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| Hallo, es gibt keine Möglichkeit ererbte Zahnerkrankungen von vornherein auszuschließen, wenn sie ein bestimmtes Alter erreicht haben Ich denke, vieles kann man auch durch eine artgerechte Ernährung vermeiden. Eine Freundin hatte schon einige Tiere mit Abzessen und immer noch, oft nicht mal ein Jahr alt und trotz Grünfütterung, aber auch einen älteren Kastraten (ca 5 Jahre) Ihre Erfahrung ist, dass es immer Satinkaninchen waren, egal ob Widder oder Stehohr die hatten bei ihr überwiegend Probleme mit den Zähnen, sie hatte lediglich eine Holländerhäsin ca 1,5 Jahren mit Abzess Dies ist aber ihre Erfahrung und ich würde mich darauf nicht verlassen, wichtig ist die artgerechte Ernährung und ein gutes Auge auf das Verhalten unserer Tiere ![]()
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| Wenn es rein/alleine angeboren ist, dann macht sich das innert den ersten 3-4 Lebensmonaten bemerkbar. Alles was später kommt, sind diverse Faktoren verantwortlich für eine Schädigung (Anatomie/Veranlagung kann auch einen Einfluss haben). Mitverantwortlich ist zu einem grossen Teil aber auch die Art des Futters: d.h. Dauer des Kauens und Härtegrad des Futters. Je nachdem tritt bei den Einen eine bemerkbare Schädigung schon relativ früh ein, bei den anderen dauert es lange, bis die gereizten Zähnen schief werden. Chron. Reizungen der Zahnwurzeln führen über eine lange Zeit dazu, dass sie Zahnwurzeln langsam absterben. Die Zähne sind sowieso nur locker im Kiefer verankert. Sind die Zahnwurzeln nicht mehr alle gesund/intakt, werden die Zähne langsam schief. Unter- und Oberkiefer passen dann nicht mehr exakt aufeinander. Dadurch können sie sich nicht mehr richtig gegenseitig abnutzen. Durch zusätzlich falsche Druckbelastung werden die Zähne darauf immer schiefer. Zahnspitzen führen zu Wunden im Maul und zu Infekten. Daraus kann sich dann ein Abszess entwickeln. Und es reicht auch schon, wenn Kaninchen als Jungtier beim Züchter falsch gefüttert wurden und dann beim Halter aber nicht mehr. (Gemäss Diana Ruf die Kaumuskelatur durch falsches Futter wird dann als Jungtier anders ausgebildet, was auch auf das Wachstum des Kiefers einen Einfluss hat. So entwickelt sich auch eine falsche Anatomie…Was man sicher weiss: im Alter kommen Zahnerkrankungen gehäuft vor, was sicher auch damit zusammen hängt, dass die Zahnwurzeln lebenslang immer etwas gereizt wurden, und es irgendwann das Fass zum überlaufen bringt. Zu klein gezüchtete Zwergkaninchen (mit einer verkürzten Nase/eingedrücktem Gesicht) haben tendentiell das grössere Risiko, an Zahnerkrankungen oder Schnupfen zu erkranken, alleine aufgrund der Anatomie. Da sind Grossrasse wesentlich besser dran. Durch regelmässigen Check beim TA lässt sich feststellen, ob Zahnspitzen vorhanden sind oder nicht. Aber selbst wenn die Zähne im Maul noch normal ausschauen, heisst das noch nicht, dass man im Röntgen nicht schon Schädigungen sieht. Wenn die fortschreiten, dann macht sich das irgendwann visuell im Maul bemerkbar. Nur ist das immer nur die Spitze des Eisberges und sagt nichts über den Zustand drunter aus. Symptome für Zahnerkrankungen können sehr unterschiedlich sein: einseitiges Fressen, Vermeidung von harter Nahrung ( z.B. Karotte), langsameres Fresstempo, Schmatzgeräusche, Sabbern… Es gibt selten Kaninchen, die lassen sich gar nichts anmerken beim Fressen. Ein TA hat mir letzthin erzählt, dass er ein Kaninchen untersucht hatte, dem fehlten oben sämtliche Zähne! Die sind irgendwann vor lauter Abszesse alle heraus gefallen. Dann erst ist der Halterin aufgefallen, dass er etwas langsamer frisst…. Der ist erstaunlich lange ohne Zähne gut zurecht gekommen. Und so ein Prozess erfolgt ja über eine sehr lange Zeit, das ist nicht von heute auf morgen…
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