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Vergesellschaftung von 4 KaninchenIch hatte im Herbst schon mal ein Thema gestartet, aber zum lesen wird es bestimmt einfacher sein, wenn ich einen neuen Thread aufmache... Ich habe im letzten Mai Lucky (m, kastriert) und Bora (w) über eine ebay-Anzeige bei mir aufgenommen. Die junge Besitzerin hatte das Interesse verloren und wollt sie loswerden. Die beiden sind ca. 5 - 6 Jahre alt und Löwenköpfchen. Beide sind eher ruhige Kaninchen und leben draussen. Lucky ist allem Neuen gegenüber vorsichtig, es hat ewig gedauert, bis er die Katzenklappe von Freilauf zu Stall kapiert hat). Im August habe ich nochmals 2 Kaninchen bekommen, hier stand bei den Besitzern ein Umzug an und die Tiere waren im Weg. Snowy (w, Löwenköpfchen) und Noir (m, kastriert, Widder) sind 3 Jahre alt. Snowy ist eine begabte und eifrige Tunnelbauerin, Noir ist eher ruhig. Alle 4 sind geimpft und an Außenhaltung gewöhnt (sie genießen es, durch den jeweiligen Garten zu preschen), laut Tierarzt auch gesund. Jedes Paar besitzt einen wetterfesten Stall mit kleinem Freigehege (jeweils 4qm für die Nacht; alles mardersicher) und tagsüber Auslauf in eigenem 30 qm Gartenteil. Zwischen den Gartenteilen der Nins befindet sich ein Sichtschutz und 5 Meter neutraler Raum... sie können sich meiner Meinung nach wirklich nicht sehen oder riechen. Und nein: ich will die Tagesbenutzung des Gartens nicht streichen und die Nins in einem Hochsicherheitstrakt halten, denn sie lieben das Rennen und Buddeln (auch wenn ich ständig Tunnel zuschütten muss). Die Kaninchen sind TÄGLICH IMMER von Sonnenauf- bis Sonnenuntergang im Garten. Der zweite Stall steht jedoch blöd am Hang hinterem Haus. Bei der ersten Vergesellschaftung (August) habe ich einen neutralen Raum im Haus gewählt. Hier vertrugen sie sich erst sehr gut, aber nach dem Umzug in das Revier der "Alten" (in dem sich nun auch angebaut der Stall der "Neuen" befand) gab es Stress ohne Ende. Auch ein nochmaliger Aufenthalt im neutralem Raum endete nur in Beißerei zwischen den beiden Kastraten und extremes Mobbing gegen Noir (der neue Kastrat). Lucky, Bora und Snowy haben sich bei der ersten Vergesellschaftung gut vertragen, nur der Kastrat wurde von Bora und Lucky extrem gemobbt (er durft die Kloschale nicht mehr verlassen und wurde ständig gebissen). Die Hauptaggression ging von Lucky (der ältere Kastrat) aus, der sofort über Noir herfiel, sobald der irgendwie herumhoppeln wollte. Es dauert aber im allgemeinen lange, bis sich Lucky an was Neues gewöhnt (Katzenklappe, größerer Gartenteil usw...). Vielleicht muss er sich auch an die Anwesenheit eines weiteren Kastraten erst gewöhnen??? Die Pärchen bezogen also getrennte Reviere im Garten, zuerst mit Sichtkontakt. Die Beißerei setzte sich durchs Gitter fort und nach dem Ziehen eines Doppelzaunes wurde am Gitter markiert ohne Ende. Es stank zum Himmel am Rasen! Deshalb liegt jetzt 5 Meter neutraler Raum zwischen den Revieren ![]() Ich will unbedingt versuchen, dass die 4 sich vertragen und als Gruppe leben können!! Soll ich 1. Einfach den Sichtschutz und die Gitter entfernen und den kompletten Garten (zusätzlich neutralem Bereich und einem weiteren großen Gartenteil, den keiner kennt) für alle "freigeben"? Das wären dann insgesamt 150 qm mit vielen Verstecken für die Tagesbenutzung. Da könnten sie sich mit genügend Rückzugsmöglichkeiten "Kennenlernen". Aber: nachts müssten beide Pärchen getrennt in das jeweils sichere Nachtgehege (die stehen momentan ca. 15 m voneinander entfernt). 2. Soll ich lieber beide Gehege aneinander bauen und den gesicherten Freilauf erweitern? Das käme dann auf 9 - 10 qm, wobei die Anlage aus Ställen und selbstgebauten Freiläufen ein wenig "verschachtelt" wäre. Tagsüber dann der Freilauf im 150qm-Garten. Der Umbau des zweiten Geheges an das erste Gehege dran wäre aber ein ziemlicher Aufwand... und nicht so schnell rückgängig zu machen "wenn es schiefgeht". Das ist dann mindestens eine Tagesaufgabe. Was mach ich dann, wenn sie sich zerfleischen? Einen neutralen Raum in der Wohnung habe ich leider nicht mehr, da dieser inzwischen anders genutzt wird und zudem eine (nicht immer freundliche) Katze in der Wohnung lebt. Es gibt zwar neutrale Gartenbereiche... aber was mach ich dann nachts?? Das ist ja dann nicht gesichert, kann sie ja nicht so einfach draussen hocken lassen!! Also: "Gitter weg" oder "Nachtgehege aneinanderbauen (egal was passiert)"? Ich hoffe, das war nicht zu verwirrend... wenn nicht, fragt einfach nach! Ich bin um jeden Rat dankbar und hoffe, dass die 4 eine Chance auf ein gemeinschaftliches Leben haben!
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| Ein bisschen verwirrend ist es schon, ich versuche mich aber trotzdem mal mit Tipps... Einfach Freilauf für alle öffnen kannst du natürlich machen, aber so lange dann jedes Pärchen nachts in sein Revier muss, nützt es letztlich nichts, du hast dann ja weiterhin keine Gruppe, sondern zwei Pärchen, die zudem noch gestresst werden, weil sie tagsüber den anderen begegnen, die Rangordnung aber nie abschließend klären können. Die jeweiligen vorhandenen Gehege scheinen mir nach deiner Beschreibung aber zu klein zu sein, als dass alle dort friedlich miteinander leben könnten, zumal es ja in der Vergangenheit schon Stress untereinander gab. Deswegen würde ich schon versuchen, ein großes Gehege zu bauen, je größer, desto besser, denn bei mehr Platz können sie sich leichter aus dem Weg gehen, und es kommt dann vielleicht gar nicht dazu, dass einer nur noch in der Kloschale sitzen muss, nicht zuletzt, weil der andere dann nicht immer mitkriegt, dass sein Kontrahent gerade anderweitig unterwegs ist. Neutral muss das Revier gar nicht unbedingt sein, wir vergesellschaften z.B. immer nur im bestehenden Revier, ich würde sogar eher dem bislang unterdrückten Gelegenheit geben, dass er es zuerst kennen lernt, sich dort sicher fühlt, Verstecke kennt, dann hat Lucky gar nicht erst die Möglichkeit, ihn unterzubuttern. Ansonsten wären Fotos immer gut: wenn man die Örtlichkeiten vor Augen hat, fallen uns vielleicht Sackgassen oder sonstige Problemstellen auf, für die du als Halter, der das Gehege schon immer so kennt, keinen Blick mehr hast.
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| Also meinst du nicht dass 9 - 10 qm als Nachtgehege für die 4 ausreichend sind?? Sie sind tagsüber auch bei Schnee, Sturm usw draussen... Wenn ich noch mehr Freigehege-Elemente dazubaue, dann werden die bisherigen Teile nur noch schwer zugänglich. Ich hab mehrere solcher stabilen Holz-Freigehege von Fressnapf (1,6x1m) aneinandergebaut, die ich aber entweder auf Betonplatten stehen habe, oder unten mit Draht mardersicher mache. Ich mag die Dinger, da der Draht (auch am Deckel) absolut stabil ist und man gegebenenfalls doch was umbauen kann.
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| Zitat:
9-10 qm können schon reichen, je nach Aufteilung, aber noch größer wäre bei schwierigen Charakteren besser. Deshalb, falls du neu zusammen baust und die Möglichkeit hast, lieber noch ein paar qm dazu. Wenn es nicht geht, zumindest dem Unterdrückten Vorlauf geben, damit er Sicherheit gewinnt.
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| Ok, dann mach ich es so! Wie lange soll der Raufbold aus der Gruppe? 1 Tag? Oder soll ich in ihn ein paar Tage in einem alten Doppelstockkäfig (haben die bei den Vorbesitzern tlw drin gewohnt!!!) in die Wohnung reinholen? Stört da nicht das Winterfell? BISHER hatte jedes Paar 4 qm, aber ich würde noch 1 oder 2 Auslaufsegmente mit jeweils 1,6 qm dazupacken wenn ich die Gehege zusammenbaue. Mehr geht schlecht, wegen Zugänglichkeit für Reinigungsarbeiten. Bin schon voll aufgeregt, ob es klappt!
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| Ich würde das Gehege des Schwächeren vergrößern und den Störenfried dann entweder im alten Gehege lassen oder ihn in den Doppelstock in ein ungeheiztes Zimmer stellen (oder Garage/Keller mit Tageslicht). Eine Woche wird es bestimmt dauern. Hängt von der Restgruppe ab, wie schnell die sich vertragen. Wenn der Störenfried dann dazu kommt, kommt er praktisch in ein fremdes Revier, was ihm auch etwas verunsichern dürfte.
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