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Zahnprobleme auf Kaninchen Forum

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Benutzerbild von Schneekugel
Zwergkaninchen
 
Registriert seit: 04.10.2020
Beiträge: 44
Schneekugel befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 09.03.2021, 19:18

Zahnprobleme


Hallo allerseits,

meine Lola hatte seit ein paar Monaten schon mehrfach Probleme mit den Zähnen. Nachdem die bisherige TÄ immer eher oberflächlich und leider auch falsch behandelt hat, habe ich nach einem wahren Telefonmarathon letzte Woche endlich eine Zahntierärztin gefunden, die einen Termin frei hatte und Lolas Gebiss endlich mal richtig durchgecheckt hat. Sie wurde in Narkose gelegt und mehrere Röntgenbilder gemacht. Dabei kam heraus, dass ein Backenzahn im Unterkiefer schief gewachsen ist und sogar schon ein Loch in ihre Wange gestochen hat. Daraufhin wurde der dann wieder zurecht geschliffen und Lola bekam Schmerzmittel und Antibiotikum, um eine Entzündung des Lochs zu verhindern. Die TÄ meinte dann, dadurch dass dieser Zahn schräg steht, wird er nicht richtig abgenutzt und wird immer wieder Probleme machen. Also wird er wohl weiterhin in regelmäßigen Abständen unter Narkose geschliffen werden müssen. In welchen Abständen das wäre, müsste man sich erarbeiten.
Fürs erste scheint es Lola jedenfalls wieder deutlich besser zu gehen, sie frisst wieder ziemlich normal und ist munter.

Gestern war ich dann aus anderen Gründen mit meinem Kastraten bei unserem aktuellen Haustierarzt (kennt sich auch mit Zähnen aus, ist aber leider aktuell für Zahnpatienten schon ausgebucht). Da habe ich ihn auch noch mal auf Lolas Probleme angesprochen, um seine Meinung zu hören. Und er meinte dann, er fände es sinnvoller den Zahn zu ziehen. Denn mit dem Schleifen behebt man nur die Symptome, aber nicht die Ursache. Und die Ursache, meint er, liegt in der Wurzel, wenn der Zahn schon schief steht. Außerdem sieht er auf Dauer die Gefahr einer Abszessbildung, die im schlimmsten Fall Lolas Todesurteil sein oder zumindest ellenlange Behandlungen nach sich ziehen könnte.

Tja, nun bin ich ziemlich durcheinander. Ich werde die behandelnde Zahn-TÄ auf jeden Fall bei der Nachkontrolle auch mal auf das Ziehen ansprechen. Trotzdem würde mich interessieren ob jemand hier auch schon ähnliche Fälle hatte und was ihr sinnvoller fändet, Zahn ziehen oder möglichst erhalten? Und wenn man ihn erhalten und regelmäßig schleifen würde, wie verhält es sich dann mit dem Risiko? Ich meine ist es denn unbedenklich, sie vielleicht bis ans Ende ihres Lebens alle paar Wochen in Narkose zu legen, gerade wenn sie dann älter wird? Und wie merke ich jetzt am Anfang wann es wieder soweit ist, dass ich nicht zu lange warte und dann wieder ein Loch in der Backe entsteht?

Schon mal vielen Dank fürs durchlesen und antworten!



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Benutzerbild von marinahexe
Moderatorin
 
Registriert seit: 24.10.2010
Beiträge: 24.639
marinahexe befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 09.03.2021, 20:09

Ich würde es wie Dein Haus-Tierarzt sehen. U.U. muss sie alle 2-3 Monate in Narkose gelegt werden, das ist schon jedes Mal ein Risiko.




Benutzerbild von Schneekugel
Zwergkaninchen
 
Registriert seit: 04.10.2020
Beiträge: 44
Schneekugel befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 10.03.2021, 06:39

Hm, stimmt schon. Zumal die Abstände zwischen den Behandlungen bisher immer kürzer wurden. Jetzt ist es zwar endlich mal richtig gemacht, aber ewig hält das ja leider auch nicht.
Wie lange würdest du dann mit dem ziehen warten? Ich weiß ja nicht ob noch eine Narkose in kurzer Zeit so gut wäre. Und wenn es gemacht würde, könnte sie dann normalerweise auch direkt wieder fressen oder dauert das vielleicht ein paar Tage und ich müsste sie zufüttern?




Benutzerbild von dangerschaf
Kaninchen
 
Registriert seit: 16.05.2014
Beiträge: 20.618
dangerschaf befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 10.03.2021, 07:46

Bei der Diagnose und Prognose würde ich den Zahn so schnell wie möglich ziehen, bevor ein Abszess entsteht. Die aktuelle AB Gabe und Heilung des Loches sollte man natürlich abwarten.

Ja, es kann schon sein, dass er nach der OP etwas braucht, um wieder ordentlich zu fressen. Ist ja ein neues Mundgefühl , aber das sollte kein Argument dagegen sein. Eine Abszessbehandlung ist defintiv das größere und langwierigere Übel.



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Benutzerbild von Polly8
Kaninchenfreund
 
Registriert seit: 14.11.2016
Beiträge: 812
Polly8 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 10.03.2021, 09:03

Allerdings muss man auch dazu erwähnen, dass der Gegenzahn aus dem Oberkiefer dann gar nicht mehr abgenutzt wird und seinerseits dann immer weiter wächst und der nächste Zahn wäre der in Vollnarkose regelmäßig geschliffen werden muss.
Also, wenn dann würde ich beide ziehen lassen um dauerhaft Ruhe zu haben




Benutzerbild von Lupine
Kaninchen
 
Registriert seit: 09.08.2009
Beiträge: 19.399
Lupine wird schon bald berühmt werden
Geschrieben am 10.03.2021, 09:15

@ Polly8: Das ist nicht zwangsläufig so. Es gibt auch Fälle, wo die Nachbarzähne den Gegenspieler ausreichend abnutzen.

Das kommt vor allem auf den Stand der Zähne zueinander an (Stellung des Unterkiefers zum Oberkiefer), und schlimmstenfalls provoziert man durch das voreilige Ziehen des Gegenspielers unnötig weitere Zahnkorrekturen oder weitere Extraktionen.

Es gilt also immer den Einzelfall zu betrachten. Ein entsprechend fachkundiger Tierarzt kann anhand des Abnutzungsbildes der Nachbarzähne und der jeweiligen Gegenspieler eine Prognose wagen. Bei uneindeutigem Befund sollte man grundsätzlich abwarten und beobachten.



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Benutzerbild von dangerschaf
Kaninchen
 
Registriert seit: 16.05.2014
Beiträge: 20.618
dangerschaf befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 10.03.2021, 09:28

Es ist wohl auch so, dass sich das Wachstum reduzieren kann, wenn der Gegenspieler fehlt. Von daher ist es nicht unbedingt zwingend beide Zähne ziehen.



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Benutzerbild von Schneekugel
Zwergkaninchen
 
Registriert seit: 04.10.2020
Beiträge: 44
Schneekugel befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 10.03.2021, 10:12

Mein Haus-TA meinte auch, dass er Fälle kennt, bei denen der Gegenspieler nach ca einem halben Jahr nach dem ziehen das Wachstum stark reduziert hätte und dann nicht mehr geschliffen werden musste. Er ist der Meinung es wäre also durchaus möglich, den Gegenspieler drin zu lassen.

Gerade vor einem Abszess hab ich schon wirklich Sorge. Auch wenn die Zahn-TÄ eigentlich meinte, das würde nicht passieren, wenn er regelmäßig geschliffen werden würde? Aber auch die Risiken der ständigen Narkose gefallen mir nicht. Also momentan bin ich auch mehr dafür ihn ziehen zu lassen. Heute ist die Nachkontrolle bei der Zahn-TÄ, ich bin gespannt was sie dazu sagt.




Benutzerbild von Polly8
Kaninchenfreund
 
Registriert seit: 14.11.2016
Beiträge: 812
Polly8 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 10.03.2021, 10:27

Zitat:
Zitat von Schneekugel Beitrag anzeigen
Mein Haus-TA meinte auch, dass er Fälle kennt, bei denen der Gegenspieler nach ca einem halben Jahr nach dem ziehen das Wachstum stark reduziert hätte und dann nicht mehr geschliffen werden musste. Er ist der Meinung es wäre also durchaus möglich, den Gegenspieler drin zu lassen.

Ah ok, dann wurde darüber auch schon gesprochen.
Für mich hat sich das jetzt so gelesen, als wäre nur über den unteren Zahn gesprochen worden.
Und ich wollte darauf hinweisen, dass sich durch das ziehen eines Zahnes noch neue Probleme ergeben könnten.



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Benutzerbild von Schneekugel
Zwergkaninchen
 
Registriert seit: 04.10.2020
Beiträge: 44
Schneekugel befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 10.03.2021, 19:48

Zitat:
Zitat von Polly8 Beitrag anzeigen
Ah ok, dann wurde darüber auch schon gesprochen.
Für mich hat sich das jetzt so gelesen, als wäre nur über den unteren Zahn gesprochen worden.
Und ich wollte darauf hinweisen, dass sich durch das ziehen eines Zahnes noch neue Probleme ergeben könnten.
Ja, zumindest beim Haus-TA hatte ich das gleich angesprochen, als er vom ziehen geredet hat. Das hatte nicht nur oben im Eingangspost vergessen zu erwähnen.


So, der Termin zur Nachkontrolle ist vorbei. Vorab muss ich sagen, ich konnte leider nicht persönlich mit, weil ich arbeiten musste. Deshalb ist meine Mutter zum Termin gegangen und ich habe ihr die Aussagen des Haus-TA aufgeschrieben und mitgegeben. Ich kann also nur aus "zweiter Hand" berichten.
Meine Mutter hat also den von mir geschriebenen Zettel der Zahn-TÄ gegeben und gefragt was sie dazu sagt. Und anscheinend hat die TÄ wohl geradezu "beleidigt" reagiert mit der Aussage "wenn der Haustierarzt meint das besser zu wissen, soll eben er den Zahn ziehen". Meine Güte, dass Tierärzte sich bei Vorschlägen oft gleich so angegriffen fühlen🙄
Das Ergebnis war dann zum einen, dass wir das Antibiotikum noch eine Woche weiter geben sollen, um einer eventuellen Entzündung oder Abszessbildung vorzubeugen. Und in ca 3 Wochen sollen wir noch mal kommen, dann legt sie Lola wieder in Narkose und guckt wie der Zahn bis dahin aussieht. Da hat meine Mutter dann vorgeschlagen, wenn Lola sowieso schon in Narkose liegt, könnte sie doch den Zahn direkt ziehen, wenn es keinen Sinn mehr macht. Daraufhin hat die TÄ wohl vorsichtig zugestimmt mit "Ja, das wäre eine Möglichkeit". Sie hat allerdings darauf hingewiesen, dass es passieren könnte, dass der Zahn abbricht oder das Risiko von Kieferverletzungen bestünde, wenn der Zahn so fest sitzen würde, dass sie mit voller Kraft dran arbeiten müsste.

Tja, soweit der Stand der Dinge. So ganz weiß ich noch nicht was ich davon halten soll. Die Aussagen der TÄ waren ja eher vage, soweit ich das beurteilen kann. Aber zumindest ging es schon mal in die "richtige" Richtung..



 
 
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