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Brauche dringend Rat von erfahrenen Kaninchenhaltern...Hallo Zusammen, brauche dringend mal einen Rat da ich mich mit Kaninchen was das angeht nicht so gut auskenne. Folgendes Problem: Wir haben letzten Sommer 3 weibliche etwa 1 jährige Geschwisterkaninchen, über Bekannte, bei uns aufgenommen da diese sie ins Tierheim geben wollten. Sie hatten einen extrem kleinen Stall und taten und einfach leid, wir haben viel Platz und sind einfach zu tierlieb. Wir haben einen großen 3 Stöckigen Stall (etwa 5qm) mit einem unterirdischen Gang ins Freigehege (ebenfalls 5 qm) so das sie immer raus und rein können wir sie wollen. Es ging auch bis vor kurzem alles super gut, haben sich nie wirklich gezofft, immer gekuschelt und sich geputzt.... Meine TA sagte vor dem Winter schon man müsse abwarten ob es so bleibt wenn sie hitzig werden, sonst müsse man evtl. über eine Kastration nachdenken. Unser Cookie fing nun plötzlich an die anderen Zwei extrem zu jagen und zu beißen. Hab darauf die TA aufgesucht und sie meine dann kastrierten. Hab ich dann auch gemacht, sie hat alles gut überstanden. Jetzt das Problem: beige andere Hasen gehen voll auf sie los, im Wechsel. Hab es auch schon einzeln versucht, keine Chance. Im Stall ganz extrem ohne Pause hinterher. Hab es dann auf "neutralem" Boden versucht, hat 3 Minuten geklappt dann ging es wieder los. Hab es auch nur jeweils mit einem Hasen versucht, also erst mit Cookie und Flauschi - ging nicht - dann mit Cookie und Klopfer auch Fehlanzeige. Cookie macht gar nichts, er läuft nur weg und ist Null aggressiv. Ich weiß jetzt leider nicht was tun denn das war so ja auch nicht geplant, wollte ja das alles sich besser vertragen. Beim TA hab ich nachgefragt, hatte allerdings nur die Arzthelferin dran, sie meinte nur es dauert ca. 4 Wochen mit den Hormonen (hat es glaube aber nicht verstanden dass es ja gar nicht der operierte Hase ist,). Ich bräuchte wirklich gute Vorschläge bzw. Ratschläge was uns übrig bleibt oder wie wir vorgehen können. Gibt es da noch eine Chance? Vielen lieben danke schon mal für alle Antworten und Ratschläge.
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| Wann wurde Cookie denn kastriert? Jetzt gerade? Wenn sie erst jetzt operiert wurde, dann riecht sie anders durch den TA- Besuch, Medikamente etc. Wenn das ein Problem bei der Zusammenführung gibt, dann musst Du sie trennen und kannst sie erst wieder zusammen setzen, wenn sie sich von der OP erholt hat. Das dauert mind. 4-5 Tage. Eine VG solltest Du danach auf neutralem Revier machen. So eine Situation ist nicht ungewöhnlich. Wenn nicht das die Ursache ist, dann müsstest Du den Ablauf nach der OP genauer beschreiben. Wann was passiert ist...
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| Wie sieht denn der Stall genau aus? Mehrstöckig geht meist mit Sackgassen einher, weil es gewöhnlich nur einen Aufgang pro Etage gibt. Und Sackgassen führen zu Zoff, weil der eine dem anderen nicht ausweichen kann.
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| Bei dem dreistöckigen Stall muss ich aufhorchen. Verteilen sich die fünf qm auf die drei Stockwerke oder hat jedes Stockwerk fünf qm. Bei ersterem wäre es zum einen zuwenig Platz (gerade bei gleichgeschlechtlichen Tieren). Dazu kommt, dass mehrstöckige Ställe meist zuwenig Fluchtmöglichkeiten haben, besonders wenn es Probleme gibt. Ich persönlich hätte alle drei auf einmal kastrieren lassen, denn „geteiltes Leid ist halbes Leid“, zumal jetzt nur eine anders riecht, vom TA und auch durch die veränderten Hormone. Da ist es jetzt „normal“, dass die ehemalige Chefin gemobbt wird, denn jetzt wird die Rangfolge neu geklärt. Du solltest schnellstens ein 24/7 Gehege mit mindestens neun qm schaffen (auf einer Ebene!) mit vielen Häuschen/Kartons mit zwei (!) Eingängen. Leider sind gleichgeschlechtliche Gruppen häufig eine explosive Mischung, besonders wenn man dann auch noch (hier durch die Kastration eines Mädels) von außen ein weiteres Ungleichgewicht hineinbringt.
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| Hallo Angota-Angy, ja hat nur einen Eingang das stimmt. Mich wundert Jahr das es bis dahin Null Probleme gab. Geändert von Kawawusel (25.03.2020 um 21:14 Uhr).
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Ach du der Gang - na ja 2 Hasen passen schon durch auf einmal aber kommen sich natürlich schon recht nah. Geändert von Kawawusel (25.03.2020 um 21:22 Uhr).
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| SIe können doch den Stall und das Außengehege jederzeit nutzen, oder? Wenn Du das Außengehege (mardersicher) vergrößerst, könntest Du dort noch einen oder 2 handelsübliche Ställe als Unterschlupf reinstellen, so dass nicht alle gleichzeitig in dem einen Stall sein müssen.
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| Jetzt muss ich aber trotzdem nochmal eine blöde Frage stellen weil ich immer noch nicht viel schlauer bin Ihr schreibt dass Gehege muss größer gemacht werden und evtl. noch ein zweiter Stall dazu oder größer damit sie sich aus dem Weg gehen können. Wenn die sich jetzt gar nie mehr vertragen (kann das sein?) was macht es dann für Sinn sie so zusammen zu lassen? Ich dachte sie sollten in Gruppen leben damit sie nicht alleine sind? Oder verstehe ich da was falsch?
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| Verstehst Du Dich mit jedermann ?Kaninchen tun das auch nicht immer... Zudem gibt es Faktoren wie Platz oder Krankheiten (hormonelle Störungen), Frühlingsgefühle, die die Streitigkeiten noch zusätzlich anheizen. 3 unkastrierte Häsinnen sind auf die Dauer eine explosive Mischung. Hat man Gleichgeschlechtliche, dann braucht das viel mehr Platz. Und ja, es kann durchaus derart eskalieren wenn die Voraussetzungen nicht gegeben sind, dass sie sich eines Tages gar nicht mehr verstehen. Nichts derart aussergewöhnliches. Selbst mit viel Platz und bei unkastrierten Kaninchen bleibt ein gewisses Risiko bestehen. Daher ist die einfachste Kombi immer ein Pärchen und es wird auch so beraten, weil das fast immer geht (Ausnahmen gibt es aber immer). Bei anderen Konstellationen bleibt ein deutlich höheres Risiko auf Nichtverstehen auf Dauer. Und bei Gruppen sind immer gemischte Vorzuziehen; ich kann allerdings von meinen Erfahrungen sagen, dass ich immer etwas Probleme unter den Gleichgeschlichtlichen (alle kastriert) hatte. Platz war bei mir mind. 12 qm bis freie Wohnungshaltung. Wenn eine Zusammensetzung auf Dauer nicht mehr funktioniert, dann müssen andere Lösungen her, respektive andere Partner. Einzelhaltung geht natürlich gar nicht, sondern man muss eine Gruppe aufteilen und für jedes Tier eine passende Lösung finden. Und permanentes Mobbing geht auch nicht, weil das wiederum die Tiere zu sehr stresst und Krankheiten (Schnupfen, EC, Milben,...) auslösen kann. Und nach einer Trennung nach dem TA ist das selbst bei einem Pärchen nichts aussergewöhnliches, dass sie sich hinterher kloppen. Kennst Du die HP der Kaninchenwiese? Dort hat es extrem viele Infos (Haltung, Ernährung, Vergesellschaftung...) https://www.kaninchenwiese.de/soziales/wer-passt-zusammen/
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| Danke erst nochmal für die Antwort. Ja auf der Seite war ich schon hab schon einiges gelesen, hab auch verstanden das gemischt immer besser ist. Mich hat es halt gewundert weil sie davor so gut auskamen und der TA überhaupt nichts davon sagte sondern meinte mit kastrierten wäre es dann vorbei. Einzelhaltung ist natürlich keine Option das weiß ich. Dachte nur vielleicht kennt das jemand und das könnte sich wieder legen oder so. Na jetzt weiß ich auch noch nicht genau was ich machen soll, auf alle Fälle mal noch nichts überstürzen und dann in Ruhe sehen was ich tun kann. Eine andere Lösung hab ich so jetzt sonst grad nicht parat.
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| Wenn sie bis anhin wirklich gut miteiander auskamen' dann ist die Chance dass es plötzlich nicht mehr funktioniert, eher unwahrscheinlicher. Aber möglich ist immer alles, dass eine Gruppe auseinander bricht... wobei fragt sich, wieviel Du bei den Kaninchen bist und immer alles gut mitbekommst . Wie lange war den Cookie aggressiv gegen die Anderen? schon länger? Frühlingsgefühle und Hormone können nämlich auch eine Rolle spielen, genauso wenn ein Kaninchen krank wird (das kann sowohl der Jäger wie Gejagte sein).
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| Also ich denke ich bekomme schon recht viel mit, natürlich nicht alles, aber wir sind sehr viel draußen und dazu kommt dass der Stall quasi unter unserem Schlafzimmer Fenster ist. Das wir das sehr oft gekippt haben und zudem alte Fenster haben hätten wir es sicher gehört wenn es schon viel länger gewesen wäre. Er war extrem aggressiv, ich sag jetzt mal ganz vorsichtig gute 2 Wochen. Der TA meinte das sie extrem hitzig gewesen sein muss weil wohl ihre Eierstöcke schon ganz geschwollen waren, also auf 100%.
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| Ich bin eh für das prophylaktische Kastrieren der Häsinnen aus Gesundheitsgründen. 2 Wochen scheinträchtig oder hitzig ist allerdings nichts besonderes. Es ist bedenklich, wenn es sehr lange andauert oder mehrfach im Jahr vorkommt. 2-3 x im Jahr Scheinträchtigkeit ist noch normal. Und im Frühling kann es unter allen Geschlechtern mal Probleme geben, wenn die Hormone wüten.
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| Ja bisher hab ich das halt noch nie mitgemacht Ich hab jetzt einfach mal einen 2ten Stall bestellt und dann darf sie erst mal bald wieder raus (momentan ist sie noch im Haus). Meine Idee, weiß nicht ob die gut oder schlechte ist - das ich, zumindest für den Moment, das Außengehege abtrenne - so könnten sie sich sehen aber nicht wirklich angehen?
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| Hab da nochmal eine Frage an die erfahrenen Leute hier. Hab gestern, nach knapp 2 wöchiger Trennungsphase, auf neutralem Gebiet - alles so wie beschrieben, versucht zu vergesellschaften. Eigentlich verlief es recht ruhig, keine größeren Beißereien, immer wieder Pausen so wie es sein soll. In der Zwischenzeit haben wir den ganzen Nachmittag den "alten" Käfig umgebaut. Heißt erstmal die Etagen weg, alles auf den Boden, komplett grundbereinigt mit Wasser und Essig. Alles Bekannte raus noch einen neuen kleinen Käfig mit angebaut. Die Erde umgegraben , neue Näpfe und Trinkflaschen rein. Abends, haben wir dann alle 3 wieder in das Gehege gesetzt da ich sonst kein mardersicher, und bei uns auch Fuchssicheres, Gehege habe. Keine Revierkämpfe, zumindest nicht solange ich dabei war. Die kastrierte Häsin (Cookie) sitzt nur im Eck und zittert ich glaube da saß sie die ganze Nacht. Die anderen gehen ab und zu hin, schnüffeln an ihr, stupsen ihr in den Hintern, ziehen mal ein paar Haare raus, mehr nicht - also sieht nicht sehr gewaltsam aus. Sie frisst ein wenig ab und zu, trinken tut sie sehr viel aber ich muss es ihr hinhalten - sie geht ja aus dem Eck nicht raus. Meine Frage jetzt, ist das normal - muss ich was tun oder nur warten bis sie die Angst hoffentlich verliert. Es sieht jetzt nicht so aus, zumindest für mich als Laien, als ob es rabiat zugeht oder nicht klappen könnte. Es liegt glaube ich nur an Cookie Angst - sie war, wohl gemerkt vor der Kastration, die Chefin. Ich hoffe ihr habt noch ein paar Tipps oder beruhigende Worte. Ich weiß dass wir Menschen vieles schlimmer sehen als es im Tierreich ist, aber ich weiß halt auch nicht genau wann ich sonst abbrechen soll und es doch nix bringt.
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| Nein, Zittern ist nicht normal. Ich hatte das zwar auch schon bei sehr schlimmen VG oder bei komplett verängstigten Kaninchen. Das Problem dabei ist: wenn es länger andauert und nicht genügend gefressen wird, dann hat man ein ernsthaftes Problem. Zudem besteht die Möglichkeit, dass das Zittern von einer Erkrankung kommt und nur indirekt von der VG. Gerade gestern wurde in einem Thread geschrieben, dass ein Kaninchen wegen einer Lungenentzündung während der VG eingeschläfert werden musste. Das Kaninchen war vorher sehr ruhig und hat kaum reagiert, was auf die VG zurück geführt wurde. Stressbedingte Krankheiten (wie Schnupfen oder EC) können durchaus auch durch eine VG ausgelöst oder begünstigt werden. Zittern hatte ich auch schon bei einem akuten Schnupfenausbruch, wobei das Kaninchen wegen Untertemperatur von 32 GRad fast gestorben wäre an einem Kreislaukollaps. Geändert von Rakete (06.04.2020 um 13:04 Uhr).
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