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| Wir sprechen hier über eine Kastra bei einem Männchen? Wo hast Du das denn gelesen? So eine Kastra ist heute ein Routine-Eingriff, den fast jedes Tier überlebt. Sollte es einmal schief gehen, hat das einen Grund (Herz/Kreislauf z.B.).Deshalb ist es wichtig, dass die OP bei einem erfahrenen TA durchgeführt wird, der das Kaninchen vorher gründlich untersucht. Bei einer Weibchen-Kastra sieht das anders aus, da es eine größere OP mit Bauchschnitt ist. Hier können vor allem NACH der OP Komplikationen auftreten. Deshalb würde ich diese OP nur bei einem Kaninchenspezialisten machen lassen, und das auch nur, wenn es medizinisch notwendig ist. Eine CHemische Kastra hab ich noch nicht machen lassen. Ich denke aber, dass da regelmäßig irgendwas gespritzt werden muss. Und das kann sich ja auch auf Kreislauf & Co. auswirken.
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| Diese Nachteile habe ich auf der Seite "Kaninchenwiese" gelesen. Manche berichten auch, dass ihre Tiere nach der Kastra dann ängstlicher sind oder sich kaum noch bewegen wollen. Ich habe gelesen, dass bei der chemischen Kastration ein Chip unter die Haut kommt, aber ich glaube das ist eher bei Hunden verbreitet, deswegen hätte es mich eben interessiert ob jemand Erfahrung damit hat was Kaninchen betrifft.
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| Chemische Kastras werden meines Wissens nach nur in Ausnahmefällen gemacht, wenn ein Tier aufgrund Alter und/oder anderer Krankheiten nicht kastriert werden kann. Kaninchenwiese weist darauf hin, was alles passieren kann. Wobei die Betonung auf "kann" liegt. Ich selbst habe schon einige Böckchen kastrieren lassen. Alle haben überlebt und so ziemlich alle saßen bei Abholung in der Transportbox und haben schon gefressen. Da es auch nach der OP in der Aufwachsphase zu Zwischenfällen kommen kann, solltest Du ihn morgens hinbringen und erst am Nachmittag (wenn er wieder richtig wach ist) abholen. Sich informieren ist gut, aber man darf sich da nicht in etwas reinsteigern. Wenn er ein normales, artgerechtes Kaninchenleben führen soll, geht kein Weg an der Kastra vorbei.
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| Zitat:
"Die Ergebnisse der Studie konnten zeigen, dass das slow-release GnRH-Implantat Suprelorin zur Unterdrückung der Fortpflanzungsfunktion beim männlichen Kaninchen ungeeignet ist. " Nachzulesen hier: http://geb.uni-giessen.de/geb/volltexte/2011/8213/ (Seite 95 unten). Mit anderen Worten: funktioniert zwar bei Hunden und Katzen, aber nicht bei Rammlern. Die Diskussion dürfte sich damit erledigt haben. Risiken gibt es übrigens auch bei Hormonimplantaten jede Menge: Infektionen, Spritzenabszesse (die meisten Menschen haben nicht auf dem Schirm, dass das ganz und gar nicht selten ist), und selbstverständlich auch Gewichtszunahme, Osteoporose etc. - denn der Einfluss auf die Geschlechtshormone bzw. deren Unterdrückung findet auch hier statt, nur eben auf chemischem Weg, statt durch Entfernung der Keimdrüsen.
__________________ Gute Menschen gleichen Sternen, sie leuchten noch lange nach ihrem Erlöschen.
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