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Hab auch Vgesellschaftungs-Fragen auf Kaninchen Forum

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Ninchen
 
Registriert seit: 07.10.2018
Beiträge: 21
HerbertE befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 22.11.2020, 11:01

Hab auch Vgesellschaftungs-Fragen


Guten Morgen, lies fast alle Beiträge über vergesellschaftung, bin aber trotzdem ratlos:
Hatte 2 Geschwister-Häsinnen, sind aus dem Tierheim, über 2 Stationen vor ca. 3 Jahren bei mir gelandet, genaues Alter unbekannt, lt. Tierärzten mittleres Alter. Sind frei im 400 m² Garten, nachts in einem großen Hasenhaus (Marder!)
Eine ist leider vor 3 Wochen gestorben, jetzt bin ich auf der Suche nach einem Partner für Blacky (chronisch schnupfig, sonst jedoch gesund).
Alle Tierheime sind wg. Corona zu. Von einem Bekannten wurde ein Platz für einen jungen Rammler gesucht, angeblich 6 Monate alt und unkastriert. Rammler geholt und gleich beim Tierarzt abgegeben. Anruf nach 10 min.: Ist eine Häsin!!
Naja, hab trotzdem Vergesellschaftung gestartet, im vorbereiteten neutralen Revier im Dachraum, 12 m², gestaltet nach allen Empfehlungen aus dem Forum.
So, der Ablauf (Nenne sie Einfachheit halber Alt und Neu):
Kurz beschnuppert, dann jagt Alt Jung, mit Ruhe- und Fress-Pausen. Nach 3 Tagen schien alles geklärt, Jung putzt Alt (Alt scheint es zu genießen) Augen, Nase und Ohren. Alt putzt Jung kaum (war aber auch mit ihrer Schwester schon so).
Dann in den Garten gebracht (Hasenhaus mit Essigwasser general-gereinigt). Beide erkunden den Garten, Alt erkennt ihre Hotspots gleich wieder. Schien alles in Ordnung.
Dann ging es plötzlich ganz wild zu. Jung darf sich Alt kaum nähern, wird sofort gejagt. Und jetzt das Drama: Alt verausgabte sich dabei so, dass ihre Atemwege jetzt offenbar so verschleimt sind, dass sie kaum noch Luft bekommt. Traute mich jetzt die 2 natürlich nicht über Nacht ins Hasenhaus zu sperren.
Also zurück ins neutrale Revier. Dort geht’s wilder als an den ersten Tagen zu. Jung darf Alt von vorne putzen, sobald sich Jung aber von hinten oder der Seite nähert (wirkt auch nicht aggressiv), geht’s rund!
Alt zieht sich etwas zurück, braucht extrem lange Pausen zum Erholen, kommt aber zum (auch gemeinsamen) fressen.
Jung lahmt mit einer Vorderpfote, bewegt sich aber sonst frei und unbekümmert herum und putzt sich auch. Hab fast den Eindruck, dass es für sie ein Spiel ist, da viel flinker und ausdauernder.
Außer Fellbüscheln bei beiden aber keine sichtbaren Bißverletzungen.
Soll ich sie noch zusammenlassen? Hab echt Angst, dass Alt das nicht mehr übersteht (Herzinfarkt oder ersticken, keine Ahnung…), sie leidet sehr.
Habt Ihr da evtl. Tips für mich?

Grüße,
Herbert



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Benutzerbild von Keksdame
Zwergkaninchen
 
Registriert seit: 09.01.2019
Beiträge: 121
Keksdame befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 22.11.2020, 13:09

Hallo Herbert,


deine Ausgangssituation mit zwei Häsinnen und eine davon Schnupferin ist etwas schlecht. Wenn deine ältere Häsin durch den Vergesellschaftungsstress Schnupfenprobleme bekommt würde ich sie trennen und zum TA. Erst wenn deine ältere Häsin fit genug ist würde ich die VG weiterführen.


Das Platzangebot in dem neutralen Revier ist gut. Ich würde sie dann aber über längere Zeit (mehrere Wochen) nur in eben diesen Revier lassen. Sobald es in ein neues Revier geht wird es wieder Revierkämpfe geben das ist normal.



VGs brauchen oft viel Geduld. Wenn es sich so entabliert das immer nur einer jagt und der andere wegläuft (unterwürfig ist) pendelt sich das mit der Zeit ein und irgendwann dulden sie sich und werden auch Freunde. Bei Mädels wird es aber immer wieder mal zu Reibereien kommen. Solange es kein aktiver Kampf ist und genügend Platz zur Verfügung steht legt es sich ohne das jemand verletzt wird.

Bei einem aktiven Kampf (wenn keiner locker lassen will) musst du sie trennen! Es wird zu Verletzungen kommen. Soweit darf es nicht kommen.



Gruß Keksdame




Ninchen
 
Registriert seit: 07.10.2018
Beiträge: 21
HerbertE befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 22.11.2020, 17:48

Servus, Lage hat sich heut tagsüber mal beruhigt. Klar, Alt hat noch Probleme mit der Luft und Neu einen hoffentlich nur verstauchten Fuß (tritt nur vorsichtig auf). Beide pflegen eigenes Fell, und fressen geht nebeneinander. Mal sehen, wie´s bei Dämmerung und in der Nacht wird...
Und ich hab mich auch wieder etwas beruhigt...werde aber Morgen TA kontaktieren.
Danke für Tips!!
Grüße,
Herbert




Ninchen
 
Registriert seit: 07.10.2018
Beiträge: 21
HerbertE befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 15.12.2020, 08:12

Servus, Zwischenbericht und Fragen:
Nach 3 ½ Wochen im neutralen Bereich im Dachboden: Sie sitzen/kuscheln nun schon gern beisammen (nur alle paar Tage kleine vereinzelte Fellbüschel). Alt fordert Neu zum Putzen von Nase, Augen, Ohren und genießt es auch. Aber sobald Neu bei der Fellpflege zu weit über den Rücken bzw. zu nah zum Hinterteil kommt, habe ich den Eindruck, dass die Neue die Alte dann berammeln will, und das duldet sie nach meinen Beobachtungen keinesfalls, und macht einen Sprung weg!!! Gejagt wird dann aber nicht mehr.
Auch Neu fordert Alt zum Putzen, sie ist da aber recht sparsam und beschränkt das immer nur auf Nase und Augen (hat sie aber bei voriger Partnerin auch so gehalten). 2 mal hab ich beobachtet, dass Alt Jung berammelt, und sie hat das auch geduldet.
Kann ich daraus schließen, dass Alt nun die Chefin ist?

Nächste Frage: Wann wieder zurück ins alte Revier? Am Dachboden hat es 16-17°, noch wäre es draußen mild.
Soll ich sie zunächst nur ins Hasen-Haus geben? 6,5 m² Auslauf am Boden mit Pflaster, Wiese und Buddelmöglichkeit, 1. und 2. Etage mit je 1,5 m² und je 2 Auf-/Abgängen. Am Boden könnte ich wieder Kartons (mit 2 Ausgängen) platzieren. Nachts müssen sie sowieso rein wg. Marder.
Denke, dass Alt ihr Haus wiedererkennt und evtl. noch mal versucht Neu zu vertreiben?
Tagsüber vielleicht dann nur einen ca. 30 m² Freilauf ums Hasen-Haus, und erst später wieder den ganzen Garten (400 m²)?
Bin verunsichert, möchte alles unternehmen, um die Reibereien so gering wie irgendwie möglich halten. Wenn sich Alt zu sehr verausgabt, bleibt ihr sofort wieder die Luft weg, sie checkt das aber erst, wenn sie wg. Atemnot praktisch umfällt. Dass ist kein schöner Anblick und das möchte ich unbedingt vermeiden!!
Oder soll ich sie doch noch am Dachboden lassen? Ist es ein Problem, wenn es dann später draußen wirklich kalt wäre? Obere Etage Hasen-Haus ist leicht temperiert (ca. 5-10°). Dort war auch immer der Lieblingsplatz von Alt.
Was meint ihr?
Grüße,
Herbert




Moderator
 
Registriert seit: 20.02.2019
Beiträge: 3.859
4Chaoten befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 16.12.2020, 19:37

Schwierig zu sagen, wenn "Alt" noch schwächelt wegen Schnupfen und es jetzt gerade einigermassen funktioniert, würde ich sie nicht umsetzen


Wird sie behandelt, wird sie mit z. B. Rodicare Pulmo oder inhalieren unterstützt?
Wurde der Schnupfen überhaupt mal behandelt mit AB und Stärkung Immunsystem?




Ninchen
 
Registriert seit: 07.10.2018
Beiträge: 21
HerbertE befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 17.12.2020, 08:00

In den 3 Jahren schon mehrmals beim TA (2 verschiedene), 2 x Therapie mit AB und was dazu. Beide TA waren sich einig, wenn sie gut damit leben kann, eher nicht zu viele Behandlungen. Ihr Schnupfen ist immer nur ein Problem, wenn es Stress gibt, und da gehört TA, Medikamentenverabreichung, hochheben, Transport, Übersiedlung und Vergesellschaftung dazu. Rodicare Pulmo und Inhallation kann ich probieren, müsste halt wiederum überlegen, wie das stressfrei gehen könnte.
Werde dann mit Rückübersiedlung noch etwas zuwarten...
Danke an alle für Hilfe!
Grüße
Herbert



 
 
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