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Blutabnahme altes Kaninchen - Narkose ja oder nein? auf Kaninchen Forum

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Ninchen
 
Registriert seit: 22.01.2020
Beiträge: 1
Buddha&Elsa befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 22.01.2020, 22:42

Blutabnahme altes Kaninchen - Narkose ja oder nein?


Halli Hallo,
ich bin neu hier und habe gleich eine wichtige Frage.
Ich habe ein altes Kaninchen (Buddha, 9 Jahre, Zwergwidder, 1,6 kg) das man, wenn es ein Mensch wäre, als multimorbide bezeichnen würde. Seine Krankheitsgeschichte einmal als Kurzfassung:
- Schneidezähne wurden komplett entfernt wegen starker Fehlstellung, Backenzähne allerdings bis heute in Ordnung (1 Jahr)
- Magenüberladung, fast gestorben (3 Jahre)
- Haarlinge (3,5 Jahre)
- Durchfälle (ab 4 Jahre regelmäßig wegen immer wieder starkem Hefebefall)
- Magenüberladung (5 Jahre)
- Magenüberladung (7 Jahre)
- Spondylose (7 Jahre)
- Blasenentzündung (7 1/2 Jahre)
- Milben (8 Jahre)
- seit dem er ca. 8 1/2 Jahre alt ist kann er sich nicht mehr am Hintern putzen und setzt sich immer in seinen Blinddarmkot rein weshalb ich ihn 2x täglich säuber muss

So das klingt jetzt als würde ich ihn ganz furchtbar füttern, aber er bekommt bei mir kein Trockenfutter, Pellets o.ä.. Bei uns gibt es jeden Tag frisches Gras, Blätter, Kräuter, etc.. Auch zuckerhaltiges Obst und Gemüse kommt nur selten auf den Tisch.
Jetzt war ich gerade heute beim TA und wollte mich wegen einer Schmerztherapie beraten lassen, da seine Spondylose ihn mittlerweile doch etwas einschränkt. Es kam nun beim Röntgen raus, dass er eine Raumvorderung im Bereich Leber/Magen hat. Ich habe nun Kontrastmittel mitbekommen was ich ihm morgen 2h vor dem erneuten Röntgen geben soll um den Nahrungsbrei anzufärben. Ziel ist es die genaue Lage und dem Umfang des Magens festzustellen. Soweit so gut. Nun wollte die TÄ noch Blut abnehmen um die Leberwerte zu checken. Zuerst hat sie es an den Ohrvenen versucht...ging nicht. Auf den Rücken wollte sie ihn nicht legen wegen seinem schlimmen Rücken. Ich habe jetzt einen Termin bekommen an dem einmal das erneute Röntgen stattfinden soll und dann soll er mittels Inhalationsnarkose leicht sediert werden, um an seinem Bein Blut abnehmen zu können. Nun ist meine Frage...er ist ja nun relativ alt...wie ist das Risiko bei einer leichten Sedierung? Er ist ja nun (bis auf seinen Rücken) fit. Und ich weiß das es in der Humanmedizin Lebertests gibt die schon mit einem Blutstropfen funktionieren...gibt es sowas in der Veterinärmedizin auch? Weil dann würde ja n bisschen Blut aus dem Ohr reichen...
Vielen Dank schonmal für die Antworten



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Kaninchenfreund
 
Registriert seit: 25.09.2019
Beiträge: 716
Jean-Claude Van Hase befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 23.01.2020, 01:05

Moin. Bin wach weil mein Kaninchen mal wieder ne leichte Aufgasung vorgespielt hat also nun zu deinem.

Eine inhalations Narkose ist das schonenste was geht würde ich sagen. Meine Tierärztin musste zum Röntgen und Blut abnehmen eine Injektions voll Narkose verpassen weil sie halt keine Inhalations Narkose anbietet. Kaninchen auf den Rücken legen halte ich generell für schlecht, die scheinen dann extreme Panik zu bekommen. Es wurde aus dem hinterlauf Blut abgenommen, wieviel man für nur leberwerte braucht kann ich nicht sagen, aber wenn Blut abgenommen wird dann denke ich gleich soviel wie man für ein komplettes Blutbild braucht würde ich sagen.

Wegen den hefen die köttel untersuchen habt ihr sicherlich schon gemacht?

Lebt der multi morbide Buddha allein? Hat das Partnertier auch hefen?



Viel Erfolg morgen und berichte mal
Achja ich hab damals nicht gewusst das dieser Verband am Hinterbein nach ein paar stunden ab sollte und hab ihn erst am nächsten abend abgemacht. Das war ein böser Fehler und sie hatte ne riesen Pfote dadurch.


Ah Buddha und Elsa. Jetzt hats klick gemacht




Geändert von Jean-Claude Van Hase (23.01.2020 um 01:11 Uhr).

Benutzerbild von marinahexe
Moderatorin
 
Registriert seit: 24.10.2010
Beiträge: 24.639
marinahexe befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 23.01.2020, 01:31

Fürs Röntgen und für die Blutabnahme muss er nicht zwingend in Narkose gelegt werden. Ist er sehr wehrhaft?


Als bei einem meiner Tiere Blut abgenommen wurde, hab ich es auf dem Arm gehalten und die TÄ hat an der Vorderpfote Blut abgenommen. Du kennst ihn von klein auf, also wird er Vertrauen zu Dir haben. Halte Du ihn und sprich ruhig mit ihm und halte ihn fest.


Hefen können auch durch die Zahnproblematik kommen.



Zur Spondylose:
https://www.kaninchenwiese.de/gesundheit/gelenkserkrankungen/


Alles Gute!




Kaninchenfreund
 
Registriert seit: 25.09.2019
Beiträge: 716
Jean-Claude Van Hase befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 23.01.2020, 07:52

Zitat:
Zitat von marinahexe Beitrag anzeigen
Hefen können auch durch die Zahnproblematik kommen.
War auch meine Überlegung aber wären es dann nicht die backenzähne?



Beim Röntgen darf man ja leider nicht dabei sein und das Kaninchen wird so lang gezogen hier wurd auch schon mal ohne Narkose geröngt und es war am ende leider verwackelt. Aber wenn er ein gemütlicher Kandidat ist geht das bestimmt!




Benutzerbild von Honey32
Zwergkaninchen
 
Registriert seit: 12.11.2019
Beiträge: 215
Honey32 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 23.01.2020, 08:57

Bei meinem Paul (8 Jahre) wurde erst die Tage Blut aus dem Hinterlauf abgenommen, ohne Narkose. Dabei wurde er auf die Seite gelegt. Man muss aber auch dazu sagen, dass Paul wirklich alles über sich ergehen lässt und immer sehr ruhig ist.


Weiß nicht wie das bei deinem Buddha ist, vielleicht wäre das eine Möglichkeit?


Wünsche ihm gute Besserung



__________________
Paul und Penny

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Für immer im Herzen:
Lemmy = Dezember 2010-14.02.2014
Honey = Mai 2010-20.10.19



Kaninchen
 
Registriert seit: 05.06.2012
Beiträge: 2.923
Rakete befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 24.01.2020, 21:55

Im Normalfall sollte es für Blutabnahme keine Sedation brauchen.
Sowieso ist leichte Sedation nicht gleichzusetzen wie eine Narkose. Das sollte im Normalfall problemlos gehen.

Narkoserisiko kann es immer geben. Probleme wie z.B. Herzfehler lassen sich auch im vornherein auch nicht ausschließen.

Meine Seniorin ist 8.5 Jahre vor 3 Monate eine größere OP (Narkose 1.5 h) und vor 4 Tagen eine sehr große OP (2 h Operation und sicherlich an die 3 h Narkose). Aufgrund der OP und ihrem Schnupfen war sowieso nur Injektionsnarkose möglich. Die hat man mit diversen Substanzen so abgestimmt, dass es so wenig wie möglich belastet.

Ich bin erstaunt, dass sie das überlebt hat. Auch die TA meinten, sie sei extrem zäh. Und das obwohl sie schon seit 2 Jahren alles andere als gesund ist...




Benutzerbild von Teekannenloser
Kaninchen
 
Registriert seit: 19.09.2013
Beiträge: 6.396
Teekannenloser befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 25.01.2020, 16:38

Ich schätze, dass nicht die Blutabnahme sondern das Röntgen das Problem darstellt. Vermutlich will die TA deshalb leicht sedieren. Ich könnte mir vorstellen, dass er beim Röntgen durch die Spondylose und das „langziehen“ evtl. Schmerzen hat und deshalb vermutlich nicht stillhalten wird.
Natürlich besteht immer ein Risiko, aber wie die anderen schon geschrieben haben, ist inhalationsnarkose/-sedierung das Schonenste was es gibt. Wenn er allgemein fit ist und einen guten Eindruck macht, dann würde ich es wagen. Die TA scheint sich auch, deinen Schilderungen nach, auszukennen und wird sich Gedanken über die Behandlung sowie das Risiko gemacht haben.



__________________


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Stichworte
altes kaninchen, blutabnahme, leberwerte, narkose



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