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Bleiben die Symptome nach EC- Ausbruch? auf Kaninchen Forum

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Kaninchen
 
Registriert seit: 05.06.2012
Beiträge: 2.923
Rakete befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 31.07.2022, 12:41

Bleiben die Symptome nach EC- Ausbruch?


Ich habe gerade ein Ferienkaninchen (10jähriger Rammler! ), der vor 4 Monaten einen EC- Ausbruch hatte und sehr rasch behandelt wurde. Hoppeln tut er immer noch schlecht: er zieht eben typisch die Hinterbeine etwas nach und neu knickt er teilweise beim Hoppeln auch seitwärts aus. Also es ist nicht sehr schlimm, aber eben weit weg von ‚normal‘‘.

Mich würde es interessieren, ob das mit dem Hoppeln nach erfolgter Behandlung nicht besser werden sollte (oder gar normal) oder ob es einfach chronische Fälle gibt, die schlecht auf Behandlung ansprechen, respektive eine Behandlung über mehrere Monate brauchen?
Vermutlich würde Physio und Vitamin B12 auch zur Verbesserung beitragen.

Was sind so Eure Erfahrungen mit Symptomen und Behandlung?

Ich wollte ihm (nach 2 Tagen) etwas Gesellschaft leisten, aber ich musste das Zimmer verlassen. Inzwischen werde ich nicht nur umkreist, sonder an Armen und Beinen angefallen, weil er selbst mit Handicap nur noch Rammeln will und mich auch dabei (leicht blutig) beisst.
Meine kastrierten Häsinnen kommen ihn zwar an der Türe (mit Gitter) besuchen, aber er nimmt da wenig Notiz von ihnen, dafür ist er zu sehr sein ganzes Leben auf Menschen geprägt.



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Moderator
 
Registriert seit: 20.02.2019
Beiträge: 3.859
4Chaoten befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 02.08.2022, 18:08

Wie traurig, er ist die ganze Zeit alleine gehalten worden? Sowas schmerzt mich jedes mal und ich kann die Menschen nicht verstehen


Ich selber hatte bisher noch keinen EC Patienten (Holzklopf), bei meiner Freundin waren, sofortige Behandlung, die Symptome schnell verschwunden.
Gelesen habe ich aber schon oft, dass auch länger als nur 28 Tage behandelt wurde und in manchen Fällen wurde es besser. Gibt aber auch Fälle, wo sie bleiben




Benutzerbild von marinahexe
Moderatorin
 
Registriert seit: 24.10.2010
Beiträge: 24.639
marinahexe befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 02.08.2022, 19:42

Das ist sehr unterschiedlich. Ich würde in dem Alter aber auch an Arthrose, Spondylose und Durchblutungsstörungen denken.




Kaninchen
 
Registriert seit: 05.06.2012
Beiträge: 2.923
Rakete befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 03.08.2022, 06:45

Die Gangart sieht schon sehr typisch nach EC aus.

Meine Seniorin hat ja auch weit fortgeschrittene Spondylose. Die hoppelt normal, wenn sie sich auch selten fortbewegt. Schwierig ist manchmal Toiletten-Einstieg und beim Männchen-machen kippt sie immer um. Hochspringen geht gar nicht mehr.




Benutzerbild von marinahexe
Moderatorin
 
Registriert seit: 24.10.2010
Beiträge: 24.639
marinahexe befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 03.08.2022, 11:37

Ich denke, es ist abhängig davon, wo die Spondylose sitzt und wo sie evtl. auf einen Nerv oder eine Vene drückt.




Kaninchen
 
Registriert seit: 05.06.2012
Beiträge: 2.923
Rakete befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 06.08.2022, 14:18

Gemäss Besitzerin hat man zu Beginn ein Röntgen gemacht; nichts besonderes auffällig betreffend Spondylose (nur leicht).


Ich habe mal in der Uni-Klinik und bei meinem TA-gefragt betreffend Panacur-Behandlung: 4 Wochen sollten ausreichen. Sie raten von längerer Behandlung ab, da Panacur das Immunsystem stark herunter reguliert. Genauso wird auch ungesehen abgeraten ihn in seinem schlechten Zustand und hohen Alter noch zu kastrieren. Ich habe bloss mal sicherheitshalber nachgefragt, aber ich dachte es mir schon... Und ich würde ihn auch nicht mehr vergesellschaften, da ich schon so 1x negative Erfahrung gemacht habe (nach 2 Wochen musste das Kaninchen eingeschläfert/erlöst werden wegen akutem Ausbruch. Es war aber auch blind, taub und konnte sich nur noch schlecht fortbewegen.)



Seit vorgestern hat er leider eine deutliche Verschlechterung seines Hoppelns. Jetzt zieht er recht stark nach, kippt seitwärts weg und die Beine schauen selbst in Ruhestellung in alle Richtungen raus. Er bewegt sich nun auch deutlich schlechter. Ich bin gerade etwas überfordert... Für den Notfall noch definitiv zu wenig, aber gut sieht das nicht aus. Wenn es mein Kaninchen wäre, würde ich anfangs Woche schleunigst zum TA. Aber ich weiss auch nicht, ob derartige Schwankungen bei EC noch normal sind oder nicht.


Es ist natürlich auch viel Stress für ihn: Umzug zu mir und dazu noch die täglichen Ohrentropfen-Behandlung. Angeblich hat er da entweder Milben oder Ohrenentzündung: man war sich nicht sicher und es wird auf alles behandelt




Benutzerbild von marinahexe
Moderatorin
 
Registriert seit: 24.10.2010
Beiträge: 24.639
marinahexe befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 06.08.2022, 14:40

Bekommt er Schmerzmittel? Evtl. kann er sich dann besser bewegen. Allein sollte er trotzdem nicht bleiben. Evtl. ein kastriertes Weibchen, das auch EC hatte oder eine andere Einschränkung.
Bekommt er aktuell Vitamin B? Wenn nicht, würde ich das anfangen




Kaninchen
 
Registriert seit: 05.06.2012
Beiträge: 2.923
Rakete befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 07.08.2022, 08:51

Ich war gestern notfallmässig in jener Klinik, wo er bis anhin behandelt wurde, damit es wegen seiner KG übersichtlich bleibt (und ich ja zu wenig darüber weiss). Aufgrund meiner aufgenommenen Videos und nach Rücksprache der nicht anwesenden Spezialistin wurde nun wieder mit Panacur und Baytril gegen ECbehandelt.

Vermutlich war der Umzug zu mir zu viel und v.a. auch seine ständig überdrehtes Sexualverhalten mir gegenüber, da er unter Strom stand.

Wegen Vitamin B wollte ich eh fragen, habe es aber vergessen. Gibt es das auch in Tropfenform in der Apotheke?

Er wurde bis jetzt auf Milben und Aussenohrentzündung (Gemisch aus AB und Cortison) täglich behandelt, aber das war eher ein Schuss ins Blaue ( respektive auf Verdacht). Zwar juckt es ihn etwas und er hat leichte Verkrustungen. Obwohl ihn vor 1 Woche das Ohr sicher gereinigt wurde bei der Kontrolle, hat er nun wieder Schmalz drin, aber gemäss der jetzigen TA kein Eiter, Milben o.ä. Daher brechen wir die (falsche?) Behandlung ab.

Der Allgemeinzustand ist schon nicht mehr so gut wie vorher, aber zumindest frisst er noch die eingeweichten Cunis, die er bei mir kennen lernen durfte. Alles andere wird praktisch nicht angerührt.

Ich habe jetzt an 3 kompetenten Stellen nachgefragt und alle raten von einer Kastration in dem Alter und mit bleibenden EC-Symptomen.

Ich persönlich denke nicht, dass er in seinem fragilen Zustand noch lange lebt, höchstens ein paar Monate. Irgendwelche Veränderungen würde ich da nun auch nicht mehr machen, nachdem ich seinen Zustand nun kenne. So traurig das nun nach 10 Jahren ist, aber dafür ist es zu spät... Ich werde der Besitzerin anraten, ihn rechtzeitig erlösen zu lassen, sollte sich der Zustand nochmals verschlechtern.

Eine passende Häsin zu finden bei uns (CH) wäre fast unmöglich. Zwar sind meine beiden kastrierten Seniorinnen im selben Alter und werden aufgrund ihrer Erkrankungen auch nicht mehr lange leben (respektive ich werde sie hoffentlich rechtzeitig erlösen können), bestenfalls noch Monate. Aber die agile Luna ist trotzdem noch eine Hexe und hat ihn auch schon versucht durch eine verrutschte Lücke an der zusätzlich vergitterten Babytüre zu beissen (sie hat das andere EC-Häsli auf dem Gewissen dank der VG). Mit Kasha wäre eine VG kein Problem, aber aufgrund ihres starken Schnupfens und schlechten Allgemeinzustand werde ich da kein EC-Kaninchen dazu setzen.




Geändert von Rakete (07.08.2022 um 08:54 Uhr).

Benutzerbild von marinahexe
Moderatorin
 
Registriert seit: 24.10.2010
Beiträge: 24.639
marinahexe befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 07.08.2022, 11:26

Ob es VitaminB in Tropfenform gibt weiß ich nicht. Ich nehme das von ratiopharm. Das sind so Kapseln, die ich aufschneide. Das Pulver könntest Du prima unter die Cunis mischen oder in Wasser aufgelöst oral geben.


Es gibt ein Medikament, dass die Hormone runterfährt. Das wird in der Humanmedizin eingesetzt. Mein Keks hat das anfangs bekommen, da er trotz Kastration rammelte, was das Zeug hielt und extrem mit Urin markierte. Später hat sich das von selbst gelegt.




Kaninchen
 
Registriert seit: 05.06.2012
Beiträge: 2.923
Rakete befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 07.08.2022, 13:47

Danke, Dir!

Ich denke Umzug und permanentes Rammeln war zu viel Aufregung für ihn. Zuhause soll er nur hin und wieder umkreisen, bei mir war auch das permanent und mehr…



 
 
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