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Kaninchen hat Panische AngstHallo, ich habe seit dem 8.4.21 2 Kaninchenweibchen ( Geschwister, beide etwas über 3 Jahre alt ) die jetzt bei mir leben da die Vorbesitzer sie aus Gründen nicht mehr wollten. Nun zu meinen Problem: einer der beiden hat seit dem sie hier ist Panische Angst. Es ist so soweit ich in den Stall fasse zbs. wegen neues Futter, ist Luna sofort aggressive und fletscht die Zähne, soweit ich ihr zu nah Komme greift sie auch an so das sie auch schon zu Gebissen hat. Dazu laut sie die ganze Zeit wenn ich nur am Stall stehe und drückt sich selbst in die hinterste Ecke. Selbst wenn ich nur vorbeilaufe laut die zwar leiser jedoch gibt mir das zu denken. Ihre Schwester Polly ist dagegen recht entspannt würde ich sagen. Die ist zwar noch etwas ängstlich aber nur Anfangs, nach paar min kommt die von selbst und lässt sich streichen/ frisst mir aus der Hand. Ich habe überlegt ob ich die Vorbesitzer darauf anspreche jedoch weiß ich nicht ob es gut wäre bzw. ob sie überhaupt etwas dazu sagen oder alles abstreiten weil ich nehme an so wie sich Luna verhält das sie nicht gut behandelt wurde jedoch kann es auch durch den Umzug kommen was ich aber nicht glaube. Es kam zu gar so das erst heute die kleinen sich böse in der Wolle hatten so das Luna Polly ganze fellbüschel raus gebissen hat und dadurch noch schlimmer wurde so das ich die beiden erstmal für paar std getrennt habe sonst wäre das noch richtig eskaliert. Hat vllt jemand einen Rat bzw weiß jemand der sowas auch schon hatte wie man jetzt am besten verfährt?
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| Hi, was hast du denn für einen Stall? Es klingt nach zu wenig Platz, wie ja auchdangerschaf vermutet. Wenn die beiden zu beengt leben, können sie sich einerseits nicht austoben, und andererseits können sie sich nicht aus dem Weg gehen. Das muss zwangsläufig zu Zoff und Stress führen. Stress führt zu Angst und Aggression. Angst und Aggression führt zu weiterem Zoff. Und so weiter. Ein Teufelskreis. Wäre bei Menschen ja nicht anders. Stell dir vor, du würdest mit jemand anderem zusammen dauerhaft ins Badezimmer gesperrt - irgendwann würde wohl Blut fließen... GRüße S.
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__________________ --- "Du mußt sie jetzt sagen, Oder ewig 'rumtragen, Deine Worte: Verzeih! Hätt' ich doch! – Einerlei. Könnt' ich doch noch! – Vorbei." (Reinhard Mey) --- [Danke, Tante Jessi]
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Wie dangerschaf schon treffend angemerkt hat: Platz schaffen. Unter 6 qm bei zwei Mädels geht gar nicht, mehr wäre empfehlenswert. Das ist kein Wunder, dass die Nerven bis zum zerreißen gespannt sind. Häsinnen sind sehr territorial, sie brauchen genug Möglichkeiten um sich gegenseitig aus dem Weg zu gehen. Ich würde da wirklich Gas geben bei der Gehegeplanung. Solkinok hat den Teufelskreis beschrieben den es zu durchbrechen gilt. Andernfalls wirst du womöglich eine sehr unschöne Überraschung in Form von Verletzungen einschließlich notwendigem Arztbesuch erleben. Wenn ich meine beiden Häsinnen auf weniger als 6 qm zusammengesperrt hätte, hätte das Mord und Totschlag gegeben. 6 qm war die absolut unterste Grenze, die ein (zumindest halbwegs) friedliches Zusammenleben ermöglichte.
__________________ Gute Menschen gleichen Sternen, sie leuchten noch lange nach ihrem Erlöschen.
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| Hi, die beiden Häsinnen leben momentan in einen großen Stall da ich sie wie schon geschrieben erst seit letzte Woche Donnerstag habe. Sie leben im Stall wegen Eingewöhnung. Dort bleiben sie bis Donnerstag ( 1 woche, lernen in dieser Zeit mich und die Umgebung kennen ) und dann setze ich die beiden in ein eingerichtetes Zimmer. Ich finde es toll wie hier so explizit der Platz mehrfach angesprochen wird aber darum geht es nicht! Der Beiß-Zwischenfall unter den Weibchen war auch nur weil sich Luna schon mir so aggressiv gegenüber gezeigt hat, dann kam ihre Schwester dazwischen und erst dann ist die Situation eskaliert. Sonst verstehen die beiden sich so wie ich das beobachte echt gut, keine Probleme unter den beiden. Luna ist das Problemkind was ich ja auch mit ein paar bsp auch versucht habe zu zeigen. Ich hatte das letzte mal Kaninchen vor etwa 3 Jahren, auch damals hatte ich die Kaninchen aus Gründen angenommen nur das die Nasen da schon ein recht hohes Alter hatten ( 7 und 8 Jahre ) beide verstorben jedoch worauf ich hinaus will ist das ich es nicht kenne das ein Kaninchen augenscheinlich „wegen nichts“ panische Angst hat. Die Schwester Polly ist echt easy und entspannt, klar noch etwas ängstlich hier und da aber sonst sehr neugierig und lieb. Ihre Schwester Luna ist das Problem was ich versucht habe hier zu erläutern da sie im Stall panische Angst hat und extrem aggressiv ist und die ganze Zeit am laulen ist, selbst wenn ich am Stall stehen/ vorbei laufe lault sie. Ich möchte das sie ankommt und ebend nicht mehr so ängstlich ist.
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| Nicht jedes Kaninchen wird zutraulich. Du kannst hoffen, dass es sich bei mehr Platz ändert, aber auch dann kann es sein, dass sie bei Menschen ängstlich bleibt. Die Tiere solltest du so schnell wie möglich umsetzen. Eine Eingewöhnung in einem Käfig ist nicht förderlich, schon gat nicht bei einem panischen Tier, was keine Chance zum ausweichen hat (wo soll sie in einem kleinen Käfig auch schon hin?). Und an dich können sich die beiden im Gehege doch auch ohne Probleme gewöhnen.
__________________ GESTERN warst Du noch bei uns, mit Deinem Lachen, mit Deiner Freude, mit Deinen Worten. HEUTE bist du bei uns, in unseren Tränen, in unseren Fragen, in unserer Trauer. MORGEN wirst du bei uns sein, in Erinnerungen, in Erzählungen, in unseren Herzen.
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| Ich versteh nicht, warum du sie nicht direkt in das Zimmer setzt. Der einzige Fall, wo eine derartige"Eingewöhnung" Sinn machen kann, ist wenn Tiere aus jahrelanger Buchtenhaltung oder dem Labor kommen. Kaninchen sindeinfach unterschiedlich und die einen stecken Revierwechsel besser weg als die anderen. Ihr Vertrauen wirst du nur mit Geduld erhalten, ihre Agressivität wird sehr wahrscheinlich nachlassen, wenn sie die Möglichkeit hat sich zurückzuziehen. Erst wenn sie zur Ruhe kommt und sich sicher fühlt, kommt sie vielleicht auf dich zu.
__________________ --- "Du mußt sie jetzt sagen, Oder ewig 'rumtragen, Deine Worte: Verzeih! Hätt' ich doch! – Einerlei. Könnt' ich doch noch! – Vorbei." (Reinhard Mey) --- [Danke, Tante Jessi]
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| Nochmal, auch wenn du es nicht hören magst: das Problem ist der Stall. Auf so engem Platz ist ein Kaninchen immer in Verteidigungsposition und wertet jedes hineinfassen/in die Nähe kommen als Angriff. Wir hatten das mit unserem Phönix auch: er musste die ersten Tage, da damals Myxo grassierte, in den Quarantäne-Käfig und fing dort an zu schnappen, sogar wenn ich ihm Futter geben wollte. Kaum saß er im großen Gehege, wurde er zum Kuschelbär, es gab keinen einzigen Angriff mehr, weder Menschen gegenüber, noch je gegen andere Kaninchen. Darum: Spar dir diese sinnlose Eingewöhnung im Stall, setze sie gleich ins Kaninchenzimmer, und alles wird sich entspannen.
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| Diabis Erfahrung habe ich auch mit meiner Jule gemacht. Eingesperrt auf 1,5 qm wurde sie zur Furie. Ich musste sie aus gesundheitlichen Gründen ein paar Tage separieren. 1,5 qm ist das doppelte eines handelsüblichen 1,2-Meter-Käfigs. Sie wurde enorm bissig, so kannte ich sie nicht. Kaum hatte sie wieder Platz, war sie wie verwandelt - wieder meine Kuschelzicke, zutraulich und berechenbar. Bitte, beende diesen völlig unnötigen Platzmangel. Die Tiere werden es dir danken.
__________________ Gute Menschen gleichen Sternen, sie leuchten noch lange nach ihrem Erlöschen.
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| Ich mein, es ist doch so: Wir sprechen über Kaninchen, die erst vor wenigen Tagen umgezogen sind. Es wäre zu viel erwartet, dass da gleich bei allen alles superentspannt ist. Ist ja eine Umstellung und ein Umzug ist immer Stress, zumal bei so reviergebundenen Tieren wie Kaninchen. Dazu kommt das Platzproblem. Du wirst dir dabei ja etwas gedacht haben, aber für mich ist es nicht nachvollziehbar, warum es der Eingewöhnung förderlich sein könnte, sie im Stall zu halten. Geht es darum, dass man als Mensch dann "näher" an ihnen dran ist (z.B. sie besser rausnehmen kann etc.)? Grüße S.
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