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VG: Nachts Gitter? auf Kaninchen Forum

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Kaninchenfreund
 
Registriert seit: 06.07.2016
Beiträge: 309
Firlefanz befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 21.03.2021, 16:56

VG: Nachts Gitter?


Hallo,
nachdem mein Gast-Kastrat nun leider seit Freitag Witwer ist, haben wir gestern eine VG mit den beiden Außenkaninchen gestartet, er darf also hier bleiben. Die Alten: Ein kastriertes Weibchen und ein kastriertes Männchen. Wir haben auf neutralem Grund gestartet, ein Freilauf mit ein paar Kartons als Versteck. Eine normale VG mit Fellflug, aber ohne Schlimmeres. Zunächst recht ausgeglichen, irgendwann saß der Neue aber verängstigt in der Ecke. Aber nicht apathisch, fraß auch. Es gab wenige Jagden und es sah alles ganz ok aus. Da wir nicht die Möglichkeit haben, einen neutralen Ort für längere Zeit zu bieten, mussten wir alle drei Abends ins Nachtdomizil der "Alten" bringen. Es ist ein alter Hühnerstall/Abstellraum mit 3 "Abteilungen" ohne Sichtkontakt, sodass sie sich gut aus dem Weg gehen können. Hat ca 10-12 qm. Habe dem Neuen ein eigenes Häuschen, ein eigenes Klo und eigenen Futterplatz in einem Abteil hingestellt. Dann eine Weile beobachtet. Gab ein wenig Gejage, dann zogen sich die Alten an ihren Lieblingsplatz zurück, der Neue in sein Abteil.

Heute morgen hatte er kaum noch Fell am Hintern, viele kleine Wunden, aber nichts, das genäht werden muss. Sieht natürlich übel aus, aber man soll ja nicht zu früh trennen. Also Bepanthen drauf, Tür zum Freigehege auf (ca 300qm). Minimal Gejage, seitdem futtert der Neue in einer Ecke Gras, das Weibchen macht ihr normales Ding (sich sonnen, grasen, sitzen) und grast auch manchmal ganz friedlich in der Nähe des Neuen. Der scheint sie nicht zu stören.

Mein alter Kastrat sitzt drinnen, ist aber eher Mal fies zu dem Neuen. Ich denke, er würde den Neuen heute Nacht nochmal verprügeln. Das möchte ich ihm eigentlich nicht zumuten. Deshalb meine Idee, ein Gitter am Abteil des Neuen hinzustellen, damit sein Hintern Ruhe hat. Morgen dann wieder alle nach draußen.

Was meint ihr? Jemand noch zusätzliche Ideen?

P.S.: Ich finde, man muss sich je nach Situation nicht haargenau an die Vorgabe des neutralen Ortes halten, man muss nur gucken, ob die Charaktere grundsätzlich miteinander auskommen. Und ich kenne den Unterschied zwischen normalem Gejage und "Ich-bring-dich-um"-Gejage. Ich habe mir also schon was dabei gedacht.



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Kaninchen
 
Registriert seit: 25.01.2016
Beiträge: 2.189
Kaninchenherz28 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 22.03.2021, 15:06

Oje, der Arme. Ich bin mir nicht so sicher, ob ich über Nacht am Gitter trennen würde. Ich hatte schon ein paar Mal Gitter zwischen den Kaninchen und gut war das eigentlich nie.

Beim ersten Mal hat sich Stella das Beinchen gebrochen und war deshalb mit Felix in einem kleineren Teil des Außengeheges, wo sie ihren Fuß schonen sollte. Nebenan lief die Vergesellschaftung zwischen ihrer Schwester Kiki und Neuzugang Jimmy. Die VG hätte mit allen Vieren sein sollen, aber dann kam der Beinbruch dazwischen.
Das Ganze endete damit, dass wir sie zusammenlassen mussten und zu viert auf Stellas drei Schonungsquadratmetern einsperren mussten, weil alle Parteien am Gitter randaliert haben und sich besuchen wollten. Stella hat immer irgendwo ein Loch und er Absperrung gefunden, durch das sie zu den anderen springen konnte - wobei gerade diese Belastung des Beinchen vermieden werden sollte. Letztlich hat sie sich bei der VG wesentlich besser geschont als danach (die VG war aber ziemlich ruhig).

Situation Nr. 2: Die Handaufzuchts-Babykaninchen Nico und Finn sollen Sozialverhalten mitbekommen, haben aber beim VG-Versuch panische Angst vor den erwachsenen Kaninchen. Gleichwohl macht es die Großen wahnsinnig, dass da zwei winzige schwarze Kugeln durch das Gehege laufen. Gut, sollen sie sich am Gitter aneinander gewöhnen... Schlechte Idee. Die kleinen sind neugierig, wenn sie sich nicht gerade panisch verstecken. Die Großen ihrerseits drehen völlig durch, jagen sich gegenseitig und beginnen, am Gitter zu fauchen und zu beißen. Nach einer blutende Babykaninchennase wurde dieser Versuch beendet.

3. Situation: Die mittlerweile sehr groß gewordenen ehemaligen Babykaninchen haben sich nie besonders gut mit Kiki, Stella und Jimmy verstanden. Nachdem ihr Anschluss in der Gruppe gestorben ist und sie immer weniger Anteil am Gruppenleben haben bzw. sogar leicht gemobbt werden, ohne dass Besserung in Sicht wäre, holen wir Nico und Finn in die Wohnung.
Sobald sie getrennt sind, verschlechtert sich das Verhältnis zwischen den beiden Gruppen rapide. Selbst Auslauf Gitter an Gitter funktioniert nicht, weil Nico und Finn ständig versuchen, zu den anderen zu kommen und die anderen drei Beißversuche durch das Gitter unternehmen.

Einige andere User hier haben allerdings, wie ich meine, durchaus positive Erfahrungen mit Gitter-VGs gemacht... Es ist wohl Abwägungssache. Wenn Gitter, dann auf jeden Fall sehr engmaschig.

Gerade temporär unterbrochen VGs können sich aber extrem in die Länge ziehen. Dementsprechend müsstest du abwägen, ob nicht vielleicht eine kurze aber heftige VG doch die bessere Option ist.

Hast du eine Idee, warum dein Kastrat den Neuankömmling nicht mag?



__________________
Liebe Grüße von den Sophie mit Kiki, Stella, Jimmy, Richard, Sissi, Caramel und Heidi!



Kaninchenfreund
 
Registriert seit: 06.07.2016
Beiträge: 309
Firlefanz befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 23.03.2021, 13:15

Hallo und danke für die Antwort.
Ich glaube, für die zwei Nächte war Gitter ganz gut für seinen Hintern. Ich wäge heute Abend ab, ob ich es weglasse. Beißereien am Gitter gibt es nicht, die beiden "Alten" akzeptieren ihn in seinem Bereich und ziehen sich in ihren zurück. Er ist leider manchmal so doof, einfach in ihren reinzuspazieren (wenn das Gitter weg ist) und wird dann verkloppt. Also, er guckt nicht vorsichtig, er latscht da so völlig unbedarft rein.

Inzwischen ist mein altes Männchen nicht mehr so aggressiv ihm gegenüber, dafür aber die Dame. Sie ist eh ziemlich schwierig. Gestern hat sie noch neben ihm gegrast, heute jagt sie ihn wie irre durch den Freilauf. Ich habe diesen jetzt stark verkleinert. Ich glaube, dann jagt sie ihn nicht mehr so.

Eigentlich sieht mir das auch gar nicht mehr wie VG aus. Der Neue hat sich schon deutlich unterwürfig gezeigt, wird aber noch gejagt. Vielleicht ist die Rangordnung aber zwischen den beiden Alten noch nicht geklärt? Als Mensch kann man das vielleicht gar nicht so sehen, wer mit wem was klärt.



 
 
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