer Woche hat sie dann aber plötzlich alle Ängstlichkeit abgelegt. Seit 3 Tagen jagt sie nun die Jungs und beißt sie. Sie trauen sich fast gar nicht mehr aus einer Ecke raus. Alle fressen aber noch (in ihren Ecken) und schlafen auch viel. Sobald sie sich nähert, rennen die Jungs panisch weg und sie ist ansonsten immer alleine und die Jungs zu zweit in ihrer Ecke. Daran hat sich jetzt 3 Tage nichts geändert. Das Tierheim sagt abwarten, aber kann ich irgendwas tun? Ich sehe da irgendwie kein Land in Sicht :-( Falls jemand einen Tipp hat, wär ich sehr dankbar! Liebe Grüße, Sylke
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| Hallo du Also, ich finde, das was du schilderst klingt erstmal noch relativ normal. Das habe ich auch schon erlebt, dass ein Tier erstmal die Lage checkt und dann später mächtig aufmischt ![]() Jagen, wegrennen, jeder-Hase-erstmal-in-seiner-Ecke... das ist tatsächlich normal und sehr viel mehr als Abwarten kannst du da wirklich nicht tun. Manchmal geht es mit der VG sehr schnell, aber manchmal kann eine VG auch Wochen oder sogar Monate dauern. Da würde ich noch nicht die Flinte ins Korn werfen. Solange es den Tieren gut geht, würde ich Ihnen einfach die Zeit geben, die sie brauchen. Ich weiß, wie zerquälend die Warterei für einen als Besitzer sein kann. Und ich kenne auch den Drang, irgendetwas tun zu können. Aber wirklich was tun, kann man nicht - außer möglichst optimale Vorraussetzungen für die VG zu schaffen. Eingreifen solltest du nur, wenn ein Tier wirklich schwer verletzt/fertiggemacht wird oder sich sichtlich über längere Zeit unwohl fühlt (Apathie, Panik, Dauerstress, Fressen verweigern, ect.) Uuuund,.... nicht böse gemeint, aber 4qm2 finde ich ehrlich gesagt für 3 Tiere ein bisschen wenig. Ich weiß, man hat ja nicht immer alle Möglichkeiten, aber Platzmangel befeuert Aggressionen. Grade bei Weibchen, die ja meistens noch terretorialer als Männchen sind. Bei drei Tieren würde ich dir schon (wenn machbar) 8qm2 aufwärts empfehlen. Liebe Grüße Geändert von Queitroc (16.06.2024 um 19:06 Uhr).
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| Hallo ihr, vielen lieben Dank für eure Antworten! Dann bin ich ja beruhigt und hoffe auf das Beste und werde mich in Geduld üben :-D Ja, bei der Größe des Geheges gehen die Meinungen wohl sehr auseinander. Ich habe mich da jetzt einfach mal aufs Tierheim verlassen, die das so optimal fanden, damit sie sich nicht zu sehr aus dem Weg gehen können. Da meine Ninchen sonst in fast der ganzen Wohnung leben, hab ich leider auch keinen anderen neutralen Bereich übrig. Dort ist auch überall Teppich, sodass ich es nicht neutralisieren könnte. Ständigen Stress sehe ich auch nicht, sie schlafen auch viel und fressen gut. LG Sylke
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| Wenn sie fressen und sich auch manchmal entspannen, ist das auf jeden Fall ein gutes Zeichen. Ich kenne auch den Tipp: Nicht zu viel Platz für die VG, damit sie sich nicht aus dem Weg gehen. Aber meine Meinung und Erfahrung ist, dass es im Gegenteil sogar sehr wichtig ist, dass sie sich aus dem Weg gehen können, wenn sie das möchten. Sowohl dominante, als auch ängstliche Tiere fühlen sich sonst sehr schnell bedrängt und fangen an, aus Frust oder aus Angst zu beißen. Natürlich kann es trotzdem klappen... ich wünsch dir auf jeden Fall viel Glück. Aber ich wundere mich doch etwas, dass so eine Empfehlung von einem Tierheim kommt. Man sagt normalerweise, 6qm für ein Pärchen. Bei einem gleichgeschlechtlichen Paar lieber 1-2qm mehr. Für jedes weitere Tier +2qm, wobei mehr natürlich immer besser ist ![]() In einer hasibewohnten Wohnung einen neutralen Bereich zu finden, ist natürlich eine Herausforderung. Das weiß ich auch ![]() Es gibt ja Empfehlungen, das alte Revier mit Essigwasser auszuwischen und umzudekorieren, aber ich kann mir ehrlich gesagt nicht vorstellen, dass die Nins darauf hereinfallen^^
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| Neutrales Gebiet ist schön - wenn man es hat. Da Du ein Weibchen zu 2 Männchen geholt hast, kannst Du das neutrale Gebiet eh vernachlässigen. Ich würde einen Raum zur Verfügung stellen, wo Du Dich oft aufhältst und die Bande im Blick hast. Männchen sind nicht so revierbezogen wie Weibchen und verteidigen es auch nicht wirklich gegen ein Weibchen. Platz ist das A und O bei einer VG. Es dauert dann vielleicht etwas länger, aber es ist für die Tiere (und für Deine Nerven ) entspannter.
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| Ihr Lieben, Vielen Dank für die aufbauenden Worte! Es ist jetzt auch schon etwas ruhiger geworden. Das Gejage wird weniger und sie haben gestern auch kurz zusammen gefressen:-)) Das mit dem neutralen Bereich bei Männchen ist ja sehr interessant!! Ich denke, ich werde sie am Wochenende mal in einen Teil des alten Bereiches versetzen. Ich hoffe, dann erinnern Sie sich auch wieder, dass man in eine Toilette pullert und nicht auf den Teppich ;-) Liebe Grüße und einen schönen Tag! Sylke
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| Zitat:
Wenn du sie in den anderen Wohnungsbereich bringst, stell dich darauf ein, dass das Gejage erst einmal wieder heftiger wird. Das ist ganz normal kein schlechtes Zeichen. Neues Revier bedeutet für Kaninchen nur oft auch neue Verhältnisse. Da muss man nochmal deutlich klarstellen, wer Chef ist.
__________________ Liebe Grüße von den Sophie mit Kiki, Stella, Jimmy, Richard, Sissi, Caramel und Heidi!
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| Zur Grösse bei VG: je grösser, desto entspannter verläuft eine VG. Ist es genügend gross, dann kann es durchaus sogar im nicht ganz neutralen Revier sehr gut funktionieren- falls es einigermassen mit den Charakteren passt. Wenn es gar nicht passt: z.B. mit 2 sehr dominanten Gleichgeschlechtlichen (Kastrate) , dann geht‘s unabhängig von der Grösse nirgendwo. Die besten Erfahrungen habe ich mit ca. 20-25 qm in der Wohnung gemacht. Zu Bedenken ist sowieso: falls es zu klein ist, läuft das unter einer Stress-VG. Die Kaninchen werden sich nie ‚normal‘ gemäss ihrem Charakter verhalten, sondern stehen wegen Platzmangel immer unter Strom. Daher kann sich das Verhalten später komplett ändern, wenn sie entweder auftauen oder mehr Platz zur Verfügung haben. Was auch interessant ist gemäss vielen Halter- Berichten: je mehr Kaninchen vergesellschaftet werden mit viel Platz, desto einfacher ist es. Kommt ein Neues dazu, dann kann es oft problemlos einfach dazu gesetzt werden. Das funktioniert leider nur bei Grossgruppen, weil da beste Durchmischung entsteht. Aus dem Wege gehen funktioniert da nicht.
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