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Magenüberladung -Früher vs. HeuteGuten Morgen, ich beziehe mich u.a. auf den aktuellen thread von binchen2811 https://www.kaninchenforum.de/kaninchenkrankheiten-gesundheit/47353-magen%FCberladung-dringend.html Magenüberladung ist hier ja regelmäßig Thema, es scheint ein häufiges Problem zu sein. Ich habe an anderer Stelle mal erwähnt, dass in meiner Familie jahrzehntelang "Stallhasen" gehalten wurden - und dabei unter dem Gesichtspunkt "artgerechte Haltung" so ziemlich alles verkehrt gemacht wurde (wie es damals wohl üblich war: Buchtenhaltung mit sehr wenig Bewegung, eigentlich nur Pellets, so gut wie kein Frischfutter). Trotzdem kann sich mein Vater nicht erinnern, je ein Kaninchen an Magenüberladung verloren zu haben (bzw. überhaupt je ein Kaninchen - außer Säuglinge - durch Krankheit verloren zu haben). Wie kommt das? Ein Grund ist mit Sicherheit, dass es Schlachthasen waren, d.h. abgesehen von einem festen Stammbestand lebten viele vielleicht gar nicht lange genug, um chronische Krankheiten entwickeln zu können. Aber eine Magenüberladung kann man ja auch als junges Tier bekommen. Und das führt mich zu meiner Frage: Glaubt ihr, dass Kaninchen heute durch Überzüchtung empfindlicher sind als früher? S.
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| Ich glaube, einmal gelesen zu haben, dass Wildkaninchen häufiger an Verdauungsproblemen sterben, als an Fressfeinden. Also denke ich schon, dass bei Stallkaninchen die geringe Lebenserwartung "schuld" an der vermeintlichen Gesundheit ist...
__________________ Liebe Grüße von den Sophie mit Kiki, Stella, Jimmy, Richard, Sissi, Caramel und Heidi!
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| Vielleicht ist es auch die sehr gleichbleibende, einseitige Ernährung, die zu weniger Verdauungsproblemen führt? Die würde vielleicht nach ein paar Jahren für andere Probleme sorgen, aber das Verdauungssystem selbst kommt damit vielleicht gut klar, wenn es von klein auf genau das und nur das kennt? Ich habe mich auch schonmal gefragt, woher die (gefühlt) nicht seltenen Probleme mit Aufgasung & Co bei doch eigentlich besserer Ernährung kommen. Jeder kennt wohl aus seiner Kindheit die frühere Art, Kaninchen und Meerschweinchen zu halten. Von zu wenig Platz bis fröhlich bunter Futtermischung dürfte die überwiegend gleich ausgesehen haben. Ich kann mich nicht daran erinnern, dass es da häufiger Probleme gegeben hat. Allerdings weiß ich auch nicht mehr, wie alt die Kaninchen so im Schnitt geworden sind.
__________________ Viele Grüße, Susanne
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| Mein Kindheitskaninchen verstarb an einer Bauchgeschichte. Von daher kann ich nicht bestätigen, dass es bei falscher Ernährung besser war. Der hatte auch viel Matschkot. .. ich kann mich nicht erinnern, dass die TA jemals nach der Ernährung oder einer KP gefragt hat.. ![]()
__________________ --- "Du mußt sie jetzt sagen, Oder ewig 'rumtragen, Deine Worte: Verzeih! Hätt' ich doch! – Einerlei. Könnt' ich doch noch! – Vorbei." (Reinhard Mey) --- [Danke, Tante Jessi]
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| Ich hatte auch schon vor 40 Jahren Kaninchen, welche vermutlich an Aufgasung verstarb und eines an fortgeschrittenen Pododermatitis. Die Meisten wurden aber nicht so alt, weil sie schnell im Kochtopf landeten... ![]() Aber ich hatte durchaus Nachbarin meiner Eltern, deren größeren Kaninchen alle über 10 Jahre alt wurde. Es gab nur Körner, sehr kleiner Stall (auch Einzelhaltung) und zwischendurch komplett freier Auslauf. Allerdings ist das erst kürzlich vor ca. 10 Jahren her. Ich dagegen hatte parallel ständig kranke Zwerge mit vielen Aufgasungen und vornehmlich damals Gemüsefütterung. Ich versuchte die Nachbarin vermehrt mit Grünfutter zu überzeugen. Aber ich kam natürlich nicht gegen das Argument an, dass all ihre Kaninchen mit Körner über 10 Jahre alt wurden...
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| Bei der „herkömmlichen“ Pelleternährung (so eine meiner TÄ) gab es weniger Bauchgeschichten, da die Pellets zwar aufquellen, aber nicht so schnell gärten... Artgerechte Fütterung besteht aus Frischfutter und wenn (aufgrund des Stopfmagens) von „oben“ nichts neues nachgeführt wird, gärt es schneller und führt daher zu Aufgasungen..
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