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Hilfe bei Weiberkastra und Gruppe auf Kaninchen Forum

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Ninchen
 
Registriert seit: 29.12.2021
Beiträge: 18
Frau Meier befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 30.03.2024, 19:29

Hilfe bei Weiberkastra und Gruppe


Hallo!
Ich habe derzeit 2 kastrierte Jungs und 2 unkastrierte Weiber in einer recht harmonischen 4er-Gruppe in Außenhaltung.

Nun muss das eine Mädel kastriert werden, da sie ständig scheinschwanger ist.
Hierzu habe ich ein paar Fragen und hoffe, ihr könnt mir helfen:

1. Da die Tiere in Außenhaltung leben, wollte ich das Weibchen in unserem Carportschuppen in einem Käfig separieren und mit Infrarot-Wärmelampe und snuggelkissen halten. Ist das ok so? Oder muss sie zwangsläufig ganz rein?

2. Wie lange muss ich sie isolieren? Darf evtl ein Partnertier dazu?

3. Wann kann sie wieder in die Gruppe und wie stelle ich das am Besten an? Muss ich eine komplett neue neutrale VG starten oder gibts Tipps, das zu umgehen? (zb den Käfig in die Voliere für Riech- und Sichtkontakt stellen oder sie recht zeitnah zurückzusetzen? Ich habe echt Sorge, dass sie sich alle nicht mehr verstehen und neutraler Platz ist von der Größe her nicht wirklich da.

4. Ich habe viel von den Bodies gelesen. Welche würdet ihr empfehlen, die wirklich halten?

5. Wieviel kostet so ne Kastra momentan eigentlich?

Danke euch!



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Kaninchen
 
Registriert seit: 05.06.2012
Beiträge: 2.923
Rakete befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 31.03.2024, 08:57

Hallo

an die Wärme sollte sie auf alle Fälle, ob da die Wärmelampe wirklich reicht, kann ich Dir nicht sagen. Ich persönlich würde sie rein nehmen oder die Kastration um 2 Monate verschieben, bis es wärmer ist.

Man muss damit rechnen, dass es ca. 3-4 Tage schlecht geht und in der Zeit muss die Wärme gewährleistet sein. Auch wenn in schon Häsinnen hatte, die bereits nach 1 Tag frisch fröhlich durch die Gegend sprangen. Ruhe ist allerdings zwingend nötig und gerade Meine Aktuelle muss wohl infolge der Entzündungen/Infekte hinterher Verklebungen im Darm- und Vagina-Stumpf gemacht haben. Das passiert zwar extrem selten bei Tier und Mensch, aber ist bei ihr nun so schlimm, dass ich wohl nicht drum herum komme, sie nach 1.5 Jahre später irgendwann erlösen zu müssen weil sie deswegen ständig Darmstasen macht und auch schon wieder Not-operiert werden musste. Jeder neue Narbe und Entzündung fördert aber Verklebungen.

Aber keine Angst, sowas passiert wirklich sehr selten und hat leider auch nichts mit der OP- Technik zu tun, sondern ist einfach dumm gelaufen, v.a. wenn ein Tier auch noch zu Verklebungen neigt…

Separieren muss man die Kaninchen nur, wenn es nicht die nötige Ruhe hat und zu Gejage kommt. Verstehen sie sich blendend, dann ist keine Trennung nötig. Das ist also ein bisschen individuell. Versteht sie sich mit einem Partner sehr gut, dann kannst Du sie auch zu Zweit lassen. Wenn sie wieder einigermassen fit ist, kannst Du sie wieder zusammen lassen.

Ob Du für eine VG einen neutralen Raum brauchst, ist auch wieder individuell je nach Charakter und Situation. Meine Häsin (die mit den Darmverklebungen) hatte letztes Jahr von Febr-Sept. jeden Monat mind. eine Woche lang im stationärer Klinikaufenthalt und jetzt wieder…. Manchmal musste ich sie noch länger separieren. VG kann ich schon lange nicht mehr im neutralen Raum machen, daher muss es einfach so wieder funktionieren. Manchmal gibt es zu Beginn wieder Auseinandersetzungen, die lösen sich aber rasch wieder auf. Ich separiere nur, wenn es dem Kaninchen sehr schlecht geht und ich überwachen muss, ob es frisst und Kot absetzt.

Bei Problemen hilft es auch, indem man sie ein paar Tage Gitter an Gitter zusammen lässt, falls die Aggressionen zu Beginn zu stark wären. Nur bei Trennung sollten sie nicht zu lange getrennt werden, da es dann schwieriger werden kann. Muss aber nicht zwingend so sein: ich habe eine Häsin auch schon nach 9 Monaten problemlos zurück in die Gruppe integrieren können in bekannte Revier.

Daher: es gibt kein Patentrezept: man muss ausprobieren, was geht und was nicht…

Bei meinen TA‘s in der Schweiz wird seit 15 Jahren die OP- Nähten inwendig vernäht, daher braucht es keinen Body. Es hat keinerlei Nähte, die aufgebissen werden können.

Zu den deutschen Kosten kann ich Dir nichts sagen. Bei uns kostet eine Kastration zwischen 350-550 SFr.



 
 
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