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Kaninchen frisst seit einer Woche nicht mehrHallo! Ich habe vor einer Woche ein neues Kaninchen (1,8 kg) bei mir aufgenommen. Über die Vorgeschichte ist nicht sehr viel bekannt - er lebte bislang jedoch in eher unschönen Bedingungen in Einzelhaltung, ist ca. 1 Jahr alt und (noch) nicht kastriert. Bevor ich ihn mit meiner Gruppe vergesellschaften wollte, wollte ich ihn erst einmal in Quarantäne bringen und kastrieren lassen. Ich war mit ihm am 2. Tag auch direkt beim Tierarzt und wollte ihn bezüglich der eigentlich anstehenden Kastration durchchecken lassen. Da war noch alles in Ordnung - klinisch gesund lautete die Diagnose. Einen Tag später begann er jedoch nichts mehr zu fressen… Wir sind dann direkt wieder in die Tierklinik gefahren - Er war sehr stark aufgegast. Bis dahin hatte ich auch Köttel gesammelt, aber in der Probe wurde absolut nichts gefunden. Wir waren dann in den nächsten Tagen jeden Tag in der Tierklinik wo man ihn geröntgt, die Zähne untersucht, Medikamente gegen die Aufgasung und Infusionen gegeben hat. Die Aufgasung ging letztendlich auch wieder weg - aber fressen wollte er noch immer nicht Die ganze Zeit über habe ich ihn zugefüttert und auch selbst das Gewicht und die Temparatur überprüft - er hat in der Woche nicht merklich an Gewicht verloren und immer normale Temparatur gehabt. Auch so ist er total munter - man würde ihm nichts anmerken wenn man es nicht besser wissen würde… Das Ganze gab mir solche Rätsel auf, dass ich noch eine zweite Sammelkotprobe abgab und dieses Mal wurden Kokzidien gefunden. Er bekommt nun schon seit 4 Tagen Baycox, die Aufgasung ist weg aber fressen tut er noch immer nicht. Ich bin mit unserer Tierklinik super zufrieden habe aber gestern von einer Kaninchenspezialistin die nicht all zu weit von uns entfernt ist erfahren. Lustigerweise waren wir in dieser Klinik auch schon mal als unsere Klinik gerade keinen Notdienst hatte - unsere kleine Ally hat es zwar nicht mehr geschafft aber ich war absolut zufrieden mit dieser kaninchenkundigen Klinik (davon gibt es ja leider nicht sooo viele) Morgen fahre ich auf jeden Fall mit ihm dort hin! Ich möchte dort mal sein Blut checken, den Bauchraum röntgen und auch den Kopf röntgen lassen - falls ein Zahnproblem besteht, dass mit dem bloßen Auge nicht zu sehen war. Was auch noch sehr seltsam ist, ist dass er nichts trinkt - zumindest nicht von sich aus. Ich habe ihm einen Napf mit Wasser, einen mit Fencheltee und eine Wasserflasche ins Gehege gestellt, aber keines davon rührt er an. Wenn ich ihn allerdings mit der Spitze Tee gebe trinkt er wie verrückt! Alleine beim letzten zufüttern vor einer Stunde 30 ml! Ich weiß wirklich nicht mehr weiter… Mir kam auch schon die Idee, dass er vielleicht einsam ist. Aber ihn unter diesen Umständen zu vergesellschaften ist nicht möglich. Hattet ihr vielleicht schon mal ein ähnliches Problem? 😕 Bzw. habt ihr vielleicht noch Vorschläge was ich morgen unbedingt noch checken lassen sollte? Vielen Dank für eure Hilfe und einen schönen Abend!
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| Hallo! Wie genau die Tierärztin heißt weiß ich leider nicht - es ist aber die Tierklinik in Reichenberg ![]() Ich habe an Futter schon so ziemlich alles ausprobiert, was es gibt… :/ Löwenzahn, Kräuter, Gemüse, geriebenen Apfel und Karotte - alles Fehlanzeige Haferflocken rührt er auch nicht an. Ich habe ihm auch schon extra Erbsenringe und Knabberstängchen gekauft in der Hoffnung, dass er das isst. Aber leider nein… Gerade habe ich ihm noch Heu mit Kamille besorgt. Vielleicht frisst er ja das, aber große Hoffnungen mache ich mir nicht… LG
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| Wir haben letztes Jahr ein Kaninchen aus einer sehr schlimmen eBay Kleinanzeige spontan freigekauft. Das kannte wohl auch gar nichts. Es hatte in seinem Verschlag nur einen Napf mit Pellets und eine verschimmelte Zucchini. Wir haben alles an Frischfutter probiert. Sie hat nichts genommen. Auch keine Cunis. Wir mussten sie auch komplett nur mit Päppelbrei ernähren. Beim Tierarzt wurde nichts gefunden, kerngesund. Nach ein paar Tagen haben wir die billigsten Pellets aus dem Supermarkt besorgt, die hat sie gefressen. Irgendwann hat sie dann auch Grünzeug probiert aber das hat eine Weile gedauert. Von daher könnte ich mir etwas ähnliches auch bei dir vorstellen. Aber es ist auf jeden Fall sinnvoll alles gründlich zu untersuchen um mögliche Krankheiten auszuschließen.
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| Falls ein starker Befall von Kokzidien da ist, der auch schon länger besteht, dann ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass auch noch eine bakterielle Infektion vorliegt, da die Kokzidien Läsionen in der Darmwand verursachen. Daher ist eine Bakteriologie auch noch sinnvoll. In meinem Fall ergab die Untersuchung Yersinien, die definitiv pathogen sind. Trotz des starken Befalls über lange Zeit, gab es erstaunlicherweise nie Matschkot. Der Appetit war komischerweise auch sehr hoch, nur hat das Kaninchen trotz enormen riesigen Futtermengen nie zugenommen.
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| Zitat:
Ich habe es heute morgen mal ausprobiert und ihm solche Pellets gekauft, aber auch die isst er nicht… Wir sind jetzt auf dem Weg in die Tierklinik, danach wissen wir mehr! LG ![]()
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| Zitat:
![]() Es wurden tatsächlich nur ganz wenige Kokzidien gefunden, aber ich werde das Thema auf jeden Fall einmal ansprechen! LG ![]()
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| Zitat:
Ich habe aber mit der Klinik telefoniert und ihnen mein Problem geschildert. Da sagten sie, dass ich heute vorbei kommen soll, da ab heute die Kaninchenspezialistin wieder da ist Das eine mal als ich dort war, fande ich es dort auch ausgesprochen professionell - ich werde sie jetzt mal ausprobieren LG
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| Wenn es nur wenig Kokzidien waren, dann ist dies nicht so dramatisch und steht eher nicht im Zusammenhang. Nichtsdestotrotz könnten bei Matschkot natürlich auch pathogene Bakterien die Verursacher sein.
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| Stichworte |
| frisst nicht, krank, tierarzt |
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