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Schnupfen - TA sagt AB bringt ggf. nicht viel?Hi alle! So, nachdem Tesla mittlerweile wieder grosszügig frisst und auch die Umstellung zu Wiese sehr gut geklappt hat (Gemüse und co. wird regelrecht verschmäht, aber ich geb's trotzdem weiterhin, für die Auswahl und falls mal was Wiese nicht ganz okay ist), habe ich nun mit der Vergesellschaftung begonnen (hat bislang noch nicht so gefunkt, aber dauert ja manchmal etwas länger). Eine Baustelle hab' ich derzeit jedoch noch: Der Schnupfen meiner neuen Häsin Florina. Sie hat diesen scheinbar schon seit mind. Dezember, als sie aufgefunden und im Tierheim abgegeben wurde. Dort wurde sie damals ca. eine Woche mit Breitband-Antibiotika behandelt, weitere Massnahmen wurden nicht ergriffen, da der Schnupfen irgendwie einer Allergie ähnelt (vereinzelt heftige Niesattacken, sonst alles ok. Näschen nach Niesen einwenig nass, aber nie weiss/Schleim). Hab' es meiner Tierärztin mal gezeigt und sie hat ihr primär einmalig Zylexis gespritzt, seither war's mehr oder weniger gut und wenns mal wieder heftiger wurde, konnte ich mit Rucola, Thymian, Rettichkraut und Inhalation entgegenwirken. Trotzallem habe ich nochmal meine Tierärztin angefragt und mich erkundigt, ob evtl. ein Abstrich notwendig sei: Gemäss ihr könne man das schon machen, doch würden Antibiotika in vielen Fällen wenig bringen und seien gerade wenn der Zustand des Kaninchens einigermassen OK ist nicht vertretbar. Der Grund sei, dass die Bakterien sich meist in den riesigen inneren Nasenflächen des Kaninchens "einnisten", wo man sie eig. garnie rauskriegt, resp. wo AB nicht wirklich wirkt und daher wäre es höchstens eine Massnahme, falls die Bakterien wieder Oberhand gewinnen sollten. Jetzt bin ich einwenig verwirrt, da ich noch nie was derartiges gelesen habe. Natürlich verständlich, dass man nicht gleich mit AB schiessen will, und meine Tierärztin ist enorm versiert was Kaninchen betrifft, wurde mir damalig von einer lokalen Kaninchenorganisation empfohlen, da zweifle ich wenig an. Aber wirklich lieber garnichts tun, resp. nur Symptome behandeln? Was gäbs denn sonst noch für Möglichkeiten? Geändert von maelscuttle (27.05.2020 um 23:02 Uhr).
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| Wenn ich es richtig in Erinnerung habe, stimmt die Aussage wohl, dass es schwierig ist, einen Abstrich zu bekommen, da sich die Bakterien gerne tief einnisten. ich denke, hier kann dir der User Rakete sicherlich viel zu erzählen ![]() Meine Häsin wurde damals mind. 2 Wochen mit AB behandelt, eine Woche soll lt. TA zu kurz sein, allerdings gab es bei mir auch Ausfluss und Atemgeräusche Meine Freundin schwört noch auf Rodicare Pulmo, dies hilft ihrer Häsin, ich habe es bisher nur vorsorglich zu Hause, falls es wieder losgeht.
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| Deine TÄ hat absolut Recht mit ihren Aussagen. Wenn wenig Symptome da sind (ohne Eiter von außen) dann sollte man nicht sofort mit AB drauf hauen, sondern erst dann, wenn Symptome zunehmen. Dann muss man aber leider.... Allerdings kann der Eiter auch mal im Extremfall derart zäh sein, dass er gar nicht abfließt. Schleimlöser kann helfen. Die Bakterien (Haupterreger Pasteurella multocida) lassen sich aber nur zurück drängen. Irgendwann kommen sie aber zurück, deswegen heißt es auch chronischer Schnupfen. Bei starken Eiter sind die Bakterien in den tiefen Regionen der Nasennebenhöhlen vor jedem AB geschützt. Bei sehr schweren Schnupfen, wo sehr lange fast erfolglos mit AB therapiert wird, hilft eine Nasen-OP, bei dem der Eiter vollständig ausgeräumt wird. Ein CT vorher kann Aufschluss geben, wie der Zustand der Nase ist. Abstrich bringt was aus dem OP - Material. Normaler NasenAbstrich aus der vorderen Nase liefert öfters 'falsche' Ergebnisse, respektive entspricht nicht wirklich dem eigentlichen Infektionsherd. Versuchen tut man einen Abstrich meist doch, allerdings muss man das Resultat kritisch hinter fragen, wenn es keine klare Ergebnisse wie Pasteurellen oder Bordetellen liefert. AB- Therapie: mind. 2 Wochen, niemals darunter (weil es nichts bringt). Besser 3 Wochen, bei schweren Schnupfen auch länger. Meine Seniorin bekam 1,5 Jahre AB, aktuell gerade nichts mehr... Pasteurellen brauchen eine lange Behandlungszeit. Zylexis: da hat Deine TÄ einen Fehler gemacht. Es sollte bei erstmaliger Gabe nach Vorschrift immer als Kur gespritzt werden (Tag 1, Tag 8+ 10), sonst kurbelt es das Immunsystem zu wenig an. Ggf. auch nach sehr langer Pause als Kur. Nach der Kur kann es bei Bedarf gespritzt werden, aber Mindestabstand dazwischen 2 Wochen. Ich hatte gute Erfahrungen im Anfangsstadium eines Schnupfens, nicht aber wenn der Schnupfen schon lange da war. Versuchen kann man es aber immer wenn das Kaninchen nicht gerade schwer krank ist; im schlimmsten Fall hilft es einfach nicht. Ansonsten gibt es bei Kaninchenwiese viele Behandlungstipps. Am besten setzt man an mehreren Punkten an. Allerdings bei schweren Schnupfen half bei mir keines der vielen Mittel. Das einzige, was zumindest den Zustand erleichtert sind Kaltinhalationen und Schleimlöser. Ingwer kriegen Meine in einem Mash auch gelegentlich, da sie das eh lieben. https://www.kaninchenwiese.de/gesundheit/infektionskrankheiten/kaninchenschnupfen/ Geändert von Rakete (28.05.2020 um 16:55 Uhr).
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| Wenn es sichtbar eitert, dann so schnell wie möglich mit AB behandeln. Allerdings habe ich schon erlebt, dass minimale Symptome über 3-4 Jahre verheerend sein können. Symptome war gelegentliches Niesen und mal feuchte Nase, also sicherlich nichts für AB. Leider sieht man nicht die es innen drin wütet.... Er hatte dann plötzlich tränendes Auge. Zu Beginn war Spülung des TNK erfolgreich, danach war der TNK komplett für immer verstopft. Ich gab auf Anraten hin bloß täglich normale Augentropfen, statt das weiter in der Klinik abzuklären. Das tat ich erst nach 1,5 Jahre später mittels CT und da war es schon zu spät. Verkalkt (Mineralisierung) war die komplette linke Seite inkl. TNK und Nasennenebenhöhle. Da ging keine Luft mehr durch. Die rechte Seite war auch Beginn einer Verkalkung zu sehen. Zähne waren alle top. Also selbst minimalste Symptome sind nicht immer harmlos!
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| Zitat:
Heutzutage tragen schon recht viele Kaninchen Pasteurellen, trotzdem bricht es nicht häufig aus. Es spielen ja noch andere Sachen eine Rolle wie Hygiene, Haltung, Stress, andere Erkranungen und letztendlich die Gene. Bei mir hat sich noch keines bei den anderen direkt angesteckt. Aber es gab (erst) im Alter Ausbrüche.
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| Stichworte |
| gesundheit, niesen, schnupfen |
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