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Eifersüchtiges Kaninchen/Mensch als Teil der Rangordnung auf Kaninchen Forum

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AIL AIL ist offline
Zwergkaninchen
 
Registriert seit: 31.07.2020
Beiträge: 190
AIL befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 10.09.2020, 09:50

Eifersüchtiges Kaninchen/Mensch als Teil der Rangordnung


Ich versuche Mal wieder aus dem Verhalten meiner beiden felligen Mitbewohner schlau zu werden.


Die beiden sind jetzt seit ca. 1 Woche vergesellschaftet und verstehen sich auch sehr gut.
Interessant ist allerdings wie die Interaktionen mit mir ablaufen und wie diese wiederum auch von der Anwesenheit des jeweils anderen Kaninchens abhängen.


Es ist nach wie vor so, dass sich Martha eher streicheln lässt als Jonas.
Jonas ist eher so drauf, dass er mich "streichelt" undzwar mit seiner Zunge. Wobei er diese Ehre selbstverständlich auch Martha, dem Teppich, einem Handtuch, dem Bettlaken, ... zukommen lässt.


Nun hat sich gestern folgende Situation zugetragen:
Ich sehe die beiden im Schlafzimmer auf dem Boden liegen und lege mich dazu. Martha hat diese Tropfenform eingenommen, die schon damals immer eingenommen hat, als sie noch alleine war, wenn sie gestreichelt werden wollte. Jonas ist bereits dabei und leckt ihr über den Kopf und die Ohren.
Ich "unterstütze" ihn und streichle Martha zusätzlich.
Jetzt passiert aber Folgendes: Statt weiter Martha zu lecken fängt Jonas an, meine Hand zu lecken.
Das schien Martha garnicht zu passen, denn kurz darauf biss sie meine Hand. Etwas, was sie bis dahin noch nie getan hat, wenn wir alleine waren und ich sie gestreichelt habe. Ich habe dann meine Hand weggezogen.
Mit der Folge, die Martha vermutlich nicht beabsichtigt hat: Statt wieder sie zu lecken, ist Jonas meiner Hand hinterhergelaufen um weiter diese zu lecken.


Heute Morgen dann ähnliche Situation, wo es noch eindeutiger war, dass es sich nicht darum handelte, dass meine Hand sie einfach nur gestört hat in dem Moment am Vortag:
Ich liege im Bett und der Fuß guckt raus. Beide Kaninchen springen auf's Bett. Jonas sieht den Fuß und leckt ihn. Ich versuche die Kitzligkeit zu unterdrücken doch dann schubst Martha Jonas bei Seite und beißt mir in den Fuß.


Meine Interpretation dieser Vorkommnisse ist, dass Martha eifersüchtig auf den Umstand ist, dass Jonas mir seine Aufmerksamkeit zeigt.


Da kommt jetzt noch hinzu, dass Jonas heute morgen, trotz Kastration offenbar etwas erregt war. Er hat Martha angebrummelt, wie damals, kurz nach der Kastration und auch vergeblich versucht sie zu besteigen. Sie ist dann jeweils weggehopst.


Ich denke dass Martha der Meinung ist, dass sie von uns Dreien das Alphatier ist, während Jonas sich sowohl Martha als auch mir unterzuordnen scheint. Martha hat kein Problem mit mir oder Jonas zu schmusen... Sie hat nur ein Problem wenn Jonas mit mir schmust. Aber ranlassen will sie ihn trotzdem nicht.


Eine alternative Interpretation ist, dass Martha das Konzept des Leckens nicht kennt und deshalb das, was Jonas mit seinem Mund an meiner Hand oder meinem Fuß hat machen sehen, als "Essen" interpretiert hat und dachte sie sollte das auch Mal kosten. Für diese Hypothese spricht der Umstand, dass ich sie generell noch nie irgendwas Ablecken gesehen habe.



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Registriert seit: 03.07.2015
Beiträge: 5.334
Terry ist zur Zeit noch ein unbeschriebenes Blatt
Geschrieben am 10.09.2020, 20:09

Lass sie doch einfach Kaninchen sein und „störe“ sie nicht dadurch dass Du Streichelbedürfnisse hast.

Kaninchen „benötigen“ keinen Menschen (außer natürlich zum Futter ranschaffen!)




Benutzerbild von Talula
Kaninchenfreund
 
Registriert seit: 30.03.2016
Beiträge: 655
Talula befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 11.09.2020, 12:34

mein Fuss oder meine Hand wird auch mal gezwickt (so richtiges Beißen ist das ja nicht), wenn die Herrschaften der Meinung sind ich sei im Weg bzw. der Fuss ist im Weg oder "nervt" (obwohl ich gar nichts mache!), oder meine Hand wird weggeschoben, wenn sie keine Lust auf Streicheleinheiten von mir haben (ich lass es dann auch).


Ich kann mir eher vorstellen, dass deine Dame jetzt einfach weniger Interesse an dir hat, da sie nicht mehr alleine ist und evtl. ist sie auch "aufmüpfiger" weil es ihr durch das Partnertier besser geht.
Ich glaub nicht, dass das beim Menschen was mit Rangordnung zu tun hat, die wissen schon, dass wir keine Kaninchen sind
Auch nicht mit Eifersucht, denk ich.



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Kaninchenfreund
 
Registriert seit: 22.04.2019
Beiträge: 799
-Flöckchen- befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 11.09.2020, 13:59

Prinzipiell kann Eifersucht schon möglich sein denke ich.
Ich habe schon Szenarien erlebt in denen ich am Boden gelesen habe, Aviv zu mir kam und sich an mich gelegt hat, natürlich streichel ich dann auch mal rüber und Flöckchen kann das gar nicht sehen. Er schiebt Aviv dann weg und will ganz plötzlich kuscheln. Ich hinterfrage solche Dinge ehrlich gesagt nicht mehr, Flöckchen ist schlecht sozialisiert und hängt sehr an mir. Einerseits freue ich mich natürlich darüber, andererseits ist mir bewusst, dass ich Urlaub vergessen kann. Ich war eine Woche weg und er hat angefangen Essen zu verweigern. Außerdem hat er angefangen im Gehege und außerhalb zu randalieren, in dem er an allem herumgerissen hat was ihm begegnet ist. Vielleicht würde das auch weggehen wenn ich länger weg bin, riskieren will ich einfach nichts. Aviv hingegen ist recht normal sozialisiert, 12 Wochen bei Mama und Geschwistern gewesen und kann, wie oben gesagt, sehr gut ohne mich auskommen. Er kommt wenn er lust hat, er geht wenn er lust hat. Und wenn man ihn einfach antatscht ohne das er seine O.k zeichen gab, dann hoppelt er einfach weg. Er ist so das, wie ich mir ein normales Kaninchen vorstelle.

Edit: Wie oben gesagt, denke ich aber auch das der Mensch nicht in die Rangordnung gesteckt wird



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Zwergkaninchen
 
Registriert seit: 20.03.2019
Beiträge: 184
Caniemo befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 12.09.2020, 22:37

Ich kann mir schon vorstellen, dass Kaninchen auch eifersüchtig werden können. Wenn ich zB ein Kaninchen streichel und das andere will auch dann wird hergehoppelt und man legt den Kopf zum Kopf des anderen, damit man auch was abbekommt. Oder mein kastrierter Rammler zwickt manchmal in meine Hand wenn ich aufhöre ihn zu streicheln. Somit will er die Hand glaub ich festhalten ich glaube, dass Kaninchen intelligent sind und manche zeigen ihre Gefühle mehr als andere und dazu wird halt auch Eifersucht gehören.



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AIL AIL ist offline
Zwergkaninchen
 
Registriert seit: 31.07.2020
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AIL befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 14.09.2020, 11:09

Irgendwie haben beide Kaninchen sich charakterlich ziemlich verändert. Bei Jonas hätte ich das primär auf die Kastration geschoben. Aber vermutlich spielt die VG eine ebensogroße Rolle.


Was beide gemeinsam haben, ist, dass sie keine Angst vor mir haben. Hatte Martha noch nie und Jonas hat seine nach und nach immer weiter abgebaut.


Das was ich gern verstehen würde, ist woher die Unterschiede in ihrem Verhalten kommen und ob ich darauf Einfluss habe.


Ich würde Jonas als rundum braves Kaninchen bezeichnen.


Martha hingegen würde ich manchmal als regelrecht frech bezeichnen. Wobei das halt auch nicht prinzipiell so ist. Es ist eher so schwankend, dass sie gelegentlich ihre guten Sitten vergisst und gegenüber der Einrichtung oder auch gegenüber mir aggressiv wird. Interessanterweise bleibt Jonas komplett davon verschont. Ihm tut sie nichts.


Auch wenn sie meistens nichts tut, so habe ich bei ihr immer das Gefühl besonders vorsichtig sein zu müssen.


Meistens ist es Jonas, der sie leckt aber ich habe auch schon gesehen, dass sie Jonas geleckt hat. Sie kennt also durchaus den Unterschied. Nur ist es halt trotzdem so, dass bei fast Allem, wo Jonas nur dran lecken würde, Martha direkt mal reinbeißt.


Es ist jetzt auch nicht so, dass ich das super-schlimm finde und dringenden Handlungsbedarf sehe. Wenn allerdings Jemand 'ne Idee hat, wie ich ihr Verhalten irgendwie so beeinflussen könnte, dass es eher dem von Jonas ähnelt, dann wäre ich dennoch an Tipps in diese Richtung interessiert.




Benutzerbild von -Flöckchen-
Kaninchenfreund
 
Registriert seit: 22.04.2019
Beiträge: 799
-Flöckchen- befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 14.09.2020, 12:10

Zitat:
Zitat von AIL Beitrag anzeigen
Irgendwie haben beide Kaninchen sich charakterlich ziemlich verändert. Bei Jonas hätte ich das primär auf die Kastration geschoben. Aber vermutlich spielt die VG eine ebensogroße Rolle.


Was beide gemeinsam haben, ist, dass sie keine Angst vor mir haben. Hatte Martha noch nie und Jonas hat seine nach und nach immer weiter abgebaut.


Das was ich gern verstehen würde, ist woher die Unterschiede in ihrem Verhalten kommen und ob ich darauf Einfluss habe.


Ich würde Jonas als rundum braves Kaninchen bezeichnen.


Martha hingegen würde ich manchmal als regelrecht frech bezeichnen. Wobei das halt auch nicht prinzipiell so ist. Es ist eher so schwankend, dass sie gelegentlich ihre guten Sitten vergisst und gegenüber der Einrichtung oder auch gegenüber mir aggressiv wird. Interessanterweise bleibt Jonas komplett davon verschont. Ihm tut sie nichts.


Auch wenn sie meistens nichts tut, so habe ich bei ihr immer das Gefühl besonders vorsichtig sein zu müssen.


Meistens ist es Jonas, der sie leckt aber ich habe auch schon gesehen, dass sie Jonas geleckt hat. Sie kennt also durchaus den Unterschied. Nur ist es halt trotzdem so, dass bei fast Allem, wo Jonas nur dran lecken würde, Martha direkt mal reinbeißt.


Es ist jetzt auch nicht so, dass ich das super-schlimm finde und dringenden Handlungsbedarf sehe. Wenn allerdings Jemand 'ne Idee hat, wie ich ihr Verhalten irgendwie so beeinflussen könnte, dass es eher dem von Jonas ähnelt, dann wäre ich dennoch an Tipps in diese Richtung interessiert.
Kaninchen haben ja auch einen Charakter, der ist zum Teil ja schon vorhanden und zum anderen Teil wird er beeinflusst von dem Umfeld.
Martha kann auch unterfordert sein. Wenn ich Flöckchen, das freche Energiebündel, auch nur einen Tag nicht ausgelastet habe, bzw er nicht seine mindestens 5Std Zusatzauslauf bekommt und ich nicht mit ihm spiele, wird er auch auffällig. Zum einen fordert und erwartet er meine Aufmerksamkeit direkt(teilweise auch mit zwicken wenn ich nicht reagiere, liebste Stelle der Fuß oder meine Hand und Hüfte) , zum anderen wirft er die Einrichtung des Geheges durch die Gegend, dass meine Mutter es im Wohnzimmer noch hört. Wenn er aber rund um zufrieden mit seiner Situation ist, ist er zwar wilder, aber er zwickt mich nicht mehr, außer ich wage es dem Herren im Weg zu sitzen.
Aviv ist wie Jonas eher ruhiger und braver. Macht weniger unsinn, kommt dafür aber auch nur zum schmusen wenn er will.
Martha ist vermutlich die Ranghöhere und deshalb putzt Jonas sie überwiegend, ist bei Flöckchen und Aviv auch so. Flöckchen fordert und erwartet die Fellpflege von Aviv, gegenüber Aviv ist Flöckchen auch nicht so wild wie bei mir. Er rammelt ihn zwar selten noch, als würde er sicher gehen, dass er noch der Mann im Haus ist, aber er hat Aviv noch nie richtig gezwickt, gejagt oder wehgetan. Ganz im Gegenteil, er ist zu Aviv zwar fordernd, aber wesentlich liebevoller als zu mir

Ich denke nicht das man den Charakter soweit ändern kann. Ich habe gehört wenn es weh tut, soll man einen bestimmten Laut von sich geben, damit das Kaninchen lernt, das es weh tut. Aber ich akzeptiere es einfach. Wenn ich im Weg sitze bin ich selbst schuld und wenn ich es wage ihn zu verärgern... Nehme ich auch einfach die Schuld auf mich. Passiert ja eigentlich nur fester, wenn er seine Aufmerksamkeit nicht bekommen hat. Daher nehme ich das einfach mal als Kompliment, dass er mehr Zeit mit mir will, egal ob es so ist oder nicht

Letztens hat Flöckchen durch die Medikamentengabe zum ersten mal fester in meine Hand gebissen, dadurch das ich Katzenbesitzer war, war oberste Regel nicht bewegen und die Katze provozieren zu reißen- Flöckchen sein Blick aufgrund der mangelnden Reaktion war göttlich und ich wurde dann auf der blutigen Stelle geputzt mit meinem Gedanken "Danke für deine Bakterien in der Spucke, lieb von dir"... Also vielleicht auch mal gar nicht zucken oder reagieren.



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AIL AIL ist offline
Zwergkaninchen
 
Registriert seit: 31.07.2020
Beiträge: 190
AIL befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 14.09.2020, 13:08

Hmm... Interessante Aspekte.
Auf die Idee, dass sie mit dem Zwicken meine Aufmerksamkeit auf sich ziehen möchte, wäre ich ehrlich gesagt nicht gekommen. Ich hätte es eher als Zeichen der Verärgerung interpretiert.


Was sie gestern auch Krasses gemacht hat, war mit der Stirn mein Bein wegzuschieben. Ich war total erstaunt wieviel kraft in dem Kaninchen steckt. Es fühlte sich an als würde da ein Mensch mit dem Ellenbogen gegendrücken.


Ich meine es wäre definitiv einfacher für sie gewesen einfach drüber zu springen oder außenrum zu gehen. So wirkte es fast wie eine Demonstration ihrer Stärke.


Ich werde der Sache mit dem Fordern Mal auf den Grund gehen. Ich hab' auch Mal beim Streicheln langsam den Druck erhöht, um zu schauen wie sie reagiert. Fazit war, dass ihr das garnichts ausgemacht hat. Womöglich mochte sie das sogar lieber als das ganz sanfte "gerade so berühren"-Streicheln.


Sie ist definitiv das dominante Kaninchen von den beiden und ich habe, wie gesagt, das Gefühl, dass sie dieses Dominanzverhalten auch mir gegenüber zeigt.


Dein Post scheint das zu bestätigen. Bei dir isses auch so, dass Flöckchen, das dominantere der Kaninchen ist und sich quasie sehr ähnliches Verhalten zu Martha an den Tag legt.


Das mit dem quieken beim Beißen kann ich mal probieren. Ich hab' immer nur das betroffene Körperteil weggezogen. Außer gestern Mal, wo meine Hand nach Weintraube gerochen hat und sie da mehrfach hintereinander reingebissen hat und ich testen wollte, ob ich das aushalten kann.


Da ich weiß, dass sie, wenn sie wollen auch Holz zerbeißen können, kann ich klar sagen, dass sie nicht volle Kanne zubeißt. Ergo kann man da eigentlich schon draus schlussfolgern, dass die Bisse eine Art der Kommunikation sind und sie mir auf diese Weise was mitteilen möchte.

Ein Punkt ist noch, dass ich sie seit der VG seltener streichle. Weil ich mir gedacht habe: "Das kann ja jetzt Jonas machen" und im Grunde macht er das ja auch. Aber möglicherweise hat Martha früher gedacht, dass sie mich dominiert, weil ich sie gestreichelt habe, und hat jetzt das Gefühl, ich würde ihre Vorherrschaft streitig machen und mich nicht richtig unterordnen.


Sie beißt auch nicht, wenn ich sie gerade streichle. Aber andererseits, wenn sie nur meine Aufmerksamkeit wollen würde, dann könnte sie doch das Gleiche machen wie bei Jonas oder vor der VG auch bei mir: Also so "Tropfenform" mit Kopf auf den Boden legen und ggfls. "unterschieben".

Ich würde sagen ich probiere einfach Mal ein bisschen rum, welches Verhalten ihr gegenüber am besten funktioniert.




Benutzerbild von -Flöckchen-
Kaninchenfreund
 
Registriert seit: 22.04.2019
Beiträge: 799
-Flöckchen- befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 14.09.2020, 15:10

Zitat:
Zitat von AIL Beitrag anzeigen
Hmm... Interessante Aspekte.
Auf die Idee, dass sie mit dem Zwicken meine Aufmerksamkeit auf sich ziehen möchte, wäre ich ehrlich gesagt nicht gekommen. Ich hätte es eher als Zeichen der Verärgerung interpretiert.


Was sie gestern auch Krasses gemacht hat, war mit der Stirn mein Bein wegzuschieben. Ich war total erstaunt wieviel kraft in dem Kaninchen steckt. Es fühlte sich an als würde da ein Mensch mit dem Ellenbogen gegendrücken.


Ich meine es wäre definitiv einfacher für sie gewesen einfach drüber zu springen oder außenrum zu gehen. So wirkte es fast wie eine Demonstration ihrer Stärke.


Ich werde der Sache mit dem Fordern Mal auf den Grund gehen. Ich hab' auch Mal beim Streicheln langsam den Druck erhöht, um zu schauen wie sie reagiert. Fazit war, dass ihr das garnichts ausgemacht hat. Womöglich mochte sie das sogar lieber als das ganz sanfte "gerade so berühren"-Streicheln.


Sie ist definitiv das dominante Kaninchen von den beiden und ich habe, wie gesagt, das Gefühl, dass sie dieses Dominanzverhalten auch mir gegenüber zeigt.


Dein Post scheint das zu bestätigen. Bei dir isses auch so, dass Flöckchen, das dominantere der Kaninchen ist und sich quasie sehr ähnliches Verhalten zu Martha an den Tag legt.


Das mit dem quieken beim Beißen kann ich mal probieren. Ich hab' immer nur das betroffene Körperteil weggezogen. Außer gestern Mal, wo meine Hand nach Weintraube gerochen hat und sie da mehrfach hintereinander reingebissen hat und ich testen wollte, ob ich das aushalten kann.


Da ich weiß, dass sie, wenn sie wollen auch Holz zerbeißen können, kann ich klar sagen, dass sie nicht volle Kanne zubeißt. Ergo kann man da eigentlich schon draus schlussfolgern, dass die Bisse eine Art der Kommunikation sind und sie mir auf diese Weise was mitteilen möchte.

Ein Punkt ist noch, dass ich sie seit der VG seltener streichle. Weil ich mir gedacht habe: "Das kann ja jetzt Jonas machen" und im Grunde macht er das ja auch. Aber möglicherweise hat Martha früher gedacht, dass sie mich dominiert, weil ich sie gestreichelt habe, und hat jetzt das Gefühl, ich würde ihre Vorherrschaft streitig machen und mich nicht richtig unterordnen.


Sie beißt auch nicht, wenn ich sie gerade streichle. Aber andererseits, wenn sie nur meine Aufmerksamkeit wollen würde, dann könnte sie doch das Gleiche machen wie bei Jonas oder vor der VG auch bei mir: Also so "Tropfenform" mit Kopf auf den Boden legen und ggfls. "unterschieben".

Ich würde sagen ich probiere einfach Mal ein bisschen rum, welches Verhalten ihr gegenüber am besten funktioniert.
Naja also Flöckchen ist schon immer bisschen verärgert, wenn er mir zeigen muss das er Aufmerksamkeit will. Er erwartet regelrecht das ich ihm gerecht werde und wittere was er möchte, tue ich es nicht, ist er sehr eigen.

Dss mit dem Bein machen Beide bei mir, Aviv hat es sich interessanterweise abgeschaut. Flöckchen hat mein Bein gerammt mit dem Kopf, weggebuddelt und wenn ich dann nicht reagiere wird reingezwickt. Aviv hat das ewig beobachtet und mittlerweile macht er das auch, abgesehen von Zwicken. Das macht Aviv sehr selten und meistens nur, weil er mich zurechtziehen will oder ich den Weg komplett versperre wo er lang will. Er buddelt auch mal auf mir, wenn das Tshirt ihm wie eine Decke vorkommt.

Flöckchen geht nie aus dem Weg oder springt drüber. Könnte schon eine gewisse Dominanz sein, vielleicht aber auch nur, weil er weiß es funktioniert, spätestens beim Zwicken denk ich mir "Ja dann geh halt deinen Weg, du Penner" und heb die Beine an

Flöckchen will gefühlt gestreichelt werden, als wäre er ein Pferd. Er wird immer richtig durchgewühlt und er streckt sich dann noch entgegen, ich zweifel manchmal an, dass er ein Kaninchen ist. Aviv mag es sanfter, aber wenn er mehr kraulen will, dann drückt er seinen Kopf Richtung hand und dann weiß, dass ich erst in 10min wegkomm, wer kann bitte seinen Kaninchen einen Kraulwunsch abschlagen

Ein gewisses Dominanz verhalten legen sie schon bei uns an den Tag. Wir sind zwar keine Kaninchen, aber ich hab das Gefühl sie machen trotzdem mit uns manchmal ihre "Kaninchensachen", untereinander ist zum Beispiel wegbuddeln ein vollkommen normales Verhalten. Und das wenden sie halt dementsprechend auch bei uns instinktiv an. Ich lass sie prinzipiell ihre Instinkte ausleben, solange Flöckchen nicht was zerbeißen will, dass mir gehört.

Ja, ich denke auch das das bestimmt mehreren Besitzern auffällt, die mit ihren Kaninchen in Innenhaltung näher zusammen wohnen. Weil man da natürlich für sie auch erreichbarer ist und sie einen mehr als Mitbewohner wahrnehmen, wie wenn man weniger Zeit mit ihnen verbringen kann.

Naja klar, wenn meine Hand lecker nach ner Frucht riecht, knabbern da Beide rein. Aviv wesentlich sanfter als Flöckchen, aber er macht das dann auch

Richtig, wenn ein Kaninchen wirklich ernst mit deinem Fleisch macht, merkt man das sofort. Angeblich hab ich gelesen, dass ein deutscher Riese 80kg beißkraft hat. Selbst wenn ich da auf 20kg runtergehen würde.... Würde ich nicht so prickelnd in irgendeinem Körperteil finden Bin froh das meine Jungs auch nie streiten, will nicht wissen, wie Aviv oder Flöckchen danach aussehen könnte.

Kann auch sein, dass ihr die Veränderung nicht gefällt. Gerade Flöckchen ist sehr abhängig von mir und reagiert auf jede Veränderung, es passt ihm zum Beispiel gar nicht, dass ich jetzt in der Ausbildung bin. Auch nicht das meine Mutter ihnen das Essen reinstellt, statt mir. Er wirft dementsprechend die Einrichtung herum und wenn ich heimkomm, muss ich erstmal 20min kuscheln. Dann ist er mir wieder wohlgesonnen.

Wenn sie stinkig ist, könnte ich mir schon vorstellen, dass sie statt eine Tröpfchenform, erstmal zwickt und dich spüren lässt, dass du etwas "falsch" gemacht hast

Ich hab als ich Flöckchen und Aviv bekommen habe auch alles immer analysieren wollen und wissen wollen. Vor allem was sie am meisten mögen da hat tatsächlich nur ausprobieren geholfen.



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Solkinok befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 14.09.2020, 17:24

Hi,

also wenn ihr so weitermacht, dann setzt ihr eure Kaninchen bald auf die Couch & führt eine Psychoanalyse durch...



Grüße
S.



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-Flöckchen- befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 14.09.2020, 20:28

Zitat:
Zitat von Solkinok Beitrag anzeigen
Hi,

also wenn ihr so weitermacht, dann setzt ihr eure Kaninchen bald auf die Couch & führt eine Psychoanalyse durch...



Grüße
S.
Schön wärs wenn sie dann antworten würden
Die Vorstellung ist aber Genial Ich gestehe ich grübel mittlerweile weniger über ihr Verhalten nach, beobachten tue ich sie natürlich trotzdem unheimlich gerne, aber ich bin zum Glück aus AILs Phase draußen alles zu Hinterfragen, wahrscheinlich kommt da jeder rein, der zum ersten Mal Kaninchen hält, sie sind vom Verhalten einfach anders als Hund und Katze und das macht es spannend <3 Aber ich teile meine Erfahrungen mit ihnen schon gerne mit, weil ich sie so zuckersüß finde, dass ich am liebsten den ganzen Tag schreiben würde, was sie gerade machen, daher erfreuen mich Themen hier, wenn ich über sie schreiben kann, sorry wenn das zu viel war



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AIL AIL ist offline
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AIL befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 15.09.2020, 11:01

Die Bedeutung von Anstubsen konnte ich meiner Meinung nach ziemlich sicher auf: "Gib mir Leckerli" bzw. generell "gib mir was Anderes zu essen als das was noch da ist" zurückführen.


Das habe ich daraus geschlossen, dass andere Formen von Aufmerksamkeit in dem Moment eher abgelehnt wurden.


Wobei es auch immer im Kontext mit dem Raum zu sehen ist, in dem wir uns befinden. Soll heißen ein Anstubsen in der Küche hat gegebenenfalls eine andere Bedeutung als ein Anstubsen im Wohnzimmer.

Gestern war Martha auch wesentlich verträglicher als vorgestern. Kein Rumgeschiebe oder Beißen oder Ähnliches, was in Richtung klares Dominanzverhalten geht. Sie war quasi ähnlich brav wie Jonas.


Streicheln scheint gerade bei Beiden nicht sonderlich populär zu sein. Aber da war mir schon vorher klar, dass sie dazu eine bestimmte Stimmung brauchen. Wenn sie einfach nur schlafen wollen, dann passt es üblicherweise nicht.


Jonas ist auch eher so der "Geber". Wenn er mich "streichelt", heißt das nämlich defintiv nicht, dass er auch von mir gestreichelt werden will. Sprich das sind zwei völlig verschiedene "Modi" bei ihm.


Ich denke definitiv nicht, dass Martha die Veränderung nicht gefällt. Der Grund, warum ich das denke ist Folgender: Sie war ja vorher quasi auf den Flur und das Badezimmer begrenzt. Aber so etwa 3 Stunden nachdem ich die Barriere entfernt habe, die sie davon abhielt in die anderen Räume zu gehen, hat sie sich mental nahezu komplett von ihrem alten Revier getrennt. Sie geht da so gut wie garnicht mehr rein. Höchstens Mal kurz zum gucken was ich mache, wenn ich da lang gehe, vermutlich da sie wissen: "Wenn Mensch im Flur, dann gute Chancen auf frische Wiese in Kürze".
Sie mögen die Küche, das Schlaf- und das Wohnzimmer aber der Flur und das Bad sind so Räume, wo sie sich sagen: "Ja, die gibt's aber die sind doof."


Der Umstand, dass sie gestern viel braver war als vorgestern könnte darauf hindeuten, dass Vorgestern irgendwas war, dass sie stinkig gemacht hat. Und ich hätte da zumindest eine Theorie.
Undzwar hatte sie damit begonnen die Tapete in der Wohnzimmerecke abzuknabbern und auf dem Teppich zu verteilen. Ich hab' das dann weggekehrt und den Staubsauger so in die Ecke gestellt, dass sie nicht mehr ran kam. Und das war dann so der Punkt, ab dem ich den Eindruck hatte, dass ihr das nicht passt.


Dann hab' ich ihnen auch noch Leckerli in's Wohnzimmer gebracht aber nach kurzer Zeit wieder in die Küche gebracht, weil ich merkte, dass "über dem Napf essen" nicht so Jonas' Stärke ist und es sich um Weintrauben handelte, die schön auf den Teppich tropfen können.

Die haben aber nicht gerafft, dass ich das einfach nur weggebracht habe und waren dann glaube auch ne Weile etwas perplex. Ich glaube dass sie nicht besonders gut darin sind, zu beobachten und zu verstehen, dass ich Objekte nur bewege, statt sie verschwinden zu lassen.


Das mit der Courch und Psychoanalyse wäre toll. Nur komischerweise gehen sie quasi gar nicht auf die Courch. Vielleicht mögen sie die Farbe nicht. Sie sind aber zu 95% nur am Boden. Wenn sie Mal in's Bett kommen dann meistens nur für wenige Minuten. Sie legen sich dort nie hin sondern laufen nur mal bisschen hin- und her. Wenn ich drin liege schnuppern sie an mir.
Auf die Buddelkiste gehen sie noch manchmal drauf. Martha sogar auch manchmal rein. Jonas nur zum drauflegen.




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Talula befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 21.09.2020, 22:59

Also bei mir hat Anstupsen definitiv nix mit Fressen oder sonstwas wollen zu tun, denn sie haben daraufhin noch nie was bekommen.
Mir erscheint es eher als ein "Hallo, na du? Ich bin auch hier", danach wird weggehoppelt und manchmal werd ich angestupst bevor ich geputzt werde (übrigens wollen meine dann auch nicht gestreichelt werden, wenn sie mich putzen).

Aber es gibt schon unterschiedliche Arten von Anstupsen hier, einmal das "Hallo"-Anstupsen und dann das "Du bist mir im Weg"-Anstupsen, je nachdem wie wichtig es ist mich aus dem Weg zu kriegen, folgt darauf ein Versuch mich weg zu graben, weg zu schieben oder ein leichter Zwick mit den Zähnchen.

Richtig gebissen hat mich zum Glück noch keiner der beiden, auf Zwicken regier ich entweder mit Rückzug des "im Weg liegenden" Körperteils oder ich schiebe das zwickende Kaninchen sanft weg (das verstehen sie recht gut).

Meine Dame ist übrigens auch frecher als mein Herr, er ist eher vorsichtig und untersucht erstmal genau bevor er in irgendwas reinbeißt, sie...ähm...nicht.
Er ist auch total vorsichtig, wenn er mir Fressen aus den Finger nimmt z.B. Sonnenblumenkerne, kann ich ihm zwischen Zeigefinger und Daumen reichen und er nimmt die gaaanz vorsichtig, Schnee ist da weitaus stürmischer.
Sie sind halt auch nicht alle gleich


Zitat:
Zitat von -Flöckchen- Beitrag anzeigen
Schön wärs wenn sie dann antworten würden
Die Vorstellung ist aber Genial Ich gestehe ich grübel mittlerweile weniger über ihr Verhalten nach, beobachten tue ich sie natürlich trotzdem unheimlich gerne, aber ich bin zum Glück aus AILs Phase draußen alles zu Hinterfragen, wahrscheinlich kommt da jeder rein, der zum ersten Mal Kaninchen hält, sie sind vom Verhalten einfach anders als Hund und Katze und das macht es spannend <3 Aber ich teile meine Erfahrungen mit ihnen schon gerne mit, weil ich sie so zuckersüß finde, dass ich am liebsten den ganzen Tag schreiben würde, was sie gerade machen, daher erfreuen mich Themen hier, wenn ich über sie schreiben kann, sorry wenn das zu viel war

Ich finde Tiere irgendwie leichter zu verstehen, sie sind für mich vor allem klarer in ihrer Körpersprache.

Aber trotzdem muss man sich erstmal dran gewöhnen, wenn man es mit ner Tierart zu tun hat, die man vorher nicht wirklich kannte.
Ich hab auch gemerkt, wie sehr ich jetzt auf Kaninchen getrimmt bin z.B. was das Streicheln anbelangt, muss ich mich manchmal erinnern, dass man Katzen nicht über die Nase/Stirn streichelt (wenn ich bei ner Freundin bin die Katzen hat) und Hunde kraulen ist ganz ungewohnt mittlerweile...kraulen! wasn das?


Könnte auch ewig über meine Niners schreiben (und reden) btw., wen es nicht interessiert, der muss es ja nicht lesen



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Geändert von Talula (21.09.2020 um 23:17 Uhr).

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AIL befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 22.09.2020, 09:19

Ja, das Stubsen ist sehr Kontextbezogen.
Wenn ich von der Arbeit nach Hause komme, ist es oft tatsächlich nur eine Begrüßung.
Wenn ich aber in der Küche in der Nähe des Kühlschranks stehe, während ich mir gerade was koche, dann denke ich schon, dass da Interesse an meinem Essen besteht.




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-Flöckchen- befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 24.09.2020, 07:38

Zitat:
Zitat von Talula Beitrag anzeigen
Also bei mir hat Anstupsen definitiv nix mit Fressen oder sonstwas wollen zu tun, denn sie haben daraufhin noch nie was bekommen.
Mir erscheint es eher als ein "Hallo, na du? Ich bin auch hier", danach wird weggehoppelt und manchmal werd ich angestupst bevor ich geputzt werde (übrigens wollen meine dann auch nicht gestreichelt werden, wenn sie mich putzen).

Aber es gibt schon unterschiedliche Arten von Anstupsen hier, einmal das "Hallo"-Anstupsen und dann das "Du bist mir im Weg"-Anstupsen, je nachdem wie wichtig es ist mich aus dem Weg zu kriegen, folgt darauf ein Versuch mich weg zu graben, weg zu schieben oder ein leichter Zwick mit den Zähnchen.

Richtig gebissen hat mich zum Glück noch keiner der beiden, auf Zwicken regier ich entweder mit Rückzug des "im Weg liegenden" Körperteils oder ich schiebe das zwickende Kaninchen sanft weg (das verstehen sie recht gut).

Meine Dame ist übrigens auch frecher als mein Herr, er ist eher vorsichtig und untersucht erstmal genau bevor er in irgendwas reinbeißt, sie...ähm...nicht.
Er ist auch total vorsichtig, wenn er mir Fressen aus den Finger nimmt z.B. Sonnenblumenkerne, kann ich ihm zwischen Zeigefinger und Daumen reichen und er nimmt die gaaanz vorsichtig, Schnee ist da weitaus stürmischer.
Sie sind halt auch nicht alle gleich





Ich finde Tiere irgendwie leichter zu verstehen, sie sind für mich vor allem klarer in ihrer Körpersprache.

Aber trotzdem muss man sich erstmal dran gewöhnen, wenn man es mit ner Tierart zu tun hat, die man vorher nicht wirklich kannte.
Ich hab auch gemerkt, wie sehr ich jetzt auf Kaninchen getrimmt bin z.B. was das Streicheln anbelangt, muss ich mich manchmal erinnern, dass man Katzen nicht über die Nase/Stirn streichelt (wenn ich bei ner Freundin bin die Katzen hat) und Hunde kraulen ist ganz ungewohnt mittlerweile...kraulen! wasn das?


Könnte auch ewig über meine Niners schreiben (und reden) btw., wen es nicht interessiert, der muss es ja nicht lesen
Bei Flöckchen und Aviv ist es auch so, dass ich ohne bedenken Aviv was zwischen den Fingern geben kann und bei Flöckchen kann es passieren das er da gefühlt in meine Hände springt und alles frisst

Beißen tun sie gott sei dank auch nie, nur ihr Zwicken wie bei dir. Manchmal erbarmen sie sich aber auch und klettern über mich drüber, statt mich dauerzuzwicken bis ich weg geh

Mittlerweile verstehe ich, zumindest meine Zwei, auch perfekt. Ich hatte vorher 4 Katzen und dann haben wir jetzt einen Hund, und die waren ganz anders von ihren Bedürfnissen her, was sie von mir erwarten und wollen, oder auch nicht wollen. Meine Katzen mochten das Kraulen und auch die Stirn streicheln. Bei Flöckchen ist es so, dass er beim Streicheln genau so ist. Vielleicht weil er ein Riese ist, will er auch so gekrault werden? Wir sagen immer er will gestreichelt werden, als wäre er ein Pferd. Weil er beim Kraulen fester und auch manchmal wilder geschmust werden will. Wenn ich dasselbe bei Aviv machen würde, würde er ausziehen Sich Aviv anzupassen war, durch Flöckchen, recht schwer. Ich hab mir so viel angewöhnt gehabt, das Aviv einfach so gar nicht mag, oft gab es pikierte Blicke seinerseits und deshalb ein weghoppeln. Mittlerweile hab ich festgestellt das er gerne den Bauch gekrault bekommt, wenn man das gaaanz vorsichtig mit den Fingerspitzen macht. Manchmal geht er dann auch glücklich kötteln.... Fühlt sich an als würde er mich benutzen dafür
Oder er mag es wenn man ihm sanft seine Backen krault. Bei Aviv ist prinzipiell alles sanft, was man tun sollte, damit er sich wohlfühlt. Nun oberste Regel :NICHT GEGEN DEN STRICH KRAULEN! Da ist er dann schlecht gelaunt, hüpft weg und putzt sein Fell schön. Flöckchen ist das einfach vollkommen egal, wie ich sein Fell bewege oder ob ich ihn in eine Position schiebe wo er besser gekrault werden kann. Solange er weiß es gibt kraulen dafür, kann ich alles machen. Nur Spritzen nicht ins Mäulchen... Aber Pfotenkontrolle, Popo und Peniskontrolle, Krallenkontrolle, ins Kiefer seitlich reinschauen, Lippenkontrolle, Ohrenkontrolle, ect. Solange ich ihn dabei kraule und kuschel, erlaubt er mir ausgiebige Kontrollen der Stellen. Wenn ich aber wie Rambo daherkomme und nur nachschauen will, ist er weggerannt immer, dabei mache ich exakt dasselbe

Ich weiß was du meinst. Ich rede gefühlt zuhause nur von den Jungs. Mein Freund meinte schon ich kümmer mich mehr um sie, als um alle anderen Er liebt die Jungs natürlich auch, aber ich hab das Gefühl, dass gerade Flöckchen und er in einem Wettbewerb sind dauernd, Flöckchen pinkelt wenn er da ist sogar manchmal auf seine Bettseite. Was er sonst NIE macht glaube er zeigt ihm wer der Mann im Haus ist



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Solkinok befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 24.09.2020, 08:26

Guten Morgen,



Zitat:
Zitat von Talula Beitrag anzeigen
Ich finde Tiere irgendwie leichter zu verstehen, sie sind für mich vor allem klarer in ihrer Körpersprache.

also da unterliegen Tierfreunde meiner Meinung nach doch oft einem Trugschluss. Denn einen großen Teil der Kommunikation unserer Haustiere bekommen wir aufgrund unserer relativ schwachen Sinne doch gar nicht mit (insbesondere Gerüche, aber auch Lautäußerungen in bestimmten Frequenzbereichen etc.). Aus der Perspektive vieler Haustiere sind wir Menschen kommunikativ gesehen vermutlich mehr oder weniger behindert. Und dann ist die Frage, inwiefern das Tier sich darauf einstellen und uns entgegen kommen kann. Ich vermute, dass der "Erfolg" gewisser Haustierarten (zuerst zu nennen: Hund, Katze) auch darauf basiert, dass sie einen Weg gefunden haben, sich an unsere kommunikativen Schwächen anzupassen und sich auf uns eingestellt haben.



Grüße
S.


EDIT: Wo ich gerade so darüber nachdenke. Eigentlich auch interessant ist ja die Frage, wie unsere Art zu Kommunizieren wohl bei Tieeren ankommt. Ein Hund muss ja vermutlich erst lernen, dass die Menschen - obwohl sie permanent das Weiße in den Augen zeigen und dauernd (beim Lachen) die Zähne fletschen - keine geisteskranken Psychopathen sind, die jederzeit angreifen werden. :-)



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Talula befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 24.09.2020, 10:48

@Flöckchen

so ein Tier hatte ich auch mal, wo ich alles machen konnte solange gestreichelt wurde, meine "kleine" Nisha, sie war auch ein Mix mit Weißer Wiener drin, also schon größer, vielleicht hat das was damit zu tun?

Sind große Rassen eher ruhiger/verschmußt? ich weiß es nicht.
Und du darfst Aviv's Bäuchlein streicheln?! Ich bin neidisch...


@Solkinok
das stimmt natürlich, wir kriegen eigentlich nur die Hälfte mit oder so und Tiere stellen sich auch auf den Menschen ein (z.B. das Anstupsen).
Ich merke das aber schon im Vergleich zu anderen Menschen, vor allem natürlich bei meinen Tieren, dass ich sie besser "verstehe" bzw. mehr sehe, aber ich hab auch schon Halter erlebt (vor allem von Hunden und Kaninchen) die echt schlecht darin waren ihr Tier zu verstehen, also ich denke schon dass es grundsätzlich Menschen gibt, die da eher nen Zugang haben als andere.
Trotzdem kann man als Mensch natürlich nie ein Tier so gut verstehen, wie es ein anderes Tier (der selben Art) kann.



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AIL befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 24.09.2020, 11:17

Ja, da stimme ich zu. Es gibt speziesspezifische Kommunikationsstrategien und beim Zusammenleben verschiedener Spezies sind alle Beteiligten in der Hinsicht gefordert Strategien zu entwickeln die Kommunikation mit den Mitgliedern der anderen Spezien zu verbessern.
Ob und inwieweit es da gelingt die Befangenheit der Kommunikationsweisen der eigenen Spezies zu überwinden ist sicherlich eine Frage der Mühe, die man sich dabei gibt, welche wiederum auch davon abhängt, was wichtig erscheint.
Ich denke jedenfalls, dass es noch so einige Dinge gibt, die ich missverstehe, da sie für mich einen scheinbaren widerspruch bilden.
Vor allem wenn sich die Kaninchen in der gleichen Situation unterschiedlich verhalten. Das heißt es gibt einen wichtigen individuumsbezogenen Unterschied, den es durch mich noch zu verstehen gilt. Aber man kann auch generell nicht davon ausgehen, dass die Kommunikation innerhalb einer Spezies eindeutig ist. Auch hier entwickelt ja jedes Individuum eine an die eigenen Erfahrungen und Lebenssitation angepasste Strategie.
Man könnte sogar vermuten, dass es vorkommen kann, dass ein Individuum, was im Kreise von Mitgliedern anderer Spezies aufwächst, besser daran angepasst ist, mit denen zu kommunizieren als mit den Mitgliedern der eigenen Spezies.
Für Menschen ergibt sich diese Situation sicherlich eher selten. Für viele Tiere jedoch ist genau das ihre Lebenserfahrung.




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-Flöckchen- befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 25.09.2020, 12:18

Zitat:
Zitat von Talula Beitrag anzeigen
@Flöckchen

so ein Tier hatte ich auch mal, wo ich alles machen konnte solange gestreichelt wurde, meine "kleine" Nisha, sie war auch ein Mix mit Weißer Wiener drin, also schon größer, vielleicht hat das was damit zu tun?

Sind große Rassen eher ruhiger/verschmußt? ich weiß es nicht.
Und du darfst Aviv's Bäuchlein streicheln?! Ich bin neidisch...


@Solkinok
das stimmt natürlich, wir kriegen eigentlich nur die Hälfte mit oder so und Tiere stellen sich auch auf den Menschen ein (z.B. das Anstupsen).
Ich merke das aber schon im Vergleich zu anderen Menschen, vor allem natürlich bei meinen Tieren, dass ich sie besser "verstehe" bzw. mehr sehe, aber ich hab auch schon Halter erlebt (vor allem von Hunden und Kaninchen) die echt schlecht darin waren ihr Tier zu verstehen, also ich denke schon dass es grundsätzlich Menschen gibt, die da eher nen Zugang haben als andere.
Trotzdem kann man als Mensch natürlich nie ein Tier so gut verstehen, wie es ein anderes Tier (der selben Art) kann.
Ich hab mal gehört, das Riesen häufig ruhiger sind und sich weniger 'bedroht' fühlen, wie kleine Kaninchen, hab aber dazu keinen Referenzwert, da Flöckchen und Aviv meine ersten Kaninchen sind. Hab auch gehört, das je mehr Zeit man mit ihnen verbringt, sie zutraulicher werden einfach. Tatsächlich ist es so das ich prinzipiell nicht viel mache Ich bin also nur außerhalb des Hauses zwischen 7.30 und höchstens 16Uhr wegen der Schule, ne stunde später Dienstag und Donnerstag wenn ich einkaufe. Davor war ich dank Corona auch zuhause trotz Bufdi. Und somit nur 2 std Dienstag und 2std Mittwoch weg zwecks Einkaufen für die Jungs
Das heißt sie sind natürlich extrem viel Zeit mit mir gewohnt. Flöckchen ist sogar richtig unzufrieden, das ich jetzt die Ausbildung mache. Sobald ich das Gehege öffne, müsste man meinen er geht spielen, dass erste was er aber macht ist mir mein Küsschen zu geben (Pflicht mehrmals am Tag, hab es ihm wohl antrainiert, da ich ihm als Baby immer eines gab, wenn er brav war mit Medikamenten und Abszessspülung. Irgendwann forderte er das) und sich kraulen zu lassen. Letztens kam ich wegen dem Einkaufen erst um 18Uhr zurück ungeplant- er hat mir zuerst in die Nase gezwickt. Aber dann gabs Küsschen und kuscheln Aviv hingegen hopst aus dem Gehege nie sofort raus. Manchmal verlässt er das Gebiet gar nicht, wenn doch hält er sich nicht mit Begrüßungen auf, sondern geht aufs Bett, toben und mit dem Kinn über die Decken fahren- ich könnte seine Existenz ja vergessen Wenn er kuscheln will, kommt er her und legt sich vor einen, ich muss immer auf seine Laune achten, wenn ich die Initiative einleite, mittlerweile hab ichs drauf, anfangs ist er dann öfters weggehoppelt und ich war deprimiert, wegen der offensichtlichen Ablehnung Das Bauchkraulen hat gedauert bis ich das bei Aviv dürfte! Ich hab mich da echt langsam rangetastet, weil er meine kleine Diva ist und gerne ganz genau bestimmt wann und wo er angefasst wird



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AIL befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 28.09.2020, 11:35

Also ich hab' ja zwei "Mittelgroße". Ich denke Martha ist ausgewachsen mit ihren 3.8 Kilo und Jonas holt gut auf und wiegt mittlerweile auch 3 Kilo.


Ich finde die sind ziemlich furchtlos, so dass ich mitunter aufpassen muss, nicht draufzutreten, weil die halt null Grund sehen zur Seite zu gehen, wenn ich drüber steige.

Mittlerweile leckt mich Martha auch ab und Jonas lässt sich auch streicheln. Und ich denke dass die sich das halt echt gegenseitig beigebracht haben, dass das kein entweder-oder ist, sondern dass man Beides machen kann. Besser in ihrer jeweiligen Kern-Disziplin ist aber nach wie vor, wer es zuerst gemacht hat.



Ich hab' aber selber auch was gelernt: Ich streichle häufig nicht mit der Hand sondern mit dem Kopf. Das scheint für die Kaninchen weniger merkwürdig zu sein, weil die das auch so machen und sowas komisches wie 'ne Hand in der Form nicht so richtig nachvollziehen können.


Die Beiden sind auch nahezu unzertrennlich. Ganz selten macht mal eins alleine was. Ansonsten sind sie immer zuzweit unterwegs und verbringen quasi den halben Tag damit, miteinander zu schmusen. Da wird man schon etwas neidisch!


Ich hatte auch irgendwo gelesen, wie man Kaninchen am besten mitteilt, wenn man etwas nicht mag: Einfach kurz und sanft am Schwanz berühren. Das verwenden sie wohl auch untereinander als Zeichen des Unmutes. Habe ich mehrfach bei Martha angewendet, wenn sie gebissen hat und bin der Meinung, dass sie diese Form der Kritik gut versteht.



 
 
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