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Finchen hat Würmer auf Kaninchen Forum

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Benutzerbild von Benny92
Kaninchen
 
Registriert seit: 03.04.2015
Beiträge: 2.281
Benny92 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 28.08.2020, 18:23

Finchen hat Würmer


Hallo,

Finchen bereitet mir mal schon wieder Sorgen.

Eigentlich wollte ich hier fragen, wieso sie immer ab und an Matschkot (bzw vlt auch eher Blinddarmkot?) hat ohne erkenntlich Ursache, aber jetzt hab ich die Ursache denke ich gefunden (s. Foto).
Ich werde morgen gleich bei der TÄ anrufen und mir ein Mittel gegen die Würmer holen, muss ich sonst noch was beachten? Wie habt ihr das mit Desinfektion usw. geregelt? Köttel kehre ich täglich weg, die Näpfe mache ich 1 mal die Woche mit kochenden Wasser sauber (ansonsten nur täglich normal auswischen und abwaschen) und insgesamt alles auch einmal die Woche. Kann ich das so beibehalten oder muss ich das bis die Würmer weg sind öfter machen? Meine aber mal gelesen zu haben, dass die Würmer sowieso immer in geringer Anzahl im Tier sind und man sie nie komplett wegbekommt. Ab welcher Menge sollte man dann entwurmen? Und was kann ich vorbeugend geben? Basilikum und Oregano gibt es sowieso täglich. Kann es sein dass man sich die durch Frischfutter immer wieder einschleppt?
Ich habe vor gut 2 Monaten die erste kotprobe abgegeben, da hatte sie einen minimalen Befall und wurde nur mit Basilikum usw behandelt nach einem Monat hab ich dann die 2te abgegeben und dann waren sie weg. Und jetzt sind sie anscheinend wieder da.

Von stups ist sie noch durch ein Gitter getrennt, allerdings wasche/desinfiziere ich mir nicht die Hände wenn ich zuerst bei ihr und dann bei ihm bin und ihn z.B. streichle. Bei ihm ist in Kot nichts zu sehen, beide sind auch normalgewichtig (s. Foto) allerdings ist er wahrscheinlich sowieso anfälliger, da er als Jungtier starke Kokzidien und Hefen hatte. Muss ich ihn dann mitbehandeln?

Und muss ich selbst zwecks der Hygiene was beachten? Hab aber glaub ich mal gelesen dass nur Bandwürmer für den Menschen gefährlich werden können und das fast nie die Wurmart ist, von der Kaninchen befallen sind?



Miniaturansicht angehängter Grafiken
Finchen hat Würmer-screenshot_20200828-182138_gallery.jpg   Finchen hat Würmer-screenshot_20200828-182132_gallery.jpg  

Finchen hat Würmer-screenshot_20200828-182126_gallery.jpg  
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Registriert seit: 03.07.2015
Beiträge: 5.334
Terry ist zur Zeit noch ein unbeschriebenes Blatt
Geschrieben am 28.08.2020, 19:03

Bleib locker und entspannt und halte die normale Hygiene ein, das Klo solltest Du täglich säubern.

Wichtig ist aber, dass Du eine Köttelprobe mit zum TA nimmst um die Untermieter sicher zu bestimmen.
Dazu kommt, dass bei Wurmbefall auch häufig Kokzidien mit im Spiel sind und die erkennst Du nicht so.



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Benutzerbild von Benny92
Kaninchen
 
Registriert seit: 03.04.2015
Beiträge: 2.281
Benny92 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 28.08.2020, 19:11

Zitat:
Zitat von Terry Beitrag anzeigen
Bleib locker und entspannt und halte die normale Hygiene ein, das Klo solltest Du täglich säubern.

Wichtig ist aber, dass Du eine Köttelprobe mit zum TA nimmst um die Untermieter sicher zu bestimmen.
Dazu kommt, dass bei Wurmbefall auch häufig Kokzidien mit im Spiel sind und die erkennst Du nicht so.
Super, da bin ich beruhigt. Teppiche und Holzgegenstände einfach lassen und auch normal reinigen oder entsorgen bzw kochend reinigen?

Die Kotprobe dann am besten von
beiden oder? Entscheidet man davon dann auch ob der Befall so groß ist, das man überhaupt Medis geben muss?



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Registriert seit: 03.07.2015
Beiträge: 5.334
Terry ist zur Zeit noch ein unbeschriebenes Blatt
Geschrieben am 28.08.2020, 20:05

Ich mach selbst bei Kokzidien keinen Bohei sondern nur etwas häufiger sauber.

Von wem die KP genau ist ist egal, denn bei Partnertieren müssen eh beide behandelt werden wenn was nachgewiesen wird.
Teppiche etc. normal (ggf. öfter) waschen bzw. reinigen.



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Benutzerbild von Luke
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Registriert seit: 12.04.2013
Beiträge: 10.200
Luke befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 28.08.2020, 20:43

Ich hab die Toiletten täglich gereinigt und nach dem Reinigen mit kochendem Wasser ausgespült



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Viele Grüße von mir



Kaninchen
 
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Rakete befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 31.08.2020, 18:48

Einmal alles gründlich desinfizieren (falls möglich). Und die Kotstellen täglich reinigen.


Passalurus ambiguus (Oxyuren, zählen zu den Fadenwürmern) wird nur bei starkem Befall überhaupt ausgeschieden. Auf Deinen Kotkugeln sind ziemlich viele zu sehen. Sie sind zwar oft symptomlos, aber behandeln würde ich immer. Diese Würmer könnten theoretisch eine Verstopfung auslösen, da sie am Ende des Dickdarmes/nähe Afterausgang leben. Die Würmer sterben ausserhalb relativ schnell ab und Wurmeier sind im Kot eher selten zu finden.


Daher ist die grösste Ansteckungsmöglichkeit über frischen Kot von einem anderen Kaninchen. Möglich sind natürlich für eine Wiederansteckung ungesäuberte Stellen oder infisziertes Futter, was mit frischem Kot in Berührung kam.


PS: nach welchem Behandlungsschema hast Du denn behandelt? Doch schon in 2 Zyklen? Die Pausen sollten dazwischen auf den Reifungszyklus der entsprechenden Wurmart ausgelegt sein.



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Geändert von Rakete (31.08.2020 um 18:50 Uhr).

Benutzerbild von Benny92
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Registriert seit: 03.04.2015
Beiträge: 2.281
Benny92 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 01.09.2020, 17:53

Zitat:
Zitat von Rakete Beitrag anzeigen
Einmal alles gründlich desinfizieren (falls möglich). Und die Kotstellen täglich reinigen.


Passalurus ambiguus (Oxyuren, zählen zu den Fadenwürmern) wird nur bei starkem Befall überhaupt ausgeschieden. Auf Deinen Kotkugeln sind ziemlich viele zu sehen. Sie sind zwar oft symptomlos, aber behandeln würde ich immer. Diese Würmer könnten theoretisch eine Verstopfung auslösen, da sie am Ende des Dickdarmes/nähe Afterausgang leben. Die Würmer sterben ausserhalb relativ schnell ab und Wurmeier sind im Kot eher selten zu finden.


Daher ist die grösste Ansteckungsmöglichkeit über frischen Kot von einem anderen Kaninchen. Möglich sind natürlich für eine Wiederansteckung ungesäuberte Stellen oder infisziertes Futter, was mit frischem Kot in Berührung kam.


PS: nach welchem Behandlungsschema hast Du denn behandelt? Doch schon in 2 Zyklen? Die Pausen sollten dazwischen auf den Reifungszyklus der entsprechenden Wurmart ausgelegt sein.
Noch gar nicht, der Befall der das erste mal in der Kotprobe festzustellen war, war so gering dass wir es rein mit guter Ernährung Basilikum usw versucht haben wegzubekommen. Die 2. Kotprobe war dann auch frei von Würmern.

Die neue Ergebnisse sind bis Donnerstag da.

Ohje aber kann ich das Risiko überhaupt komplett vermeiden dass sie sich reinfiziert durch ihren eigenen Kot? Denn selbst wenn ich wie jetzt täglich die Köttel wegkehre und säubere und sie theoretisch danach köttelt und Würmer drin hat und sie die wieder frisst ist es ja wieder so weit oder?



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Geändert von Benny92 (06.09.2020 um 17:23 Uhr).

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Rakete befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 01.09.2020, 18:39

Ich verstehe nicht ganz, wieso Du Würmer nicht mit Panacur behandeln willst...
normalerweise werden die schon behandelt, auch wenn sie keine Symptome machen (was später trotzdem noch eintreten könnte und den Organsimus doch auf Dauer zusätzlich belastet).


Panacur ist im allgemeinen relativ harmlos, zumindest im Vergleich zu restlichen Medikamenten. Ohne Behandlung wirst Du sie sicherlich nicht los, auch nicht futtertechnisch, auch wenn Du das unterstützen kannst.

Und Würmer machen in ihrem Reifungsprozess einen Zyklus durch, da ist es ganz normal, dass zwischendurch keine ausgeschieden werden können. Der Reifungsprozess der Wurmeier zu Würmer ist immer so, dass es zuerst ausgeschieden werden muss und dann vom Wirt (oder Zwischenwirt -> je nach Wurmarten) eben wieder gefressen wird.

Panacur tötet lediglich die Würmer ab und kann den Wurmeier nichts anhaben. Daher muss man mind. einen zweiten Zyklus machen, wenn die Eier Ausschlüpfen. Behandelt man dann auch um richtigen Zeitpunkt, haben die keine Chance mehr, dass die geschlechtsreif werden und weiter Eier produzieren.
Voraussetzung dafür, dass auch eine Hygiene eingehalten wird und sich die Kaninchen nicht wieder neu infiszieren können.

Ich hatte in 14 Jahren Kaninchenhaltung an die 30% der Neuzugängen mit Wurmbefall. Die Panacur- Behandlung war immer erfolgreich. Wurmbefall gab es nur, wenn ich keine Quarantäne machte und den Neuen direkt zu den Alten setzte.... Dann konnte ich jeweils alle Kaninchen behandeln.

Imfos zu Passalurus ambiguus hast Du hier:

http://www.medirabbit.com/GE/GI_diseases/Parasites/Pass_ge/Pass_ge.htm

Kotprobe auf Wurmeier ist öfters mal negativ bei Passalurus. Da würde ich besser auf generelle, visuelle Kontrolle der Kotkugeln Vertrauen. Das mache ich übrigens immer und dauerhaft, wenn ich putze



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Registriert seit: 03.04.2015
Beiträge: 2.281
Benny92 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 01.09.2020, 20:15

Zitat:
Zitat von Rakete Beitrag anzeigen
Ich verstehe nicht ganz, wieso Du Würmer nicht mit Panacur behandeln willst...
normalerweise werden die schon behandelt, auch wenn sie keine Symptome machen (was später trotzdem noch eintreten könnte und den Organsimus doch auf Dauer zusätzlich belastet).


Panacur ist im allgemeinen relativ harmlos, zumindest im Vergleich zu restlichen Medikamenten. Ohne Behandlung wirst Du sie sicherlich nicht los, auch nicht futtertechnisch, auch wenn Du das unterstützen kannst.

Und Würmer machen in ihrem Reifungsprozess einen Zyklus durch, da ist es ganz normal, dass zwischendurch keine ausgeschieden werden können. Der Reifungsprozess der Wurmeier zu Würmer ist immer so, dass es zuerst ausgeschieden werden muss und dann vom Wirt (oder Zwischenwirt -> je nach Wurmarten) eben wieder gefressen wird.

Panacur tötet lediglich die Würmer ab und kann den Wurmeier nichts anhaben. Daher muss man mind. einen zweiten Zyklus machen, wenn die Eier Ausschlüpfen. Behandelt man dann auch um richtigen Zeitpunkt, haben die keine Chance mehr, dass die geschlechtsreif werden und weiter Eier produzieren.
Voraussetzung dafür, dass auch eine Hygiene eingehalten wird und sich die Kaninchen nicht wieder neu infiszieren können.

Ich hatte in 14 Jahren Kaninchenhaltung an die 30% der Neuzugängen mit Wurmbefall. Die Panacur- Behandlung war immer erfolgreich. Wurmbefall gab es nur, wenn ich keine Quarantäne machte und den Neuen direkt zu den Alten setzte.... Dann konnte ich jeweils alle Kaninchen behandeln.

Imfos zu Passalurus ambiguus hast Du hier:

http://www.medirabbit.com/GE/GI_diseases/Parasites/Pass_ge/Pass_ge.htm

Kotprobe auf Wurmeier ist öfters mal negativ bei Passalurus. Da würde ich besser auf generelle, visuelle Kontrolle der Kotkugeln Vertrauen. Das mache ich übrigens immer und dauerhaft, wenn ich putze
Aus welchem meiner Beiträge entnimmst du denn, dass ich nicht mit Panacur behandeln möchte?
Ich behandle meine Tiere immer mit den entsprechenden Medikamenten wenn dies notwendig ist. Wie ich in meinem ersten Beitrag bereits erwähnt habe, hat mir meine Tierärztin aufgrund der ersten Kotprobe empfohlen, es erstmal mit RodiCare und Basilikum usw. zu versuchen. Zu diesem Zeitpunkt waren die Würmer mit bloßem Auge nicht erkenntlich. Nach 2 bis 3 Wochen habe ich dann eine weitere Kotprobe abgegeben, bei der keine Würmer mehr vorhanden waren.
Bis ich die Würmer letzte Woche dann direkt im Kot gesehen habe, war das Thema somit erledigt - da ich ja dachte, dass sie weg waren.
Ich wäre grundsätzlich auch bereit gewesen sofort ein Mittel zu holen, aber es wird ja allgemein empfohlen dennoch eine Kotprobe mit den Würmern zur genauen Bestimmung abzugeben. Behandelt wird sie jetzt also so oder so, nach dem die Ergebnisse da sind.



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Geändert von Benny92 (01.09.2020 um 20:20 Uhr).

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Rakete befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 01.09.2020, 20:54

Aus Deinem Beitrag von heute habe ich so gelesen und verstanden, dass Du durch Ernährung behandeln hast oder willst.

Zitat:
Noch gar nicht, der Befall der das erste mal in der Kotprobe festzustellen war, war so gering dass wir es rein mit guter Ernährung Basilikum usw versucht haben wegzubekommen. Die 2. Kotprobe war dann auch frei von Würmern.
Notwendigkeit ist immer relativ. Ich sehe zumindest eine Panacur-Behandlung nötig bei Wurmbefall.
Und Parasiten werden immer unregelmäßig ausgeschieden, daher macht man auch immer eine Sammelkotprobe. Bei Passalurus wirst Du niemals jeden Tag Würmer auf dem Kot finden. Ich weiß jetzt nicht genau, wie oft ich schon davon befallene Kaninchen hatte, aber die hatten alle komplett wurmfreie Tage, das ist normal.

Bei Wurmsichtung auf Kotkugeln brauchst Du jeine Kotprobe mehr abzugeben. Passalurus (Oxyuren) sind die einzigen Kaninchen- Würmer, die sichtbar sind. Andere Wurmarten (wie Magen-, Hakenwurm) kannst Du so nicht Sehen, außer Bandwürmer- Teile ( respektive deren Proglotide) welche viel größer sind. Nur kennen die meisten Laien (inklusive TA) Passalurus ambiguus nicht, denen muss man das zuerst erklären und den Wurm zeigen...



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Geändert von Rakete (01.09.2020 um 21:08 Uhr).

Benutzerbild von Benny92
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Registriert seit: 03.04.2015
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Benny92 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 06.09.2020, 17:25

Zitat:
Zitat von Rakete Beitrag anzeigen
Aus Deinem Beitrag von heute habe ich so gelesen und verstanden, dass Du durch Ernährung behandeln hast oder willst.



Notwendigkeit ist immer relativ. Ich sehe zumindest eine Panacur-Behandlung nötig bei Wurmbefall.
Und Parasiten werden immer unregelmäßig ausgeschieden, daher macht man auch immer eine Sammelkotprobe. Bei Passalurus wirst Du niemals jeden Tag Würmer auf dem Kot finden. Ich weiß jetzt nicht genau, wie oft ich schon davon befallene Kaninchen hatte, aber die hatten alle komplett wurmfreie Tage, das ist normal.

Bei Wurmsichtung auf Kotkugeln brauchst Du jeine Kotprobe mehr abzugeben. Passalurus (Oxyuren) sind die einzigen Kaninchen- Würmer, die sichtbar sind. Andere Wurmarten (wie Magen-, Hakenwurm) kannst Du so nicht Sehen, außer Bandwürmer- Teile ( respektive deren Proglotide) welche viel größer sind. Nur kennen die meisten Laien (inklusive TA) Passalurus ambiguus nicht, denen muss man das zuerst erklären und den Wurm zeigen...
Vlt. war das nicht ganz verständlich, meinte aber dass im Zusammenhang mit meinen vorherigen Beiträgen herauszulesen ist, dass ich dieses Mal aufjedenfall davon ausgegangen bin, dass ich um eine Behandlung mit Panacur nicht drum rumkomme. Ich wollte damit nur deutlich machen, dass ich damals, vor 2 Monaten, als der Befall an den Kötteln (zumindest für mich) nicht ersichtlich war und rein durch die Routine-Kotprobe minimal festgestellt wurde, noch keine richtige Behandlung gemacht wurde sondern mit RodiCare und verschiedensten Kräutern versucht wurde es weg zu bekommen. Da ich sowieso schon öfter gelesen habe, dass Würmer usw. immer in geringer Anzahl im Kaninchen sind und nachdem die Kotprobe das 2. Mal negativ war und die Würmer auch weiterhin nicht auf den Kötteln ersichtlich waren, dachte ich das soweit alles in Ordnung wäre - bis ich eben die Würmer auf den Kötteln gesehen habe.

Sie wird jetzt aber mit Panacur bzw einem Medikament mit gleicher Zusammensetzung behandelt. Die Kotprobe wie sie mir von Terry oben empfohlen wurde, war aber aufjedenfall sinnvoll, denn tatsächlich hat sie auch einen geringen Befall an Kokzidien.



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Geändert von Benny92 (06.09.2020 um 17:29 Uhr).

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Rakete befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 06.09.2020, 22:59

Sammelkotprobe sollte man eh regelmäßig machen, es können ja auch noch andere Wurmeier gefunden werden. Ach wenn ich jetzt persönlich noch nie einen Doppelinfekt von Würmer hatte. Nur wie gesagt, bei Passalurus findet man häufig keine Wurmeier und die Würmer werden auch nur ausgeschieden, wenn ein großer Befall vorhanden ist (die Würmer gehen nicht ganz freiwillig nach draußen, denn sie sterben rasch ab...) Einen geringen Befall (unterhalb der Nachweisgrenze) wird man gar nicht erst bemerken und deswegen auch nicht behandeln.

Kokzidien sind bei Kaninchen latent vorhanden in geringen Massen. Sind keinerlei Symptome vorhanden, dann muss man bei geringen Mengen auch nicht behandeln. Das kriegt man dann auch mit der Ernährung weg, zumindest unterhalb der Nachweisgrenze. Zudem ist eine Behandlung mit Baycox sehr happig, daher macht man es auch nur wenn nötig. Bei Symptomen muss aber behandelt werden, auch wenn nur ein geringer Befall vorhanden ist.



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Geändert von Rakete (06.09.2020 um 23:02 Uhr).

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Benny92 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 08.09.2020, 19:32

Zitat:
Zitat von Rakete Beitrag anzeigen
Sammelkotprobe sollte man eh regelmäßig machen, es können ja auch noch andere Wurmeier gefunden werden. Ach wenn ich jetzt persönlich noch nie einen Doppelinfekt von Würmer hatte. Nur wie gesagt, bei Passalurus findet man häufig keine Wurmeier und die Würmer werden auch nur ausgeschieden, wenn ein großer Befall vorhanden ist (die Würmer gehen nicht ganz freiwillig nach draußen, denn sie sterben rasch ab...) Einen geringen Befall (unterhalb der Nachweisgrenze) wird man gar nicht erst bemerken und deswegen auch nicht behandeln.

Kokzidien sind bei Kaninchen latent vorhanden in geringen Massen. Sind keinerlei Symptome vorhanden, dann muss man bei geringen Mengen auch nicht behandeln. Das kriegt man dann auch mit der Ernährung weg, zumindest unterhalb der Nachweisgrenze. Zudem ist eine Behandlung mit Baycox sehr happig, daher macht man es auch nur wenn nötig. Bei Symptomen muss aber behandelt werden, auch wenn nur ein geringer Befall vorhanden ist.
Ah okay alles klar. Was mich wundert ist nur, dass ich seit der Behandlung mit Panacur keinen einzigen Wurm mehr am Kot entdeckt habe. Meine mal gelesen zu haben, dass die da vermehrt ausgeschieden werden und es sogar zur Verstopfung kommen kann?

Genau gegen Kokzidien wird erstmal nicht behandelt, wir geben nach der Behandlung nochmal eine Probe ab und schauen wie es dann aussieht. Erstmal versuchen wir die Würmer aufjedenfall wegzubekommen. Symptome hat Finchen gar keine, auch nicht Gewichtsverlust o.ä.
Wobei ich bei Kokzidien immer Angst habe, dass sie sich bei Stress extremst vermehren und dann zur Kokzidiose führen. Das war bei Stups nämlich der Fall damals, er war dann total apathisch und hat nichts mehr gefressen, hatte einen total aufgeblähten Bauch usw. Dank Medis und Päppeln hab ich ihn Gott sei dank wieder hinbekommen und auch die Kokzidien soweit weg. Wobei ich gerade bei ihm Angst habe, dass sie mal wieder so stark werden, das war ganz schlimm damals. Aber aktuell sind sie ja noch getrennt und seine KP war bis auf Hefen sauber. Die kommen vlt dadurch dass ich seine KP nicht im Kühlschrank gelagert habe? Ansonsten konnte bei ihm nichts festgestellt werden, sein Kot ist auch in Ordnung (also kein Durchfall o.ä.) und er ist auch gut im Gewicht.

Kann ich unterstützend Oreganoöl ins Futter mischen? Habt ihr damit Erfahrungen? Wenn ja welches und in welcher Menge verabreicht ihr es? RodiCare gibt es sowieso unterstützend.

Und da ich schon öfter gelesen habe, dass ein paar von euch Schmerzmittel Zuhause haben falls was ist, wollte ich mal fragen woher ihr das habt? Bekommt man das ganz normal vom Tierarzt wenn man sagt man will es auf Vorrat haben, falls mal was sein sollte?



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Rakete befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 08.09.2020, 20:55

Schmerzmittel Metacam habe ich immer zu Hause, schon alleine wegen Therapie bei beginnender Aufgasung oder Bauchweh durch Haarballenverstopfung. Bei mir kommt das schon häufiger mal vor und oft nützt es sehr schnell, wenn man Metacam, SabSimplex (o.ä.) und Öl gibt.

Metacam bekommst Du vom Tierarzt. Zumindest wenn er Dich gut kennt und weiß, wofür das Du es im Notfall einsetzt.
(Letztes Jahr hatte ich sogar sehr viel zu Hause, weil die TA's wollten, dass ich den chron. Schnupfen über mehrere Monate zusätzlich mit Entzündungshemmer behandle).

Kotprobe musst Du zwingend im Kühlschrank lagern. Die !enge an Hefen wird bereits nach 2-3 h nicht mehr aussagekräftig sein, da sich die schnell vermehren.

Starken Kokzidienbefall hatte ich fast nur bei Neuzugängen (teilweise auch zusammen mit Würmern), die eben vorgängig auch falsch ernährt wurden. Ansonsten gab es zwar auch schon bei Zweiterkrankung (leichtes EC, Milben) wenig Kokzidien. Aber wenn Zweiterkrankungen rechtzeitig entdeckt wurden, waren die Kokzidien kaum je ein Problem.

Zitat:
mich wundert ist nur, dass ich seit der Behandlung mit Panacur keinen einzigen Wurm mehr am Kot entdeckt habe. Meine mal gelesen zu haben, dass die da vermehrt ausgeschieden werden und es sogar zur Verstopfung kommen kann?
Ich habe das jetzt nicht ganz verstanden, was Du meinst...
Panacur tötet die Würmer ab, daher ist der Idealfall, dass es danach keine Würmer mehr hat. In der Regel wird bei erster Behandlung fast alles abgetötet, der zweite Zyklus der Behandlung erfolgt, damit man auch sicher ist, dass nicht noch hinterher die Wurmeier ausschlüpfen.

Unbehandelt kann Wurmbefall zu Vestopfungen führen. Ausgeschieden werden die Würmer nur bei stärkeren Befall.

Gemäß Kaninchenwiese ist die Tesa-Abklatsch- Methode auch besser, als der Eiernachweis im Kot (oder Würmer auf dem Kot). Ich kenne die Methode nur beim Menschen, weil die Oxyuren v.a. nachts aus dem After kriechen, respektive sich nahe der Afterregion aufhalten.. Ich kann mir aber nicht so recht vorstellen, wie man den Tesa- Abklatsch bei Kaninchen machen kann. Und habe jetzt auch noch nie gelesen, dass das jemand schon gemacht hat.




Kaninchenfreund
 
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Solkinok befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 08.09.2020, 21:43

Hi,



Zitat:
Zitat von Rakete Beitrag anzeigen
Ich habe das jetzt nicht ganz verstanden, was Du meinst...
Panacur tötet die Würmer ab, daher ist der Idealfall, dass es danach keine Würmer mehr hat.

Ich könnte mir vorstellen, dass es um die Überlegung geht, dass die sterbenden oder schon toten Würmer dann ja ausgeschieden werden und deswegen vermehrt im Kot gesehen werden.



Grüße
S.



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Kaninchen
 
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Rakete befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 09.09.2020, 09:59

Bei Panacurbehandlung habe ich noch NIE Würmer auf dem Kot gesehen. Die zersetzt es noch im Tier drin. Und ich habe in 14 Jahren schon einige Male behandeln müssen, ich kann nicht mal sagen wie oft...
Hast Du das Gegenteil aus Deinen Beobachtungen feststellen können?

Bei massiven Wurmbefall denke ich hingegen, dass sich einfach zu viel Würmer in der Enddarmregion/After tummeln, wo die Weibchen ihre Eier ablegen, so dass aus Versehen (oder Überbevölkerung) die Würmer heraus flutschen. Außerhalb des temperierten Körpers sterben die gemäß meinen Beobachtungen innert 2-3 h ab, die können gar nicht überleben.

Übrigens habe ich gefunden bei:
https://laboklin.com/de/laboklin-aktuell/newsdetails/article/magen-darm-parasiten-bei-kaninchen-und-meerschweinchen/

Zitat:
Bei Kaninchen kommt am häufigsten Passalurus ambiguus (Oxyuren) vor (Abb. 2). Die Tiere zeigen häufig erst bei hochgradigem Befall Symptome (Durchfall, Tympanie, kolikartige Bauchschmerzen, analer Juckreiz). Herkömmliche Kotuntersuchungen können falsch negativ sein. Bei Verdacht sollte daher ein Tesafilm-Abklatsch-Präparat vom Anus angefertigt werden, da die Eier an Rektum- und Analschleimhaut sowie auf der Oberfläche der Kotkugel abgelegt werden.
Was dann wohl eher darauf hinweist, dass es sich um Weibchen handelt, die auf Kotkugeln zu finden sind wegen Eiablage....

Und ich habe bei einer Unterart noch gelesen, dass die Männchen nach Begattung absterben.




Geändert von Rakete (09.09.2020 um 10:11 Uhr).

Kaninchenfreund
 
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Solkinok befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 09.09.2020, 10:40

Hi,

Zitat:
Zitat von Rakete Beitrag anzeigen
Bei Panacurbehandlung habe ich noch NIE Würmer auf dem Kot gesehen. Die zersetzt es noch im Tier drin. Und ich habe in 14 Jahren schon einige Male behandeln müssen, ich kann nicht mal sagen wie oft...
Hast Du das Gegenteil aus Deinen Beobachtungen feststellen können?

ICH habe noch gar keine Erfahrung mit Würmern bei Kaninchen (darf auch gerne so bleiben ), das war eine reine Interpretation des Vorgängerposts.





Grüße
S.



(Ich habe aber tatsächlich schon beobachtet, dass Kinder, bei denen zuvor keine Würmer zu sehen waren, nach der ersten Ladung Vermox halbtote Tierchen im Kot hatten, die sich bisher versteckt hatten, sich nun aber wegen der einsetzenden Lähmung nicht mehr an der Darmwand festhalten konnten. Ist aber natürlich eine andere Tierart & anderes Medikament, insofern nicht zwingend vergleichbar.)



 
 
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