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2 Kastraten streiten plötzlich auf Kaninchen Forum

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Ninchen
 
Registriert seit: 04.03.2022
Beiträge: 3
Dea33 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 04.03.2022, 15:34

2 Kastraten streiten plötzlich


Meine Kaninchen haben plotzlich angefangen sich zu Streitten

Ich habe zwei Zwergwidder Rammler, beide kastriert.

Eine ist 4,5 alt Schoki und "kleine" Flocki 8 Monate.
Die wären über Winter (ab ende Oktober) in Innenhaltung, frei laufend in Wohnzimmer (ca. 45 km2) sonst, sobald das Wetter es erlaubt in Garten in den Stall mit ausreichend Auslauf.

Der jüngere Flocki damals 10 Wochen alt, habe ich im September geholt und mit 12 Wochen kastriert.

Die Schoki war vorher schon kastriert.

Die beiden haben sich sehr gut eingelebt, es war gekuschelt, geleckt und sich gegenseitig geputzt.

Der altere Schoki ist auch, wenn er meine Meinung nach ziemlich ruhig ist, doch der Chef aber auch Beschützer - der jüngere folgt ihn immer und ist unterworfen.

Schoki ist schön immer bisschen krank gewesen (erst Problemen mit Zähnen, und danach als folge immer wieder verdauen Problemen, weiche Kot, kokziedien, Hefepilz Infektion etc. ) aber er halt sich ganz gut und hat bis jetzt immer alles überwinden. Ich schreibe das, weil ich weiß, dass wenn Kaninchen krank sind es zum Rangkämpfe kommen kann. So mehr krank als sonst ist er im Moment nicht.

Alles fang dann vor drei Tagen an. Tagsüber alles normal, gekuschelt, zusammen geschlafen und dann von einmal an haben die beiden durch die Luft geflogen und wie verrückt sich in Kreis gejagt. Der Boden war voll mit ausgezupfte Pelz. Der "böse" war altere, die jüngere Flocki hat nie angefangen, aber hat sich gut verteidigt. Er ist immer zwischendurch ängstlich zu Schoki gekommen und habe probiert ihn zu lecken. Das war toleriert, aber nach dem gegenseitigen Schnupfen auf Hinter, ging alles von vorne wieder los.

Ich habe mich erst nicht eingemischt, schockiert war ich aber trotzdem. Irgendwann hatte der Schoki zwei biss Wunden auf ein Ohr und ich habe die beiden im Wohnzimmer durch die Gitter getrennt. Jede hat eigene Toilette, essen und Wasser gekriegt. Am nächsten Tag waren wir bei Tierärztin, die beide wären untersucht und reguläre Impfung gekriegt. Alles war ok. Danach waren die beiden tagsüber ruhig, schön in Garten auf Sonne geschlafen, gekuschelt...

Abends ging Streiterei von vorne los.

Und so ist es auch jetzt.

Die sind durch Gitter getrennt, schnupfen sich und legen vor dem Gitter zusammen. Das sieht friedlich aus und ich denke immer die beiden vermissen sich.

Aber so bald ich die, in Hoffnung, dass sie sich doch wieder vertragen werden, zusammen lasse, geht mit Streiterei weiter. Inzwischen Zeit habe ich auch paar mal Flocki erwischt, dass er mit der Streiterei anfangt.

Sind das nur Frühlingsgefühle? Geht das vorbei? Habe ich was falsch gemacht?

Ich habe in letzten paar Tagen nichts geändert. Die haben genug platz, zwei große Häuschen in Wohnzimmer (manchmal sind beide zusammen in eine, aber auch manchmal jeden für sich allein), genug zum essen, zum trinken. Bei Sonne waren die für paar stunden auch draußen, gespielt und glücklich gerannt.


Ich liebe die beiden so sehr, dass ich mir nicht vorstellen kann eine von Ihnen abgeben zu müssen, wenn die Streiterei nicht vorbei geht.




Was soll ich tun?




Geändert von Dea33 (04.03.2022 um 17:01 Uhr).
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Moderator
 
Registriert seit: 20.02.2019
Beiträge: 3.859
4Chaoten befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 04.03.2022, 19:46

Hallo und willkommen,
ich würde sagen, Flocki ist gerade in der Pubertät und nicht unbedingt Schoki die Schuld geben uns Menschen entgehen die kleinen Sticheleien oder wir sehen/erkennen sie auch manchmal nicht



Werden sie 24 Stunden an allen Tagen frei im Wohnzimmer gehalten oder gibt es, z. B. wenn ihr nicht da seid, ein Gehege oder Stall wo sie untergebracht werden?


Und, eine Frage, warum holt ihr sie im Winter rein? Wenn sie draußen genug Platz haben, bei 2 Kastraten wäre ich bei ca 8/9 qm, geschützte Rückzugsorte, würde ich sie auch im Winter draußen halten. Jeder Revierwechsel ist mit Streß verbunden und kann zu neuen Streitigkeiten führen



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Ninchen
 
Registriert seit: 04.03.2022
Beiträge: 3
Dea33 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 08.03.2022, 13:11

Vielen Dank für Ihre Antwort.

Die beiden sind frei laufend in Wohnzimmer. Sie haben eigene Ecke mit mehreren kleinen Teppichen ausgelegt, sodass die beiden bei Spielen-springen nicht auf Parkett ausrutschen. Die Ecke ist offen, mit Toilette, essen/Wasser/Heu raufen und großen Hasenhaus angerichtet und die beiden haben zugriff, auch auf hinteren Teil von Wohnzimmer wo sich Esszimmer befindet (da steht in die Ecke zweite Häuschen mit kleinem Teppich) und die Küche (da kommen die beiden aber sehr selten).

Ich habe auch einen großen Käfig, es war im Oktober nur kurz für Nachtaufenthalt benutzt, wenn Flocki noch klein war und noch nicht stubenrein. Jetzt schläft er da wieder, allein, da er ganz schlau ist und immer wieder weg findet Gitter zu überwinden und zum Schoki zu gelangen.
Die beiden musste ich schweren Herzens trennen, da Schoki mehrere Verletzungen hinbekommen hat - eine große Wunde am Kopf, paar Bisse auf dem Ohr, und das Auge ist rot, Tierärztin sagt wahrscheinlich gekratzt. Wenn die beiden ruhig aussehen, ich mach Gitter auf Seite, aber bleibe in nähe. Paar Sekunden geht es friedlich, Flocki leckt Schoki auf verletzte Auge, Schoki beugt Kopf nach unten. Aber dann kommt reichen am Hinterteil und streit fangt an. Schoki hat letztens Flocki mit Urin bespritzt, und wenn er bei Gitter liegt, markiert er eigene Seite fast wie in eine Linie mit Kot. Beiden sind sehr vorsichtig geworden, auch wenn die getrennt sind, reagieren sie ganz anders auf Geräusche und Bewegung als vor Streiterei.

Ich habe inzwischen Zeit noch eine außen Gehege gekauft, sodass wenn die Trennung länger dauern muss jede im Garten genug platzt hat.


Ich verbringe sehr viel Zeit mit meinen beiden Kaninchen, ich spiele gern mit den beiden, und die mögen auch, am meistens Schoki sehr lang gestreichelt zu werden (die kommen von allein zum Sofa - sind dazu nicht gezwungen). Das alles kann ich nicht, wenn die beiden im Winter draußen bleiben da eine Temperatur wechseln nicht zum Empfehlen ist. Dabei ist, wie gesagt, Schoki nicht fit.


Da Flocki im Pubertät ist, habe ich auch gedacht. Ich habe nur gedacht das, weil die beiden kastriert sind nicht zu so ein heftige Streiterei kommen wurde.

Hoffnung habe ich noch nicht verloren.



Ich weiß nur nicht ob ich das mit eine Trennung wo sie sich sehen - richtig mache. Ich habe irgendwo gelesen das ist besser wenn man die richtig trennt und dann nach 10 tagen so zu sagen ganz neu startet.



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Geändert von Dea33 (08.03.2022 um 13:20 Uhr).

Moderator
 
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Beiträge: 3.859
4Chaoten befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 08.03.2022, 19:27

Du kannst jetzt beide mit Gitter trennen, aber beide müssen genug Platz haben. Da wäre es zu empfehlen mit Gitter 2 Bereiche, für jeden einen abzusperren und sie am Gitter beobachten wie das Verhalten ist


Oder, du trennst sie 14 Tage ohne Riech- und Sehkontakt und versuchst es dann in einem neutralem Raum
Du sagst, das Schoki nicht fit ist, was hat er denn? Kaninchen die krank sind, werden auch von ihren Partnern angegriffen oder gemobbt. In der freien Natur ziehen sie Fressfeinde an, dies Verhalten steckt auch in unseren Hauskaninchen



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Ninchen
 
Registriert seit: 04.03.2022
Beiträge: 3
Dea33 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 10.03.2022, 12:38

Der Schoki ist leider schön immer bisschen krank gewesen. Erst wären die Zähne. Inzwischen Zeit ist das ok, wird von Tierarzt bei besuch kontrolliert.

Aber daraus gewordene verdauen Problemen sind bedauerlicherweise geblieben. Er reagiert mit dem weichen Kot auf fast jeder frischen Futter (außer Karotte, Apfel, frische Gras, Rosenblätter und manchmal Löwenzahn). Die frischen Sachen würde er aber am liebsten essen. Tierärztin sagte er sollte es nicht, da wie es aussieht er auf denen allergisch ist.

Das Heu iss er überhaupt nicht und da liegt Hauptproblem. Ich kaufe verschiedene Sorten, es ist täglich frisch angeboten, aber kein Interesse. Das gleiche Heu verschwindet bei Flocki sehr, sehr schnell.

Was Schoki mag sind verschiedene getrocknete Kräuter, das darf man aber nicht im unbegrenzte menge wie Heu essen. Letztes Mal hat mich Tierärztin gefragt, ob ich mit Heu Pellets probiert hat. Die kenne ich nicht, wo kann man so was kaufen?

Pellets sind bei meinen beiden Kaninchen nicht beliebt und die kaufe ich sonst nicht. Wegen Schoki kaufe ich immer sensitiv Mix trockene Futter ohne Getreide, ohne Pellets. Dazu mische ich noch Erbsenflocken, getrocknete Karotte oder andere Gemüse, rote Bette, Himbeere/Brombeerblätter.


Zweite verdauen Problem bei Schoki ist eine Infektion mit Kokzidien (verbunden mit Hefepilzen). Wir sind deswegen ca. jeder 3-4 Monate bei Tierarzt (wären wir auch bei 4 verschiedenen, in Hoffnung das eine von dem dieses Problem dauerhaft losen könnte). Inzwischen Zeit geht es so, vielleicht auch weil ich Erfahrung gesammelt habe. Der Schoki hat sich bewiesen al richtige Kampfgeist!

Dass Schoki nicht fit ist, habe ich extra erwähnt, weil ich weiß, dass Gesundheit in Kaninchenwelt viel bedeutet, Er war aber von Anfang an so, und in Moment mindestens optisch ist er ganz ok (keine akute Phase oder ähnliches). Ich denke, mehr dass Flocki, jetzt schon bisschen größer als Schoki, jung, gesund und prächtig nicht mehr so leicht Schoki als Chef akzeptieren will.



Jetzt sind die beiden schon eine Woche mit Gitter getrennt.

Die legen oft vor dem Gitter friedlich - jeder auf eigene Seite. Schoki markiert mit Kot und vor kurzem auch mit Urin diesen Bereich.
Flocki vermisst Schoki, das kann man merken. Er versteht irgendwie die Welt nicht mehr und kommt immer wieder zu mir (hat er auch früher gemacht, aber nicht so regelmäßig, da die Schoki da für ihn war).

Wenn die beiden so friedlich sind, fuge ich die zusammen, dann leckt Flocki Schokis verletzte Auge, ich streiche beiden so das die ruhig bleiben, aber das verzögert kämpfen nur für kürzere Zeit.

Auf Platzmangel kann das nicht legen (jeder hat auch so getrennt mindestens 15 m2 für sich selbst). Draußen wo ich die beiden letzte paar Tagen bei schönem Wetter auch gelassen habe, ist jetzt noch ein zusätzliches neues Gehege entstanden, sodass die getrennt auch genug platzt haben.


Ich denke, ich würde zuerst mit Gittertrennung weiter machen und hoffen, dass die Frühlingsgefühle nicht ein Ewigkeit dauern.
Im April fahren wir für 10 Tagen weg. Dann muss Flocki leider allein in Urlaubsbetreuung (wenn sich nichts ändert).
Nach dem Rückkehr kann ich dann mit neuen Vergesellschaftung probieren (10 Tagen trennung sollten ausreichen sein, oder?)



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Geändert von Dea33 (10.03.2022 um 12:46 Uhr).

Moderator
 
Registriert seit: 20.02.2019
Beiträge: 3.859
4Chaoten befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 11.03.2022, 17:02

Ihr habt aber nun einen Tierarzt der sich gut mit Kaninchen auskennt?
Auf Kaninchenwiese gibt es eine Liste mit TÄ, vielleicht eine Hilfe
https://www.kaninchenwiese.de/gesundheit/allgemeines/kaninchentierarzt/

Die Kokzidien sollten mit der richtigen Behandlung beseitigt werden können
Die Fütterung, also Gemüse, Obst und allgemein trocken und hart ist nicht gut für die Zähne. Wichtig wäre schon Frischfutter. Ich kenne eigentlich keine Kaninchen, die Frischfutter nicht vertragen
Ich würde diesbezüglich weiterforschen und die Zähne röntgen lassen, auch um auszuschließen, dass er evtl Schmerzen hat und deswegen aggressiv reagiert

Du solltest sie jetzt aber nicht mehr zusammenlassen und die Gittertrennung einhalten. Wenn du sie ab und zu zusammenlässt und kurz darauf wieder trennst, steigert das Aggressionen. Entweder lässt du sie die Kämpfe ausfechten, bis sie sich einig werden oder blutig wird oder du hälst die Gittertrennung ein



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