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Verdacht auf EC / E. CuniculiHallo, vor ca 4-5 Wochen wurde bei unserem 9 jährigen Albino-Widder eine Entzündung im Außenohr und 3 Tage später auch im Mittelohr diagnostiziert. Baytril & Ohrentropfen hat schnell angeschlagen und zumindest sein Außenohr war schnell wieder ohne Entzündungsanzeichen. Die Tierärztin sieht in diesem Ohr allerdings eine kleine Wucherung. Er hatte darauf hin schnell Gleichgewichtsprobleme, motorische Störungen und eine Schiefstellung von Kopf und Brustkorb bekommen, aber schnell gelernt damit umzugehen. Neben der Behandlung der Ohrenentzündung bekam er auch anfangs eine Spritze Vitamin B, leider hat uns die Tierärztin nicht daruaf hingewiesen weiterhin Vitamin B oral zu geben. Nachdem ich den Hinweis dazu in diesem Forum gelesen habe bekommt er jetzt täglich eine Kapsel Ratiopharm Vit.B-Komplex in Bene Bac und / oder Malzpaste eingearbeitet. Panacur bekommt er seit der ersten Diagnose täglich. Vor 2-3 Wochen haben sich die Symptome verändert, wir haben den Eindruck, dass die motorischen Störungen nicht mehr erkennbar sind, die Schiefstellung von Kopf und Oberkörper hat sich aber massiv verschlechtert. Der Kopf ist jetzt ca 90° gedreht und das eine Auge schaut senkrecht nach oben. Durch die Schiefstellung hat er immer mehr Probleme sich auf den Beinen zu halten. Wenn er draußen im Garten hoppelt sucht er sich auf der einen Seite einen Zaun auf der anderen Seite müssen wir in fast durchgänging stützen damit er nicht umfällt. Einen Termin für ein CT haben wir leider erst in 2 Wochen, mir graußt es schon vor dem Stress des Tierarztbesuchs. Ansonsten ist er außen aktiv sucht Futter und frisst Gras, kommt dort aber auch nicht richtig zur Ruhe. Im Stall geht er gerne in ein kleines Häuschen, das ihm offensichtlich Halt gibt. Dort genießt er die Nähe zu seiner Partnerin und kommt zur Ruhe. Allerdings fällt es ihm nach einer längeren Ruhephase (z.B. über Nacht) schwer die Balance zu finden. Den Weg vom Stall in den Garten findet er nicht mehr selbständig, d.h. wir müssen ihn hin und her tragen. Wir sind jetzt total im Zwiespalt ob wir ihn im Stall in Ruhe lassen sollen und die damit verbundenen Risiken (Muskelschwund, Wundlegen etc) zu akzeptieren oder sollen wir ihn aktiveren, damit er draußen seine Motorik trainiert, was allerdings auch eine echte (sportliche / mentale) Belastung für ihn ist. Hättet Ihr weitere TIpps für uns? Was meint Ihr sollen wir die Aktivierung eher reduzieren und warten bis er die Talsohle durchlaufen hat? Woran erkennen wir dass er auf dem Weg der Besserung ist?
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| Hallo und willkommen wurde das Blut untersucht, ob es EC ist? Wenn es Ec ist würde ich jeglichen Streß vermeiden, dazu gehört natürlich auch, dass er so wenig wie möglich hin und hergetragen wird. Es kann aber auch mit der Ohrenentzündung und der Wucherung zusammenhängen. Ich würde erstmal auf EC testen lassen, wenn noch nicht geschehen Wieso glaubt ihr, er findet den Weg nicht mehr - evtl. will er auch nicht oder traut es sich nicht zu? Kranke Tiere ziehen sich zurück und wollen sich nicht in der freien Natur aufhalten um sich vor Feinden zu schützen Ein früherer Termin war nirgendwo anders zu bekommen? Was sagt das Röntgenbild? Ich kenne natürlich nicht Situation und kann es ohne zu sehen, nicht einschätzen sondern nur Ratschläge geben
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| Wegen der Ratschläge bin ich hier, insofern passt das schon. ;-) Das Blut haben wir nicht untersuchen lassen, da der Test vermutlich eh positiv ist. Er ist schon viel rum gereicht worden insofern bin ich davon überzeugt, dass er die Erreger hat. Ein Röntgenbild haben wir noch nicht. Wir haben eine mobile Tierärztin (ohne Praxis) die zu uns nach Hause kommt, insofern ist das für ihn stressarm und sie sieht die Tiere in ihrer Umgebung. Die hat uns jetzt an die Klinik mit CT verwiesen und ich möchte dem Kleinen einen zweiten TA-Besuch ersparen. Klar eine Ohrenentzündung ist nicht auszuschließen, deshalb möchte die Ärztin ja auch eine radiologische Untersuchung haben. Allerdings ist schon ein deutlicher Unterschied zum Anfang zu sehen als er sich (noch mit gerader Haltung) immer am Ohr gekratzt hat. Das Kratzen hat er auch zu der Zeit eingestellt als die TÄ sagte, dass sie im Außenohr keine Entzündung mehr sieht. Er ist draußen im Garten noch überraschend aktiv und möchte die Umgebung erkunden, klappt aber ned wie er will. Der weg vom Stall in den Garten führt duch einen ca 8m langen Tunnel, den hat er eigentlich immer gut gemeistert, weil die Wände ihm Halt gegeben haben. Als es ihm noch besser ging, hat er sich morgens vor den Tunnel gesetzt und gewartet bis wir den Tunnel öffnen. Jetzt schafft er den Weg zum Tunnel nicht mehr, da dort eine Rampe ist, die ich am Anfang seiner Krankheit abgeflacht habe aber inzwischen selbst das zu steil für ihn ist. Heute ist meine Frau auf die Idee gekommen, die Häuschen, die er im Stall liebt auch raus in den Garten zu stellen. Das ist für ihn ein guter Kompromiss, da kann er sich gut drin verkriechen und er kommt immer mal wieder vor die Tür. Er buddelt auch in der Erde (unter dem Häuschen) fällt dann aber wegen der Unebenheit den Untergrundes immer wieder um. Er fällt quasi in die Grube, die er sich selbst gegraben hat. ;-) Wir haben ihn erst seit 6 Monaten weshalb wir ihn nicht so gut kennen, aber hatten immer das Gefühl, dass ihn das Hochnehmen nicht so sehr stresst und er auf der anderen Seite verkümmert wenn er ganztägig im Stall ist. Die Abwägung fällt mir schwer.
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| Wenn ich von einer menschlichen Mittelohrentzündung ausgehe tut die doch mächtig weh. Bei unserem Kaninchen würde ich mit ziemlicher Sicherheit sagen, dass er keine Ohrenschmerzen hat. Können bei Kaninchen Ohrenentzündungen schmerzfrei oder zumindest schmerzarm sein?
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Nein, aber Kaninchen sind Meister im Verstecken von Schmerzen. Wenn man es sieht, sind die Schmerzen schon sehr heftig.
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__________________ --- "Du mußt sie jetzt sagen, Oder ewig 'rumtragen, Deine Worte: Verzeih! Hätt' ich doch! – Einerlei. Könnt' ich doch noch! – Vorbei." (Reinhard Mey) --- [Danke, Tante Jessi]
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| Ok, gerade weil er ein Widder ist hat er eine größere Chance auf eine Ohrenentzündung. Nachdem er jetzt schon 10 Tage Baytril bekam ist das offensichtlich das falsche Antibiotikum. Im Innenohr bzw Mittelohr wirds schwer einen Abstrich zu nehmen. Es ist so schade, dass wir so lange warten müssen, aber z.Zt. sind bei uns alle Tierärzte überlaufen.
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| Und wie viele „Neu-Halter“ schaffen sich heute noch „Qualzuchten“ (was Widderkaninchen ja sind!) vom „Vermehrer“ an, weil sie mit ihren Hängeohren ja „so süß“ sind.. Die „Folgen“ lesen wir hier täglich. ![]()
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| Unsere Haustierärztin hat nochmal in der Tierklinik angerufen, wir werden morgen rein geschoben und er bekommt ein CT. Müssen ihn aber um 9:30 hin bringen und sie schauen wann sie in rein schieben können. Habe echt Sorgen ihn so lange dort zu lassen und da er schon 9 Jare alt ist auch vor der notwendigen Narkose.
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| Nach Möglichkeit würde ich seine Partnerin mitnehmen. Zu Zweit ist der Streß besser auszuhalten Ich kann deine Sorgen verstehen, aber auch alte Tiere, überstehen eine Narkose. Wichtig wäre festzustellen, was er genau hat, damit man ihm helfen kann und das geht ohne leider nicht. Ich sehe keine andere Alternative, um ihm richtig und dauerhaft helfen zu können
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| Wir haben eine Diagnose. Es ist tatsächlich eine heftige Entzündung des Innenohrs und wir haben den armen Wurm 3-4 Wochen lang falsch behandelt. Der Arzt, der das CT durchgeführt hat, meint, dass er anscheinend keine starken Schmerzen hat, was ich auch so teilen würde, aber der Gleichgewichtssinn ist halt komplett duch den Wind. Er geht davon aus, dass es ihm ähnlich ergeht wie wenn wir seekrank sind, deshalb sollten wir seine Umgebung möglichst dunkel gestalten, damit er keine widersprechende Information vom Seh- und Gleichgewichtssinn bekommt. Das ist vermutlich auch der Grund warum er sich gerne in ein enges Häuschen verkricht, am liebsten zusammen mit seiner Parnterin, die eigenltich gar nicht zusammen da rein passen. Wir haben jetzt zwei dieser Häuschen mit Durchgang zueinander gestellt, dass sie sich auch aus dem Weg gehen können. Auch im Garten genießt er es diese Häuschen unter einer Gartenbank und dort eine große Wolldecke als Schattenspender drüber. In der Narkose wurde ihm eine Probe genommen, in der Hoffnung, dass der Keim identifiziert und ein geeignetes Antibiotikum gewählt werden kann. Das bekommt er vermutlich über einen getränkten Schwamm chrirurgisch an den Entzündungsherd plaziert und dort über mehrere Tage abgegeben. Bedeutet natürlich nochmal je eine Narkose für das Plazieren und Entfernen des Schwamms. Aber wir sind heil froh, dass wir jetzt wissen wo wir dran sind und eine Perspektive für die Behandlung haben.
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| Stichworte |
| e.c., e.cuniculi, innenhor, ohrenentzündung, ohrentzündung |
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