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Hilfe bei Vergesellschaftung 3er-Gruppe auf Kaninchen Forum

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  • 1 Post By Rakete

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Ninchen
 
Registriert seit: 30.04.2020
Beiträge: 5
Meily befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 30.04.2020, 12:57

Hilfe bei Vergesellschaftung 3er-Gruppe


Hallo zusammen!

Ich benötige Hilfe von erfahrenen Kaninchenhaltern, die Erfahrung mit der Vergesellschaftung ungerader Kaninchengruppen vertraut sind.

Ich habe 2 Kaninchen, meine alte Kaninchendame Bubbles (10 Jahre) und meinen kleinen Odin (kastriert, Alter unbekannt - auf jeden Fall ein gutes Stück jünger als Bubbles). Mein Partner hat im Tierheim nun ein Kaninchen entdeckt in das er sich schockverliebt hat. Wir haben lange darüber diskutiert und ich hatte vor allem starke Bedenken, ob eine 3er-Gruppe gut miteinander harmonieren kann. Also fing ich an im Internet zu recherchieren und das Ergebnis war: „Kann sehr gut harmonieren oder aber gar nicht und ein Kaninchen könnte ausgeschlossen werden.“ Ehrlich gesagt habe ich auch mit so einem Ergebnis gerechnet. Also gab ich nach und stimmte der neuen Adoption zu.

Zum neuen Kaninchen:
Wie bereits genannt, haben wir das Kaninchen aus dem Tierheim adoptiert. Es handelt sich um ein Weibchen, das infolge einer Beschlagnahmung durch das Veterinäramt beim Tierheim eingewiesen wurde. Das Kaninchen wurde kastriert, geimpft und ist laut der tierärztlichen Endkontrolle gesund.
Das Alter ist nicht bekannt, aber vom Aussehen her gehe ich davon aus, dass die Kleine auch viel jünger als Bubbles ist, vielleicht im ähnlichen Alter wie Odin...

Zur Vergesellschaftung:
Wir haben die Kleine am 26.04. geholt und in unserer Wohnung den Flur (ca. 12 m^2) als neutralen Ort für die Vergesellschaftung vorbereitet. Dann ging es los und alle 3 wurden da rein gesetzt.
Bei Odin und der Neuen verlief die Vergesellschaftung recht normal. Die beiden fingen an sich zu jagen und sprangen gegeneinander bzw. einander vorbei. Fell ausreißen gab es am Anfang, aber nur sehr wenig. Schon nach einem Tag wurde das Verhältnis zwischen ihnen besser. Odin fing an die Neue zu putzen und wagte auch die ersten Versuche sie zu besteigen/dominieren. Doch das war anfänglich immer erfolglos. Die Neue rannte weg und Odin hinterher. Noch ein Tag später fingen die beiden an sich gegenseitig zu putzen und haben auch gemeinsam an einem Platz gefressen. Mittlerweile kuscheln Sie auch miteinander. Daher würde ich sagen, dass die Vergesellschaftung zwischen den beiden ein voller Erfolg war :-)

Nun zu meiner Sorge:
Bubbles hat das Spiel der Vergesellschaftung nicht wirklich mitgemacht. Sie war von Anfang an desinteressiert und verzog sich in ein Häuschen. Wenn die Neue auf Bubbles zukam um sie zu beschnuppern blieb Bubbles dabei auch immer sehr ruhig. Meistens war es so: Bubbles saß im Häuschen, die Neue kam zu einem der Eingänge, streckte ihr Köpfchen in das Häuschen zu Bubbles und beschnupperte sie (soweit alles i. O.), dann sprang die Neue zu Bubbles ins Häuschen hinein, Bubbles schreckte auf und rannte weg. Die Neue guckte manchmal verdutzt oder rannte Bubbles hinterher. Das die Neue Bubbles beißt konnte ich noch nicht feststellen, manchmal versuchte sie Bubbles zu putzen. Ein klein wenig ließ Bubbles es auch zu. Aber Bubbles rennt immer weg, wenn die Neue ihr zu nah kommt. So geht es nun schon die ganze Zeit...

Mittlerweile ist es so, dass die Neue und Odin an einem Platz sitzen und miteinander kuscheln und Bubbles sitzt alleine woanders. Allerdings haben alle 3 auch schon friedlich miteinander an einem Platz gefressen. Nur habe ich bislang nicht den Eindruck, dass sich Bubbles mit der Neuen anfreunden wird.

Was sagt ihr dazu? Habt ihr irgendwelche Tipps oder Ratschläge für mich?
Bin dankbar für jede Hilfe!

Herzliche Grüße,
Meily



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Kaninchenfreund
 
Registriert seit: 22.12.2018
Beiträge: 634
Tamou befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 30.04.2020, 13:55

Ich habe ja selbst noch nie vergesellschaftet, aber es sind ja erst 4 Tage. Hier liest man, dass es teilweise Wochen und Monate dauern kann, bis eine Vergesellschaftung abgeschlossen ist.
Es ist doch schonmal super, dass sie sich nicht beißen und offensichtlich keiner großartig gejagt oder gemobbt wird. Und wenn sie sogar ao schnell schon mal nebeneinander fressen, dann ist das doch ein gutes Zeichen.

Ich denke, auf der Basis könnt ihr ganz entspannt abwarten und gucken, wie es sich die nächsten Wochen entwickelt.



__________________
Viele Grüße, Susanne



Ninchen
 
Registriert seit: 30.04.2020
Beiträge: 5
Meily befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 30.04.2020, 15:42

Hallo liebe Susanne,
vielen lieben Dank für deine Antwort und Einschätzung.

Stimmt, 4 Tage sind noch keine lange Zeit. Ich habe nur Angst davor, dass es zwischen Bubbles und der Neuen nicht besser wird. Das Tierheim räumt eine Probezeit von 10 Tagen ein, innerhalb derer die Verträglichkeit getestet werden kann. Zugegeben ist dies nicht viel Zeit in Anbetracht dessen, dass so eine Vergesellschaftung manchmal Wochen oder Monate dauern kann, wie du ja auch schon richtig gesagt hast. Aber dennoch ist es vom Tierheim eine schöne Sache :-)
Aus diesem Grund hardere ich noch die ganze Zeit, ob ich der Vergesellschaftung einfach noch viel mehr Zeit einräumen muss, in der Hoffnung, dass es funktioniert oder tatsächlich nach Ablauf der Probezeit das neue Kaninchen zurückgebe. Aktuell sehe ich persönlich keinen akuten Anlass dafür, das neue Kaninchen zurück zu geben und das Ganze abzubrechen. Auch finde ich das neue Kaninchen wirklich zauberhaft und sie hat auch sehr freundliches Wesen �� Aber natürlich steht das Wohl von Bubbles hierbei im Vordergrund für mich, daher wollte ich die Meinung von anderen Haltern und Experten einholen, da ich auf dem Gebiet der Vergesellschaftung auch unerfahren bin.

Viele liebe Grüße
Meily




Kaninchen
 
Registriert seit: 05.06.2012
Beiträge: 2.923
Rakete befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 30.04.2020, 16:15

Also wenn sie sich nicht vertragen würden, sieht das ein bisschen anders aus
Dann hat man schwere Verletzungen oder ein Kaninchen ist derart geschockt durch das Gejage, dass es nichts mehr frisst und es dann irgendwann sehr gefährlich wird.



So wie Du das beschreibst, ist das ein absolut normale Vergesellschaftung. Eigentlich nicht mal normal, sondern bis anhin ein wesentlich leichterer Ablauf
Eine VG geht Wochen oder sogar Monate. Die ersten 3-4 Tage ist oft sehr heftiges Gezoffe/Gejage und das beruhigt sich innert 2 Wochen massiv. Eine VG kann aber auch ganz anders ablaufen.

Eine Lagebeurteilung kann man etwa nach 3 Monaten machen.



Es ist immer so eine Sache, sehr alte Senioren mit einem wesentlich jüngeren Kaninchen zu vergesellschaften, v.a. wenn sollten sie nicht mehr so agil oder krank sind. Da bleibt natürlich immer ein Restrisiko wegen Stressbedingten, plötzlichen Erkrankungen (wie EC oder Schnupfen), das im hohen Alter höher ist. Daher sollte man generell genau hin schauen, wenn man eine solche VG machen will.


https://www.kaninchenwiese.de/soziales/ablauf-der-vergesellschaftung/
https://www.kaninchenwiese.de/soziales/zusammenfuehrung/



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Benutzerbild von PollyBrow
Zwergkaninchen
 
Registriert seit: 14.06.2019
Beiträge: 203
PollyBrow befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 30.04.2020, 19:03

Ich muss Rakete recht geben. Wenn sie sich nicht vertragen, sieht das definitiv anders aus. Kaninchen sind da nicht zimperlich.

Ich habe selbst eine Dreiergruppe (2 w 1 m). Sie vertragen sich gut.
Bei einer Gruppe hast du immer die Gefahr, dass einer ausgegrenzt wird. Aber so wie du schreibst, möchte die Althäsin nur ihre Ruhe haben?
Manchmal dauert das Monate, bis alle kuschelnd zusammenliegen.
Ich würde jetzt noch nicht die Flinte ins Korn werfen.




Ninchen
 
Registriert seit: 29.04.2020
Beiträge: 26
Topsy befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 30.04.2020, 21:26

Hallo Meily

Ich habe schon viele Vergesellschaftungen hinter mir. Phuh, ich war noch nie so richtig entspannt dabei, obwohl es bis jetzt immer gut ging.

Einmal habe ich einen kastrierten Bock aufgenommen, welcher schlechte Erfahrungen gemacht hat.
Er hat sofort alle angegriffen, egal ob jung oder alt, männlich oder weiblich. Ich musste ihn ein halbes Jahr lang alleine halten (mit Gitter-Kontakt zu den andern) bis er auch mich akzeptierte. Er sah alles was sich bewegte als feind.
Nach der zweiten Vergesellschaftung war er zwar in einer Gruppe, sass aber immer alleine und sprang panisch davon und klopfte wenn ein Kaninchen in die Nähe kam. Also er war trotzdem allein. Nach langem, aufwändigem zähmen habe ich ihn ausgeschrieben unter der Bedingung, dass ich ihn selber vergesellschafte und zwar nur mit einer ruhigen Zibbe. Heute kuschelt er seit über einem Jahr mit diesem Kaninchen.

Das war meine schwierigste Vergesellschaftung, aber sonst blieb alles im Rahmen.

Ich denke deine Zibbe ist einfach zu alt und schwach, um ihr Revier zu verteidigen und sich mit der neuen um den Bock zu streiten.
Ich habe auch eine "alte" Dame (6 Jahre) die früher sehr dominierete. Wenn aber die jüngeren Zibben trächtig sind, oder sonstige Hormonschübe haben, zieht sie sich auch zurück und wird von den andern gejagt. Sobald sich diese Fase wieder ändert, ist alles wieder gut.
An den eher anstrengenden Tagen wendet sie sich immer an den gleichaltrigen Kastrat, welcher sich liebevoll um sie kümmert.
Mein Tipp: Ich würde zuerst noch 2 - 3 Wochen beobachten, wenn sie in dieser Zeit immer nur alleine in einer Ecke sitzt und wenn du genügend Platz hast, würde ich noch einen älteren Kastraten dazu tun. Wenn sie sich aber zwischendurch ablecken oder sogar mal kuscheln ist dies nicht nötig.

Viel Glück




Ninchen
 
Registriert seit: 30.04.2020
Beiträge: 5
Meily befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 30.04.2020, 21:35

Danke für Eure Einschätzung!

@Rakete: Da bin ich beruhigt, dass meine VG wohl eher harmlos abläuft und es noch keinen wirklichen Grund gibt, dass die VG scheitert.

@PollyBrow: Zu deiner Frage: „Bei einer Gruppe hast du immer die Gefahr, dass einer ausgegrenzt wird. Aber so wie du schreibst, möchte die Althäsin nur ihre Ruhe haben?“
Genau, die Althäsin „Bubbles“ sitzt meistens einfach in im ihrem Häuschen, Tunnel oder auf ihrer Decke und hennt dabei oder liegt eben ausgestreckt rum. Es ist also keineswegs so, dass Bubbles verängstigt in der Ecke sitzt und panisch oder angespannt darauf wartet bis das neue Kaninchen zu ihr kommt.
Das neue Kaninchen könnte Bubbles viel mehr in die Mangel nehmen. Aber eigentlich läuft es immer so ab, dass Bubbles ganz ruhig irgendwo sitzt/hennt, die Neue kommt vorbei, beschnuppert Bubbles und dabei passiert soweit noch nichts. Dann will die Neue mehr Körperkontakt und springt zum Beispiel zu Bubbles ins Häuschen. Dabei schreckt Bubbles auf und ergreift die Flucht. Und genau in solchen Momenten kommt es dazu, dass die Neue meiner Bubbles hinterher rennt bzw. kurz jagt. Aber es kommt nie einfach so vor, dass Bubbles gejagt wird. Auch wird sie nie vom Futter vertrieben, sondern kann immer in Ruhe essen.




Moderator
 
Registriert seit: 20.02.2019
Beiträge: 3.859
4Chaoten befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 30.04.2020, 21:44

Zitat:
Zitat von Topsy Beitrag anzeigen
diesem Kaninchen.

Ich denke deine Zibbe ist einfach zu alt und schwach, um ihr Revier zu verteidigen und sich mit der neuen um den Bock zu streiten.
Ich habe auch eine "alte" Dame (6 Jahre) die früher sehr dominierete. Wenn aber die jüngeren Zibben trächtig sind, oder sonstige Hormonschübe haben, zieht sie sich auch zurück und wird von den andern gejagt. Sobald sich diese Fase wieder ändert, ist alles wieder gut.

Ähm eine Dame von 6 Jahre halte ich nicht für alt wenn sie gesund sind, dann kann es auch einfach an ihren Charakter liegen. Ist eine Häsin vorher dominat gewesen und läßt sich jetzt von jüngeren unterbuttern, dann würde ich erstmal schauen, ob da gesundheitliche Probleme sind.


Ich würde erstmal abwarten und nochmal ein Gespräch mit dem Tierheim suchen, ob die Frist verlängert werden kann. Es wäre ja auch nicht in ihrem Sinne, dass die Dame kein schönes Zuhause hat bzw. wieder weiter Vermittelt wird, obwohl es eine Chance gibt




Ninchen
 
Registriert seit: 29.04.2020
Beiträge: 26
Topsy befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 30.04.2020, 21:58

@ 4Chaoten
Naja, sag mir mal, welche Urgrossmutter nicht alt ist ;-)
Und 10 Jahre, wie die von Meily ist auf jedenfall alt.

Meinem Kaninchen gehts gut, sie braucht einfach etwas mehr Ruhe als früher. Zwischendurch jagt sie den 1-Jährigen Kastraten, wenn er ihr etwas auf die Nerven geht.

Ich lasse sie auch seit 2 Jahren nicht mehr decken, ab 4 Jahren ist bei mir Schluss. Um Mutter zu werden sind 6 Jahre zu alt. Aber ich weiss schon was du meinst, mein ältestes Kaninchen wurde auch 14 Jahre alt.




Moderator
 
Registriert seit: 20.02.2019
Beiträge: 3.859
4Chaoten befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 30.04.2020, 22:38

Urgroßmutter bei Kaninchen zu werden ist ja auch nicht schwer, dass ist dann, bei Züchtung in 3 Jahren passiert und ich meinte auch deine Häsin mit 6 Jahren. Meine 6jährigen sind hier noch ziemlich aktiv und ich würde da keinen Unterschied sehen zwischen einer 1jährigen oder einer 6jährigen
Bei Meily geht es ja auch um was anderes, erstmal Liebhaber und keine Zucht, dann ist die Häsin 10 Jahre, wurde anders gehalten
Ich finde es hört sich bei Meily gut an und wäre da zuversichtlich, um zum Thema zurückzukommen es braucht noch ein wenig Zeit und man muss sehen, was sich in den nächsten Wochen ergibt




Ninchen
 
Registriert seit: 30.04.2020
Beiträge: 5
Meily befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 01.05.2020, 11:32

Allerliebsten Dank für eure Beiträge!

@Topsy: Meine Althäsin Bubbles ist tatsächlich nicht besonders streitsuchend, sie geht Konfrontationen lieber aus dem Weg. Wobei sie die Dominierende war, als die Gruppe nur aus ihr und dem Männchen Odin bestand.
Bei Odin und dem neuen Kaninchen hat Odin aktuell die dominierende Rolle übernommen. Aber Odin ist nach wie vor lieb zu Bubbles. Es ist nicht so, dass er aktiv ihre Nähe sucht, da ist er jetzt eher bei der Neuen, aber wenn er mal bei Bubbles ist, dann putzt er sie auch.

@4Chaoten: Das Tierheim danach zu fragen, ob eine Fristverlängerung möglich ist, ist eine gute Idee! Ich bin auch davon abgeneigt die neue kleine Maus wegzugeben und würde nur zu solchen Maßnahmen greifen, wenn es wirklich nicht anders geht. Daher habe ich mir vor der Adoption auch viele Gedanken zu einem weiteren Tier gemacht und mir die Kleine natürlich auch ganz genau im Tierheim angesehen und die Mitarbeiter vom Tierheim ausgefragt. Wenn ich den Eindruck gehabt hätte, dass sie vom Charakter her gar nicht zu meinen beiden Kaninchen passt, hätte ich sie auch nicht mitgenommen. Aber wenn du ebenfalls den Eindruck hast, dass es insgesamt gut aussieht und den beiden Damen vielleicht nur mehr Zeit eingeräumt werden muss, bin ich sehr beruhigt darüber




Kaninchen
 
Registriert seit: 05.06.2012
Beiträge: 2.923
Rakete befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 01.05.2020, 12:23

Eine Vergesellschaftung dauert auch länger als 10 Tage.
Die Tierheime setzten die Fristen (meist 10-14 Tage), wenn sich die Kaninchen gar nicht verstehen (z.B. wenn schwere Wunden entstehen, die genäht werden müssen oder mit AB behandelt werden müssen).

Ich habe Kaninchen auch schon später zurück geben müssen.
Einmal habe ich Mutter und Tochter adoptiert. Die Tochter hat meine 3. Häsin (in der 5-er Gruppe) sehr häufig gejagt, weswegen ich gleich die Rückmeldung gab, dass es nicht so rosig aussieht. Obwohl ich alle kastrieren ließ, zerbrach das Verhältnis von Mutter und Tochter bei mir auch noch komplett, das ging gar nicht mehr mit den Beiden. Daher gab ich dann die Tochter erst nach 3 Monaten zurück und ich musste zumindest nichts für die Abgabe zahlen, auch wenn ich mein Geld nicht zurück bekam (dafür habe ich aber auch die Häsin auf meine Kosten kastriert).

Letztes Jahr adoptierte ich aus einem anderen TH ein einzelner Kastrat ein einzelner Rammler. Ich habe denen gleich gesagt, dass ich eine VG erst machen werde mit meinen Kaninchen, wenn die Kotprobe negativ sei. Der Kastrat hatte aber prompt Würmer. Eine VG war erst nach Behandlung nach über 1 Monat möglich nach der Quarantäne. Den Rammler ließ ich zwischenzeitlich kastrieren. Die VG zwischen den Beiden scheiterte prompt.

Als ich den Frisch Kastrierten zurück gab, wollte man zuerst nicht zurück nehmen und danach auch noch Geld dafür haben, weil es nach 2 Wochen Ablaufsfrist war. Da ist mir der Kragen geplatzt, weil wegen der Würmer ja keine VG möglich war und daneben hatte ich für die Behandlung und v.a. für die Kastration auch selbst bezahlt. Aus diesem TH werde ich auch keine Kaninchen mehr holen.

Die Haltung des neu erbauten TH fand ich auch schon sehr fragwürdig, weil man den großen Kastraten 7 Monate alleine in einem Stall hielt und den Rammler nicht kastrieren wollte, weil er vermutlich zu alt dafür sei...

So unterschiedlich sind die TH in der Handhabung... Aber letztendlich muss man mit denen Reden. Auf alle Fälle würde ich sicherlich nicht ein Kaninchen zurück geben, nur weil es innert 10 Tagen nicht kuschelt.

Übrigens den letztjährigen Kastraten habe ich nach einer 2. gescheiterten VG mit meinem anderen Kastraten (es musste genäht werden), letztendlich mit meiner Seniorin zusammen gesetzt. Die sind sich 9 Monaten aus dem Wege gegangen, aber von einem Tag auf den Anderen wurden sie ohne Vorwarnung fast unzertrennlich. Sowas passiert nach so langer Zeit zwar selten, aber Wunder geschehen...

Also doch noch Happy End, sogar für den zurück gegebenen Rammler, der dank meiner Kastration dann sofort ein neues Zuhause fand, nachdem vorher 5 Monate lang niemand einen Rammler wollte.




Ninchen
 
Registriert seit: 30.04.2020
Beiträge: 5
Meily befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 01.05.2020, 23:38

@Rakete: Danke, dass du deine Erfahrungen so ausführlich mit uns teilst Wie bereits gesagt, habe ich mit Vergesellschaftungen keine richtigen Erfahrungen. Ich hatte zuvor nur 1 VG als der Partner von Bubbles im letzten Jahr verstarb und ich Odin daraufhin adoptierte. Aber bei der VG zwischen Bubbles und Odin ist einfach nichts passiert. Die ersten paar Stunden saß Odin in seinem Häuschen und Bubbles in einer anderen Ecke. Dann kam es zur ersten Beschnupperung und kurze Zeit später haben sie auch schon gemeinsam miteinander gegessen, sich geputzt und dann gekuschelt. Da war die VG nach 1 Tag erfolgreich und es gab kein Jagen, Zanken, Hochspringen, etc.


Und ich habe auch nicht die Erwartungshaltung, dass Bubbles und das neue Kaninchen innerhalb der Frist von 10 Tagen miteinander kuscheln sollen. Wäre natürlich schön, wenn es passiert, aber ich bin mir dessen bewusst, dass soetwas sehr viel mehr Zeit in Anspruch nehmen kann. Mir ging es eher darum, ob es vielleicht "Frühwarnsignale" gibt, anhand derer man schon nach wenigen Tagen erkennen kann, ob eine VG eher misslingt oder durchaus Hoffnung hat. Also Anzeichen, die ich als Laie vielleicht nicht sehe und deswegen irrtümlicherweise an der Hoffnung festhalte, dass die VG zwischen Bubbles und der Neuen zu einem Happy End führt.


Aber hier gehen die Meinungen ja alle recht zusammen, dass die VG bei mir jetzt wirklich nicht schlecht aussieht und ich die Kleine dann wohl über die Probezeit hinaus behalte und einfach abwarte was die Zeit ergibt.



Als ich deine Erfahrung mit dem einen TH gelesen habe, musste ich wirklich meine Hände über den Kopf zusammenschlagen. Von meinem TH weiß ich nur, dass Kastration bei Rammlern definitiv unabhängig vom Alter immer durchgeführt wird und ausschließlich kastriert weiter vermittelt werden. Auch achte ich immer darauf, dass das TH wirklich alle Impfungen beim Kaninchen durchführen lässt, da gibt es ja auch Vereine, die es nicht so genau mit den Impfungen nehmen... Und das ein Kaninchen Würmer hat ist natürlich absolut nicht in Ordnung! Sowas sollte das TH bei Aufnahme des Tieres direkt beim Tierarzt checken lassen. Aber es freut mich zu hören, dass deine VGs geglückt sind und auch der Rammler ein neues zu Hause gefunden hat




Kaninchen
 
Registriert seit: 05.06.2012
Beiträge: 2.923
Rakete befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 02.05.2020, 08:49

Wurmbefall bekommt man häufig nicht mit, weil es auch sehr oft symptomlos ist. Die meisten TH beurteilen nur das Aussehen des Kotes und entwurmen nicht immer prophylaktisch. Gemäß meinen Erfahrungen hatten bis anhin aber fast rund ein Drittel aller Tiere entweder Würmer oder Kokzidien. Es ist also nicht zum 1.Mal, aber ich bin schlauer geworden und untersuche vorher, bevor ich alle Kaninchen hinterher behandeln muss.

Die TH in meiner direkten Umgebung kenne ich gut und haben inzwischen auch alle eine gute Haltung, was früher nicht immer so waren. Dieses TH ist weiter weg. Für mich ist auch Einzelhaltung in Ställen ein absolutes NoGo!
Und Kastration ist bei einem gesunden Kaninchen immer möglich. Zudem war das Kaninchen aufgrund des Verhaltens (und gemäß meiner TÄ) sicher kein Senior, sondern sah nur aufgrund seiner zahlreichen Augenvernarbungen wegen unbehandelter Krankheit nur so aus... Aber der TA des TH scheint auch nicht kompetent zu sein...



 
 
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