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Wie nehme ich meinem Kaninchen die Angst vor mir. auf Kaninchen Forum

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Benutzerbild von Honey_Bunny
Ninchen
 
Registriert seit: 10.05.2020
Beiträge: 5
Honey_Bunny befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 29.05.2020, 18:03

Wie nehme ich meinem Kaninchen die Angst vor mir.


Hallo,

Ich habe meine beiden Kaninchen jetzt ein 3/4 Jahr was Auch das ungefähre Alter der beiden Racker ist.

Ich Liebe beide wirklich abgöttisch aber habe so meine kleinen Probleme, wenn es um den Umgang mit meinen zwei Hexen geht.
Mir fehlt einfach die Erfahrung und das was ich im Internet so bisher gefunden habe hat nur bei einen der beiden Funktioniert.

Ich muss dazu sagen ich hatte in meiner Kindheit zwei Kaninchen aber mit 5-6 Jahren hat man nicht wirklich viel mit der "Erziehung & Haltung" des Tieres zu tun. Das übernehmen ja immer die Eltern. Muss halt auch dazu sagen das meine Eltern im Rückblick die Kaninchen nicht Artgerecht gehalten haben. Sprich Käfighaltung in den Käfigen die man im Tierhandel bekommt etc. (Im Grunde die Fehler die Jeder Kaninchen Halter macht, wenn Er oder Sie sich nicht richtig Informiert) und seid den bin ich nur noch mit Hunden und Katzen groß geworden.

Der Punkt ist, ich weis das man mit einem Kaninchen nicht so umgehen kann, wie mit Hund und Katze. Das ist vollkommen Logisch denn sie sind nun mal Beutetiere und werden immer eine gewisse Grund-Vorsichtigkeit haben.
Nun habe ich als ich mir die zwei Hexen gehohlt habe wirklich Gründlich Informiert. Die Zwei haben Ihr "eigenes" Zimmer in der Wohnung, ich habe von Anfang an vermieden die beiden hoch zu heben oder zum streicheln zu zwingen, habe mich auf ihre Höhe begeben und sie versucht mit Leckerechen zu locken.

Wie ich nun oben ja schon erwähnt habe hat das nur bei einem der beiden Funktioniert. Meine Gremlin lässt sich durchaus mal Streicheln, Stupst wie ne wilde an einem rum und kleine Putzeinheiten bekomme ich auch manchmal. Nur bei meiner Fei scheint das alles absolut nicht zu wirken. Vielmehr hat sie absolute Angst vor einem.
Am Anfang musste ich mit Ihr einmal zum Tierarzt und ich musste ihr dann für eine Woche zwei mal tgl. Medis geben. Man kann sich vorstellen das die kleine Maus davon nicht begeistert war. Ich vermute dass das viel mit reinspielt in ihr Verhalten mir gegenüber.

Ich würde Ihr nur so gerne dieses Misstrauen und die Angst nehmen, denn es macht Krallen schneiden oder andere Instanzen in denen es nötig wird sie mal hoch zu heben oder anzufassen eine absolute Tortur. Sie wehrt sich immer mit Manneskräften und ich habe jedes mal Angst ihr weh zu tun wenn ich sie verzweifelt versuche fest zu halten. Ich habe es versucht genauso zu machen, wie ich es fast überall empfohlen bekommen habe im Internet: Indem ich ihr zwischendrin immer und immer wieder Leckerchen gebe aber sie verweigert alles sobald ich meine Hände an ihr habe.

Wenn es ums Hochheben geht ist Gremlin leider nicht sehr anders, man wehrt sich mit Manneskräften. Und auch sie will in diesen Momenten absolut nix fressen.
Ich fühle mich einfach jedes mal absolut furchtbar wenn ich beiden dann diesen Stress zumuten muss aber ich weis auch absolut nicht wie ich es ihnen angenehmer machen kann oder sie zumindest daran gewöhnt bekomme damit sie nicht mehr so absolut panisch werden.

Ich habe mich schon damit abgefunden das Fei nie so schmußig wird wie Gremlin aber ich möchte wenigstens nicht das sie Angst davor hat angefasst zu werden oder wenn man auch nur in Ihre nähe kommt (Fei wurde auch vor kurzen Kastriert und es gabe danach schwierigkeiten mit dem Fressen, weswegen ich ihr nun schon wieder regelmäßig Medis geben musste, was alles noch mal verschlimmert hat)

Wenn Irgendwer Vorschläge hat was ich noch Probieren könnte, dann währe ich wirklich sehr dankbar, denn ich möchte meinen zwei Hexen ein schönes langes und vor allem angenehmes Leben bei mir ermöglichen.

Vielen Lieben Dank schon mal im Vorraus.

Das sind meine zwei kleinen Hexen für jeden den es Interesiert.



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Moderator
 
Registriert seit: 20.02.2019
Beiträge: 3.859
4Chaoten befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 29.05.2020, 19:51

Kopf hoch und mach dir nicht zuviele Gedanken und habe einfach ganz viel Geduld
Die Medigabe hat Fei sicherlich schon vergessen und es gibt einfach Tiere, die länger brauchen um zutraulich zu werden. Kuscheltiere werden es nie.

Ich habe bisher nur einen Kastraten gehabt, der seine Streicheleinheiten eingefordert hat
Zunächst sollte man es nicht auf Zwang versuchen (ausgenommen Medigabe), setzt dich doch einfach auf den Boden, lese ein Buch oder Male, Rätsel etc, wenn sie neugierig zu dir kommen, lass sich machen und versuche nicht sie anzufassen und bewege dich nicht viel. Rede viel mit ihnen, damit sie deine Stimme kennenlernen

Ich habe z. B. bei Neuzugängen ihren Napf mit Trockenkräutern hingestellt und wenn sie kamen, so rein zufällig sie berührt, war nicht gerade streicheln, aber das sie schon mal die Hand kennenlernen.
Wenn du bei ihnen bist und dich bewegst, dann bewege dich langsam und rede dabei. Wie gibst du Leckerli? Ich habe eine Rascheltüte und wenn es Leckerli gab, dann habe ich nie versucht sie anzufassen . Irgendwann kannten sie das rascheln (gibt es abends, wenn ich Zuhause bin, feste Zeiten) und kamen freiwillig an.




Benutzerbild von Honey_Bunny
Ninchen
 
Registriert seit: 10.05.2020
Beiträge: 5
Honey_Bunny befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 30.05.2020, 10:14

Zitat:
Zitat von 4Chaoten Beitrag anzeigen
Kopf hoch und mach dir nicht zuviele Gedanken und habe einfach ganz viel Geduld
Die Medigabe hat Fei sicherlich schon vergessen und es gibt einfach Tiere, die länger brauchen um zutraulich zu werden. Kuscheltiere werden es nie.

Ich habe bisher nur einen Kastraten gehabt, der seine Streicheleinheiten eingefordert hat
Zunächst sollte man es nicht auf Zwang versuchen (ausgenommen Medigabe), setzt dich doch einfach auf den Boden, lese ein Buch oder Male, Rätsel etc, wenn sie neugierig zu dir kommen, lass sich machen und versuche nicht sie anzufassen und bewege dich nicht viel. Rede viel mit ihnen, damit sie deine Stimme kennenlernen

Ich habe z. B. bei Neuzugängen ihren Napf mit Trockenkräutern hingestellt und wenn sie kamen, so rein zufällig sie berührt, war nicht gerade streicheln, aber das sie schon mal die Hand kennenlernen.
Wenn du bei ihnen bist und dich bewegst, dann bewege dich langsam und rede dabei. Wie gibst du Leckerli? Ich habe eine Rascheltüte und wenn es Leckerli gab, dann habe ich nie versucht sie anzufassen . Irgendwann kannten sie das rascheln (gibt es abends, wenn ich Zuhause bin, feste Zeiten) und kamen freiwillig an.
Also Leckerlies habe ich in ebenfalls in einer Tüte mit der ich Rascheln kann. Da reagieren beide auch echt super drauf und stehen immer gleich parat sobald sie die hören.
Ich habe auch schon versucht die Salat-Mahlzeiten immer aus der Hand zu Füttern was aber eher den Effekt hatte das beide nicht mehr wirklich gefressen haben weswegen ich das mittlerweile wieder verworfen habe.
Es ist nur das jedes Mal wenn die kleine Fei vor mir in Panik wegrennt weil ich ihr zu nahe gekommen bin, suche ich den Fehler bei mir. Ich frage mich dann immer was ich falsch gemacht habe.
Ich werde einfach fleißig weiter versuchen mit ihr zu bonden und vllt fasst sie dann irgendwann ein wenig vertrauen in mich.

Dankeschön für deine Antwort




Benutzerbild von Keksdame
Zwergkaninchen
 
Registriert seit: 09.01.2019
Beiträge: 121
Keksdame befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 30.05.2020, 16:04

Ich habe mich auch an dieses Experiment heran gewagt. Meine zwei kamen von der Außenhaltung, wo sie keinen Kontakt zu Menschen hatten außer wenn Futter kam.

Jetzt leben sie in meiner kleinen Wohnung, die sie tagsüber komplett nutzen dürfen. Ansonsten haben sie ihre Hauptzentrale in der Küche.

Am Anfang stand die Angst im Raum. Immer wenn ich die Küche betrat verschwanden beide in ihren Kartons.
Sie haben keine Gitter und Zäune und dürfen sich frei bewegen. Ich gab ihnen Zeit. Viel Zeit.

Merci (Widderdame) war die erste die sich traute die Küche zu verlassen. Erst nur aus Neugier. Sie hatte auch wenig Angst sich auf dem glatten Laminatboden zu bewegen.

Nuka (Löwenkopfmännchen) hatte Angst vor mir und dem Boden. Seine Reise ging immer nur bis zum Teppichrand.

Darauf habe ich mirn Haufen Teppiche gekauft und die Wohnung ausgelegt. Ich durfte beobachten (wenn ich Heim kam) wie die zwei hektisch zurück in die Küche rannten.
Die Teppiche nahmen ihnen die Angst sich frei zu bewegen.

Aber noch machten sie immer kehrt wenn sie mich sahen. Ich saß viel bei ihnen. Und ich transportierte sie oft ins Wohnzimmer damit sie häufiger den wichtigsten Raum der Wohnung mit mir teilten.

Nuka kann ich hochheben. Er akzeptiert es. Aber er hasst es. Merci hoch heben geht gar nicht. Sie wehrt sich mit allen Mitteln. Um das zu umgehen habe ich sie oft in ihrem Toilettenboxen oder Kartons transportiert (wenn sie darin saßen). Das war ihnen auch nicht ganz geheuer oder sie verhielten sich nach dem Absetzen ganz normal.

Ich habe sie viel aus der Hand gefüttert. Beide haben nun Futter mit mir bzw meinen Beinen verknüpft. Sobald sie mich sehen sind sie da. Vor allem früh beim Aufstehen fühlen meine nackten Füße erstmal weiches Fell und dann sitzt mam auf Toilette und zwei Kaninchen schauem eim blöd an

Zusammenfassung
Wenn du möchtest dass sie richtig an deinem Leben teil haben sollen, dann solltest du deinen Lebensraum für sie öffnen und begehbar machen.

Füttere oft aus der Hand. Vor allem die leckersten Dinge.

Geb ihnen Zeit. Viel Zeit. Ich habe über 3 Monate gebraucht bis auch Nuka seinen Raum verließ.

Geb ihnen überall die Möglichkeit sich zu verstecken. Meine Wohnung ist voll mit Pappkartons. Sie können sich jederzeit zurück ziehen. Das nimmt ihnen etwas Stress.

Interagiere mit den Kaninchen und schau wie weit du gehen kannst. Wenn sie bei dir sind solltesr du versuchen sie zu berühren. Fange am Kopf an und schau wie sie reagieren.

Bewege sie nicht in dem du sie hoch hebst. Transportiere sie mithilfe von Kartons oder Boxen.

Kündige dich mit Summen oder leisen Reden an. Dann wissen sie bald wer kommt und erschrecken nicht.

Habe Geduld und zeige Verständnis. Man kann seinem Kaninchen viel Vertrauen antrainieren wenn man geduldig ist.



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Kaninchen
 
Registriert seit: 05.06.2012
Beiträge: 2.923
Rakete befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 30.05.2020, 16:55

Du hast ja schon zahlreiche Tipps bekommen... Alles braucht seine Zeit, manchmal sogar 1-2 Jahre bei den Härtefällen.

Medikamentengabe etc. ist immer Stress.
Aber es lässt sich etwas stressfreier gestalten!

Einfangen:
möglichst mit minimen Jagen.
evtl auch in die Enge treiben, aber darauf reagieren sie auch stark unterschiedlich. Es gibt solchen, die wehren sich dann wie wild oder andere ergeben sich. Du kannst aber dabei auch mit der Transportbox arbeiten. Manchmal gehen sie freiwillig rein, wenn sie Dir ausweichen wollen und keine andere Wahl haben. Z.B. Kaninchen ans Ende eines Ganges drängen, das funktioniert zumindest bei mir am besten.

Check/ Medikamentengabe:
Dafür gibt es auch versch. Optionen, Du musst schauen, was für Dich am besten geht.
Grundsätzlich weniger gut: auf dem Schoß umher hantieren.

Am Boden: Kaninchen zwischen den Oberschebkel einklemmen. Vorteil: es muss nicht herum getragen werden. Ich persönlich habe mit dem Handling zu sehr Probleme.

Tisch: Kaninchen auf einen geraden Untergrund setzten, z.B. Tisch (aber ohne rutschige Fläche. Wenn es nicht direkt festgehalten wird, kann es sich zwischen der Prozedur erholen. Meine Kaninchen sind so viel relaxter, als wenn ich sie auf dem Schoß halte.

Schoß: würde ich persönlich nur mit Kissen als eben Untergrund machen, damit es für das Kaninchen bequemer ist. Allerdings ist Tisch besser. Ich benutze die Schossmethode nur, wenn ich das Kaninchen kurz auf den Rücken drehen muss (bitte so keine Medikamente einflößen!) oder allenfalls auch halb umgedreht das Kaninchen zw. den Oberschenkel einklemme zum Krallen schneiden. Zumindest die Hinterläufe schneiden gehen so etwas besser als auf dem Tisch; je nach Wehrhaftigkeit. Allerdings am besten geht Krallenschneiden zu Zweit, nur leider habe ich den Luxus auch nicht...

Manchmal wechsle ich auch zw. Tisch und Schoss, je nachdem was besser geht.

Die Scheuen Kaninchen werden während der Prozedur nichts fressen wollen.
Ich würde das Ganze aber immer mit einem Leckerli und stimmlich hinterher belohnen. Also Kaninchen auf den Boden frei lassen und ggf. Leckerli hinter her werfen, wenn es flüchtet (aber so, dass es das mitbekommt). Gut möglich, dass sie aber in Kürze sich gleich umdrehen, weil sie die Leckerlis Erfahrungsgemäß erwarten. Übrigens Klopfen als Protest/ Angst und fast gleichzeitig Leckerli fressen geht durchaus...

Bei den Leckerlis entspannen sie sich schnell und der ganze Stress wird mit was Positiven abgeschlossen. Deswegen ist es bei den nächsten Malen dann auch nicht mehr so schlimm.



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Ninchen
 
Registriert seit: 06.06.2020
Beiträge: 13
Bucky befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 11.06.2020, 22:01

Im Grunde würde ich sagen du musst nicht wirklich was anders machen...bei meinem Farbzwerg (hatte auch kaum Kontakt zu Menschen) habe ich mich einfach täglich ca. 30 Minuten in den Auslauf gesetzt und gelesen.

Sie hatte Anfangs echt Angst vor Menschen (Ich musste mich nur kurz bewegen und schon war sie wie vor Angst gelähmt) aber mit sehr viel Zeit und Geduld wurde die Maus mutiger.
Ca. 1 1/2 Jahre später hat sie sich dann an mich heran getraut und jedes mal am Buch geschnüffelt und daran auch leicht geknabbert...besonders die Seiten waren toll (konnte sie dann alleine umblättern ) aber streicheln konnte ich sie immer noch nicht.
Es hat dann weitere 6 Monate gedauert bis sie mich dann angestupst hatte und ich die Süße endlich streicheln konnte

Also mit teilweise viel Geduld und Zeit klappst



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angst, hoch heben, umgang



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