 | Moderatorin | | Registriert seit: 24.10.2010
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Geschrieben am
06.11.2020, 15:25
| | | | Ich kopier Dir mal schnell ein paar Passagen von Kaninchenwiese hierher. Bei den Medis fehlt Panacur. Ich weiß auch nicht, ob Orniflox das richtige AB ist. Es muß hirngängig sein. Baytril wäre es. Vitamin B ist ok. Sollte auch täglich gegeben werden. Hier kannst Du die Kapseln von ratiopharm aus der Apotheke nehmen (aufschneiden und mit etwas Wasser mischen).
von Kaninchenwiese: Zitat: - Panacur (14-28 Tage lang täglich und konsequent verabreichen, ggf. länger wenn das Kaninchen zu diesem Zeitpunkt noch in der Akutphase ist), die Wirksamkeit ist in mehreren Studien bestätigt worden, es tötet Sporen im Darm ab und entlastet so das Immunsystem. Oxfendazol und Albendazol wirken ebenfalls, sind aber schlechter verträglich als Fenbendazol. Zur schonenden, stressfreien Verabreichung nachlesen (https://www.kaninchenwiese.de/pflege/kranken-pflege/medikamente-eingeben/)
- Antibiotikum um Sekundärinfektionen zu bekämpfen (Oxytetrazyklin, Chloramphenicol, Gyrasehemmer (Baytril)). Bei Oxytetrazyklin und Chloramphenicol sollte die Nieren- und Leberfunktion nachweislich intakt sein, in der Regel reicht Baytril als gut verträgliches Antibiotikum aus. Das Antibiotikum wird gegeben um Sekundärinfektionen vorzubeugen (z.B. Niereninfektionen, die damit häufig einher gehen), also Erkrankungen, die durch E. Cuniculi in Folge entstehen. Normalerweise wird es min. 10 Tage lang gegeben, bei guter Verträglichkeit ggf. auch länger, bei schlechter Verträglichkeit evtl. kürzer. Je nach Ausprägungsform der Krankheit kann teilweise auf das Antibiotikum verzichtet werden. Um Stress zu reduzieren und die Verdauung stabil zu halten, kann es sinnvoll sein sich zeigen zu lassen, wie man das Antibiotikum in die Haut spritzen kann.
- Cortison ist nicht nötig und schadet, sofern es sich wirklich um E. Cuniculi handelt, laut Studien hat es nämlich keinen Effekt bzw. wirkt nicht dagegen. Auch wenn es am Anfang oft zu einem Verbesserungs-Effekt führt, werden Kaninchen mit Cortison weder schneller gesund, noch haben sie eine höhere Überlebensrate. In Studien wurde gezeigt, dass die Kaninchen, welche Cortison bekamen, keine Vorteile gegenüber den anderen erkrankten Kaninchen hatten. Zudem belastet Cortison beim Kaninchen sehr stark die (oft sowieso schon durch das E. Cuniculi stark angegriffene) Leber, bewirkt eine starke Vermehrung der E. Cuniculi Erreger und macht die Kaninchen anfällig für andere Infektionen. Cortison kann die allgemeine Todesrate nach der Erkrankung erhöhen. Mehr Infos
(https://www.kaninchenwiese.de/pflege/gesundheitsmythen/)Manche Tierärzte setzen es als allerletztes Mittel der Wahl vor der Einschläferung ein, wenn alle Differenzialdiagnosen sorgfältig ausgeschlossen wurden und durch die normale Behandlung über viele Wochen kein Erfolg erzielt wurde. Dann sollte zusätzlich Zylexis, Mariendistelsamen oder -extrakte und Hepar comp. verabreicht werden. - Hoch dosiertes Vitamin B12 (http://www.amazon.de/gp/product/B00A9SAVI4/ref=as_li_tl?ie=UTF8&camp=1638&creative=19454&crea tiveASIN=B00A9SAVI4&linkCode=as2&tag=kaninchenerna-21)oder Vitamin-B-Komplex (http://amzn.to/2fiYyHC) (Apotheke, speziell für Kaninchen im Internet (http://amzn.to/2jor0wb)) um die Nerven zu regenerieren (solange geben, bis Anfälle/Kopfschiefhaltung/Lähmungen vollständig weg sind, meist regenerieren sich die Symptome sogar noch nach Wochen Stück für Stück), am Anfang am besten hochdosiert gespritzt, später auch als Tropfen, z.B. mit dem Panacur-Brei verabreichen. Wenn Infusionen verabreicht werden, kann das Vitamin B in die Infusion gespritzt werden, so dass nur ein Einstich nötig ist und die Einstichstelle nicht brennt.
- Versuchen Sie, frischen Wiesenbärenklau auf der Wiese zu finden und diesen den Kaninchen anzubieten.
- Zusätzlich sollte das Immunsystem gefördert werden, da es entscheidend ist, um den Erreger einzudämmen. Hierfür eignet sich viele Mittel (https://www.kaninchenwiese.de/pflege/immunschwaeche/). Insbesondere Zylexis kann beim Tierarzt verabreicht werden.
| Zitat: Wichtig! Leider werden immer noch viel zu viele erkrankte Kaninchen von ihren Artgenossen getrennt. Lassen sie immer mindestens einen Artgenossen beim erkrankten Kaninchen. Kann sich der Halter bei seinen Kaninchen anstecken?
E. Cuniculi ist eine Zoonose, eine Ansteckung ist somit generell denkbar. Bisher sind Erkrankungen beim Menschen bei immunschwachen Menschen (HIV, Chemotherapie, Organtransplantation) bekannt. Halter dieser Personengruppe sollten möglichst keinen Kontakt zu Kaninchen pflegen, solange eine Infektion mittels Bluttest nicht ausgeschlossen wurde. Auch Altenheime, Kindergärten und vergleichbare Einrichtungen sollten nur nachweislich EC-freie Tiere halten. Eine Testung ist beim Menschen mittels Kot (Tropeninstitut) möglich. Klinisch gesunde Tiere sind ebenfalls Überträger!
Für gesunde Menschen besteht bei normal Hygiene normalerweise keine Gefahr. Allgemein sind Kaninchen mit Symptomen nicht ansteckender als andere Kaninchen ohne Symptome, d.h. Ihr jetzt gerade erkranktes Kaninchen ist genauso ansteckend wie die Jahre davor, als sie die Erkrankung noch gar nicht kannten.
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Als ich damals schwanger war, riet mir die TÄ dazu, die Kaninchen abzugeben, wegen Gefahr von Borreliose(?). Ich hab mich dagegen entschieden. Meine Tochter hat damals am Käfig laufen gelernt und hatte einen Heidenspaß, wenn die Kaninchen zu ihr auf die Krabbeldecke kamen. Sie hat vor Freude und Aufregung gequitscht. Sie hat - auch durch den Kontakt zu den Tieren - ein sehr gutes Immunsystem entwickelt und hat keine Allergien.
Wenn mich heute jemand fragt, ich würde es genau so wieder machen. Aber die Entscheidung triffst letzten Endes Du. |