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Ethische Qual der Wahl, altes Kaninchen noch kastrieren und vergesellschaften?Hallo, Mein Kaninchen ist 12 Jahre alt, unkastriert und lebt schon seit Beginn alleine, nun habe ich ihn übernommen und er lebt in einem knapp 6qm Innengehege, mit Buddelkiste, Verstecken und guter Ernährung. Nun weiß ich allerdings nicht weiter. Sollte ich ihn so in Ruhe seinem Alter entgegen treten lassen oder eine Kastration+ Vergesellschaftung zumuten? Ich habe Angst das er die OP nicht überlebt oder sich gar nicht mehr vergesellschaften lässt :/ Was würdet ihr machen ? Ich fühle mich zum einen wie ein Tierquälerei weil er alleine lebt, habe aber auch Respekt vor einer anderen Möglichkeit. ![]()
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| Wie steht es denn um seine Gesundheit? Ist er rundum fit für sein Alter?
__________________ Viele Grüße, Susanne
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| Deswegen ja probieren. Und deswegen einen ruhigen, nicht dominanten und sozialen Partner. Man sollte das sicher eng begleiten, aber eine Chance sollte man der Sache geben. Ob eine VG klappt oder nicht, kann man nie vorher sagen. Vielleicht wird er auch einfach nur froh und dankbar sein. Das Partnertier sollte aus dem Tierschutz stammen. Da bekommst du die besten Informationen über den Charakter. Außerdem kannst du das Tier zurückgeben, wenn es gar nicht geht.
__________________ --- "Du mußt sie jetzt sagen, Oder ewig 'rumtragen, Deine Worte: Verzeih! Hätt' ich doch! – Einerlei. Könnt' ich doch noch! – Vorbei." (Reinhard Mey) --- [Danke, Tante Jessi]
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| Es gäbe noch die Möglichkeit einer chemischen Kastration, hab ich mal gelesen. Kenne mich damit aber nicht wirklich aus. Es gibt auch ein Medikament aus der Humanmedizin, dass den Hormonspiegel etwas runterfährt. Für die VG würde ich das Gehege teilen und jedes Tier erstmal auf einem Teil halten, so dass sie sich auf Distanz kennenlernen können. Der Senior muss ja wahrscheinlich erst feststellen, dass es sowas wie ihn öfter gibt. Schau mal, vielleicht könnte das passen: https://www.kaninchenforum.de/plz-5xxxx/48145-59199-b%F6nen-shelly-7-jahre-weiblich-kastriert-ec-aber-symptomfrei.html
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| Vielen Dank den Beitrag hatte ich auch schon Mal gelesen aber zwischen 7 Jahren und 12 ist schon ein großer Unterschied. Allgemein hab ich auch schon öfters gelesen das Kastrationen im höheren Alter kein Problem sind allerdings ging es da eher um 8-10 :/ Ich denke ich werde ihn alleine leben lassen, vllt ist es das beste in dieser Situation auch wenn ich damit stark an mir selbst Zweifel. :/ Aber es gibt ja auch im Tierheim z.B. Katzen die man auch nicht mehr mit anderen zusammen hält weil sie so desozialisiert ist nach den ganzen Jahren. Vielleicht muss ich noch Mal ein paar Tage darüber schlafen :/
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| Das kapier ich aber nicht.. warum schon aufgeben, bevor du es versucht hast? ![]() Es spricht nichts gegen einen Gitter-VG-Versuch. Dabei kann er sich nicht mal wehtun.
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| Es ist eine gute Idee, schlaf noch eine Nacht drüber ![]() Ich finde Marinahexe ihren Vorschlag sehr gut und auch die 7jährige hört sich passend an. Dies würde ich nicht einfach verwerfen, nur weil er 5 Jahre älter ist. Bei Kaninchen sollte man nicht in Jahren messen, sondern in welchem Entwicklungsjahr sie sich befinden. Beide zählen für mich schon zu den Senioren Ich kann mir eigentlich nicht vorstellen, dass wenn er in jungen Jahren gut sozialisiert wurde, er heute damit nicht mehr klar kommen würde, eine Partnerin zu bekommen, aber das muss man natürlich ausprobieren, weil man wahrscheinlich auch die genaue Herkunft nicht kennt. Tiere, die ich aus jahrelanger (allerdings höchsten 3 oder 4 Jahre) Einzelhaltung habe/hatte, brauchten nur einfach länger und waren manchmal auch erstmal auf der Flucht, das braucht dann einfach Zeit.
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| Dankeschön, ich denke ich werde mich die Tage Mal mit einem Tierarzt in Verbindung setzen und ihn nach seiner Meinung fragen und möglichweise schonende Methoden. Nein kleiner ist sehr ängstlich, gerade der Umzug ist für ihn totaler Stress gewesen was man immer noch merkt. Er sitzt teilweise Stunden in seiner Buddelkiste (Unterteil seines alten Käfigs :/
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| Das stimmt allerdings ist er sehr empfindlich und reagiert sehr empfindlich auf Stresssituationen, den Umzug hat er immernoch nicht ganz verkraftet und auch sonst ist er sehr schreckhaft allem gegenüber. Ich möchte ihn in seinem hohen Alter nicht noch unnötig stressen :/
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| Ich hoffe, du hast einen kaninchenkundigen TA ansonsten würde ich Marinahexe per PN nach einer Empfehlung fragen. Es gibt schon seltsame Aussagen von TA und deswegen würde ich mich da nicht drauf verlassen, wenn die Erfahrung nicht daDie Zeit sich einzuleben würde ich ihm auch geben, andererseits ist meine Erfahrung, dass sobald ein Artgenosse da ist, die Tiere aufleben. Sie sind weniger ängstlich und aufgeweckter, interessierter am Leben. Einzelhaltung ist für mich gesehen eine Qual. Ich habe es leider oft genug erlebt, wie sie sich verändern, wenn der Partner verstorben ist. Auch, bei den Tieren, die ich aus Einzelhaltung übernommen habe war es so
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| Nein, Du solltest es ihm gönnen, sein restliches Leben in Gesellschaft einer lieben Partnerin verbringen zu dürfen. Das Gitter habe ich vorgeschlagen, damit er nicht überfordert wird und sich langsam an Gesellschaft gewöhnen kann. Er kann sich jederzeit vom Gitter entfernen, wenn es ihm zu viel wird. Bei Tieren, die lange in Einzelhaltung gelebt haben oder andere Kaninchen überhaupt nicht kennen, muss man sehr behutsam vorgehen. Ich habe vor Jahren mal eine ausrangierte Zuchthäsin aufgenommen, die in einer Bucht groß geworden ist. Sie war sehr ängstlich, schreckhaft und schaffte es gerade, eine halbe Runde um den Wohnzimmertisch zu hoppeln. Dann war sie platt und hat sich erstmal hingelegt. Als sie etwas Muskulatur aufgebaut hatte, bekam sie einen Partner. Von da an blühte sie richtig auf, flitzte durch die Wohnung, machte unbeholfene Freudensprünge und wurde zutraulicher. Schick mir gerne Deine PLZ per PN. Ich habe eine Liste mit guten, kaninchenerfahrenen Tierärzten.
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| Ich würde dir auch empfehlen es erst mal zu versuchen. Wenn du es ausreichend probiert hast, DANN würde ich drüber nachdenken ihn alleine zu lassen, aber vor dem ersten Versuch gleich den Kopf in den Sand zu stecken hilft dir und dem Kaninchen nicht. Gerade wenn du sagst es belastet dich, weil du weißt das es falsch ist. Gerade da solltest du es probieren. Würde dir auch mehrere Versuche empfehlen, bevor du aufgibst. Gerade bei der Gitter-VG kann ihm ja nichts passieren und du kannst erstmal abchecken wie er darauf reagiert und damit umgeht- wer weiß, vielleicht klappt es sofort und er hat eine Partnerin sehr vermisst und braucht sie ![]()
__________________ Grüße von den Kuschelninchen Flöckchen und Aviv ![]() https://kuschelninchen.tumblr.com/ https://www.instagram.com/floeckchen_ninchen/?hl=de
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| Ist es dabei von essenzielleler Bedeutung die beiden auf neutralem Boden zusammenzuführen? Sein Gehege nimmt nämlich schon das halbe Wohnzimmer ein sodass es langsam eng wird für ein extra Gehege während dessen.
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| Wenn du ein durchaus älteres, gemütliches Tier nimmst, würde ich es bei ihm probieren - meist sind ohnehin die Weibchen revierbezogener. Alternativ könntest Du das Gehege teilen und sie Gitter an Gitter vergesellschaften und irgendwann das Gitter entfernen. Hab ich persönlich noch nie gemacht, soll aber durchaus gut funktionieren.
__________________ GESTERN warst Du noch bei uns, mit Deinem Lachen, mit Deiner Freude, mit Deinen Worten. HEUTE bist du bei uns, in unseren Tränen, in unseren Fragen, in unserer Trauer. MORGEN wirst du bei uns sein, in Erinnerungen, in Erzählungen, in unseren Herzen.
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| Dann werde ich es so versuchen, wie alt sollte das Weibchen sein? Also ist ein neutraler Boden nicht unbedingt notwendig? Ein Gitter habe ich noch das würde passen
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| So war's ja bei meinen. Und ich hatte, wie gesagt, verglichen mit anderen VG-Stories 'ne absolute Bilderbuchvergesellschaftung, die nichtmal 6 Stunden gedauert hat und komplett gewaltfrei verlief.
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| Ich würde weniger nach dem Alter und mehr nach dem Charakter gucken. Du brauchst ja ohnehin wenn ein kastriertes Weibchen, da gibt es meist nicht so viele. Ruhig, nicht dominant, vielleicht etwas flotter als er, damit sie zur Not vor ihm gut fliehen kann. 5 Jahre aufwärts wäre gut, würd ich sagen.
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