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Kaninchenweibchen zusammenhalten?? Hilfe? auf Kaninchen Forum

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Ninchen
 
Registriert seit: 06.01.2023
Beiträge: 14
GwenniBuffel befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 06.01.2023, 13:36

Kaninchenweibchen zusammenhalten?? Hilfe?


Hallo,

Ich habe eine Frage zu meinen beiden 9 Monate alten Kaninchenweibchen. Ich habe die beiden von einer Dame (angeblich keine Züchterin) aus sehr schlechten Bedingungen geholt.

Als ich die beiden abgeholt habe, hieß es es wären ein Männchen und ein Weibchen, beim Tierarzt dann damals die Überraschung.. zwei Weibchen. Ich habe natürlich direkt gedacht, dass zwei Weibchen miteinander nicht gut gehen, aber die Tierärztin meinte das wäre nicht schlimm..

Die beiden lieben sich wirklich sehr und sind auch jetzt immernoch oft am kuscheln, allerdings macht es mir Sorgen, dass sie (wahrscheinlich) immernoch keine Rangordnung festlegen konnten.

Die eine (Gwendolin) jagd die andere (Schnuffel), jedoch meist spielerisch... also die andere läuft auch vor ihr hin und her und wartet bis sie hinterher läuft. Und wie gesagt, es gibt auch Momente in denen sie kuscheln. Trotzdem sagt mir mein Verstand eigentlich dass zwei Weibchen miteinander nicht funktionieren können und das hat sich auch immer wieder ein bisschen mehr gezeigt. Manchmal jagt Gwendolin Schnuffel aber auch echt dolle und vorallem wenn es um Essen geht hat Schnuffel mittlerweile echt Angst. Wenn ich beide für ein Leckerlie rufe kommt sie direkt angeschossen und schnappt sich sp schnell sie kann eins aus meiner hand und rennt vor Angst direkt wieder weg, weil Gwendolin ankommt. Und trotzdem liegen sie ab und an wieder friedlich zusammen.

Normalerweise nehmen beide das Leckerlie immer ganz vorsichtig und lassen sofort los, sollten sie mal ein Finger dazwischen haben. Aber in der Panik hat Schnuffel mich auch schon ausversehen mal gebissen. Und nach einiger Zeit des im Stall gejagt werden, hat sie sich angewöhnt zu knurren. Also sie knurrt jetzt.. aber nicht nur negativ, sondern auch wenn sie sich mal freut. Ein bisschen wie eine Katze die mit einem "spricht".

Naja auf jeden Fall heute der Schock: als meine Oma den Stall öffnet um beiden ein Leckerlie zu geben und sie anschließend frei zu lassen, springt Schnuffel sie an. Aber wirklich bedrohlich. Daher hat sie ihr morgendliches Leckerlie auch nicht bekommen, sondern die beiden wurden direkt in den Garten gelassen.

Seitdem hat meine Oma sie noch nicht kötteln gesehen und Schnuffel dreht sich wohl weg, wenn sie ihr ein Leckerlie anbietet.

Ich bin aktuell bei meinen Eltern zu Besuch, weshalb meine Oma auf die beiden aufpasst, werde aber gleich umgehend hinfahren und sie beobachten und versuchen Kohlrabiblatt und Möhrengrün (Lieblingsessen) an Schnuffel zu verfüttern.. sollte ich sie nicht kötteln sehen geht es aber sowieso nachher direkt zum TA.

Meine Fragen:

Hängt das alles zusammen? Klappt es doch nicht mit der Haltung der beiden? Würde sich das bei einer Kastration ändern?

Vielen lieben Dank schonmal für Antworten und Tipps... ich nehme jeden Rat und jede Meinung dankend entgegen!

Mit freundlichen Grüßen

Hannah



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Benutzerbild von marinahexe
Moderatorin
 
Registriert seit: 24.10.2010
Beiträge: 24.639
marinahexe befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 06.01.2023, 15:43

Das Zauberwort heißt Platz


Zitat:
als meine Oma den Stall öffnet

Wie groß ist der Stall? Man rechnet pro Kaninchen 3qm Platz auf einer Ebene. Bei größeren oder gleichgeschlechtlichen Tieren muss deutlich mehr Platz geboten werden, damit es klappt.



Rakete and 4Chaoten like this.

Moderator
 
Registriert seit: 20.02.2019
Beiträge: 3.859
4Chaoten befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 06.01.2023, 18:17

Hallo und willkommen im Forum

wie schon gesagt, du kannst Weibchen zusammenhalten, wenn der Charakter passt und sie genug Platz zur Verfügung haben. Auch das kann eine harmonische Partnerschaft sein. Vielleicht erzählst du uns ein wenig über die Haltung und Ernährung

Wenn das Leckerli verweigert wurde, achte bitte genau darauf, ob gefressen und geköttelt wird und wie du schon schreibst,ansonsten zum Tierarzt, so schnell wie möglich
Im übrigen sind Umgebungswechsel nicht gut, Kaninchen sind reviergebunden und es kann evtl zu Streitigkeiten führen. Kennst du die Seite "Kaninchenwiese"?
LG Ines




Ninchen
 
Registriert seit: 06.01.2023
Beiträge: 14
GwenniBuffel befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 06.01.2023, 19:31

Hallo, danke für die Antwort. Die beiden haben mindestens 6qm nachts und tagsüber einen wirklich riesigen Garten. Zu Fressen gibt's natürlich immer Heu und Blattgemüse (Kohlrabiblätter etc.) und Abends einen kleinen Napf mit Obst und Gemüse und einen kleinen Napf Trockenkräuter.
Was für ein Umgebungswechsel denn?

LG




Ninchen
 
Registriert seit: 06.01.2023
Beiträge: 14
GwenniBuffel befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 06.01.2023, 19:34

Der Stall ist Mindestens 6qm groß, allerdings sind die beiden auch relativ groß, vielleicht ist es ja wirklich ein bisschen zu wenig Platz nachts... trotzdem. Ich war eben mit Schnuffel beim Tierarzt.. Sie hat Schmerzmittel bekommen und diesen Brei zum aufpäppeln. Trotzdem, sie frisst nichts und ich weiß nicht was ich noch machen soll...

Danke für die Hilfe




Moderator
 
Registriert seit: 20.02.2019
Beiträge: 3.859
4Chaoten befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 06.01.2023, 19:47

Ich habe es so rausgelesen, dass deine Tiere jetzt zu deiner Oma gebracht worden sin, wenn sie noch in ihrem Revier sind - vergesse den Einwurf

Wichtig wäre jetzt eh, dass sie frisst und köttelt. Hat dir der TA Medikamente mitgeben? Schmerzmittel, Rodicare aktut, Sab Simplex? Wurde geröngt?




Benutzerbild von marinahexe
Moderatorin
 
Registriert seit: 24.10.2010
Beiträge: 24.639
marinahexe befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 06.01.2023, 20:21

Was genau hat der TA denn festgestellt? Schmerzmittel sind gut, Sab Simplex oder Lafex dazu wäre noch besser. Vielleicht habt ihr Sab Simplex zu Hause oder Du kannst es aus der Apotheke besorgen?


Welches Schmerzmittel hat sei bekommen und in welcher Dosierung?
Hat sich der TA die Zähne angeschaut?




Gesperrt
 
Registriert seit: 03.07.2015
Beiträge: 5.334
Terry ist zur Zeit noch ein unbeschriebenes Blatt
Geschrieben am 06.01.2023, 23:14

Zitat:
Zitat von marinahexe Beitrag anzeigen
oder Lafex
Lefax….



marinahexe likes this.

Ninchen
 
Registriert seit: 06.01.2023
Beiträge: 14
GwenniBuffel befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 06.01.2023, 23:17

Ne, die TA meinte sie wäre eigentlich ganz gesund... Bauch abgetastet, Zähnchen gut, Fieber gemessen. Sie hat ihr irgendwie drei Spritzen mit Schmerzmittel gegeben und mir halt nur das Pulver mitgegeben für den Brei zum füttern (falls sie trotz spritzen nicht frisst).
Früher habe ich immer auf TÄ vertraut, aber nach einer wirklich schlimmen Erfahrung mit meiner 9 Jährigen Kaninchendame...(jetzt leider eingeschläfert) habe ich das Vertrauen zu 100% verloren. Ich war mit ihr damals bei 4 verschiedenen Tierärzten die sie alle für gesund erklärten (und mich für verrückt und überfürsorglich) und ein paar Tage später war es so schlimm, dass ich in eine Tierklinik gefahren bin. Die waren noch viel schlimmer und ich bereue, wie ich mich habe beeinflussen lassen.

Aber die TÄ jetzt ist auch auf Kaninchen spezialisiert und hat eine extra Qualifikation. Irgendwo muss man ja schließlich mit den Kleinen hin...

Mittlerweile hat Schnuffel aber auch schonmal am Grünzeug geknabbert und auch endlich wieder ein Leckerlie genommen, Männchen gemacht und ist eine Freudentränen gelaufen als ich zum Stall hin bin.
Hoffe es geht ab jetzt weiter Berg auf.. ging bis eben alle 15 Minuten nach ihr schauen, aktuell alle 30 Minuten... heute Nacht werde ich auch jede Stunde gucken gehen.

Vielen Dank für eure Hilfe!!!!

Sab Simplex und Lafex sind auch Schmerzmittel? Sorry kenne mich mit den Medikamenten nicht so gut aus...




Ninchen
 
Registriert seit: 06.01.2023
Beiträge: 14
GwenniBuffel befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 06.01.2023, 23:27

[QUOTE=4Chaoten;1271513]Ich habe es so rausgelesen, dass deine Tiere jetzt zu deiner Oma gebracht worden sin, wenn sie noch in ihrem Revier sind


Nein, sorry. Da hab ich mich blöd ausgedrückt. Ich lebe mit meinen beiden Kleinen Ninchen bei meiner Oma und war für ein paar Tage mal bei meinen Eltern (bis ich heute von meiner Oma angerufen wurde)
Also die Süßen sind noch in ihrer normalen Umgebung..

Darf ich fragen wie ihr zur Kastration bei Kaninchendamen steht? Meine TÄ hat mir das heute ans Herz gelegt.. aber ich kenne das Risiko natürlich und ich bin fast aus den Schuhen gekippt, als die TÄ sagte, das würde so um die 600 Euro pro Tier kosten..

Ich bin noch Schülerin.. arbeite zwar nebenbei aber habe kein Vermögen und habe viel neben der Schule gearbeitet um jetzt mit 19 endlich meinen Führerschein mal zu machen.. versteht mich bitte nicht falsch! Wenn die Kastration das beste für die beiden ist, dann mache ich das natürlich. Die Tiere stehen für mich über allem anderen und immer an erster Stelle.
Einen Führerschein kann ich schließlich auch wann anders machen.

Sind 600 Euro pro Tier der normale Preis und Standard? Und wie steht ihr zur Kastration?

Danke




Geändert von GwenniBuffel (06.01.2023 um 23:29 Uhr).

Moderator
 
Registriert seit: 20.02.2019
Beiträge: 3.859
4Chaoten befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 07.01.2023, 16:13

Ich glaube, viele lassen ihre Weibchen kastrieren und gerade jemand, der ein Tier an Gebärmutterkrebs verloren hat, wird allen tun, um es zu vermeiden

Ich kann deine Situation verstehen, 600 € finde ich eigentlich für überzogen.
Die Preise lagen wohl (vor der aktuellen Erhöhung) zwischen 200 und 300 €. Es ist aber auch leider abhängig vom Wohnort. In einer Großstadt, in einer Klinik, kann man schon mit mehr rechnen.

Meine Tiere sind nicht kastriert, liegt daran, dass es in meiner Nähe leider keinen wirklich erfahrenen TA gibt und ich nicht 1,5 Stunden fahren möchte (was für meine Tiere immer Streß wäre) und ich gerne in der Nähe meiner Tiere bleibe. Ich lasse allerdings mind. einmal im Jahr ein Ultraschall machen (kosten ca 40 €).
Ich würde mit der TÄ nochmal sprechen und ihr sagen, dass du es dir finanziell z. Zt. nicht leisten kannst. Wer hat in diesen Zeiten schon 1200,00 € über, wenn man nicht schon jahrelang gespart hat




Benutzerbild von marinahexe
Moderatorin
 
Registriert seit: 24.10.2010
Beiträge: 24.639
marinahexe befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 07.01.2023, 17:46

Die Preise schwanken sehr stark. Am Niederrhein gibt es einen TA, der macht das heute - nach der GOT-Erhöhung - für ca. 170 Euro, im letzten Jahr waren es 130 Euro.




Ninchen
 
Registriert seit: 06.01.2023
Beiträge: 14
GwenniBuffel befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 07.01.2023, 22:33

Danke für die Tipps!




Ninchen
 
Registriert seit: 06.01.2023
Beiträge: 14
GwenniBuffel befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 07.01.2023, 22:33

Okey, danke!




Kaninchen
 
Registriert seit: 05.06.2012
Beiträge: 2.923
Rakete befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 09.01.2023, 04:35

Ich habe immer all meine Häsinnen kastrieren lassen. Die Mehrheit hatte hormonelle Störungen. Bei meinem jetzigen jüngerer Neuzugang war es besonders schlimm und das Opfer war ich (da sie immer alleine gelebt hatte und zu Beginn auch alleine bei mir war, bis eine VG dann endlich geklappt hat). Sie hat mich permanent gestalkt….(auch aggressiv).

Meine Seniorin hatte zwar (als einer der wenigen Ausnahmen!) keinerlei hormonelle Störungen gezeigt, aber trotzdem bereits als 2-Jährige massive Gebärmutterveränderungen gehabt. Sie wäre ohne Kastration niemals alt geworden.

Mit Kastration ist es langfristig natürlich schon harmonischer.
Wobei während der Pubertät können sämtliche Kaninchen (auch Kastrate) für Unruhe und Jagereien sorgen, da die Rangfolge ausgefochten wird. Also durchaus nichts ungewöhnliches.

Fressen hat eh immer seine eigene Gesetzmässigkeiten. Je nach Charakter der Tiere ist es völlig normal, dass da gefaucht, geknurrt oder mal heftig verjagt wird. Selbst bei den besten Paaren, die sich heiss lieben. Solange es sich danach beruhigt, ist das kein Drama. Mein letztjährig verstorbener Kastrat hat sogar MICH immer angeknurrt, sobald ich das Zimmer mit Fressen betrat, um mal klar zu machen, dass alles seins ist. Und beim Fressen durfte man ja nicht zu Nahe dran gehen.

Die Minimalfläche von 6 qm ist immer als eine grosse, zusammenhängende Fläche zu verstehen (sprich: z.B. 3x2 m). Was schon eher einem Gartenhäuschen entspricht als einem ,Stall‘…

PS: Kastrationen sind bin der Schweiz deutlich teurer: da zahlt man zwischen 380 Euro bis über 500 Euro).




Ninchen
 
Registriert seit: 06.01.2023
Beiträge: 14
GwenniBuffel befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 09.01.2023, 06:48

Danke für die Infos!




Ninchen
 
Registriert seit: 06.01.2023
Beiträge: 14
GwenniBuffel befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 09.01.2023, 08:32

Zitat:
Zitat von Rakete Beitrag anzeigen
Ich habe immer all meine Häsinnen kastrieren lassen. Die Mehrheit hatte hormonelle Störungen. Bei meinem jetzigen jüngerer Neuzugang war es besonders schlimm und das Opfer war ich (da sie immer alleine gelebt hatte und zu Beginn auch alleine bei mir war, bis eine VG dann endlich geklappt hat). Sie hat mich permanent gestalkt….(auch aggressiv).

Meine Seniorin hatte zwar (als einer der wenigen Ausnahmen!) keinerlei hormonelle Störungen gezeigt, aber trotzdem bereits als 2-Jährige massive Gebärmutterveränderungen gehabt. Sie wäre ohne Kastration niemals alt geworden.

Mit Kastration ist es langfristig natürlich schon harmonischer.
Wobei während der Pubertät können sämtliche Kaninchen (auch Kastrate) für Unruhe und Jagereien sorgen, da die Rangfolge ausgefochten wird. Also durchaus nichts ungewöhnliches.

Fressen hat eh immer seine eigene Gesetzmässigkeiten. Je nach Charakter der Tiere ist es völlig normal, dass da gefaucht, geknurrt oder mal heftig verjagt wird. Selbst bei den besten Paaren, die sich heiss lieben. Solange es sich danach beruhigt, ist das kein Drama. Mein letztjährig verstorbener Kastrat hat sogar MICH immer angeknurrt, sobald ich das Zimmer mit Fressen betrat, um mal klar zu machen, dass alles seins ist. Und beim Fressen durfte man ja nicht zu Nahe dran gehen.

Die Minimalfläche von 6 qm ist immer als eine grosse, zusammenhängende Fläche zu verstehen (sprich: z.B. 3x2 m). Was schon eher einem Gartenhäuschen entspricht als einem ,Stall‘…

PS: Kastrationen sind bin der Schweiz deutlich teurer: da zahlt man zwischen 380 Euro bis über 500 Euro).
Wenn Sie (du?) So viel Erfahrung mit Kastration haben, hätte ich noch eine Frage.

Ich habe mir bereits eine Liste mit Kaninchenspezialisten (Tierärzten) in meiner Nähe erstellt und werde heute mal nach Preis und aber auch Häufigkeit/Erfahrung zum Thema Kastration bei weiblichen Kaninchen durchklingeln.
Trotzdem habe ich jetzt schon unfassbare Angst, dass etwas schief geht und meine beiden im schlimmsten Fall sogar sterben. Und auch, dass ich etwas falsch machen könnte, danach... Ich habe mich extrem viel zu dem Thema belesen, Videos geschaut und Erfahrungsberichte gelesen und ea ist ja so viel, was bei und nach der Kastration passieren kann. Wie war das denn bei Ihnen? Haben Sie positive oder vielleicht auch negative Erfahrungen gemacht?
Wie ist das mit der Naht danach gewesen? Meine beiden sind die reinsten "Kletteräffchen", egal ob Gartenstühle, Gartentisch oder Bank... und sie schlagen Haken und springen so viel sie können. Aber nach der OP ist das ja ziemlich gefährlich wegen der Naht. Auch wenn ich alles entferne, auf das sie drauf oder an dem sie hoch springen könnten, sie springen ja auch so in der Gegend herum.
Was wenn die Naht plötzlich reißt, oder wenn da Dreck dran kommt? Sind diese "Bodys" für Weibchen nach der Kastration wirklich so gut, wie viele schreiben? Ich glaube meine Ninchen drehen durch, wenn ich sie in so ein Teil stecke. Ich will sie ja auch nicht unnötig stressen.
Die beiden sind wirklich sehr aufgedreht und lebensfroh, da sie einen wirklich sehr sehr großen Garten haben und absolute "Prinzessinnen" sind. Selbst die TÄ kann die beiden kaum handhaben und sie sind ihr schon des öfteren mal entwischt (trotz Verstärkung von TA-Helferinnen). Sie sind einfach sehr wild und ich habe Angst, dass das nach der Kastration zu Problemen mit der Naht führt. Es ist ja wirklich weder eine kleine OP, noch eine kleine Naht!

Vielen Dank im Vorraus und LG Hanah




Kaninchenfreund
 
Registriert seit: 26.03.2021
Beiträge: 953
Hasen-Nasen befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 09.01.2023, 16:43

Hallo,

ich bin zwar nicht Rakete, aber ich antworte trotzdem Mal...
Also ich habe mein erstes Mädchen mit 1 kastrieren lassen, das zweite mit 2 Jahren.

Insgesamt wäre es besser gewesen beide gleichzeitig zu kastrieren , da jede krankheitsbedingte Auszeit neue Rangordnungsklärungen mit sich bringt.

Bei der ersten Kastra wurde sehr sauber vernäht und es gab innenliegende Nähte. Darauf war ein Pflaster vom TA, das blieb auch immer dran und würde bei TA Kontrolle gewechselt. Parallel zu der OP wurden ihr zwei Zähne gezogen. Dieses Wahnsinns Stehaufmännchen hat sofort nach der OP selbstständig gefressen und es gab gar kein Problem. Ich habe sie 3 Tage im Stall (50/100 cm) gehalten und dann in ein 4 qm Gehege gesetzt, wegen der Jagen und Springen Gefahr wirklich für 10 Tage.

Weibchen 2 wurde die Wunde geklebt. Vorteil der OP ist schneller vorbei, kürzere Narkose. Die Naht war wulstig und nicht schön, hat sich aber wie der TA versprach komplett glatt gezogen.

Das Weibchen verweigerte das Fressen und Kötteln, so lange ich die im Käfig Innenhaltung 80 Mal 150 hielt. Ich musste sie Päppeln und sie war echt sehr schlapp. Siehe Foto. Sie hatte kein Pflaster sondern den Body. Es störte sie nicht . Für ein Gehege mit Regen sind sie nicht geeignet. Und einer zum wechseln wäre gut, falls Durchfall dran klebt.
Nach 1 Tag habe ich sie in das Außengehege gesetzt zum Glück 10 Tage ohne Regen (Body) auch da habe ich gewartet bis der TA sagt Springen Jagen alles erlaubt.

Auf Päppeln , Medikamente ( bei uns Schmerzmittel, Antibiotikum,Sab Simplex) muß man vorbereitet sein. Den Innenkäfig hatten wir extra dafür gekauft.

LG Anni




Zwergkaninchen
 
Registriert seit: 25.05.2021
Beiträge: 164
Fuxxi befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 09.01.2023, 23:04

Hallo,

ich meld mich auch Mal bei dir, auch ich habe Erfahrung mit Kastra.
Meine Tierärztin ist kaninchenkundig, sie verwendet spezielle Narkose und innenliegende Nähte, geh unbedingt zu einem erfahrenen Tierarzt das ist sehr sehr wichtig.

Eine Weibchenkastra ist eine größere OP ja, aber meine beiden Häsinnen haben es beide sehr gut überstanden.
Die Gebärmutter war bei beiden Tieren verändert, bei Leia war es offensichtlich (sogar Milcheinschuss), bei Luna war es "nur" extremes Markieren, zickiges Verhalten. Bei ihr hab ich zu lang überlegt, hätte es schon vorher machen sollen. Aber auch ich hatte zu großen Respekt vor Kastra ohne eindeutigen Befund einer krankhaften Veränderung.

Kastra Leia: Fast 400 Euro. Bei ihr haben wir aber komplettes Blutbild usw machen lassen wodurch die Kosten entstanden.
Dagegen Kastra Luna: Zusätzlich Abszesseröffnung und Naht, inkl Medis und Nachbehandlung 190 Euro. Gleiche Ärztin.

Ich versuche mal die wichtigsten Punkte aufzuzählen, evtl hilft dir das!

1. Vor der OP
- Keine große Futterumstellung/Stress etc die Tage vor der OP
- Kaninchen dürfen natürlich niemals nüchtern sein, sie sollte gut fressen vorher
- Lieblingsfutter gleich mit in die Box geben für nach der OP. Gern leicht bekömmliche Kräuter oder getrocknete Kräuter/Leckerli/Heu sowieso. Kein unbekanntes Futter
- Evtl eine Kleine Decke/Tuch um die Transportbox etwas abzudunkeln, Kaninchen fühlen sich dann wohler wenn es nicht zu grell ist sei es auf dem Hin oder Rückweg vom TA.

2. Nach der OP
- Meine TÄ hat die Häsinnen gleich in der früh kastriert (Abgabe um 8, kurzer Check Up, dann gleich Narkose, wenig Stress und Wartezeit).
Je nach Zustand werden die Tiere dann noch überwacht und du wirst angerufen wenn du zum abholen kommen kannst.
Die Kaninchen sollten niemals dämmerig sein wenn du sie mitnimmst!!!
Leia bekam ich damals erst nachmittags, sie war geschwächt, hat aber schnell gefressen und sich nach einem Tag wieder fast normal bewegt.
Luna war angeschlagener, sie hatte zusätzlich aber auch zwei Abszesse die genäht wurden (Bisswunden durch Vergesellschaftung, es ging ziemlich heiß her. Wahrscheinlich mitverursacht durch ihr Hormonproblem).
Sie hatte Untertemperatur und musste gewärmt werden, TÄ gab sie mir als erfahrene Halterin in gute Pflege schon mittags wieder. Sonst hätte sie sie noch beobachtet. In gewohnter Umgebung ging es ihr aber auch besser.

- Bei innenliegender Naht ist nichts weiteres zu beachten. Sie dürfen sogar auf Stroh, nur hochspringen sollten sie nicht zu sehr, das haben meine aber eh nicht gemacht.
Ansonsten nach TA Anleitung

- Sorge für trockene (!) weiche Liegemöglichkeit und Unterschlüpfe (zwei ein- und Ausgänge).

- Kein Stress für die Häsin, möglichst langsam nähern usw

- Leia hatte ich damals bei ihrem Partner Luke gelassen. Er hat sie gut gepflegt. Luna kam bei mir dazu, ich habe jetzt also drei Kaninchen in Innenhaltung. Habe Luna mit Gitter von den anderen beiden getrennt da sie eh viel gestritten haben und nach Kastra neu vergesellschaftet.

- Beide Häsinnen hatten bei mir großen Durst, sind aber nicht zum Wassernapf. Sie haben Wasser aus der Spritze aber nur so weggesüffelt. Unbedingt checken, ob die das annehmen möchten.

- Futter vor der Nase wedeln, oft beißen sie genervt rein.

- Wärmequelle bieten, sie muss nagesicher sein und die Kaninchen müssen ausweichen können wenn sie die Wärme nicht möchten.

- Wenn nicht gefressen wird, nach einem Tag spätestens Päppeln. Bei Unsicherheiten immer Tierarzt anrufen.

- Schmerzmittel war hier ohne Probleme über Cunis zu verabreichen, über 5 bis 7 Tage.

-Antibiotika bekam Leia als Spritze noch vom TA, Luna wegen zusätzlichem Abszess länger

-Evtl gibt es Nachkontrolle der Naht, meine TÄ hat das immer nach ein paar Tagen gemacht, da konnte ich einfach vorbeikommen wie es mir passt und sie hat kurz draufgeguckt.

Beide Häsinnen waren schnell wieder fit, das Schlimmste für mich war, dass sie mir halt leid taten. Aber wenn man genug Zeit für die Pflege hat und sich vorher gut informiert ist es finde ich gut machbar. Risiken gibt es immer, das möchte ich nicht kleinreden etc.
Laut meiner TÄ sind es oft Vorerkrankungen oder Unwissenheit der Halter die Probleme machen (auch durch fehlende Aufklärung des Tierarztes/Wissen über stabilen Kreislauf und Untertemperatur etc/Fehldeutung des Zustandes des Kaninchens).

Sorry ich schreib immer ganze Romane
Ergänzt/berichtigt mich gern!




Geändert von Fuxxi (09.01.2023 um 23:06 Uhr). Grund: Ergänzung

Kaninchen
 
Registriert seit: 05.06.2012
Beiträge: 2.923
Rakete befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 10.01.2023, 02:15

Auch bei mir gab es auch bei mir immer inwendige Nähte, so dass nie ein Body nötig war.
Bei Innenhaltung ist es wegen der Hygiene ( Dreck) kein Thema. Aussenhaltung müsste man besser schauen.

Narkoserisiko gibt es natürlich immer, aber die ist bei normaler Gesundheit ( ohne Herzprobleme und ohne sehr hohes Alter) relativ gering (um die 1%). Voraussetzung: sehr guter Überwachung während und nach der OP und sorgfältig gewählten Narkosemittel.

Erholung und Appetitlosigkeit war teilweise stark unterschiedlich, allerdings waren die meisten Kastrationen schon sehr lange her ( z.T. waren ca. 4 Tage Inaktivität und Fressunlust normal, aber ich hatte auch schon Ausnahmen, wo man gar nichts merkte).

Die letzte Kastration vor 2 Monaten war extrem easy. Die Häsin war am OP- Tag ziemlich k.o. von der Narkose und wollte auch nicht viel fressen. Sie war aber derart gut abgedeckt mit hochdosiertem Schmerzmittel, dass ich bereits am nächsten Tag kaum mehr merkte, dass sie soeben operiert wurde. Der Appetit war enorm und sie wollte schon mit Vollgas umher rennen, wurde dabei aber dann doch teilweise noch am zweiten Tag etwas von den Schmerzen ausgebremst. Es hat sie aber nicht dran gehindert, zu mir auf das Sofa zu springen. Da ich sie nicht davon abhalten konnte, habe ich eine Treppe (bereits vorhandene, selbstgebastelten Leiter) hin gestellt. Ab dem 3. Tag war keinerlei Einschränkung sichtbar.

Lg Moni



 
 
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haltung, hilfe, kaninchen, kaninchenweibchen, kastration



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