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Kontrollfreak und MisstrauenHallöchen an alle! Ich habe zwei Kaninchendamen. Lotte (Löwenköpfchen) und Betty (Farbzwerg). Beide sind ein Dreivierteljahr alt und leben in einem 6qm großen Gehege. Jeden Tag dürfen sie mindestens 4h raus und im großen Wohnzimmer und auf dem Balkon toben, springen, buddeln und spielen, was ihnen sichtlich gefällt. Daher denke ich sind sie ausgeglichen und führen ein artgerechtes Leben. Sie und zutraulich, kommen zu mir, fressen aus der Hand und springen auch auf meinen Rücken wenn ich am Boden liege. Also eigentlich ganz normale Kaninchen. Trotzdem habe ein paar Probleme mit meiner Löwenköpfchendame Lotte. Sie ist generell sehr Temperamentvoll, möchte eher nicht angefasst werden, frech und weiß was sie will, was ich absolut akzeptiere. Manchen Kaninchen sind halt so und die anderen nicht. Ihre Mitbewohnerin Betty ist nämlich das genaue Gegenteil. Ruhig, verschmust und brav. Nun mach ich mir aber ein paar Sorgen um Betty. Es scheint nämlich so, als würde Lotte sie total kontrollieren. Die beiden sind wirklich ein Herz und eine Seele aber Betty kann weder in Ruhe fressen, hoppeln, auf die Toilette gehen oder schnüffeln ohne das Lotte sie kontrolliert und sie damit leider fast immer vertreibt. Es wirkt so, als würde sie Betty alles „verbieten“. Warum ist das so? Ich weiß nicht ob Betty drunter leidet und möchte natürlich nur, dass sie auch frei und zufrieden sein kann. Ein anderes Problem ist das krallenschneiden. Ich bin generell kein Freund von hochheben aber bei krallenschneiden oder beim Tierarzt muss das halt mal sein. Betty hat generell kein großes Problem sondern meist nur keine Lust. Aber Lotte rastet förmlich aus wenn sie merkt, dass man sie anfassen will. Sie tobt, grunzt und zappelt wie wild. Mit Leckerbissen oder Futter lässt sie sich überhaupt nicht ablenken und nur durch streicheln ein bisschen beruhigen. Heute war es aber so schlimm, dass sie mich sogar das erste mal gebissen hat. Nicht fest nur so ein „ich hab echt keine Lust jetzt“. Ich merke ja wie das Tier leidet und es wundert mich so sehr weil sie sonst zutraulich ist. Wie schaffe ich es aber, dass sie im Thema hochheben oder auf sie zukommen keinen Nervenzusammenbruch kriegt? Oder warum ist das überhaupt so? Ich freue mich echt riiiiiiesig auf eure antworten! Danke!!! Geändert von Takahoma (04.05.2020 um 08:30 Uhr).
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| Hallo und willkommen ![]() ich denke, es hängt noch einiges mit der Pubertät zusammen, neben dem unterschiedlichen Charakter und würde einfach mal abwarten wie es sich in ein paar Monaten entwickelt. Du könntest mehrere Futterplätze mit Sichtschutz anbieten, so das Lotte vielleicht nicht gleich mitbekommt, dass sie frisst´ Zum Hochheben kann ich nur sagen, schnell, ein beherzter Griff und gleich fixieren, um Medikamente einzugeben. Zum Krallen schneiden fahre ich zum TA, da darf meine Zappeldame auf dem Tisch bleiben und ihr wird nur die Pfote gehoben, welche geschnitten wird. Sicherlich ist es immer Streß für die Tiere, aber man kann es eben nicht immer vermeiden und dient nur ihrem Wohlergehen
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| Medizin-Check (Krallenschneiden etc.): Kaninchen reagieren je nach Charakter sehr unterschiedlich darauf. Meine Seniorin mit 1.4 kg beisst (meist) seit 2.5 Jahren, obwohl ich sie fast täglich einfangen und lange therapieren muss. Aber zumindest beruhigt sie sich hinterher innerhalb einer Sekunde; schliesslich gibt es immer Leckerli. Bei den Anderen rede ich während der Prozedur beruhigt zu (nur bei der Seniorin bin ich oft zu genervt... ). Je länger man die Prozedur macht, desto weniger Stressiger wird es, da die positive Verstärkung hinterher kommt und eine Erwartungshaltung besteht. Am nachherigen Verhalten merkt man, wie stressig es wirklich war. Verhält es sich direkt normal, dann war's nur halb so wild ![]() Je nach Prozedur (z.B. Waschen bei Durchfall) kann es selten mal vorkommen, dass ein Kaninchen derart gestresst wird, dass es sich danach hechelnd hinwirft. Wenn möglich, aber derartige Situationen vermeiden, denn da hilft keinerlei positive Bestärkung mehr, sondern das Kaninchen sollte einfach in Ruhe gelassen werden. Pubertät: die kann so einiges bewirken. Später wird es sicherlich ruhiger, wenn sie mal ausgewachsen sind. Du hast zumindest den Vorteil, dass die Rangordnung bis anhin glasklar ist, denn sonst wäre das langfristig ein Pulverfass. Gleichgeschlechtliche (v.a. wenn auch unkastrierte Häsinnen) brauchen manchmal auch wesentlich mehr Platz als ein Paar, um sich auch mal genügend aus dem Wege gehen zu können. Gerade der Hormonhaushalt bringt da einiges durcheinander. Wenn Du das Gefühl hast, dass Betty durch die Situation langfristig gestresst wird, dann würde ich trotzdem mehr dauerhaften Platz zur Verfügung stellen mit mehr Ausweichsmöglichkeiten. Auch wir sind manchmal froh, wenn wir ab und zu unseren Freiraum haben und nicht uns dauernd auf den Wecker gehen ![]()
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| Hey! Vielen Dank für euren Rat! Dann liegt es wahrscheinlich echt an der Pubertät. ![]() Ich werde auf jeden Fall den Sichtschutz probieren und den zwei Damen mehr Platz anbieten. Ich schätze eure Antworten auf jeden Fall.! ![]()
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