Oder neu anmelden!

 
Zurück   Kaninchenforum - Das Kaninchen Forum Online > Kaninchen Forum > Kaninchenkrankheiten & Gesundheit
Willkommen bei Kaninchenforum - Das Kaninchen Forum Online.

Du schaust Dir das Kaninchen-Forum gerade als Gast an, und kannst noch nicht alle Funktionen nutzen.
 

 
Hier kannst Du Dir jetzt kostenlos einen Benutzernamen auswählen.
(Als angemeldeter Kaninchenforum-Benutzer siehst Du diese Box nicht!)


Hinterbeine Lähmung auf Kaninchen Forum

Like Tree5Likes

Antwort
 
Themen-Optionen Thema durchsuchen Ansicht

Zwergkaninchen
 
Registriert seit: 13.02.2015
Beiträge: 65
Ninchenversorger befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 05.11.2020, 17:26

Hinterbeine Lähmung


Hallo zusammen,
vielleicht habt ihr einen Rat. Eine unserer Damen zieht ihr hinterläufe hinter sich her und liegt viel. Ansonsten ist sie fit, sie frisst und geht ins Klo.

Der Arzt hatte ihr eine Spritze in den po gegeben und sagte es kann kein EC sein. Sie hatte auch kein Fieber oder sonst irgendwas. Mit der Spritze ging es ihr gestern richtig gut. Aber heute wackelt sie immer leicht mit dem Kopf als wäre was in den Ohren. Der Arzt hat da auch rein geschaut und es war alles in Ordnung.

Komisch ist, dass er richtig in die hinteren Zehen gepikst hatte und sie keine Reaktion gezeigt hat. Habr ihr ne Idee ?

Danke und LG



Kaninchen Forum Werbeninchen
Werbe-Kaninchen
 
Diese Werbung wird auf diese Weise nicht angezeigt
wenn man angemeldet bzw. registriert ist.
Jetzt kostenlos einen Usernamen auswählen
und bei Kaninchenforum.de angemeldet sein
 
 

Benutzerbild von Honeymouse
Kaninchen
 
Registriert seit: 02.08.2013
Beiträge: 27.916
Honeymouse befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 05.11.2020, 17:50

Es könnte EC sein oder auch eine Ohrenentzündung, die sieht man durch reinschauen leider nicht.
Und einfach eine Spritze in den Po? Was war das denn?

Ich würde einen anderen Tierarzt suchen, der Kaninchenerfahren ist (PLZ an marinahexe, sie hat eine Liste) und den Kopf röntgen oder ein CT machen lassen. EC hingegen lässt sich über ein Blutbild feststellen.



4Chaoten likes this.
__________________
GESTERN warst Du noch bei uns, mit Deinem Lachen, mit Deiner Freude, mit Deinen Worten.
HEUTE bist du bei uns, in unseren Tränen, in unseren Fragen, in unserer Trauer.
MORGEN wirst du bei uns sein, in Erinnerungen, in Erzählungen, in unseren Herzen.



Moderator
 
Registriert seit: 20.02.2019
Beiträge: 3.859
4Chaoten befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 05.11.2020, 18:06

Seid wann hat sie das mit den Hinterbeinen?
Ich würde auf EC tippen, wenn sie nun auch anfängt, mit den Kopf zu wackeln.
Hat er einen Tischkanten-Test gemacht, wenn ja hat sie da reagiert?
Auf jeden Fall wäre hier ein TA mit Erfahrung bei Kaninchen gefragt, röntgen, Blut untersuchen. Hatte sie vorher Probleme beim laufen oder rennt und springt sie normal?



Honeymouse likes this.

Kaninchen
 
Registriert seit: 25.01.2016
Beiträge: 2.189
Kaninchenherz28 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 05.11.2020, 18:13

Ich würde auch Richtung EC oder Ohrenentzündung tippen. Oder kann sie sich irgendwo verletzt haben?
Ich nehme an, dass das, was der Tierarzt ihr gegeben hat, Cortison sein könnte. Wenden Tierärzte häufig an, wenn sie nicht weiterwissen. Allerdings ist Cortison schlecht für die Organe und das Immunsystem, daher sollte es vermieden werden. Außerdem verschleiert Cortison die Symptome von z. B. EC nur, sodass man glaubt, es ginge dem Kaninchen besser. Die Ursache wird dadurch aber nicht behandelt, so verschlechtert sich das Befinden der Kaninchen wieder, sobald das Medikament verstoffwechselt ist. Falls es wirklich Cortison ist, kann das bis zu zwei Wochen dauern. Cortison kannst du übrigens daran erkennen, dass das Kaninchen übermäßig viel trinkt...



Honeymouse likes this.
__________________
Liebe Grüße von den Sophie mit Kiki, Stella, Jimmy, Richard, Sissi, Caramel und Heidi!



Benutzerbild von Luke
Kaninchen
 
Registriert seit: 12.04.2013
Beiträge: 10.200
Luke befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 05.11.2020, 19:18

Mein Luke hatte sich damals beim Reinspringen in den Käfig verletzt und war mit einem Hinterlauf hängen geblieben . Seither sind hier Gitter tabu .
Könnte er sich auch verletzt haben ?



__________________

Viele Grüße von mir



Zwergkaninchen
 
Registriert seit: 13.02.2015
Beiträge: 65
Ninchenversorger befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 05.11.2020, 19:28

Hi er hat sich das Häschen komplett angesehen und auf den Kopf gestellt. Er meint am Wirbel hat er was gefühlt. Sie scheint sich verletzt zu haben und hat ihr etwas für die Nerven gegeben für den Rücken. Wie gesagt am nächsten Tag war alles wie früher. Sie ist jetzt 7 Jahre alt und nicht mehr die jüngste. Das mit den Ohren wackeln finde ich nur komisch auf einmal.




Zwergkaninchen
 
Registriert seit: 13.02.2015
Beiträge: 65
Ninchenversorger befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 05.11.2020, 19:29

Ist ec gefährlich für unser Baby? Ich finde darüber nichts. Natürlich waschen wir uns immer die Hände und sind sehr hygienisch. Ich frage mich was passiert wenn der Parasit beim Menschen ist? Kann man davon sterben und auch spastiken bekommen wie beim Hasen?




Benutzerbild von marinahexe
Moderatorin
 
Registriert seit: 24.10.2010
Beiträge: 24.639
marinahexe befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 05.11.2020, 19:37

Zitat:
Zitat von Kaninchenherz28 Beitrag anzeigen
Ich würde auch Richtung EC oder Ohrenentzündung tippen. Oder kann sie sich irgendwo verletzt haben?
Ich nehme an, dass das, was der Tierarzt ihr gegeben hat, Cortison sein könnte. Wenden Tierärzte häufig an, wenn sie nicht weiterwissen. Allerdings ist Cortison schlecht für die Organe und das Immunsystem, daher sollte es vermieden werden. Außerdem verschleiert Cortison die Symptome von z. B. EC nur, sodass man glaubt, es ginge dem Kaninchen besser. Die Ursache wird dadurch aber nicht behandelt, so verschlechtert sich das Befinden der Kaninchen wieder, sobald das Medikament verstoffwechselt ist. Falls es wirklich Cortison ist, kann das bis zu zwei Wochen dauern. Cortison kannst du übrigens daran erkennen, dass das Kaninchen übermäßig viel trinkt...

Kortison wirkt max. 48 Std. Nach einem Tag merkt man, wie die Wirkung nachlässt. Mein Felix hatte nach einer Verletzung und die Hinterläufe nachgezogen. Er hat anfangs auch EC-Medis + Schmerzmittel bekommen. Ein Bruch der Wirbelsäule wurde durch röntgen ausgeschlossen. EC-Titer war niedrig. Nach 3-4 Wochen bekam er Kortison und es ging ihm schlagartig besser. Nach 2 Spritzen im Abstand von 2 Tagen haben wir die Kortison-Behandlung mit Tabletten fortgesetzt und später ausgeschlichen. Nachdem wir nach der ersten Spritze etwa 30 Min. später zu Hause waren, hoppelte er aus der TB, fast normal. Heute macht er wieder Freudensprünge. Sieht zwar etwas ungelenk aus und wird es wohl auch bleiben, aber er kann sich wieder gut bewegen.


Ich würde erstmal die Wirbelsäule und die Ohren röntgen lassen, Ohren evtl. sogar ein CT


Bis eine richtige Diagnose steht, würde ich mit Panacur und Vitamin B auf EC behandelt.




Edit: Und Schmerzmittel wegen evtl. Ohrenentzündung.



Kannst mir gerne Deine PLZ schicken.




Benutzerbild von marinahexe
Moderatorin
 
Registriert seit: 24.10.2010
Beiträge: 24.639
marinahexe befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 05.11.2020, 19:41

Zitat:
Zitat von Ninchenversorger Beitrag anzeigen
Ist ec gefährlich für unser Baby? Ich finde darüber nichts. Natürlich waschen wir uns immer die Hände und sind sehr hygienisch. Ich frage mich was passiert wenn der Parasit beim Menschen ist? Kann man davon sterben und auch spastiken bekommen wie beim Hasen?

Wenn ihr gesund seid und euch die Hände wascht, kann eigentlich nichts passieren. Nur bei immunschwachen Menschen kann evtl. eine Gefahr bestehen, z.B. während einer Chemotherapie.




Kaninchen
 
Registriert seit: 25.01.2016
Beiträge: 2.189
Kaninchenherz28 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 05.11.2020, 20:30

Zitat:
Zitat von marinahexe Beitrag anzeigen
Kortison wirkt max. 48 Std. Nach einem Tag merkt man, wie die Wirkung nachlässt. Mein Felix hatte nach einer Verletzung und die Hinterläufe nachgezogen. Er hat anfangs auch EC-Medis + Schmerzmittel bekommen. Ein Bruch der Wirbelsäule wurde durch röntgen ausgeschlossen. EC-Titer war niedrig. Nach 3-4 Wochen bekam er Kortison und es ging ihm schlagartig besser. Nach 2 Spritzen im Abstand von 2 Tagen haben wir die Kortison-Behandlung mit Tabletten fortgesetzt und später ausgeschlichen. Nachdem wir nach der ersten Spritze etwa 30 Min. später zu Hause waren, hoppelte er aus der TB, fast normal. Heute macht er wieder Freudensprünge. Sieht zwar etwas ungelenk aus und wird es wohl auch bleiben, aber er kann sich wieder gut bewegen.


Ich würde erstmal die Wirbelsäule und die Ohren röntgen lassen, Ohren evtl. sogar ein CT


Bis eine richtige Diagnose steht, würde ich mit Panacur und Vitamin B auf EC behandelt.




Edit: Und Schmerzmittel wegen evtl. Ohrenentzündung.



Kannst mir gerne Deine PLZ schicken.
Oh okay. Unsere Tierärztin meinte, dass Kortison durchaus zwei Wochen noch "spürbar" ist, daran, dass die Ninchen viel trinken.



__________________
Liebe Grüße von den Sophie mit Kiki, Stella, Jimmy, Richard, Sissi, Caramel und Heidi!



Benutzerbild von marinahexe
Moderatorin
 
Registriert seit: 24.10.2010
Beiträge: 24.639
marinahexe befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 05.11.2020, 21:07

Zitat:
Zitat von Kaninchenherz28 Beitrag anzeigen
Oh okay. Unsere Tierärztin meinte, dass Kortison durchaus zwei Wochen noch "spürbar" ist, daran, dass die Ninchen viel trinken.

Das wird dann eine Nebenwirkung sein, die ich hier aber nicht beobachtet habe. Allerdings gibts hier auch viel Frischfutter. Ich hab hier auch keine sonstigen negativen Begleiterscheinungen festgestellt. Ich war Kortison gegenüber auch immer skeptisch, hab deshalb recht lange mit der Behandlung gewartet. Erst als sich nach 4 Wochen immer noch keine Verbesserung zeigt, haben wir mit Kortison behandelt. Heute würde ich in so einem Fall - nicht mehr so lange warten.




Zwergkaninchen
 
Registriert seit: 13.02.2015
Beiträge: 65
Ninchenversorger befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 05.11.2020, 21:57

Vitamin B war übrigens auch in der Spritze. Ich will gerne eine Urinprobe weil damit kann man ja EC ausschließen. Wisst ihr wie man das beim kaninchen macht?




Benutzerbild von marinahexe
Moderatorin
 
Registriert seit: 24.10.2010
Beiträge: 24.639
marinahexe befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 05.11.2020, 22:37

Nee, dafür muss Blut abgenommen und im Labor der EC-Titer bestimmt werden. Dabei würde ich auch gleich nach den Entzündungs- und Organwerten gucken lassen.




Zwergkaninchen
 
Registriert seit: 13.02.2015
Beiträge: 65
Ninchenversorger befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 06.11.2020, 09:42

Ich hab gelesen, dass man im Blut nur sieht ob sie den Parasiten in sich trägt und man nur im Urin feststellen kann ob er sie auch angreift....




Benutzerbild von marinahexe
Moderatorin
 
Registriert seit: 24.10.2010
Beiträge: 24.639
marinahexe befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 06.11.2020, 10:58

Lies bitte hier nach, weiter unten bei Diagnose:
https://www.kaninchenwiese.de/gesundheit/infektionskrankheiten/e-cuniculi/




Zwergkaninchen
 
Registriert seit: 13.02.2015
Beiträge: 65
Ninchenversorger befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 06.11.2020, 14:31

Hallo nochmal, da man die ec Krankheit nicht zu hundert Prozent bestimmen kann, hat unser Tierarzt nun alles verabreicht was man bei ec machen sollte: Orniflox und Vitamin b für die Nerven. Außerdem müssen wir sie nun mit der Spritze zufüttern.

Für mich wäre es noch sehr hilfreich, wenn ihr mir sagen könntet wie das mit Babys ist. Weil fast alle Kaninchen haben den Parasiten und scheiden ihn aus, Acer viele erkranken nicht daran. Ich frage mich wie der Parasit beim Menschen in Schach gehalten wird? Also nimmt man ihn schon auf, aber unser Immunsystem macht ihn kaputt? Ich hatte mich eigentlich immer so darauf gefreut wenn unser Baby krabbeln kann und mit den Hasen spielen kann. Sollte man das doch lieber lassen? Ich bin sehr besorgt gerade weil ich Angst um mein Kind habe. Es ist jetzt 3 Monate alt. Die kaninchen 7 Jahre alt. Die Gefahr dass dem kleinen was passiert ist schon da. Was soll ich nur machen?




Benutzerbild von marinahexe
Moderatorin
 
Registriert seit: 24.10.2010
Beiträge: 24.639
marinahexe befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 06.11.2020, 15:25

Ich kopier Dir mal schnell ein paar Passagen von Kaninchenwiese hierher. Bei den Medis fehlt Panacur. Ich weiß auch nicht, ob Orniflox das richtige AB ist. Es muß hirngängig sein. Baytril wäre es. Vitamin B ist ok. Sollte auch täglich gegeben werden. Hier kannst Du die Kapseln von ratiopharm aus der Apotheke nehmen (aufschneiden und mit etwas Wasser mischen).


von Kaninchenwiese:
Zitat:
  • Panacur (14-28 Tage lang täglich und konsequent verabreichen, ggf. länger wenn das Kaninchen zu diesem Zeitpunkt noch in der Akutphase ist), die Wirksamkeit ist in mehreren Studien bestätigt worden, es tötet Sporen im Darm ab und entlastet so das Immunsystem. Oxfendazol und Albendazol wirken ebenfalls, sind aber schlechter verträglich als Fenbendazol. Zur schonenden, stressfreien Verabreichung nachlesen (https://www.kaninchenwiese.de/pflege/kranken-pflege/medikamente-eingeben/)
  • Antibiotikum um Sekundärinfektionen zu bekämpfen (Oxytetrazyklin, Chloramphenicol, Gyrasehemmer (Baytril)). Bei Oxytetrazyklin und Chloramphenicol sollte die Nieren- und Leberfunktion nachweislich intakt sein, in der Regel reicht Baytril als gut verträgliches Antibiotikum aus. Das Antibiotikum wird gegeben um Sekundärinfektionen vorzubeugen (z.B. Niereninfektionen, die damit häufig einher gehen), also Erkrankungen, die durch E. Cuniculi in Folge entstehen. Normalerweise wird es min. 10 Tage lang gegeben, bei guter Verträglichkeit ggf. auch länger, bei schlechter Verträglichkeit evtl. kürzer. Je nach Ausprägungsform der Krankheit kann teilweise auf das Antibiotikum verzichtet werden. Um Stress zu reduzieren und die Verdauung stabil zu halten, kann es sinnvoll sein sich zeigen zu lassen, wie man das Antibiotikum in die Haut spritzen kann.
  • Cortison ist nicht nötig und schadet, sofern es sich wirklich um E. Cuniculi handelt, laut Studien hat es nämlich keinen Effekt bzw. wirkt nicht dagegen. Auch wenn es am Anfang oft zu einem Verbesserungs-Effekt führt, werden Kaninchen mit Cortison weder schneller gesund, noch haben sie eine höhere Überlebensrate. In Studien wurde gezeigt, dass die Kaninchen, welche Cortison bekamen, keine Vorteile gegenüber den anderen erkrankten Kaninchen hatten. Zudem belastet Cortison beim Kaninchen sehr stark die (oft sowieso schon durch das E. Cuniculi stark angegriffene) Leber, bewirkt eine starke Vermehrung der E. Cuniculi Erreger und macht die Kaninchen anfällig für andere Infektionen. Cortison kann die allgemeine Todesrate nach der Erkrankung erhöhen. Mehr Infos
    (https://www.kaninchenwiese.de/pflege/gesundheitsmythen/)Manche Tierärzte setzen es als allerletztes Mittel der Wahl vor der Einschläferung ein, wenn alle Differenzialdiagnosen sorgfältig ausgeschlossen wurden und durch die normale Behandlung über viele Wochen kein Erfolg erzielt wurde. Dann sollte zusätzlich Zylexis, Mariendistelsamen oder -extrakte und Hepar comp. verabreicht werden.
  • Hoch dosiertes Vitamin B12 (http://www.amazon.de/gp/product/B00A9SAVI4/ref=as_li_tl?ie=UTF8&camp=1638&creative=19454&crea tiveASIN=B00A9SAVI4&linkCode=as2&tag=kaninchenerna-21)oder Vitamin-B-Komplex (http://amzn.to/2fiYyHC) (Apotheke, speziell für Kaninchen im Internet (http://amzn.to/2jor0wb)) um die Nerven zu regenerieren (solange geben, bis Anfälle/Kopfschiefhaltung/Lähmungen vollständig weg sind, meist regenerieren sich die Symptome sogar noch nach Wochen Stück für Stück), am Anfang am besten hochdosiert gespritzt, später auch als Tropfen, z.B. mit dem Panacur-Brei verabreichen. Wenn Infusionen verabreicht werden, kann das Vitamin B in die Infusion gespritzt werden, so dass nur ein Einstich nötig ist und die Einstichstelle nicht brennt.
  • Versuchen Sie, frischen Wiesenbärenklau auf der Wiese zu finden und diesen den Kaninchen anzubieten.
  • Zusätzlich sollte das Immunsystem gefördert werden, da es entscheidend ist, um den Erreger einzudämmen. Hierfür eignet sich viele Mittel (https://www.kaninchenwiese.de/pflege/immunschwaeche/). Insbesondere Zylexis kann beim Tierarzt verabreicht werden.

Zitat:
Wichtig! Leider werden immer noch viel zu viele erkrankte Kaninchen von ihren Artgenossen getrennt. Lassen sie immer mindestens einen Artgenossen beim erkrankten Kaninchen.
Kann sich der Halter bei seinen Kaninchen anstecken?

E. Cuniculi ist eine Zoonose, eine Ansteckung ist somit generell denkbar. Bisher sind Erkrankungen beim Menschen bei immunschwachen Menschen (HIV, Chemotherapie, Organtransplantation) bekannt. Halter dieser Personengruppe sollten möglichst keinen Kontakt zu Kaninchen pflegen, solange eine Infektion mittels Bluttest nicht ausgeschlossen wurde. Auch Altenheime, Kindergärten und vergleichbare Einrichtungen sollten nur nachweislich EC-freie Tiere halten. Eine Testung ist beim Menschen mittels Kot (Tropeninstitut) möglich. Klinisch gesunde Tiere sind ebenfalls Überträger!
Für gesunde Menschen besteht bei normal Hygiene normalerweise keine Gefahr. Allgemein sind Kaninchen mit Symptomen nicht ansteckender als andere Kaninchen ohne Symptome, d.h. Ihr jetzt gerade erkranktes Kaninchen ist genauso ansteckend wie die Jahre davor, als sie die Erkrankung noch gar nicht kannten.

Als ich damals schwanger war, riet mir die TÄ dazu, die Kaninchen abzugeben, wegen Gefahr von Borreliose(?). Ich hab mich dagegen entschieden. Meine Tochter hat damals am Käfig laufen gelernt und hatte einen Heidenspaß, wenn die Kaninchen zu ihr auf die Krabbeldecke kamen. Sie hat vor Freude und Aufregung gequitscht. Sie hat - auch durch den Kontakt zu den Tieren - ein sehr gutes Immunsystem entwickelt und hat keine Allergien.


Wenn mich heute jemand fragt, ich würde es genau so wieder machen. Aber die Entscheidung triffst letzten Endes Du.




Zwergkaninchen
 
Registriert seit: 13.02.2015
Beiträge: 65
Ninchenversorger befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 06.11.2020, 16:05

Ich wusste garnicht dass Borreliose ansteckend ist ... hier geht es ja um einen Parasiten. Auskunft gibt es von niemandem zu 100 Prozent. Das muss doch jemand wissen der sich mit den Tieren auskennt wie ein Arzt zb.




Benutzerbild von Lupine
Kaninchen
 
Registriert seit: 09.08.2009
Beiträge: 19.399
Lupine wird schon bald berühmt werden
Geschrieben am 06.11.2020, 22:23

Könnte es sein, dass du Toxoplasmose meintest, marinahexe? Man rät ja grundsätzlich Schwangeren, sich weder eine neue Katze noch Kaninchen anzuschaffen. Und manche gehen halt auch soweit, dass zur Abschaffung der vorhandenen Tiere geraten wird. Toxoplasmose kann für das Ungeborene bei einer erstmaligen Infektion ja schwerwiegende Folgen haben.



@ ninchenversorger:



Ich kann eure Besorgnis gut verstehen. Dass du keine sichere Auskunft bekommst, liegt aber daran dass es keine Studie zu dem Thema geben dürfte. Da allerdings mit einer Durchseuchungsrate von bis zu 80 % des Kaninchenbestandes gerechnet wird, müsste es - sollte E. Cuniculi für gesunde Babies und Kleinkinder gefährlich sein - etliche Fälle geben. Von dem Erreger betroffen sind ja neben Kaninchen beispielsweise auch Meerschweinchen, und beide Tierarten sind recht häufig in Haushalten mit Kindern anzutreffen.



Von daher gehe ich davon aus, dass es keine über das normale Lebensrisiko hinausgehende Gefährdung geben dürfte. Das schreibe ich bewusst so, denn auch eine simple Erkältung kann weitreichende Folgen haben. Mich selbst hat meine aufmerksame damalige Hausärztin stante pede ins Krankenhaus befördert, sie nahm beim abhören wohl etwas verdächtiges wahr. Sie lag richtig, ich hatte eine Herzmuskelentzündung. Ich entging damit möglicherweise nur sehr knapp dem Schicksal eines entfernten Bekannten, der nach einer Erkältung joggen ging. Sein Herz versagte, auch er hatte eine - unerkannte - Herzmuskelentzündung. Die Wiederbelebungsversuche von Passanten funktionierten zwar, er lebt. Aber er ist durch den Sauerstoffmangel leider ein Pflegefall. Du siehst, Risiken lauern überall, selbst dort wo man nicht unbedingt damit rechnet. Man muss selbst entscheiden, wie man mit diesen Risiken für sich und seine Familie umgehen möchte.



__________________
Gute Menschen gleichen Sternen, sie leuchten noch lange nach ihrem Erlöschen.



Benutzerbild von marinahexe
Moderatorin
 
Registriert seit: 24.10.2010
Beiträge: 24.639
marinahexe befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 06.11.2020, 23:28

Zitat:
Könnte es sein, dass du Toxoplasmose meintest, marinahexe? Man rät ja grundsätzlich Schwangeren, sich weder eine neue Katze noch Kaninchen anzuschaffen. Und manche gehen halt auch soweit, dass zur Abschaffung der vorhandenen Tiere geraten wird. Toxoplasmose kann für das Ungeborene bei einer erstmaligen Infektion ja schwerwiegende Folgen haben.

Hast Recht, es war TOxoplasmose. War mir nicht sicher, deshalb hatte ich ein Fragezeichen dahinter gesetzt.



 
 
Weitere Themen / Kaninchenforum.de Empfehlung
 
 
 
 
 
 
Antwort

Stichworte
lähmung



Ähnliche Themen
Thema Autor Forum Antworten Letzter Beitrag
Hinterbeine gelähmt :-( Beast Kaninchenkrankheiten & Gesundheit 18 03.01.2015 23:09
Lähmung der Hinterbeine Lady_SOS Kaninchenkrankheiten & Gesundheit 23 14.12.2012 20:22
Hinterbeine gehlähmt mazel Kaninchenkrankheiten & Gesundheit 14 02.08.2012 11:30
hinterbeine gelähmt Sweet_Bunnys Kaninchenkrankheiten & Gesundheit 49 26.06.2012 23:40
Kaninchen schleppt Hinterbeine mit Cheatboy Kaninchenkrankheiten & Gesundheit 4 13.08.2009 12:10

Copyright ©2010, Kaninchenforum.de

Search Engine Friendly URLs by vBSEO 3.6.0 PL2 ©2011, Crawlability, Inc.