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Tod unserer Häsin mit 9 Monaten auf Kaninchen Forum

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Ninchen
 
Registriert seit: 02.07.2020
Beiträge: 3
Glaciem befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 02.07.2020, 20:45

Tod unserer Häsin mit 9 Monaten


Hallo zusammen,

bevor ich zum eigentlichen Thema komme kurz vorweg: Wir haben unsere beiden Racker im November mit 10 Wochen geholt. Es waren unsere ersten Kaninchen und dementsprechend sind wir noch nicht sehr erfahren. Wir haben vor ihrem Einzug hauptsächlich Kaninchenwiese als Infoplattform verwendet und ihr Gehege auch ganz gut eingerichtet.
Ganz am Anfang hatte unsere Linchen einmal kurz Durchfall, wahrscheinlich durch den Stress und die leichte Futter Umstellung. Entsprechend aufgeregt sind wir dann zum Tierarzt, der ihr eine spritze gab und Heudiät verordnete( haben wir natürlich nicht gemacht) seitdem hatte sie eigentlich nie Probleme außer einen Abend nichts gefressen, was jedoch am nächsten Morgen wieder normal war. Sie war immer putzmunter und schien gesund.
Letzten Samstag war auch alles normal, sie hat gefressen, ist rumgedüst und war auch sonst unauffällig. Wir waren dann für einen Tag bei Freunden und sind am nächsten Tag zurück. Da lag sie schon nur noch zusammengekauert in ihrem Häuschen und es lag deutlich mehr restliches Futter im Gehege als sonst. Ihr Bruder ist ganz normal gehoppelt und hat gefressen. Wir sind dann direkt zum Nottierarzt, welchen ich als Kaninchenerfahren einschätzen würde. Nach dem Abtasten und Kontrollieren der vorderen Zähne schien alles in Ordnung, sodass sie schmerzende Backenzähne vermutete und ein Schmerzmittel spritzte. Sie gab uns dann noch Päppelbrei mit, für den Fall die kleine würde später immer noch nichts essen und machte einen Termin für den nächsten Morgen, um mit Unterstützung ihrer Kollegen erneut zu untersuchen.
Zu Hause angekommen, wurde die Situation nicht besser, sodass wir ihr den Brei gaben, den sie nur schlecht annahm. Wir gaben ihr dann etwas Ruhe, um sich vom Stress zu erholen und setzten sie zurück in ihr Haus. Einige Stunden später lag sie dann allerdings schon leblos an ihrer lieblingsstelle..
Die Tierärztin konnte im Nachgespräch keine direkte Todesursache erklären (wir haben sie nicht obduzieren lassen), vermutete aber Hefe als Ursache, weil ihr Bruder damit auch Probleme hat (wird jetzt behandelt).
Ich würde gerne unsere Fehler ermitteln und Meinungen zur Todesursache eines so jungen Kaninchens erörtern, weil mir das nicht ganz in den Kopf will 😢
Bitte seid nicht zu hart mit mir. Ich habe jetzt zwei Tage am Stück geweint und mache mir unendlich Vorwürfe.
Ich möchte aber auch nicht nochmal die gleichen Fehler wiederholen und ihrem Bruder und seiner hoffentlich bald neuen Partnerin ein längeres Leben schenken.
Ein paar Sachen habe ich schon mit der neuen Tierärztin geklärt, vielleicht hilft es ja.. wir haben zu viele Möhren gefüttert, weil uns nicht klar war, dass diese viel Zucker enthalten und hefen fördern. Wir hätten in der Notsprechstunde ein Röntgenbild machen sollen, waren uns dessen Bedeutung aber nicht bewusst. Sie hatte vermutlich schon länger mit Hefen zu tun, das wurde jedoch vom zwischenzeitlich anderen Tierarzt auch nicht wirklich beachtet.
Ich hoffe ihr könnt mir helfen das alles aufzuarbeiten und vielleicht auch bei der Bewältigung der Trauer helfen, da mir ihr Tod sehr nahe geht.

LG



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Benutzerbild von marinahexe
Moderatorin
 
Registriert seit: 24.10.2010
Beiträge: 24.639
marinahexe befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 02.07.2020, 21:02

Herzlich willkommen bei uns im Forum, auch wenn der Anlass ein trauriger ist.


Hefen als Todesursache würde ich ausschließen. Hefen sind immer eine Begleiterscheinung von z.B. Kokzidien, falscher Ernährung oder evtl. Zahnproblemen. Bei euch lag es wohl an den vielen Möhren. Hefen verursachen evtl. Durchfall, sind aber nicht tödlich.


Wurden die beiden geimpft? Wenn ja, mit welchem Impfstoff und wann genau?


Für mich hört es sich eher nach Verdauungproblemen an. Aufgasung oder Verstopfung durch Haarballen kommen recht häufig vor.



Rakete, 4Chaoten and Glaciem like this.

Ninchen
 
Registriert seit: 02.07.2020
Beiträge: 3
Glaciem befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 02.07.2020, 21:23

Also geimpft wurde Ende März gegen Myxomatose, RHD 1und 2. Die Mittel kann ich leider nicht benennen, da wir keinen Impfpass o.ä. bekommen haben.
Beim Abtasten durch den Nottierarzt wurde kein aufgeblähter Bauch festgestellt. Kokzidien hätte dann doch auch ihr Bruder haben müssen, oder? Die Untersuchung seines Kots hat aber nichts in dieser Richtung ergeben.
Ist eine Verstopfung wirklich innerhalb eines Tages tödlich?
Köttelketten hatte sie zwar ab und zu, aber hätte man eine Verstopfung dadurch nicht irgendwie bemerken und behandeln können?




Benutzerbild von marinahexe
Moderatorin
 
Registriert seit: 24.10.2010
Beiträge: 24.639
marinahexe befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 03.07.2020, 08:46

Wenn sie im Fellwechsel viel Fell rausputzen und schlucken, kann es zu einer Verstopfung kommen. Dann frisst das Kaninchen weniger, und später gar nichts mehr. Dadurch, dass der Nahrungsbrei länger im Magen verweilt, fängt es an zu gähren und es kommt zu einer Aufgasung. Diese kann man eigentlich recht gut (erstmal) selbst behandeln. Ein erfahrener Kaninchenhalter erkennt die Anzeichen und greift frühzeitig ein.



Bei der Untersuchung in der Klinik hätte dringend ein Röntgenbild gemacht werden müssen. Danach richtet sich dann die weitere Behandlung. Bei einer Aufgasung bekommt sie Medikamente und kann dünnflüssig gepäppelt werden. Bei einer Verstopfung darf nicht gepäppelt werden. Da hinten nichts rauskommen kann, darf vorne nichts nachgeschoben werden, da sonst der Magen reißen kann.


Besorg Dir bitte für Deine Kaninchen-Hausapotheke:

Dimeticon (Tierarzt)
ca. 20 1m-Spritzen zum Päppeln und Verabreichung von Medis (TA oder Apotheke)
Novaminsulfon-Tropfen (Tierarzt)
ein pflanzliches Speiseöl, hast Du sicherlich zu Hause


Das ist die Grundausstattung. Mit der Zeit werden sich sicherlich noch mehr Medis ansammeln.


Wir haben hier die Regenbogenbrücke. Vielleicht magst Du dort etwas über Linchen schreiben?
https://www.kaninchenforum.de/small-talk/2875-die-regenbogenbr%FCcke.html


Und wenn Du Dir ein neues Weibchen holst, hol es bitte aus dem Tierschutz. Dort sind die Tiere gecheckt und geimpft, die Böcke schon kastriert.




Ninchen
 
Registriert seit: 02.07.2020
Beiträge: 3
Glaciem befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 03.07.2020, 09:20

Vielen Dank für deine Ausführungen! Jetzt habe ich weitestgehend Gewissheit, auch wenn es sehr schmerzhaft ist zu wissen, dass man falsch gehandelt hat und somit frühzeitig ein kleines Leben beendet hat. Vielleicht hätte der Tierarzt auch mehr auf die Bedeutung des Röntgenbildes hinweisen können oder ihren Bauch besser abtasten können, aber ich will keinesfalls die Schuld bei anderen suchen, denn das bringt sie auch nicht zurück und wäre nicht fair. Mir tut es wahnsinnig leid, dass alles so schnell ging und ich die Situation falsch eingeschätzt habe.. So viele Fragen und was wäre wenn.. Das mag jetzt alles übertrieben rüberkommen, aber ich habe sie wirklich geliebt.

Die Medikamente werde ich mir besorgen und mich allgemein auch viel mehr mit dem Thema beschäftigen, wie man frühzeitig Probleme erkennen und behandeln kann.

Die Regenbogenbrücke ist eine tolle Idee. Ich werde nachher etwas zu ihr schreiben.

Wir haben jetzt eine kleine 5 monate alte zwergrex Dame aus einer Aufzuchtstation angeschaut, die von ihren alten Besitzern abgegeben wurde.
Oder ein 7 Monate altes Zwergwiddermädchen, dass auch ihren Partner verloren hat und deshalb abgegeben wurde.




Benutzerbild von dangerschaf
Kaninchen
 
Registriert seit: 16.05.2014
Beiträge: 20.618
dangerschaf befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 03.07.2020, 09:29

Mein Beileid zu deinem Verlust.

Zum Thema impfen: Versuch bitte nachträglich herauszufinden, mit welchen Impfstoffen sie behandelt wurden. Leider wird nicht überall korrekt geimpft



marinahexe and Glaciem like this.
__________________
---
"Du mußt sie jetzt sagen,
Oder ewig 'rumtragen,
Deine Worte: Verzeih!
Hätt' ich doch! – Einerlei.
Könnt' ich doch noch!
– Vorbei."
(Reinhard Mey)
---

[Danke, Tante Jessi]



Benutzerbild von Luke
Kaninchen
 
Registriert seit: 12.04.2013
Beiträge: 10.200
Luke befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 03.07.2020, 13:10

Herzliches Beileid zu Deinem Verlust



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__________________

Viele Grüße von mir



Benutzerbild von -Flöckchen-
Kaninchenfreund
 
Registriert seit: 22.04.2019
Beiträge: 799
-Flöckchen- befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 04.07.2020, 12:05

Nach 9 Monaten liebt man sein Tier natürlich! und das alles erscheint mir eher nach Erfahrungsfehler, was ohne Kaninchenkundigen Tierarzt auch mir hätte letztes Jahr passieren können... Mein herzliches Beleid das du so eine Erfahrung machen musstest...
Zum Tierarzt- ich denke er hätte schon mehr machen müssen. Er hätte ein Röngtenbild erwähnen müssen und wie wichtig das ist. Denn gerade wenn jemand unerfahren lst mit Kaninchen, sollte der Tierarzt mehr wissen haben und Behandlungsmöglichkeiten nutzen außer bei unbekannter Ursache zu päppeln und den Besitzer mit Kaninchen heimschicken.
Ich wünsche dir alles Gute für deine Racker und trotz dieser Erfahrung auch viel Freude an ihrer Haltung weiterhin Mal sehen welche Dame du auswählst Glaube Widderkaninchen neigen zu Ohrenproblemen und sind häufig früher oder später Taub, aber kenn mich da nicht sooo gut aus.



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__________________
Grüße von den Kuschelninchen Flöckchen und Aviv


https://kuschelninchen.tumblr.com/
https://www.instagram.com/floeckchen_ninchen/?hl=de



Geändert von -Flöckchen- (04.07.2020 um 12:07 Uhr).

Benutzerbild von marinahexe
Moderatorin
 
Registriert seit: 24.10.2010
Beiträge: 24.639
marinahexe befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 04.07.2020, 15:02

DU kannst mir gerne Deine PLZ per PN schicken. Ich schau dann mal nach einem guten TA für euch.



 
 
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