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Vergesellschaftung: zuviel Platz?Zu früh ins Gehege?Hallo, ich brauche mal euren Rat. Ich habe ein ca.5 jährigen Kastraten mit meinem Pärchen (auch schon 6 und 7 ca.) zusammenbringen wollen. Ich habe einen neutralen Raum eingerichtet gehabt,wo sie 1 Woche zusammen saßen. Sie haben dort zusammen gefressen und sich größtenteils ignoriert. In der Zwischenzeit habe ich das alte Gehege umgebaut und so gut es geht mit Essig gereinigt. Ich habe aus den 2 Gehegen 1 gemacht,welches nun sehr groß ist und Zugang zum Garten bietet, alles alte weggeschmissen und neue Sachen eingebaut. Vor 2 Tagen habe ich die 3 nun wieder umquartiert. Und hier ging nun ziemlich schnell die Jagerei los. Mein Weibchen jagt den neuen Bock wo sie nur kann. Er tut mir so leid! Ich finden ihn oft verkrochen in einer Ecke. Eine kleine Wunde konnte ich am Rücken auch ausmachen. Ich weiß nun nicht ob ich zu früh abgebrochen habe oder vielleicht zuviel Platz biete? Man liest einerseits sie sollen sich jagen können und Rundwege sollen vorhanden sein mit reichlich Platz,andererseits sollen sie sich nicht zu sehr aus dem Weg gehen können..ich habe auch eine Ebene,wo der neue nun oben sitzt, sollte ich die vielleicht auch unzugänglich machen? Ich habe gestern auch den Zugang zum Garten aufgemacht,draußen war das gleiche Spiel. Bitte um Rat ![]()
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| Hallo Patentrezepte für eine VG gibt‘s nicht, nur gewisse Dinge, die berücksichtigt werden können. Die Charakteren reagieren aufeinander unterschiedlich, daher kann ihr Verhalten verschieden ausfallen. Was bei einem funktioniert, muss noch längstens nicht bei einem anderen Halter so sein. Wieviel Platz hattest Du im neutralem Raum? Haben sie GEMEINSAM gefressen? Das würde nicht dafür sprechen, dass sie sich komplett aus dem Wege gingen. Natürlich ist es am besten, wenn möglichst viele Begegnungen statt finden, auch wenn es Gejage ist, denn dann können sie sich auseinander setzen und im optimalen Fall merken sie irgendwann, dass der Andere es gar nicht so ernst meint. Grundsätzlich bin ich immer für mehr Platz, weil es viel entspannter abläuft. Sofern es Interaktionen gibt und keine Revierbildungen, muss man auch nicht zwingend warten, bis die miteinander kuscheln. Das kann unter Umständen auch Monate dauern, bis es soweit ist… 1 Woche neutrales Revier ist theoretisch eine gute Zeit, ob es jetzt was bringt, wenn sie noch 1-2 Woche dort länger geblieben sind, ist auch fraglich. Wenn es bloss Gejage als Geplänkel gab, habe ich auch schon ( selten) sogar nach 1 Tag umsetzen können, das geht aber auch nur, wenn Kaninchen nicht stark territorial geprägt sind. Aber ich habe letzthin auch bei meinem vermeintlich stark territorialen Kastraten bemerkt, dass er es nur zu seiner ständigen Partnerin (nach Trennung bei ihren Krankheiten) sich so verhält, aber nicht zu neuen (untergeordneten) Kaninchen. Da war kaum territoriales Verhalten bemerkbar. Also für mich unverständlich… Wieviel Platz haben sie jetzt? Kaninchen sind nicht dumm, die werden ihr Revier immer wieder erkennen. Mit Essig reinigen hilft nicht wirklich lange, denn oft haben die territorialen Kaninchen das Revier nach 1 h auch wieder gut markiert…. Offensichtlich ist Deine Häsin stark territorial veranlagt, das wird sich mit der Zeit aber hoffentlich legen. Umräumen ist immer eine gute Sache, denn das lenkt wieder etwas ab und kann die Lage kurzfristig auch entspannen. Genügend Verstecke sollten vorhanden sein, zumindest wenn ordentlich gejagt wird. Ist es daher total ruhig, dann werden bei mir tendenziell die Häusschen/ Unterschlüpfe eher weniger. Ich probiere daher öfters mal aus und passe das im Verhalten der Kaninchen an. Was dann eben am besten funktioniert. Wenn er sich aber komplett abkapselt, dann solltest Du das ändern. Natürlich muss er auch mal zu Ruhe kommen, aber es kann auch darauf hinaus laufen, dass er sich dann nur noch an einem Ort verkriecht und das wäre auf Dauer nicht gut. Länger als 1-2 Tage sollte das so nicht sein, denn dann ist es kontraproduktiv. Nur als Hinweis: oft ist das Gejage die ersten 2 Tage am schlimmsten (in diesem Fall zählt der Aufenthalt im neutralem Revier kaum). Ich hoffe mal, dass sich Deine Häsin in den nächsten 2-3 Tage etwas beruhigt. Ansonsten könnte die VG schon etwas harziger werden. Wichtig ist einfach, dass er auch genügend zum Fressen und Trinken kommt. Also das unbedingt im Auge behalten, ansonsten kann es schnell gefährlich werden! Ich musste bei meiner jetzigen, letzten VG auch ca. 1-2 Tage sicherheitshalber zufüttern, als der Kleine etwas geschockt war und nichts fressen wollte (obwohl es ausnahmsweise mal gar nicht derart schlimm war) , danach ist er dann aber schnell aufgetaut. Letztes Jahr hat leider eine VG im Todesfall geendet, weil der Neue nichts frass (die VG war aber mit etwas hinter her hoppeln komplett harmlos). Es stellte sich aber heraus, dass das Kaninchen unbemerkt schon krank war und 24 h VG haben dann schon gereicht, damit Kokzidien derart Überhand nehmen konnten, dass das Kaninchen auch durch den TA nicht mehr zu retten war. PS: täglich sehr gut das Fell auf Wunden durchsuchen
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| Hallo nochmal,danke dass du mir auch hier behilflich bist ![]() Wieviel Platz hattest Du im neutralem Raum? Haben sie GEMEINSAM gefressen? Das würde nicht dafür sprechen, dass sie sich komplett aus dem Wege gingen. Das waren ca.6 qm.Sie haben gemeinsam an der Futterstelle gesessen und gefressen und auch teilweise nur cm weit auseinander gesessen ohne dass irgend etwas passierte. Das meinte ich mit ignorieren. Es schien als hätten sie kein großes Interesse aneinander,nur so ein "ach,du auch hier,alles klar"-Ding. Wieviel Platz haben sie jetzt? Sie haben ca.30 qm Bodenfläche, ich habe die Gehege der beiden (ehemaligen) Gruppen zusammen geschlossen, es müsste also nun überall nach allen riechen. Dann habe ich eine Ebene in der Größe einer OSB-Platte und von dort aus gehts raus in den Garten. "Der Neue" geht auch die ganze Zeit raus,wo er auch frisst. Sobald die beiden anderen kommen geht sofort das Gejage los aber ich hab eben das 1.mal beobachten können dass sich Carlos (der Neue)in die Ecke im Garten verzogen hat und das Weibchen dann aufhörte ihn zu jagen. Er hat sich ganz flach hingelegt und sie hat ihn etwas gerupft und versucht unter seinen Po zu kommen,ich hoffe sie wollte ihm nicht ins Geschlechtsteil beißen! Er hat das über sich ergehen lassen und irgendwann hat sie von ihm abgelassen und ist wieder reingegangen. Er lag dann noch ein paar Minuten so mit schreckgeweiteten Augen,ist dann an eine andere Stelle in den Garten gerannt und hat sich geputzt. Meinst du das war eine gute oder eine bösartige Interaktion von meinem Weibchen? Ich hab jetzt auf der Ebene,wo er immer sitzt,eine Kamera angebracht damit ich besser sehen kann wer da das Futter weg mümmelt.. PS: täglich sehr gut das Fell auf Wunden durchsuchen Ja das mach ich schon. Gerade jetzt mit den Fliegen draußen. Danke!!
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| 6 qm ist ziemlich wenig Platz für 3 Kaninchen bei einer VG, das würde ich persönlich nicht machen ( auch wenn ich schon bloss 8 qm hat, was auch nie gut ging…). Läuft dann eher unter Stress-VG. Oft werden die Kaninchen so massiv gejagt, da hattest Du ja Glück .Ich würde aber nicht davon ausgehen, dass sich Kaninchen grundsätzlich immer ‚normal’ verhalten, wenn sie auf zu engem Raum sind. Ich kann mir durchaus vorstellen, das dann das natürliche Verhalten ( Gejage, Rangordnungskämpfe) auch mal unterdrückt wird. Und dann eben später ausgelebt wird, wenn genügend Platz da ist. Erst recht, wenn es teilweise auch eigenes Revier ist. Das kann durchaus das unterschiedliche Verhalten erklären. Dann war der Neue tüchtig verstört, wenn er alles über sich ergehen liess. Kann mal selten passieren. Ist natürlich nicht schön, wenn der Dominante dann in so einem Fall erst recht hinein beisst in sein wehrloses Opfer. Auch das Verhalten wird sich bessern, fragt sich nur wie schnell. Und das ist die Phase , wo es eben heikel ist, wenn nicht gefressenen wird. Daher lieber mal zufüttern. 48 h. ohne Futter ( solange dauert es ja bereits) können bereits genügend lange sein, damit es zum Todesfall kommt. V.a. auch durch Dehydration. Sollte der Neue also keinen fitten Eindruck mehr machen ( respektive sich nicht mehr normal agil verhalten), dann lieber einmal zuviel zum Not- TA. Falls er zumindest draussen frisst und sich weiterhin putzt, dann ist die Welt noch in Ordnung. Wenn Du Dir nicht sicher bisst, dann täglich das Gewicht kontrollieren. Das ist vor einer VG grundsätzlich eine gute Idee, damit man sehen kann, ob genügend gefressen wird.
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| Vielen lieben Dank für deine Tipps! Es ist leider noch überhaupt keine Besserung in Sicht, das weibchen jagt ihn sofort wenn er in ihr Blickfeld gerät. Ich finde ihn oft in den kleinsten Ecken verschanzt und abgenommen hat er leider auch. Ich füttere seit gestern 3x täglich zu und gib zur Sicherheit sab. Er putzt sich und rennt noch schnell aber er hat Dauer Stress. Die anderen beiden fressen auch nicht wie gewohnt viel. Was soll ich tun? Warten oder noch mal neu vergesellschaften? Diesmal dann auf größeren Raum?
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| Jetzt habe ich doch ein paar kleine Wunden entdeckt Nur oberflächlich aber halt Wunden..soll ich sie lieber trennen? Diese Zicke! Mein anderes Männchen ist so lieb und sie so aggro!
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| Unter den Umständen würde ich wahrscheinlich trennen Hat er vorher Gitter/Gitter mit dem Pärchen gelebt? Wie versteht er sich mit dem anderen Kastraten? Evtl würde es helfen die Häsin für eine Weile rauszunehmen und die beiden Kastraten in dem Revier zu lassen
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| Sie waren vorher durch Holztrennwände voneinander getrennt. Blickkontakt gab es keinen aber riechen konnten sie sich. Der andere Kastrat ist ganz ruhig und lieb zu ihm. Dann versuche ich das mit der Trennung vom Weibchen. Wie lange meinst du sollte ich das machen?
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| Das hängt von den Tieren ab ![]() Ich würde beobachten, wie ihr Verhalten ist, frisst die Häsin, ist aufmerksam, aktiv, wie ist das Verhalten der Kastraten, wird der gemobbte Kastrat aktiv, lebensfroh, mutig etc Solange alle fit und aktiv sind, sowie gut fressen würde ich die Woche erstmal abwarten und evtl auch noch eine zweite Woche dranhängen ![]() Ich finde es zwar unschön, Tiere einzeln zu halten, aber manchmal muss es sein und in deinem Fall ist beobachten sehr wichtig
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| Habt lieben Dank, das werde ich probieren. Sie ist nun auf der anderen Seite des Geheges. Oder sollte ich sie komplett außer "Riechweite" bringen?
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| Zitat:
Wenn sie draußen leben, so lese ich es daraus, würde ich sagen, kann so bleiben Es geht darum, dass dein Kastrat etwas mutiger und selbstbewusster wird und die Dame etwas "kleinlauter" ![]()
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| Sie sehen sich nicht aber befinden sich im selben Raum. Der neue wird langsam mutiger und frisst auch besser aber das Weibchen tut mir schon sehr leid auf der anderen Seite .. und mein anderer Kastrat scheint sein Mädel auch zu vermissen. Ich spiele schon wieder mit dem Gedanken dem Neuen ein neues Mädchen dazu zusetzen und die Gehege wieder zu trennen. Aber dann hab ich wieder diesen Effekt dass einer alleine ist wenn der andere mal geht. Und so ist das Gehege natürlich auch viel größer und schöner für alle..
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| Natürlich würde es mich freuen, wenn ein weiteres Tier ein schönes Zuhause bekommt aber eigentlich nicht in deinem SinneSchön ist es nie ein einzelnes Tier zu sehen, ich kenne sowas auch, wenn es dann eher der Verlust des Partners war, doch man findet nicht unbedingt sofort/gleich einen passenden. Deswegen, sie werden es überleben. Ich hatte in all den Jahren nur einmal ein Tier, welches das fressen eingestellt hat, aber in deinem Fall hat sie noch "das Gefühl" nicht alleine zu sein Auf jeden Fall bringt es für einen Kastraten schon einen kleinen Erfolg - er wird mutiger. Solange alle gut fressen werden sie die Zeit schon überstehen
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| Hallo, heute war der große Tag, mein Weibchen durfte zurück zu den beiden Männern. Diese hatten sich in den letzten Wochen auch gut angenähert und auch zusammen gefressen,ganz süß. Nun zeigt sich allerdings das gleiche Bild wie vorher:mein Weibchen jagt den einen durchs Gehege wie wild Draußen im Garten ist es etwas entspannter aber er entwickelt schon wieder diese Angst indem er sofort flüchtet wenn sie sich nur bewegt und sie rennt dann hinter ihm her Was soll ich jetzt tun? Sie wieder in Einzelhaft setzen? Geduld haben und die 3 machen lassen?
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| Ja genau ,sie haben den ganzen Keller, sie kriegt ihn auch nicht, es liegt nirgends Fell aber sobald sie in sein Blickfeld gerät flüchtet er und sie hinterher. Er frisst diesmal besser aber ist halt wieder abgesondert ![]()
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| Ich würde die Sache gut im Auge behalten, aber derzeit nicht eingreifen, so lange er nicht deutlich abnimmt oder verletzt wird. Du kannst versuchen, die Lage mit Bachblüten rescue pets Tropfen etwas zu unterstützen (es gibt welche ohne Alkohol), wenn du für alternative Unterstützungsmethoden offen bist. Gib die ruhig für ein paar Tage allen drei (auf ein saugfähiges Leckerchen, z.B. Cunis).
__________________ Gute Menschen gleichen Sternen, sie leuchten noch lange nach ihrem Erlöschen.
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| Ich bin auch dafür abzuwarten und beobachten. Evtl mit Glück hat er in der Zeit der Trennung etwas mehr Selbstbewusstsein gesammelt und die Lage ändert sich in ein paar Tagen. Wäre zu hoffen
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