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Berührungsempfindlichkeit im Kieferbereich auf Kaninchen Forum

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Kaninchen
 
Registriert seit: 25.01.2016
Beiträge: 2.189
Kaninchenherz28 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 07.02.2021, 11:10

Berührungsempfindlichkeit im Kieferbereich


Hallo ihr Lieben,

ich versuche, es kurz zu machen.
Finn zuckt und faucht, wenn man ihn im Bereich der linken Backe berührt. Auch, wenn die Berührung nur sehr locker ist, sogar bei Leckerlis oder auch, wenn Nico ihn berührt. Selbst an der Stirn darf man ihn nicht mehr streicheln.
Leider haben wir erst vorgestern bemerkt, dass es davon kommt. Vorher dachten wir, er würde gehäuft Frauchen, weil er die neue Situation mit Innenhaltung noch nicht gewöhnt ist. Außerdem könnte er schon immer gut signalisieren, wenn ihm etwas nicht passte .
Wenn ich zurückdenke, könnte ich mir vorstellen, dass er dieses Verhalten schon einige Wochen zeigt. Sicher bin ich mir aber nicht.

Er hat jedoch keinerlei tastbare Verdickungen, Allgemeinuntersuchung ist ohne Befund, er frisst normal und ist aufgeweckt wie eh und je.

Er bekommt Entzündungshemmer (Verdacht auf Nervenwurzelentzündung, weil sonst nichts festgestellt wurde). Wenn es in den nächsten Tagen nicht besser wird, wird Diagnostik in Narkose durchgeführt.

Irgendwelche Ideen, wo wir anfangen sollen? Zähne anschauen in Narkose und Röntgen wären das, woran ich gedacht hätte. Aber ansonsten? Ich habe noch nie von solchen Symptomen gehört und nicht wirklich eine Idee, was dahintersteckt könnte.

Danke schon einmal!



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Benutzerbild von Honeymouse
Kaninchen
 
Registriert seit: 02.08.2013
Beiträge: 27.916
Honeymouse befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 07.02.2021, 11:52

Definitiv Zähne röntgen, am Besten in mehreren Ebenen, damit die Wurzeln auch ordentlich angeschaut werden können (z.B. rechts und linksanliegend gekippt, da lassen sich alle Wurzeln erkennen).

Könnte ein Wurzelabszess sein, kann eine Wurzelentzündung sein, könnte was holziges sein, was im Zahnfleisch/zwischen den Zähnen steckt und dort weh tut, 'ne Wurzelreizung wodurch er nun eine Schonhaltung einnimmt...


Gute Besserung!



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Kaninchen
 
Registriert seit: 25.01.2016
Beiträge: 2.189
Kaninchenherz28 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 07.02.2021, 13:06

Danke!
Jepp, röntgen ist definitiv geplant.



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Kaninchen
 
Registriert seit: 25.01.2016
Beiträge: 2.189
Kaninchenherz28 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 08.02.2021, 16:24

Finn hat leider starke Schmerzen, ist aber sehr gut im Verstecken. Immer noch frisst er ganz normal, aber er reagiert extrem auf Berührungen. Wir konnten allerdings den Schmerz lokalisieren - er ist beidseitig im Oberkiefer bis unter die Augen.

Schmerzmittel helfen ihm leider nicht, wir haben jetzt schon das zweite, aber in seiner Reaktion auf Berührung ändert sich nichts. Das Schlimme ist, dass die Schmerzmittelgabe ins Mäulchen a sich schon Schmerzen bereitet, weil man ihn dabei mit der Spritze berührt.

Unsere TÄ wollte es erst einmal mit Entzündungshemmern versuchen, weil Narkose für Röntgen etc. ja mit einem gewissen Risiko verbunden sind. Aber so kann das nicht weitergehen. Sobald die Praxis wieder geöffnet hat, werden wir auf ein Röntgenbild bestehen.

Hat eigentlich jemand von euch Erfahrungen mit retrogradem Zahnwachstum? Wir hoffen so sehr, dass es wenigstens nicht das ist.



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Benutzerbild von Honeymouse
Kaninchen
 
Registriert seit: 02.08.2013
Beiträge: 27.916
Honeymouse befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 08.02.2021, 16:30

Bei retrogradem Wachstum kann einschleifen der Zähne helfen. Oder, je nach Zustand, auch das ziehen des betroffenen Zahns, wenn da weitere Wurzelprobleme wie Reizungen, Entzündungen oder Wurzelabzease vorhanden sind.
Fürs Röntgen der Zähne muss es ja aber keine tiefe Narkose sein, da reicht ja eigentlich eine leichte Inhalationsnarkose.

PS: EIN Röntgenbild reicht bei der Zahnwurzelbeurteilung allerdings nicht aus, dafür braucht es mehrere Ebenen



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Registriert seit: 25.01.2016
Beiträge: 2.189
Kaninchenherz28 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 08.02.2021, 16:40

Zitat:
Zitat von Honeymouse Beitrag anzeigen
Bei retrogradem Wachstum kann einschleifen der Zähne helfen. Oder, je nach Zustand, auch das ziehen des betroffenen Zahns, wenn da weitere Wurzelprobleme wie Reizungen, Entzündungen oder Wurzelabzease vorhanden sind.
Fürs Röntgen der Zähne muss es ja aber keine tiefe Narkose sein, da reicht ja eigentlich eine leichte Inhalationsnarkose.

PS: EIN Röntgenbild reicht bei der Zahnwurzelbeurteilung allerdings nicht aus, dafür braucht es mehrere Ebenen
Danke schon einmal für die Information! Das habe ich auch schon gelesen...

Bei Finn wird wahrscheinlich keine leichte Narkose reichen. Glaubt mir, ihr habt noch nie so ein wehrhaftes Kaninchen gesehen. Sogar beim Tierarzt wehrt er sich mit aller Kraft, anstatt sich seinem Schicksal zu ergeben. Ihn alleine still zu halten ist ein Ding der Unmöglichkeit.



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Benutzerbild von Honeymouse
Kaninchen
 
Registriert seit: 02.08.2013
Beiträge: 27.916
Honeymouse befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 08.02.2021, 16:48

Okaaaay, dann vielleicht eher ne Elefantendröhnung



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Benutzerbild von marinahexe
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Registriert seit: 24.10.2010
Beiträge: 24.639
marinahexe befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 08.02.2021, 17:44

Termin zur Zahnbehandlung machen, Tier in Narkose legen, röntgen und dann direkt die Zähne hinterher schleifen oder ziehen. Ist nur 1x Narkose nötig.



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Registriert seit: 25.01.2016
Beiträge: 2.189
Kaninchenherz28 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 08.02.2021, 19:08

Zitat:
Zitat von marinahexe Beitrag anzeigen
Termin zur Zahnbehandlung machen, Tier in Narkose legen, röntgen und dann direkt die Zähne hinterher schleifen oder ziehen. Ist nur 1x Narkose nötig.
Das wäre natürlich perfekt. Ich warte gerade auf den Rückruf einer Praxis. Unsere TÄ hat nur ein altes, analoges Röntgengerät und hat uns deshalb an eine Praxis mit Dentalröntgengerät verwiesen.



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Benutzerbild von marinahexe
Moderatorin
 
Registriert seit: 24.10.2010
Beiträge: 24.639
marinahexe befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 08.02.2021, 19:47

Zitat:
Zitat von Kaninchenherz28 Beitrag anzeigen
Das wäre natürlich perfekt. Ich warte gerade auf den Rückruf einer Praxis. Unsere TÄ hat nur ein altes, analoges Röntgengerät und hat uns deshalb an eine Praxis mit Dentalröntgengerät verwiesen.

Dann würde ich da auch gleich die Zähne machen lassen. Wenn ich Termine beim TA mache, sag ich direkt dabei was gemacht werden soll. Röntgen + Zahn-OP dauert etwas. Lass das Tier dann auch noch etwas in der Praxis und geh in der Zwischenzeit einkaufen.




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Registriert seit: 25.01.2016
Beiträge: 2.189
Kaninchenherz28 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 08.02.2021, 19:50

Zitat:
Zitat von marinahexe Beitrag anzeigen
Dann würde ich da auch gleich die Zähne machen lassen. Wenn ich Termine beim TA mache, sag ich direkt dabei was gemacht werden soll. Röntgen + Zahn-OP dauert etwas. Lass das Tier dann auch noch etwas in der Praxis und geh in der Zwischenzeit einkaufen.
So, endlich eine Praxis mit Dentalröntgengerät gefunden. Leider wird aber nur das Röntgen möglich sein, sonst hätte ich erst nächste Woche einen Termin bekommen. Und bei den Schmerzen will ich ihm das nicht antun.



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Kaninchen
 
Registriert seit: 25.01.2016
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Kaninchenherz28 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 10.02.2021, 22:05

Ich bin euch noch ein Update schuldig.

Heute Vormittag wurde Finn in der Tierklinik abgegeben, zum Röntgen und für etwaige anstehende Zahnsanierungen. Inzwischen ist er wieder Zuhause, putzmunter und frisst auch schon wieder brav.

Das Röntgenbild war (zum Glück?) ohne Befund, er hat sehr schöne Zähne, hieß es. Kleine Zahnspitzen wurden korrigiert. Aber ganz ehrlich, mittlerweile glaube ich, dass man bei jedem Tier Minizahnspitzen finden kann, wenn man lange genug sucht. Die Zähne als Ursache für seine Schmerzen wie auch alle anderen Dinge, die im Röntgen sichtbar gewesen wären, können also ausgeschlossen werden.

Die in der Praxis halten uns jetzt bestimmt entweder für Helikopter-Kaninchen Eltern oder für so dumm, dass wir eine Abneigung gegen Streicheln als krankhaft fehlinterpretieren. Aber es ist doch nicht normal, wenn ein ursprünglich total verschmust und zugängliches Kaninchen bei Berührungen im Bereich des oberen Kiefer zusammenzuckt, faucht, kratzt und beißt?! Außerdem zeigt er die typischen Schmerzsymptome.

Na gut, immerhin wissen wir jetzt, dass es nichts Schlimmes ist. Als mögliche Ursachen bleiben eine Prellung (woher auch immer er die im Gesicht haben sollte) oder ein blauer Fleck bzw. psychische Ursachen.



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Benutzerbild von Polly8
Kaninchenfreund
 
Registriert seit: 14.11.2016
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Polly8 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 11.02.2021, 10:43

Was mir dazu aus der Humanmedizin einfällt ist eine Trigeminusneuralgie.

Ich weiß aber nicht, ob die auch bei Kaninchen vorkommen kann.
Vermutlich wird es dazu keine oder kaum Beschreibungen geben, denn solange ein Tier normal frisst dürfte sodas kaum einem Besitzer auffallen und wenn doch, endet dann die Diagnostik wenn die Röntgenbilder komplett ohne Befund sind.
Aber evtl kann deine Schwester mal in die Richtung nachforschen, ob so etwas bei Kaninchen bekannt ist.




Kaninchen
 
Registriert seit: 25.01.2016
Beiträge: 2.189
Kaninchenherz28 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 11.02.2021, 13:34

Das hat meine Mutter tatsächlich schon vorgeschlagen! Das könnte natürlich sein, aber behandeln kann man es nicht, oder?



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Benutzerbild von Polly8
Kaninchenfreund
 
Registriert seit: 14.11.2016
Beiträge: 812
Polly8 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 11.02.2021, 13:45

Bei Menschen wird es mit Antiepileptika behandelt




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Kaninchenherz28 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 13.07.2021, 22:00

Ein kleines Update von uns: Die Schmerzen waren eine Zeit lang wesentlich besser, aber sie kommen in regelmäßigen Abständen wieder. Teilweise geht es ihm morgens total gut und abends ist er wieder empfindlich. Es scheint allerdings nicht unbedingt das Kiefer selbst zu sein, sondern selbst eine Berührung bei den Tasthaaren führt dazu, dass er zusammenzuckt und faucht.

Wie bereits oben geschrieben - Röntgen ohne Befund, Schmerzmittel und Entzündungshemmer zeigen keine Wirkung.

Laura glaubt, dass es vielleicht eine chronisch wiederkehrende Entzündung bzw. Reizung der Tasthaarfollikel oder eine Schub weiße verlaufende Autoimmunerkrankung sein könnte. Aber sind Autoimmunerkrankung bei Kaninchen überhaupt bekannt?



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