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Vergesellschaftung zweier Paare auf Kaninchen Forum

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  • 1 Post By Polly8

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Ninchen
 
Registriert seit: 10.11.2020
Beiträge: 2
vanylle befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 10.11.2020, 16:04

Vergesellschaftung zweier Paare


Hallo,
Erstmal hoffe ich, dass es euch allen gut geht!
Ich eben gesehen, dass es hier schon einen Post mit ähnlichem Titel gibt, hab den auch gelesen nur leider bin ich mir nicht sicher ob mir das weiterhilft.
Die Lage ist so, ich habe seit März 4 Kaninchen. Davor waren es 3 und ich muss leider zugeben, dass zu dem Zeitpunkt zwei zusammen waren und eins alleine. Getrennt durch ein Gitter. Mir ist klar, dass das nicht die sinnigste Art ist, jedoch hat meine Mutter nach 2 Tagen der "vergebungslosen" Vergesellschaftung einfach meinen Stiefvater ein Gitter zwischen die Gehege bauen lassen. Ihr ging das ganze nicht schnell genug, dass das Zeit braucht wollte sie beim besten Willen nicht verstehen.



Als im März dann das vierte Kaninchen dazu kam hab ich mich durchgesetzt und das Kaninchen (K1) das alleine ist mit dem neuem (K4) vergesellschaftet. Ich gebe hier nun einen Fehler zu, es war kein neutraler Boden. Es hat aber trotzdem nach einer Woche super mit den beiden geklappt worüber ich echt erleichtert war. An der Stelle geb ich gleich noch einen weiteren Fehler zu: Ich habe sie nachts getrennt. Durch das Außengehege hatte ich nicht die Möglichkeit nachts ständig nach den beiden zu schauen, also hielt ich das für das beste. Nachdem sie sich nicht mehr stöndig geprügelt haben (waren ca 5 Tage) hab ich sie auch nachts zusammengelassen.



Kommen wir zum hier und jetzt. Wir haben vor kurzem ein Wintergehege im Schuppen fertig gemacht mit dem Ziel, sie alle zu vergesellschaften. Da aber K1 vor kurzem eine Op hatte habe ich damit etwas gewartet, sie standen zwar alle schon im gleichen Raum, hatten aber noch keinen Zuganz zueinander. Am Samstag hab ich dann alle Türen aufgemacht und sie konnten sich beschnuppern. K4 ist dann ziemlich schnell auf K2 und K3 los, als K1 sich raustraute auch auf K1. Das hat mich wirklich gewundert. Ich hab sie dennoch den ganzen Tag zusammen gelassen und abends getrennt, das ganze ging bis heute. Heute hat K3 geblutet und ich hab dann beschlossen sie erstmal zu trennen. Ich bin mir sehr unsicher ob ich sie einfach jetzt weiter zusammen lassen soll oder wieder ein Gitter zwischen ihnen ziehe.



Zu den Kaninchen:

K1 ist weiblich, nicht sterilisiert und die älteste 9/10 Jahre

K2 ist auch weiblich, nicht sterilisiert und 7 Jahre alt
K3 ist männlich, kastriert und auch 7, zusätzlich sind er und K2 Geschwister
K4 ist auch männlich, kastriert und 7/8 Jahre alt


Randinfo: Gestern war ich bei der Tierärztin und habe sie nach Tipps gefragt, sie sagte mir, dass es zwischen den weibchen immer wieder zu kämpfen kommen wird wenn sie nicht sterilisiert sind. Hat hier jemand erfahrung damit? Ich glaube nicht, dass sich eine sterilisation der Weibchen noch lohnen würde.

weitere Randinfo: Ich habe leider keine Möglichkeit die Vergesellschaftung auf neutralem Boden auszuführen. K1 ist nur am buddeln und hat sich auch schon mal ausgebuddelt und leider verbietet mein Stiefvater mir sie im Haus zu vergesellschaften.
Vielleicht hat jemand von euch hier die "rettende" Idee.


Ich hoffe wirklich sehr, dass mir hier niemand Vorwürfen machen wird. Ich weiß, dass ich unglaublich viele Fehler bei den Vergesellschaftungen gemacht habe und ich würde diese auch nicht mehr machen, wenn ich alleine wohne.


Liebe Grüße und bleibt gesund,

Vany



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Benutzerbild von Polly8
Kaninchenfreund
 
Registriert seit: 14.11.2016
Beiträge: 812
Polly8 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 10.11.2020, 16:38

Zitat:
Zitat von vanylle Beitrag anzeigen

Randinfo: Gestern war ich bei der Tierärztin und habe sie nach Tipps gefragt, sie sagte mir, dass es zwischen den weibchen immer wieder zu kämpfen kommen wird wenn sie nicht sterilisiert sind. Hat hier jemand erfahrung damit? Ich glaube nicht, dass sich eine sterilisation der Weibchen noch lohnen würde.

Hallo und Herzlich willkommen hier im Forum.


Zuerstmal, um am Hormonstatus und damit evtl am Verhalten der Weibchen etwas zu ändern müssten sie kastriert und nicht sterilisiert werden.
Bei einer Sterilisation wird das Weibchen durch Unterbrechung der Eileiter nur unfruchtbar gemacht, aber Gebärmutter und Eierstöcke bleiben im Kaninchen, der Hormonstatus und das Verhalten ändern sich hier nicht.
Bei der Kastration werden die Eierstöcke und idR auch die Gebärmutter entfernt.


Ich persönlich würde Weibchen nur kastrieren lassen, wenn es entweder medizinisch notwendig ist (Tumore, Zysten, Entzündungen etc) oder das Weibchen wirklich unter seinen Hormonen leidet (ständige Scheinschwangerschaft und Nestbau, Unruhe, ständige Hitzigkeit)
Eine so große OP in dem Alter ist nicht risikolos und es gibt keinerlei Garantie dafür, dass die beiden Weibchen sich nach einer Kastration besser verstehen.


Wenn ich richtig gelesen habe, waren es hier ausserdem die beiden Rammler (K3 und K4) die heftiger aneinander geraden sind und nicht die Weibchen.


Also bevor ich eine Weibchenkastra in Erwägung ziehen würde, würde ich erst an allen anderen Stellschrauben drehen.



Prinzipiell ist die Kombi 2 Weibchen, 2 Männchen und alle im ungefähr gleichen Alter gar nicht schlecht. Ich denke da bestehen bei ausreichendem Platzangebot gute Chancen, dass das noch klappen wird.



Könntest du evtl das Gehege im Schuppen, wo du vergesellschaften möchtest mal näher beschreiben?
Wie groß ist es insgesamt? Gibt es ausreichend Versteckmöglichkeiten und Rückzugsräume?
Am besten wäre ein Foto.



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Ninchen
 
Registriert seit: 10.11.2020
Beiträge: 2
vanylle befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 10.11.2020, 20:25

Hallo Polly,
Danke für deine schnelle Antwort.
Das Gehege ist insgesamt um die 8-9 quadratmeter groß, an 2 Wänden stehen jeweils Ställe die beide ca 1 Meter breit sind und ungefähr 30-40cm lang. Der eine Stall steht erhöht und kann über eine Leiter erreicht werden. Bei dem anderen können die Kaninchen direkt raushoppeln, bei diesem hab ich auch immer beide Türen auf. Kleine Häuser hab ich bestellt, die sind aber leider immer noch nicht da, unsere Zoohandlung hat leider nur zu kleine Häuser oder nur Häuser mit einem Eingang. Ein Foto kann ich leider erst morgen machen.

Das mit der Sterlisation und Kastration ist gut zu wissen!


Liebe Grüße und bleib gesund!




Benutzerbild von Polly8
Kaninchenfreund
 
Registriert seit: 14.11.2016
Beiträge: 812
Polly8 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 11.11.2020, 10:11

Hallo,


wichtig, und das ganz besonders bei einer VG, ist, dass es nirgendwo Sackgassen gibt.
Alle Häuschen und auch die beiden Ställe sollten mindestens 2 Ausgänge haben.
Die Tiere sollten Platz haben sich im Kreis jagen zu können und auch zwischendurch mal in ein Versteck flüchten können ohne in eine Sackgasse zu geraten. Also auch der Stall mit der Leiter braucht einen zweiten Ausgang mit ggf zweiter Leiter, durch den ein Tier nach draussen flüchten kann ohne einem anderen Tier zu sehr nahe kommen zu müssen. Wenn das nicht möglich ist, den Stall für die VG besser ganz verschließen.
In einem trockenen Schuppen kannst du übrigens auch einfach Pappkartons als Häuschen benutzen, in die du 2 Eingänge schneidest.


Und du solltest mehrer Futterstellen und Wassernäpfe verteilen, damit möglichst jedes Tier mal zum Fressen kommt.
Ich hatte bei meiner VG auch jeweils etwas Futter in den Kartons verteilt, dass ermöglicht einem gejagten Tier auch mal mit Sichtschutz was fressen zu können, ohne dass die anderen das mitbekommen und meinen es vom Futter verjagen zu müssen.





8-9 qm für 4 Tiere finde ich persönlich ok würde aber dann schauen, dass ich ihnen noch einen Auslauf für tagsüber an den Schuppen anbaue.




Benutzerbild von Polly8
Kaninchenfreund
 
Registriert seit: 14.11.2016
Beiträge: 812
Polly8 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 11.11.2020, 10:11

Hatte es eigentlich einen bestimmten Grund, dass K1 vorher von K2 und K3 getrennt gelebt hat?



 
 
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