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Brauche Hilfe mit junger blinder Häsin auf Kaninchen Forum

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  • 1 Post By Terry
  • 1 Post By 4Chaoten

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Zwergkaninchen
 
Registriert seit: 30.04.2017
Beiträge: 40
Gissy befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 14.08.2021, 17:13

Brauche Hilfe mit junger blinder Häsin


Hallo,


ich weis gar nicht wo ich anfangen soll.


Ich habe eine 4 Monate alte Häsin Zuhause die leider blind ist.


Eine Vergesellschaftung zusammen mit ihrer Mutter und weiteren zwei Kaninchen in eine bestehende Gruppe mit älteren Tieren hab ich mich nicht getraut.


Ich habs mit deinem 12 Wochen alten Kastraten und seiner Schwester die auch 1 1/2 Wochen getrennt waren jetzt als 3er Gruppe in einem neuen Gehege probiert aber das ging leider auch gründlich schief.


Von Ihrer Mutter wurde sie die letzen Wochen nur noch berammelt, das war auch nicht mehr schön, leider war es mit den beiden jungen auch nicht anders.
Im Gehege war die Kleine ca 2 Wochen vorher schon alleine, umgestellt hab ich seit dem nichts mehr, aber die anderen beiden waren von Anfang an auf pubertäre Machtkämpfe mit ihr aus und sie dauernd auf der Flucht.


Nachdem sie mir heute auf der Flucht panisch ans weiche Gitter geknallt ist und wieder überall ihr Fell lag sitzt sie jetzt in einem Stall. Und man merkt leider deutlich das sie fertig mit den Nerven ist.


Wie bekommt man den einblindes Kaninchen irgendwie integriert.
Das einzige was mir noch einfallen würde wäre ein uralter ruhiger Kastrat......


Hat jemand Erfahrung mit blinden Kaninchen ?


Liebe Grüße Gissy



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Benutzerbild von marinahexe
Moderatorin
 
Registriert seit: 24.10.2010
Beiträge: 24.639
marinahexe befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 14.08.2021, 17:43

Kaninchen kommen eigentlich sehr gut mit einem Handicap klar. Bei Blindheit ist es wichtig, dass die Einrichtung nicht verstellt wird. Aufgrund ihrer Behinderung wird sie in einer Gruppe immer am Ende der Rangfolge stehen und somit auch regelmäßig berammelt werden.



Ich würde schauen, dass ich ihr ein ebenfalls gehandicaptes Partnertier hole oder einen einzelnen Kastraten, der aus der Pubertät raus ist.



Ich hatte aus einem Notfall mal eine blinde Familie. Das junge Böckchen hatte gar keine Augen. Trotzdem hat er soviel Lebensfreude ausgestraht, hat Luftsprünge gemacht und ist gerannt. Einmal hab ich ihn von meinem Bett runtergefischt. Wer nicht wusste, dass die Tiere blind sind, dem wäre es nicht aufgefallen.




Moderator
 
Registriert seit: 20.02.2019
Beiträge: 3.859
4Chaoten befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 14.08.2021, 17:53

Da ist schon ein Problem, du kannst ein blindes Kaninchen nicht auf neutralem Raum vergesellschaften. Versuche dich in die Lage reinzuversetzen, du kannst nichts sehen, d. h. du kannst dich nur tastet vorwärtsbewegen, erst mit der Zeit lernst du die Abstände und Hindernisse kennen und einschätzen. Gegen gesunde, pubertierende Tiere hat sie keine Chance



Ich würde mir jetzt überlegen, wo sie ein dauerhaftes Gehege bekommt als Zuhause mit ihrem neuen Partner. Als Partner muss es ja kein uralter Kastrat sein es gibt auch ruhige Kastraten im Alter von 2 oder 3 Jahren

Ich würde gleich mal bei Marinahexe fragen, ob sie dir weiterhelfen kann sie hat so viele Kontakte. Entweder einen sehr ruhigen Kastraten oder ein Tier mit Handycap und, wenn es über eine Pflegestelle läuft, helfen sie dir vielleicht auch bei der VG




Zwergkaninchen
 
Registriert seit: 30.04.2017
Beiträge: 40
Gissy befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 14.08.2021, 18:53

Sie saß schon 2 Wochen und ca. 2 Tage alleine in dem Gehege und kannte alle Hindernisse/Einrichtungsgegenstände.


Ist durch die Gegend gefetzt, Luftsprünge usw. sogar auf einem Häschen saß sie manchmal oben.


Da hat man ihr nichts angemerkt das sie blind ist.


Aber mit den beiden 12 Wochen alten Rabauken war dann die Panik größer als die Orientierung.




Moderator
 
Registriert seit: 20.02.2019
Beiträge: 3.859
4Chaoten befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 14.08.2021, 19:41

Was mich nicht wundert, wie gesagt, stell dir einfach vor du kannst nichts sehen.
Wie würdest du reagieren, wenn du nichts siehst und dir wird irgendwas im Raum geschmissen, dass dich angreift?
Ich wundere mich aber, habe mal kurz geschaut, weil du hast so lange Erfahrung, mittlerweile 17 Jahre, dann sollte man eigentlich auch Kaninchen verstehen und ich wäre nicht auf den Gedanken gekommen, 2 Tiere die 12 Wochen alt sind mit einer blinden Häsin zu vergesellschaften
Es heißt nichts, wenn sie in den 2 Wochen aufgelebt und rumgesprungen ist, als könnte sie sehen, sie sieht nichts und ist überfordert mit so einer Situation. Sie braucht einen ruhigen Partner




Benutzerbild von marinahexe
Moderatorin
 
Registriert seit: 24.10.2010
Beiträge: 24.639
marinahexe befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 14.08.2021, 19:46

Wie groß ist denn ihr Gehege? Evtl. könnte man es mit Gitterelementen teilen und in die andere Hälfte ein männliches Pubertier in gleichem Alter reinsetzen. So kann sie sich langsam an Gesellschaft gewöhnen und wenn sie keinen Bock mehr hat, kann sie sich vom Gitter entfernen. Zwei Pubertiere sind aber eindeutig zu viel des Guten.




Gesperrt
 
Registriert seit: 03.07.2015
Beiträge: 5.334
Terry ist zur Zeit noch ein unbeschriebenes Blatt
Geschrieben am 14.08.2021, 20:04

Ich habe auch eine (relativ junge) blinde Häsin die mit einem „spotzenden“ Jungspund vergesellschaftet wurde.
Ins VG-Gehege kam sie fünf Tage vor ihm damit sie sich gut orientieren konnte.
Als er dann dazu kam, kannte sie alle Versteck- und Futtermöglichkeiten, er kannte dort gar nichts.

Es war tlw. lustig anzusehen, dass sie (wenn er zu aufdringlich wurde) irgendwo verschwand und er dann etwas bedröppelt in die Gegend guckte.

Nach ein paar Tagen haben aber beide gemerkt wie schön kuscheln ist und mittlerweile orientiert sie sich an ihm wenn es darum geht Unsinn zu machen…. das kann er nämlich in Vollendung.



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Kaninchenfreund
 
Registriert seit: 19.05.2020
Beiträge: 629
Tintenherz befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 14.08.2021, 21:28

Ich hatte mal eine blinde Häsin, die die Chefin war. Sie ist allerdings erst im Laufe ihres Lebens erblindet, hat aber trotzdem immer ihren Partner und ihre Jungen (lange Geschichte, waren nicht geplant, ist Jahre her) herumkommandiert. Sie kannte das Gehege aber auch in- und auswendig.




Benutzerbild von marinahexe
Moderatorin
 
Registriert seit: 24.10.2010
Beiträge: 24.639
marinahexe befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 15.08.2021, 16:15

Hier sucht ein junger, gehandicapter Mann ein neues Zuhause. Könnte passen:

Zitat:
V - 71297- Kastrat, 3 Monate, Beinfehlstellung

Der kleine Jimmy sucht dringend ein Für-Immer-Zuhause am Besten mit Kaninchen, die ein ähnliches Handicap haben wie er. Er wiegt aktuell 1,2 kg, wird auf ca. 3 Monate geschätzt und ist kastriert.

Jimmy hat von Geburt an eine Fehlstellung des linken Beins, dazu hat seine Wirbelsäule einen „Knick“ und er hat eine Hüftdysplasie.
Der Kleine lässt sich davon aber kaum behindern, er läuft, springt aufs Sofa, macht kleine Freudensprünge und genießt es mal gekrault und gestreichelt zu werden.

Geimpft ist er leider noch nicht, da er bei seiner Ankunft Kokzidien hatte. Sobald diese behandelt sind, wird er geimpft. (Er ist erst seit 01.08. bei mir.)

Wichtig für ihn ist, dass der Boden immer mit Teppichen ausgelegt ist, damit er nicht rutscht.
Und man sollte bereit sein einen Physiotherapeut für ihn auf zu suchen.

Gerne würde ich den Kleinen in sein neues Zuhause bringen und bin dafür auch bereit etwas weiter zu fahren.




Zwergkaninchen
 
Registriert seit: 30.04.2017
Beiträge: 40
Gissy befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 15.08.2021, 16:56

Hallo,


meine Kaninchen leben alle draußen in Außenhaltung, mit Teppich ist da nichts zu machen.


Außerdem hab ich leider keinen Platz bzw. eine Möglichkeit für ein weiteres Gehege.


Aktuell hab ich eine 7er Gruppe die jetzt gut zwei Wochen neu zusammen sitzt, da wurden 4 neue Kaninchen mit 3 vorhandenen vergesellschaftet und eine 4er Gruppe deren Gehege ich schon verkleinert habe damit die drei jüngeren ein Gehege für sich haben.


Ich müsste praktisch erst für die jüngeren beiden ein neues Zuhause suchen damit ich wieder Platz habe, wobei ich den anderen 4en den ganzen Platz auch nicht auf ewig wegnehmen wollte.


Eigentlich sollte die Kleine mit ihren Geschwistern ausziehen, aber dann stellt sich heraus das sie wohl blind ist, der Kastrat hatte schon ein neues Zuhause gefunden das ich dann wieder abgesagt hatte.
Aktuell hält der jetzt seine Schwester mit seinen "Zickereien " auf Trapp, irgendwie scheint dem die Kastration nicht bekommen zu sein.


Ja ich hab schon einige Jahre Erfahrung, bis jetzt lief auch noch keine Vergesellschaftung schief, ich vergesellschafte aber meist nur erwachsene Kaninchen, gib aber auch öfter bei Jungtieren Vergesellschaftungshilfe und das hat bis jetzt auch immer geklappt vorausgesetzt die Leute hören auch zu.
Aber sowas hab ich eben noch nicht erlebt das zwei 12 Wochen alte Kaninchen so durchdrehen.
EIn blindes Kaninchen hatte ich bis jetzt auch noch nie.


Liebe Grüße Gissy




Moderator
 
Registriert seit: 20.02.2019
Beiträge: 3.859
4Chaoten befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 16.08.2021, 18:11

Ich denke, Erfahrungsberichte bringen dich nicht viel weiter, denn letzlich ist eine VG auch immer eine Charakterfrage. Bei Jungtieren kann man den Charakter noch nicht wirklich feststellen
Die Frage ist anscheinend auch, wie es weitergeht, wenn der Platz nicht da ist und, ob du sie behalten möchtest oder auch in ein gutes Zuhause geben würdest


Das solltest du dir in Ruhe überlegen, welche Möglichkeiten es gibt, wenn du sie abgeben würdest, gibt es bei Facebook (meine ich, bin da nicht) eine Handycapgruppe oder du überlegst dir, welche Tiere du in ein schönes Zuhause vermittelst um Platz zu schaffen
Wenn es dann so ist, dann rate ich zu einem Tier, was die Pubertät hinter sich hat und zum Charakter was sagen kann



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