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Vorstellung Riese und ZwergHallo, ich habe hier schon ein paar Beiträge im Forum gepostet, aber die ordentliche Vorstellung stand noch aus und wird jetzt nachgeholt. Zunächst mal fällt mir auf, dass mein Username irreführend ist, denn wir haben eine RiesIN und einen Zwerg (eher eine mittelgroßer Mix, kein Farbenzwerg). Aber mal von Anfang an.... Wie kamen wir auf Kaninchen? Wie wohl fast alle Kinder wünschten sich auch unsere beiden (9 und 12 Jahre alt) sehnlichst Haustiere, aber wir Eltern waren eigentlich beide dagegen. Zwischendurch habe ich mal mit Hühnern geliebäugelt, aber mich dann von den ganzen Krankheiten und Parasiten, über die ich las, abschrecken lassen. Außerdem stand mein Mann da nicht hinter, da wäre dann alles an mir hängen geblieben. Einen Hund hätte ich mir theoretisch auch vorstellen können, aber wenn man das "richtig" machen möchte, ist das ja eigentlich erst mal so wie ein drittes Kind. Außerdem lehnte mein Mann das grundweg ab, und ich konnte mir auch nicht vorstellen, die Häufchen einzusammeln. Dann übernahm meine Tochter letzte Weihnachten für 1 Woche die Versorgung der Kaninchen ihrer Freundin und wir unterstützten sie dabei. Danach sagten wir uns, dass DAS etwas wäre, was wir hinbekommen könnten und wo wir alle auch dran Freude hätten. Wie war der Weg dorthin? Nachdem Anfang des Jahres die Entscheidung gefallen war, Kaninchen zu halten, dachten unsere Kinder natürlich, dass wir spätestens im Frühjahr dann unsere Tierchen hätten. Mein Mann hatte aber die Devise ausgegeben "es darf nicht in Stress ausarten", und ich selbst bin jemand, der sich erst mal gründlich überall einliest. Also wurde erst mal geplant, gesurft und den Kindern Vorträge gehalten, und mit Corona begann dann unsere etwa 5-monatige Bauzeit:
Außerdem ist vor ein paar Wochen noch eine ca. 4,5 qm große Fläche auf unserer Wiese dazu gekommen, auf die sie unter Aufsicht dürfen (nicht ausbruchsicher), wenn ich länger im Garten bin. Dafür hatten wir von Anfang an schon eine abschließbare Klappe in das Kriechgehege gebaut, und ich hoffe, im Sommer werden wir diese Fläche noch etwas vergrößern. Das Gras war ganz schnell verschwunden von der Freifläche und sie ist mittlerweile auch zu einem Drittel mit durchsichtigem Wellplastik überdacht, weil wir die Kloschalen dorthin stellen mussten. Das ist eben der Ort, den die beiden (nach einmaligem Benutzen der Toilette an der von uns ausgesuchten Stelle) für ihr Geschäft gewählt haben - die äußerste Ecke des Geheges. Jetzt aber endlich zu den Tieren! Immer weiter nach hinten schoben wir deren Ankunft, weil sich einfach alles viel länger hinzog, als erwartet, aber bei zwei berufstätigen Eltern und Homeschooling war einfach nicht mehr drin. Aus "Ostern" wurde "vor den Sommerferien", dann "nach den Sommerferien", dann "bis zu Deinem Geburtstag".... Ich hatte immer mal wieder auf die Seiten der umliegenden Tierheime geschaut, aber da wir ja nicht wussten, wann wir fertig würden, wollte ich auch nicht schon einfach zu früh los, wenn wir die Tiere gar nicht hätten mitnehmen können. Anfang September fuhren wir dann einfach mal ins örtliche Tierheim, wo es natürlich nicht genau die Tiere gab, die die Kinder sich wünschten. Statt dessen viele noch sehr junge Tiere, die noch ein paar Wochen im Tierheim bleiben sollten, oder Rammler, die noch die Kastrafrist absaßen, oder ein Kaninchen, dem demnächst die Frontzähne gezogen werden sollten... - also kein Anfängertier. Mein Sohn wollte unbedingt einen schwarzen Zwergwidder, meine Tochter einen Farbenzwerg. "Ich habe auch noch ein paar Deutsche Riesen", so die Tierpflegerin. ich: "Hm, also so große Tiere wollten wir eigentlich nicht. Die brauchen ja auch viel Platz." sie: "Wie groß ist das Gehege denn? 13 Quadratmeter? Das ist doch super, kommen sie mal mit". Das Ende vom Lied, mein Sohn verliebte sich in die schwarze Riesin EMILIA (damals 18 Monate alt, aus einer Zuchtauflösung), die zu dem Zeitpunkt alleine im Gehege war und noch zwei Wochen im Heim bleiben musste, weil nicht klar war, ob sie ggf. gedeckt worden war. Meine Tochter fand die ganzen Minis süß, die aber z.T. noch gar nicht ganz ausgewachsen waren. Wir gingen erst mal wieder... Ein paar Tage später fuhren wir noch mal hin, besuchten Emilia und "reservierten" sie. Für ein zweites Tier konnten wir uns noch nicht entscheiden. Am Wochenende drauf, der nächste Besuch. Während wir am Eingang warteten, dass wir zu Emilia dürfen, brachte eine Frau sehr traurig einen Rammler zurück, mit dem sie 3 Wochen lang eine Vergesellschaftung versucht hatte, der für ihre alte Dame aber einfach zu quirlig und forsch gewesen war. Kaj war 8 Monate alt und im Tierheim geboren. Meine Tochter schaute in die Tragebox und rief "Wie süß, den möchte ich!" Das Tierheim übernahm die Zusammenführung, und nach einer knappen Woche kam der Anruf: "Sie können Emilia und Kaj morgen nach Hause holen". Seit 15. September nun wohnen die beiden in unserem Gartengehege. Wie geht's Kaj und Emilia? Also.... die große Liebe ist es bisher nicht zwischen den beiden. Sehr selten sieht man sie mal wirklich eng beisammen liegen, manchmal putzen sie sich gegenseitig. Häufig verjagen sie sich gegenseitig vom Futterteller oder klauen sich das Futter aus den Mäulern. Schon mal finde ich auch Fellbüschel im Gehege, immer von Emilia, obwohl sie eigentlich dominanter wirkt als er. Vielleicht lassen wir uns aber auch von der Größe täuschen... Ihr großes gemeinsames Projekt ist die Buddelei. Schon nach wenigen Tagen fing Emilia damit an, dann machte Kaj weiter. Sie buddelten sich am Rand des Geheges entlang, der Gang stürzte aber nach Dauerregen teilweise von selbst wieder ein. Große Aufregung... Vor ca. vier Wochen jagten sie uns einen Riesenschrecken ein, als sie plötzlich zum Abendessen nicht angehoppelt kamen. Da Emilia unglaubliche Mengen verdrückt und IMMER essen kann, machte ich mir direkt Sorgen. Nach ca. 1 Stunde fing mein Mann an, nach ihnen zu graben und fand sie nach einer weiteren Stunde in der gegenüberliegenden Ecke vom Höhleneingang, ganz tief unten. Unserem Eindruck nach hatte der kleine Kaj das letzte Stück bis zur unterirdischen Wand gegraben, Emilia war hinterhergekrochen und steckte dann fest, weil der Gang für sie zu eng war, versperrte Kaj aber gleichzeitig auch den Ausgang. Sie waren noch den ganzen nächsten Tag ziemlich verstört und aßen kaum. Erst am übernächsten Tag war wieder alles in Ordnung. Ich nahm mir vor, die Tunnel regelmäßig zuzuschütten/einstürzen zu lassen, aber das ist gar nicht so einfach in einem Gehege, in dem man nicht stehen kann, während um einen herum zwei Kaninchen wuseln und ungehalten an einem herumzupfen. Sie buddeln also fröhlich weiter und gestern Abend kam Emilia schon wieder nicht zum Essen, während Kaj ganz still im Gehege saß und - scheinbar - Wache hielt. Diesmal wartete ich nicht so lang und fing ziemlich bald an zu graben, aufmerksam und ruhig beobachtet von Kaj, und schon nach kurzer Zeit kam Emilia mir entgegen. Es wirkte allerdings überhaupt nicht so, als habe sie festgesteckt, im Gegensatz zum letzten Mal kam sie auch mit der Nase nach vorn zum Vorschein, nicht rückwärts. Gleichzeitig schienen sie aber auch nicht böse, dass ich noch ein bisschen weiter den Gang freilegte, im Gegenteil, sie schaffte die herunterfallende Erde fort. Ich verstehe es gar nicht. Vielleicht ist der Bau auch einfach wirklich ihre Schlafhöhle, wenn es sehr kalt ist. Die Schutzhütte nutzen sie bisher eigentlich gar nicht, nur Emilia kommt gelegentlich Mittags mal daraus hervor. Trotzdem ist es schon sehr ungewöhnlich, wenn Emilia gar nicht zum Essen kommt, weswegen ich es schon seltsam finde, dass sie genau zur Abendessenzeit offenbar ein Nickerchen hielt. Ich habe sogar schon überlegt, ob sie vielleicht unbemerkt trächtig war und geworfen hat, aber das wäre sowas von unwahrscheinlich, denn Kaj ist ja kastriert und ich hab heute mal am Bauch gefühlt, da müsste ich ja wenigstens irgendwie geschwollene Zitzen fühlen. Und sie wäre ja dann sicherlich auch nicht so entspannt gewesen, als ich an ihrem Bau rumgegraben habe. Nestbauaktivitäten habe ich auch keine beobachtet. Außerdem leben sie ja schon zweieinhalb Monate zusammen, da hätte ja schon längst was passieren können... Und wer kümmert sich? Schon ich am meisten. Alle 2-3 Tage mache ich die Klos sauber, ca. 1x die Woche fege ich das Gehege, ich lasse die beiden auf das Wiesenstück, ich schleppe zentnerweise Gemüse und Salat an... und auch mein Mann bringt häufig das Futter raus und setzt sich zu den Tieren. Die Kinder gehen meistens vor der Schule zu ihnen, nachmittags ist es momentan eher "nach Lust und Laune". Ich glaube aber, das wird im Sommer wieder mehr. Meinen Sohn habe ich dazu verdonnert, auch einmal in der Woche Gemüse zu holen, meine Tochter hilft mir gelegentlich bei den Kloschalen. Und am Wochenende müssen sie mindestens einmal das Frühstück bringen, denn ich schlafe gern aus, die Kinder sind eh wach, und die Tiere möchten natürlich nicht 2 Stunden später als unter der Woche ihr Frühstück haben... Bisher finde ich es gut wie es ist, denn die beiden machen mir sehr viel Freude, so dass ich die zusätzliche Arbeit nicht schlimm finde. So, das war sehr ausführlich, aber nun seid Ihr komplett informiert ![]()
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| Hallo Talula, danke für die Grüße! Ich werde unbedingt noch Bilder nachreichen, denn für mich sind es natürlich die schönsten Tiere weit und breit und ich habe jede Menge Bilder. Die muss ich nur erst noch von meinem alten Handy runterziehen. Ja, sie sind geimpft, sie kommen ja aus dem Tierheim. Myxo, RHD 1 u. 2. Wir haben Impfpässe vom Heim bekommen, und da war mir aufgefallen, daß beide einmal mit abgelaufenen Impfstoff geimpft worden waren. Habe erst beim damals impfenden Arzt und dann bei der TÄ meines Vertrauens nachgefragt. Es ist aber alles in Ordnung, da man noch Mal nachgeimpft hatte. Mir fiel es schwer, die Stoffe und Fristen zu interpretieren. Im April sind sie wieder dran. Das mit dem Buddelgehege würde ich inzwischen wohl nicht mehr so machen. Lieber eine Buddelkiste hinstellen und den Drahtstopper schon in 30, 40 cm Tiefe verlegen. So haben sie was zum abreagieren UND einen Bereich mit Naturboden. Wobei ich mir da auch wegen der Hygiene nicht mehr so sicher bin.... Auf dem Pflaster haben sie glaube ich nicht ein einziges Mal hingemacht, aber auf der Erde wird auch häufiger neben die Toilette geköttelt und gepullert. Es ist jetzt nachträglich aber schwer, das alles wieder zu ändern, da müsste man den Überbau noch Mal abbauen, weil wir in dem Teil mit der Erde nicht stehen können. Also lieber regelmäßig das Werk der beiden zerstören.... Schöne Grüße!
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