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Impf-Myxomatose, Bauchprobleme und ein bisschen JammernIhr Lieben, am Dienstag, den 13. Juni hab ich meine drei Nasen eingepackt und bin zum Impfen beim Tierarzt. Die Tierärztin hat sie vorher untersucht, Kotproben hatten wir die vorher schon abgegeben weil wir ein Rettungskaninchen aufgenommen haben und bei Arthur und Fiona haben wir festgestellt, dass wir etwas auf die Zähne achten müssen, die Ärztin meinte aber würde sie noch nicht direkt machen, weil unnötig Stress, vorallem bei der Hitze, und noch nicht dringend. Guinevere hat die Impfung weggesteckt wie nix (die kommt aus so schlechten Verhältnissen, ich glaube die haut nix um), Fiona war etwas angeschlagen und träge und Arthur schien auch etwas schlapper als sonst, aber ich bin nach Impfungen auch immer platt. Die nächsten Tage haben sich alle erholt, prima, dann können wir es jetzt mit der Vergesellschaftung versuchen. Pustekuchen. Donnerstag, war Arthur nur noch müde und platt in der Ecke. Von mir wollte er nix sehen (das ist nix neues, keins meiner Hasis ist ein Kuschelkaninchen) aber auch von seiner geliebten Fiona wollte er nix wissen. Er hat zwar gefressen aber nur wenig. Hab ihm abends etwas Apfelmus (ohne Zucker) gegeben, mit Wasser verdünnt, weil er auch einfach wenig trinkt und bei der Hitze ist das nicht so gut. Am nächsten Tag war er immernoch etwas seltsam drauf, ich hab weiter etwas zugefüttert, weil ihm nix geschmeckt hat. Hab auch nur zugefüttert, weil er so pingelig sein kann und dann wirklich nichts frisst außer das was er scheinbar gerade haben will und bei uns waren es trotz Klimaanlage 27 Grad in der Wohnung. Soll ja nicht dehydrieren. Wollte ihm eigentlich den Tierarzt ersparen, wenn es geht, weil bei uns war der Fahrstuhl kaputt und ich ihn zusätzlich zu dem Stress vom Busfahren dann 12 Stockwerke runterschaukeln und später wieder hochschaukeln müsste. Während Freitag Mittag (10 Tage nach der Impfung) seine Nase etwas rot war, von dem ich dachte das ist nur seine Aufregung weil ich ihn halt festhalte, war Abends plötzlich so eine kleine komische Stelle an seiner Nase. Dachte da noch ich hab ihn mit der Spritze beim Füttern erwischt oder er hat sich doch zu viel geleckt. Nachts um 1 als ich ihm das letzte Mal vor meinem Schlafen gehen noch was zufüttern wollte hab ich dann gesehen, dass er an dem einen Auge plötzlich so zwei kleine Pusteln hat und die Nase nach Herpesbläschen aussieht. Ich hab gegoogelt wie ein Weltmeister und hier im Forum gelesen und kam auf Impf-Myxomatose. Scheiße. Da unser Nottierarzt super weit weg war für diese Nacht und man scheinbar eh nicht so viel machen kann außer das Immunsystem aufbauen, sind wir dann Samstag früh zu unserer Tierärztin, wo wir nach Ankündigung auch direkt hinkonnten. Zu diesem Zeitpunkt hatte er schon die ersten schwarzen Knubbel am Ohr. Die Tierärztin meinte auch, dass ich mit meiner Vermutung Recht hätte, aber ganz sicher war sie erst mit den Ohr-Pusteln, also hätte auch ein Notdienst nachts nicht unbedingt direkt festgestellt, was es ist. Er hat Zylexis gespritzt bekommen und eine Infusion gekriegt, weil er ja auch nicht so richtig gefressen hatte und wir haben noch Engystol und benebac mit nach Hause gekriegt. Viel mehr könne man wohl nicht machen, ich soll ihn noch mit Päppelnahrung rund um die Uhr zufüttern. Haben wir auch den Tag über gemacht, das zweite Ohr hat auch Knubbel bekommen aber er war tapfer in seiner Isolation. Sonntag früh, als ich mal wieder nach 3,5h Schlaf aufgestanden bin zum füttern, dachte ich es sieht nicht gut aus. Er lag so fix und fertig in seinem Klo mit dem Kopf auf dem Rand, ein richtiges Häufchen Elend. Mir kam die Idee, dass Myxomatose ja die Schleimhäute anschwellen lässt und er den Kopf wahrscheinlich hochlegt, damit er besser Luft bekommt. Hab ihm Baby-Nasetropfen gegeben, die ich extra mal für die Hasis gekauft hatte, und die haben einen RIESEN Unterschied in seinem ganzen Verhalten gemacht. Da war die Intuition doch richtig. Abends hat er dann wieder etwas Petersilie von allein gefressen, ich war stolz wie Bolle. Montag ging es dann weiter etwas bergauf, er wurde munterer, die ersten Pusteln begangen abzuheilen, er fraß weiter etwas Petersilie, wollte aber nichts von all den anderen leckeren Dingen, die ich ihm hingelegt habe sehen. Naja, ich mag krank ja auch am liebsten meine Lieblingsessen. Dienstag hatte ich das Gefühl, dass er wieder weniger frisst, aber ich muss ehrlich sagen zu dem Zeitpunkt war ich auch schon gehörig "durch" von dem permanenten Aufstehen zwischendrin. Respekt an alle Mamas. Mittwoch Abend dachte ich dann, dass er Bauchprobleme zu haben scheint. Er wollte auch nicht fressen, hatte den Tag über noch nicht wirklich geköttelt. Hab ihm Sab Simplex und Emeprid gegeben, weiter vorsichtig zugefüttert, vorallem viel Flüssigkeit. Donnerstag direkt wieder zur Tierärztin. Die ihn untersucht, Röntgenbild hat gezeigt Magen voll, etwas Luft im Darm, hätte bisher alles richtig gemacht sonst wäre es bestimmt schon schlimmer. Also hat er was zum Entkrampfen gekriegt und weil wir zu diesem Zeitpunkt auch die Zähne im Verdacht hatten (die ja schon ein kleines bisschen Problem vorher waren) hat er dann auch direkt die Zähne geschliffen bekommen, damit wir das auch ausschließen können. Habe ihn nachmittags dann k.o. von der Narkose abgeholt, wenn Blicke töten könnten, und wir sind bewaffnet mit Emeprid und mehr Benebac wieder nach Hause. Freitags immernoch keine Köttel. Also wieder in der Praxis angerufen, die mir quasi gesagt haben, wir können dir noch Paraffinöl und Lactulose geben und wenn das nicht hilft, dann "müsse man eine Entscheidung treffen". Wir haben als ich die Sachen abgeholt habe aber auch alle beschlossen, dass Kaninchen doch bitte mal früher sagen sollten, wenn es ihnen nicht gut geht und nicht auf den letzten Drücker erst Kummer zeigen sollten. Das wäre doch besser für alle. Ich bin also zur Praxis, noch schnell noch mehr tolles Grünzeug einkaufen und hab ihm alles eingeflößt. Außerdem hab ich ihn ca. alle Stunde auf den Hausflur gesetzt, weil jeder Versuch ihn in der Wohnung zum Bewegen zu kriegen daran gescheitert ist, dass er sich verkrochen hat, wo ich nicht wirklich dran komme. Nacht um 1.30 Uhr hat er endlich wieder geköttel. Es kamen Freudentränen. Bis morgens war es dann auch schon etwas mehr. Samstag rief ich nochmal bei der Tierärztin an, um Bescheid zu geben, dass das ganze jetzt soch etwas gebracht hat und die meinten ich solle einfach das Wochenende über das gesamte Programm fahren. Muss alles mal durch jetzt. Er hat den Tag über hier und da etwas Salat und etwas Kohlrabiblatt gefressen, nachts auch noch. Heute Sonntag, dann wieder der Rückschritt. Kohlrabiblätter sind jetzt leer und Salate (egal welcher), Basilikum, Sellerie, schmeckt plötzlich alles nicht mehr. ich langsam aber sicher am Verzweifeln, weil langsam will er sich auch wirklich nicht mehr päppeln lassen - ich hätte auch die Schnauze von mir voll - und wenn er nix frisst, ja dann haben wir wieder das Problem mit dem Bauch. Bin also vorhin zum Mainufer mit einer Tasche und einer Pflanzenbestimmungsapp gelaufen und habe versucht Wiese (weniger erfolgreich) und Zweige zu ergattern. Ich musste weit für Birke laufen aber hier war in vielen Beiträgen das Thema, dass die Ninchen wohl gerne Birke fressen und sie ja scheinbar auch entzündungshemmend wirkt. Er frisst gerade etwas von allem was ich so angeschleppt habe und ich hoffe wirklich, dass es jetzt aufwärts geht, ich kann ehrlich gesagt langsam nicht mehr. Ich wohne alleine und alle paar Stunden aufstehen um Hasi Medizin zu geben und zu füttern macht mich zusammen mit der Panik, ob er nicht doch plötzlich da liegt total fertig. Wollte den Beitrag aber verfassen, um evtl. anderen die Impfprobleme haben etwas Hoffnung zu machen, dass es durchaus gut verlaufen kann. Wir haben nur leider grad noch Bauch dazu gekriegt. Ich hatte nämlich auch viel gegoogelt und sauge dann immer alle Infos total auf. Habt ihr Erfahrungswerte, wie lange eure bei so Bauchproblemen brauchen, bis sie wieder richtig fressen? Oder noch Tipps, was besonders schmackhaft ist? Will morgen auf jeden Fall nochmal Petersilie und Dill kaufen, aber bin echt dankbar für jeden Tipp!
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| Hallo, nur kurz.... ich habe nichts von Schmerzmittel gelesen. Braucht er damit er gut frisst. Er braucht Novalgin/Novaminsulfon . 0,1 ml je kg Kaninchen 3-4 mal am Tag ist möglich, aber mindestens 2 mal. Rezept vom Tierarzt oder Arzt. Oder direkt beim TA abholen. Es ist für den Bauchraum/Weichteile. Sollte er Zahnschmerzen haben hilft Metacam. Kombi möglich. LG Anni
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| Erstmal danke euch! Novalgin kriegt er seit Freitag, das hab ich in dem langen Teil irgendwo doch vergessen. Ich musste etwas drum kämpfen bei der Ärztin, wie lange gebt ihr das so? Haferflocken mag er sonst voll gerne (nicht so gerne wie Fiona, die hat denen den Namen "Bunny-Crack" in diesem Haushalt beschert) aber aktuell will er die auch nicht sehen. Der hat in seinem Isolationsgehege (in dem er nur sitzt, damit ich sehe was und wie viel er frisst und köttelt) gerade auch echt alles liegen, was ich so an Frischfutter und Kräuter finden konnte. Auch die ganzen Trockenkräuter die er sonst mag frisst er grad nicht. Ist echt zum Haare raufen. Geh glaub morgen mal direkt noch Cunis kaufen, vielleicht mag er die ja. Er ist halt echt nur noch genervt von mir der arme kleine Kerl. Er springt auch immer direkt auf, wenn ich mich bewege, was mir auch so leid tut, weil ist ja auch für ihn anstrengend. Ist einfach alles richtig dumm gelaufen bisher.
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| Ja, besorg Dir die Cunis und biete die gut eingeweicht an. Wenn er die mag (bei uns hatten die anfangs Suchtpotential ), kannst Du da auch prima Medikamente drin verstecken. Dann allerdings erst Wasser in ein Schälchen, dann Medis und zum Schluß 4-5 Cunis, damit die auch komplett gefressen werden.Wieviel Novalgin bekommt er? Da hab ich z.B. die Dosis in eine 1ml Spritze gezogen und den Rest mit süßem Fruchtsaft ergänzt.Um den Stresspegel gering zu halten muss man kreativ werden. ![]()
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| Hallo, wie geht es ihm jetzt ? Daumendrücker ! LG Anni
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| Erstmal danke euch, für eure Antworten. Die Cunis mag er immernoch nicht. Dafür liebt Fiona sie. Naja gut zu wissen, falls sie mal Bauch hat. Nachdem ich ihn wirklich mit allem zugeballert hab, was er essen könnte und wirklich hartnäckig vor der Nase gewedelt habe, frisst er jetzt fast wieder normal. Würde also sagen es geht bergauf. Dann darf er später, wenn ich von der Arbeit komme, auch wieder aus seiner Isolation. Ich hab auch mal länger am Stück geschlafen, die Stimmung insgesamt ist also auch deutlich besser ![]()
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| Stichworte |
| magenüberladung, myxomatose, myxomatoseimpfung |
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