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Weiße Stelle im Auge auf Kaninchen Forum

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  • 1 Post By Lara004

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Ninchen
 
Registriert seit: 26.07.2022
Beiträge: 7
Juliette2022 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 26.07.2022, 16:28

Weiße Stelle im Auge


Hallo,
vor ca. 1 Woche ist mir so eine sichelförmige, weiße Stelle in der Pupille aufgefallen.
Sind dann direkt zum Tierarzt. Ist ein Fachtierarzt für u.a. Augenprobleme bei Kaninchen.
Diese hat den Augeninnendruck gemessen, dieser ist grenzwertig erhöht.
Der Tierarzt meinte, es könnte e.c. sein, unser Kaninchen hat aber sonst keinerlei andere Krankheitsanzeichen und ist gerade einmal 2,5 Jahre jung. Das Partnertier hat gar nix.
Der Tierarzt hat uns jetzt auf Verdacht hin Panacur gegeben, das wir 3 Wochen beiden Kaninchen 1x am Tag geben sollen.
Weiterhin bekommt das Kaninchen mit dem erkrankten Auge Augentropfen 1x am Tag (Cefinicol) und Antibiotikum 2x am Tag.
Jetzt nach 1 Woche sehe ich aber weder eine Verbesserung noch eine Verschlechterung.
Der Tierarzt meinte vor 1 Woche, dass sie zwar auf ec. testen könnten, aber das würde uns nix bringen, denn man könnte nur feststellen, ob es Träger wäre, dann wüsste man immer noch nicht, ob die sichelförmige Stelle auf der Linse von ec. käme oder ob es ausgebrochen ist und es davon kommt.
Die Behandlung meinte er, wäre die Gleiche.


Heute müssen wir wieder zur Kontrolle.


Was könnte man noch machen? Hat jemand einen Tipp?
Wann müsste es denn eigentlich besser werden?

Danke




Geändert von Juliette2022 (27.07.2022 um 14:28 Uhr).
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Kaninchen
 
Registriert seit: 05.06.2012
Beiträge: 2.923
Rakete befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 26.07.2022, 19:59

EC kann sämtliche Organe befallen, daher sind die Verläufe auch unterschiedlich. Bei einem langsamen, chronischen Verlauf sind die Symptome nicht so offensichtlich und es können viel später weitere Symptome hinzu kommen. Ein akuter Schub ist offensichtlich wenn Schiefhals vorliegt, aber das muss noch lange nicht so ablaufen.

Wenn EC das Auge befällt, dann besteht die Gefahr der Erblindung. Inwiefern weisser Schleier auf dem Auge reversibel ist, weiss ich leider nicht. Hauptsache es wird mal prophylaktisch behandelt, damit keine Erblindung droht.

Was ich aber von einer meiner TÄ weiss: Erblindung bei EC macht im Auge eine extrem starke Trübung, was bei ‚normalen‘ Augenerkrankung nie so stark vorhanden ist. Zudem tritt die Trübung innert Kürze recht schnell ein.

Auf EC Testen lassen hätte ich trotzdem. Der IgG- Titer haben zwar viele Kaninchen chronisch erhöht, misst man aber dabei noch den IgM- Titer, dann weist ein positiver Titer auf einen akuten Infekt hin. Aber auch ein massiv stark erhöhtes IgG kann auf einen Infekt hinweisen, der muss aber dann deutlich erhöht sein (und nicht nur mittelmässig).

Diese Interpretation der Titerbestimmung galt eigentlich noch bis vor Kurzem, allerdings gibt es Neuigkeiten (Dr. Diana Ruf), wo dies leider nicht immer zuverlässig was aussagt und die ganzen ‚logisch üblichen‘ Theorien über den Haufen wirft. Ich weiss nicht, ob diese neuste Studie bereits veröffentlicht wurde, da ich noch keine nähere Erklärung dazu gehört habe.

Je nachdem, wie kaninchenkundig Dein TA ist, könntest Du auch eine Zweitmeinung einholen… und wenn es nicht EC wäre, dann würde eine Abklärung beim Augenspezialisten Sinn machen.

https://www.kaninchenwiese.de/gesundheit/infektionskrankheiten/e-cuniculi/

Tut mir leid, da auch keinen weiteren Rat geben zu können.




Ninchen
 
Registriert seit: 26.07.2022
Beiträge: 7
Juliette2022 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 27.07.2022, 14:39

Sieht ähnlich aus wie hier:
https://www.kaninchenforum.de/kaninchenkrankheiten-gesundheit/43060-wei%DFer-fleck-im-auge.html



nur bei uns sichelförmig (ich hoffe, ich darf verlinken), sonst bitte löschen.




Kaninchen
 
Registriert seit: 05.06.2012
Beiträge: 2.923
Rakete befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 27.07.2022, 16:09

Hast Du den Beitrag des Linkes durchgelesen?
interressant, das wusste ich nicht...:

Es hat nämlich eine Erklärung dazu:
Zitat:
Das Weiße ist aus der Augenlinse ausgetreten und wird vom Körper als Fremdkörper identifiziert und daher mit Entzündung bekämpft. Die Entzündung bekommt man in den Griff mit diversen Augentropfen. Die Linse wird allerdings, wenn man nicht operiert immer weißer, entzündet sich auch immer wieder, bis das Kaninchen blind ist.
Dies könnte man mit einer OP umgehen. Dabei würde die Linse entfernt, das Augenlicht würde erhalten bleiben.
Die Alternative zur OP wäre immer Augentropfen zu verabreichen, die Erblindung wäre so wie ich es verstanden habe allerdings nicht aufzuhalten.
Die OP kostet 900 €. Das Kaninchen ist gerade mal eineinhalb Jahre alt.




Ninchen
 
Registriert seit: 26.07.2022
Beiträge: 7
Juliette2022 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 27.07.2022, 17:28

Ja, hatte den Link durchgelesen. Der Arzt riet uns von Linsen Absaugung ab, da man dann lebenslang tropfen müsse, was fürs Tier eine Quälerei ist.

Er meinte, dann würde man eher das Auge entfernen.
Damit kämen Kaninchen gut klar.
Ich finde beides furchtbar. So wie ich es verstanden habe, wäre das Tier auch bei der Linsenabsaugung blind. Stimmt das?




Kaninchen
 
Registriert seit: 05.06.2012
Beiträge: 2.923
Rakete befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 27.07.2022, 20:13

Das habe ich oben überlesen; komischer Text… Klar, ohne eine Linse sieht kein Mensch ( oder Kaninchen ) was! Das ist ein Ding der Unmöglichkeit.

Meiner Kasha (11 jährig) musste ich ein Auge vor 3 Jahren entfernen lassen, die Alternative bei ihrer Augenerkrankung war Eusthanasie…

Sie kommt in der Wohnung hoppelnd sehr gut damit klar und ist sehr flott auf den Beinen, obwohl sie auf dem verbliebenen Auge wegen des grauen Stars wohl nicht mehr sehr viel sieht. Nur was in der direkten Nähe ist, sieht sie schlecht oder kaum. Sie weiss auch nicht, wo ich bin, wenn ich direkt vor ihr stehe ( Männchen macht sie irgendwohin). Und erschrickt auch oft wenn man sich von der falschen Seite nähert.

Zu Beginn ist sie auch mit 1 Auge noch auf das Sofa gesprungen, nur runter hat sie sich meist kaum getraut. Nach draussen gehen auf die Wiese wollte sie sehr lange nicht. Und bleibt heutzutage auch meist nur 3 min draussen, was verständlich ist, da sie wohl Angst hat als schlecht sehendes Fluchttier. Vom Verhalten hat sie sich nach der Augenentfernung komplett verändert, da sie vorher sehr aktiv war. Ob es jetzt nur wegen der schlechten Sicht ist? Oft habe ich das Gefühl, dass sie seitdem etwas dement ist… Zudem setzt auch das hohe Alter zu.




Ninchen
 
Registriert seit: 26.07.2022
Beiträge: 7
Juliette2022 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 29.07.2022, 07:28

Das ist echt ein hohes Alter.
Hauptsache sie hat keine Schmerzen.
Ich würde auf die Verhaltensänderung wegen schlecher Sicht tippen. Bin mir aber auch nicht sicher.




Zwergkaninchen
 
Registriert seit: 10.05.2020
Beiträge: 261
FrodoundJuli befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 03.08.2022, 15:30

Rakete, hängt mit Sicherheit mit Erblindung und Alter zusammen,ist hier ähnlich, wobei Frodo sich langsam ans Erblinden gewöhnt und nun wieder mehr auf Wiese geht




Zwergkaninchen
 
Registriert seit: 07.06.2016
Beiträge: 49
Hoppellinchen befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 03.08.2022, 19:59

Ich habe dir eine persönliche Nachricht geschrieben




Ninchen
 
Registriert seit: 26.07.2022
Beiträge: 7
Juliette2022 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 22.08.2022, 16:26

Hallo,
unser Kaninchen bekommt noch die Tropfen gegen erhöhten Augeninnendruck.
Jetzt sollen wir nochmal zur Kontrolle.
Wieviel vorher sollte man die Tropfen denn absetzen, um korrekte Augeninnendruckwerte feststellen zu können?




Benutzerbild von Betsy69
Kaninchen
 
Registriert seit: 26.11.2016
Beiträge: 1.429
Betsy69 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 22.08.2022, 18:10

Die Tropfen werden gar nicht vorher abgesetzt, sondern die Messung unter der derzeitigen Dosierung vorgenommen.
Sind die Werte in Ordnung, kann die Dosierung der Tropfen reduziert werden oder diese ggf. sogar ganz abgesetzt werden. Das entscheidet aber der Tierarzt.

Man sollte das aber regelmäßig kontrollieren lassen, da es auch jederzeit wieder zu einer Erhöhung des Drucks kommen kann, wenn so starke Veränderungen im Auge vorliegen wie bei Deinem Tier.

Kann das Kammerwasser nicht abfließen oder wird zu viel davon produziert, steigt der Augeninnendruck.

Zu hoher Augeninnendruck verursacht Schmerzen und ist sehr unangenehm.
Deswegen sollte man die Tropfen nicht einfach so absetzen.

Bekommt man den Druck auch unter Gabe der Tropfen nicht in den Griff, sollte man über eine Entfernung des Auges nachdenken, um dem Tier unnötige Schmerzen zu ersparen. Auch kann sich das Auge jederzeit entzünden.

Eine Augenentfernung ist übrigens überhaupt kein Problem für Kaninchen.



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Liebe Grüße von Bettina und den Gartengestaltern Einstein, Fritzi und Penny

Für immer im Herzen: Blacky (I), Kuddel, Paul, Hannes, Jack, Will, Thor, Lana, Blacky (II), Bella, Panda, Kelly und Hundi Laika



Geändert von Betsy69 (22.08.2022 um 18:15 Uhr).

Ninchen
 
Registriert seit: 26.07.2022
Beiträge: 7
Juliette2022 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 22.08.2022, 21:35

@Betsy69 Danke.
Wir waren heute beim Tierarzt und der Druck war in Ordnung. In welchen Abständen sollte man diesen kontrollieren lassen?
Die Tropfen soll ich nicht mehr weiter geben.




Benutzerbild von Betsy69
Kaninchen
 
Registriert seit: 26.11.2016
Beiträge: 1.429
Betsy69 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 23.08.2022, 17:33

Was ist denn überhaupt die genaue Diagnose, wo der erhöhte Druck hergekommen ist? Wie hoch war der Druck überhaupt am Anfang?

Ist die weiße Stelle im Auge verschwunden oder immer noch da?

Hat der Augentierarzt darüber hinaus irgendwelche Veränderungen im Auge festgestellt?
Wurden außer der Druckmessung (Tonometrie) noch weitere Untersuchungen des Auges vorgenommen (Spaltlampenuntersuchung)?

Was hat der TA gesagt bezüglich einer Nachkontrolle?

Ohne irgendeine Angabe dazu ist es schwierig etwas zu raten.

Ich würde das Kaninchen gut beobachten, ob es Schmerzen anzeigt oder sonstige Verhaltensänderungen zu sehen sind.
Sind Veränderungen am Auge zu erkennen (Tränen, Vergrößerung des Augapfels, Rötung etc.), würde ich sofort den Tierarzt bzw. Augentierarzt aufsuchen.



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Benutzerbild von Lara004
Kaninchen
 
Registriert seit: 08.03.2012
Beiträge: 4.305
Lara004 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 23.08.2022, 20:20

Ein erhöhter Augeninnendruck kann auch von Nierenproblemen kommen. Hohe nierenwerte gehen oft mit Bluthochdruck und erhöhtem augeninnendruck einher.
Ich würde auf jeden Fall Blut abnehmen lassen (am besten finde ich das größere Kaninchenprofil bei synlab - dann kann man auch gleich beide EC Werte mit machen lassen) und zumindest einmal ein Übersichts-Röntgen vom Bauchraum inkl. Blase. Ob man noch einen Ultraschall oder urinwerte bestimmen lässt, würde ich von den anderen Befunden abhängig machen.



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