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Umgang mit dem sterbenHallo. es gibt eine Sache die mich jetzt seit über2 Wochen beschäftigt. vorab möchte ich kurz meine Geschichte dazu erzählen und würde mich freuen zu erfahren wie es anderen bei diesem Thema geht, wie ihr euch verhalten habt und wie ihr damit umgeht. Vor etwas über 2 Wochen musste ich meine geliebte Kaninchendame einschläfern Sie war 12 Jahre und eigentlich bis zum Schluß fit. vor etwas über einem Monat merkte ich die ersten Alterserscheinungen... das männchen machen wurde immer wackeliger und einmal als der große sie im futtereifer umwarf kam sie nicht mehr hoch und ich musste ihr beim aufstehen helfen. ich hatte mich schon länger darauf eingestellt dass es bald soweit ist, bei einem 12 jährigen Kaninchen weiß man sowas ja am Dienstag morgen vor 2,5 Wochen bemerkte ich morgens dass sie unter ihrer weidenbrücke lag und versuchte aufzustehen, aber sie kam nicht mehr hoch, ich ging zu ihr und wollte ihr helfen, aber sie war sehr schwach und wacklig auf den beinen... da wusste ich dass es jetzt wohl langsam zuende geht. nachdem sie noch 2,3 versuche gestartet hat zu laufen, gab sie auf und blieb mitten im gehege auf der seite liegen, da sie nie ein Kaninchen war welches sich gerne streicheln gelassen hat, entschied ich mich sie in ruhe zu lassen, sie hatte ja ihren Partner an der seite, ich schaute alle paar Minuten rein und sie schien bis auf dass sie zu schwach war zum aufstehen relativ enstpannt zu wirken, sie atmete normal und es sah aus würde sie schlafen. ich rief dann bei dem Tierarzt an und schilderte die Situation weil ich mir nicht sicher war ob ich sie liegen lassen soll in der Hoffnung dass sie dort einfach ruhig und friedlich einschläft, oder ob ich sie doch einschläfern lassen soll. der Arzt sagte mir dass wenn sie in den nächsten 2 stunden nicht von alleine stirbt, solle ich kommen. ich schaute weiter alle paar min rein und ich hatte so angst sie irgendwie krampfend oder zitternd vorzufinden. am nachmittag entschied ich mich dann mit ihr zum Arzt zu fahren. ich wickelte sie in eine decke und legte sie in die transportbox, da versuchte sie schon gar nicht mehr aufzustehen, sie blieb einfach auf der seite liegen. beim Tierarzt angekommen wurde sie kurz untersucht und die ärtzin sagte dass sie sie jetzt einschläfert. in dem Moment realisierte ich so richtig dass es jetzt vorbei ist und mir wurde schlecht und ich hatte das gefühl dass ich gleich umkippe. sie fragte mich ob ich dabei sein will oder ob ich raus gehen will... und in dem Moment konnte ich nicht, ich ging raus... und ja das beschäftigt mich bis heute... ich mache mir vorwürfe dass ich nicht stark genug für sie war, dass ich sie alleine gelassen habe, statt sie in den tot zu streicheln, hab ich sie im stich gelassen Jeden tag hab ich deswegen ein schlechtes gewissen und fühle mich wie der größte versager der sein Tier nach 12 jahren in diesem Moment alleine gelassen hat. mit anderen kann ich meine Gedanken nicht teilen, weil viele denken : mein Gott... es war doch nur ein Kaninchen... deswegen schreibe ich es hier auf und würde mich freuen wenn vllt andere auch erzählen wie sie mit sowas umgehen oder wie es euch erging lg Melanie
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| Ich drück dich mal. Ich war damals dabei, als unser Hund eingeschläfert wurde.. Ich weiß nicht, ob dir das jetzt hilft.. aber ich habe mich danach auch furchtbar gefühlt.. es ist und bleibt der Entschluss ein anderes Leben zu beenden und das macht einem zu schaffen. Unabhängig davon, ob man dabei ist oder nicht. Du hast ihr einen großen Liebesdienst erwiesen und du hast sie nicht alleine gelassen, sondern in die Hände von Menschen gegeben, die ihr helfen konnten. Das ist das, was zählt. Und dann hast du das getan, was für dich in dem Moment das richtige war. Das ist genau so wichtig und niemand hat das Recht sich dafür zu verurteilen. Und das solltest auch du selbst nicht tun.
__________________ --- "Du mußt sie jetzt sagen, Oder ewig 'rumtragen, Deine Worte: Verzeih! Hätt' ich doch! – Einerlei. Könnt' ich doch noch! – Vorbei." (Reinhard Mey) --- [Danke, Tante Jessi]
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| Das hast du schön geschrieben Dangerschaf!
__________________ Paul und Penny ------------------------------------------------------- Für immer im Herzen: Lemmy = Dezember 2010-14.02.2014 Honey = Mai 2010-20.10.19
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| Liebe Tarenya, Wir haben das menschliche Ideal, dass unsere Anwesenheit irgendwie alles heilt, auch ich bin dem verfallen. Das ist auch grundsätzlich gut. Aber es ist nicht unrichtig oder feige, zu gehen, wenn man es nicht ertragen kann. Ich habe Mensch wie Tier im Sterben begleitet, und meine, dass es im Sterben ein Phase gibt, wo körperliche Nähe nur noch zweitrangig ist. Es geht darum, unsere lieben Wesen zu begleiten bis zu einer Schwelle, die sie unbemerkt überschreiten, bevor wir es bemerken. Deine Süße hatte diese Schwelle schon längst überschritten, sie war bereit, und Du hast Ihr die letzte Phase und Ihr Leiden verkürzt. Sie hat Deine lieben Gedanken gespürt, dafür musstest Du nicht bis zum Ende körperlich dabei sein. Du warst da für sie, und auch bis zu ihrer Schwelle und darüber hinaus mit Deinem Herzen. Ganz ehrlich, Du brauchst Dir nichts vorzuwerfen, beim Einschläfern war sie schon längst auf ihrem Weg über die Regenbogenbrücke. Denk lieb an sie, auch das wird sie spüren, es gibt mehr als physisches Dasein, ich drücke Dich ganz fest, Liebe Grüße BunnyMary
__________________ Respekt vor jedem Leben
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| Auch von mir mein Beileid zu deinem Verlust bzw. zu euren Verlusten. Bei mir sind bisher drei Kaninchen verstorben. Das erste, Peppa, lag plötzlich tot im Gehege, als ich mit meiner Familie nach Hause kam. Es war eines dieser Auslaufgehege für den Garten, die nicht wirklich groß sind. Wir nahmen an, sie hatte sich zu sehr vor einer Katze erschreckt - heute denke ich, dass sie möglicherweie auch etwas mit der Gebärmutter hatte, weil sie teils recht aggressiv war - doch damals haben wir es nicht besser gewusst. Ich muss dazu sagen, dass ich damals noch ein Kind war, sieben oder acht vielleicht. Als ich älter wurde, meine Haltung verbessert habe und mich mehr über Kaninchen informiert habe, habe ich mir große Vorwürfe gemacht, weil unsere Haltung ihr nie gerecht werden konnte und wir ihre Aggressivität nicht als mögliches Krankheitssymptom erkannt haben. Das zweite Kaninchen ging von uns, als ich zehn war. Er lebte in Innenhaltung und ich würde sagen, dass er trotz Käfig in der Nacht recht glücklich war. Doch auch hier denke ich mir im Nachhinein, was ich alles hätte besser machen können. Er war achteinhalb, als er nachts plötzlich anfing, zu schreien. Wir kannten das von seinen Albträumen, aber diesmal war es anders, er konnte nicht mehr aufstehen, obwohl er es krampfhaft versuchte. Meine Zwillingsschwester nahm ihn auf den Arm, während ich Mama weckte, um ihr zu sagen, dass wir sofort zum Tierarzt müssten, weil Wuschel krank sei. Als ich eine Minute später mit ihr ins Zimmer kam, war Wuschel in den Armen meiner Schwester gestorben. Einerseits finde ich das sehr schön, dass er sozusagen geborgen von uns gegangen ist, andererseits bin ich traurig, dass ich nicht da war. Klar, ich wollte nur Hilfe holen, aber trotdem versetzt es mir immer noch einen kleinen Stich, dass es nicht meine Arme waren, die meinen Liebling gehalten haben. Der dritte war Snoopy knapp vier Jahre später. Er war letztlich immer wieder krank gewesen, hatte eine wiederkehrende Augenentzündung gehabt und war grundsätzlich angeschlagen gewesen. Trotzdem hätte ich nie mit seinem Tod gerechnet. Hier mache ich mir am meisten Vorwürfe. Er wirkte etwas müde an dem Tag und ließ sich auch nach der Medigabe etwas länger streicheln. Ich führte das auf seine etwas verbesserte Zutraulichkeit in der letzten Zeit zurück. Dass er gerade keine Trockenkräuter wollte, schob ich auf "keinen Hunger". Ein bisschen Sorgen machte ich mir schon, aber meine Mama und meine Schwester waren gerade mit Snoopys Bruder zum Zähneschneiden zum Tierarzt gefahren und ich wollte nicht, dass sie direkt noch einmal fahren müssen, wo er doch vielleicht einfach nur keinen Hunger hatte. Am Nachmittag war er dann richtig apathisch und hat sich sogar wehrlos hochheben lassen. Da haben wirklich alle Alarmglocken geschrillt und wir sind zum Nottierarzt gefahren. Der konnte nichts finden, Verdauung ok, Zähne ok, aber Untertemperatur. Er bekam eine Glucoseinfusion und wurde folglich den ganzen Abend von mir warmgehalten. Ich habe auch angefangen, ihn zwangszuernähren, aber er wollte nicht so richtig schlucken. In der Nacht hat er schließlich in meinen Armen begonnen, zu schreien und ist gestorben. Immer noch denke ich daran, was gewesen wäre, wenn ich früher zum Tierarzt gegangen wäre, woran es gelegen haben könnte, ob ich etwas übersehen hatte. Ich wünschte nun, ich hätte nicht so hartnäckig versucht, ihn zum Fressen zu bringen. Wenigstens das hätte ich ihm ersparen können. Seit Snoopys Tod sind zweieinhalb Jahre vergangen. Ich habe extrem viel dazugelernt seither und meine Kaninchenhaltung zu etwas gemacht, das ich für mich als tiergerecht bezeichnen kann. Mittlerweile kann ich auch in der Regel wieder an die drei denken, ohne zu weinen. Manchmal, so wie jetzt, kommen mir trotzdem die Tränen. Mir hat es extrem geholfen, meine Lieblinge zu zeichnen, aber auch, zu wissen, dass sie geliebt wurden. Manchmal zünde ich in der Kirche eine Kerze für sie an, auch, wenn das die meisten Menschen nur für Mitmenschen tun. Zudem geht mit jeder Tür, die zufällt, eine neue auf - wäre Snoopy nicht gegangen, wären Stella und Kiki nie zu mir gekommen. Und leider kann man an der Vergangenheit nichts mehr ändern, man kann nur versuchen, für die Zukunft daraus zu lernen.
__________________ Liebe Grüße von den Sophie mit Kiki, Stella, Jimmy, Richard, Sissi, Caramel und Heidi!
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| ich möchte euch allen sehr danken für eure worte , das hat mich sehr berührt.
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| Tut mir leid was Du erlebt hast und jetzt fühlst. Ich muss allerdings dazu sagen, dass ich bei jedem Tier dabeigeblieben bin wenn es „geplant“ eingeschläfert wurde, ich habe keins davon alleine beim TA gelassen, bin immer (heulend) dabeigeblieben. Von meinem Gefühl her hätte ich persönlich mich schuldig gefühlt sie alleine „zurückzulassen“. Von meiner damaligen Arbeit in einer TK weiß ich aber, dass es vielen Haltern so geht, ich würde auch niemandem dafür einen Vorwurf machen, und auch damals haben wir alles dafür getan,dass ein Tier auch ohne den vertrauten Halter möglichst stressfrei gehen konnte. Lediglich mein Kater und eins meiner Kaninchen mussten ohne mich sterben, weil sich während einer OP (wo ich im Büro saß) herausstellte, dass die Diagnose letal war und ein Aufwachen plus anschließendes Einschläfern eine Qual gewesen wäre. Diese beiden Tode beschäftigen mich noch heute, die bei denen ich dabei sein konnte, konnte ich besser verarbeiten.
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| Mein Beileid zu euren Verlusten. Ich muss gerade krampfhaft die Tränen zurück blinzeln. .. Ich habe auch schon viele Tiere gehen lassen müssen. Zwei Kaninchen und unzählige Hamster. Bei vielen bin ich dabei gewesen, aber nicht bei allen. Als Kind bin ich rausgeschickt worden, während meine Mutter dabei geblieben ist. In den letzten Jahren bin ich zwar körperlich bei meinen Tieren gewesen, wenn sie eingeschläfert wurden, aber ich kann mich an nichts mehr erinnern, weil mein Kopf dann immer im Ausnahmezustand war. Ich bin bei ihnen geblieben, weil ich der Meinung bin, dass es meine Pflicht als Besitzerin ist. Doch viele meiner Tiere waren kurz vor ihrem Tod in einem so schlechten Zustand, dass sie meine Nähe vermutlich gar nicht mehr mitbekommen haben. Vor ein paar Wochen habe ich meinen Hamster einschläfern lassen. Das war für mich besonders extrem, weil ich zum ersten Mal alles alleine entscheiden und durchstehen musste. (Früher war meine Mutter immer dabei, aber ich bin dieses Jahr mit meinen Tieren von zuhause ausgezogen.) Vorallem bei diesem Hamster habe ich immer noch ein schlechtes Gewissen, weil ich mir vorwerfe ihn möglicherweise zu früh gehen gelassen zu haben. Er hatte einen Tumor und es war klar, dass er nur noch höchstens ein paar Wochen zu leben hat. Eines Freitagabends habe ich bemerkt, dass er Schwierigkeiten beim Laufen hatte, einen leicht torkelnden Gang. Weniger Appetit als sonst hatte er auch. Wegen eines Feiertages, waren die nächsten 3 Tage die Tierärzte nicht erreichbar. Ich hatte also die Wahl sofort am nächsten Morgen zum Arzt zu gehen oder die nächsten Tage abzuwarten. Ich wollte ihn noch nicht gehen lassen, aber ich hatte so fürchterliche Panik, dass sich sein Zustand in den nächsten Tagen dramatisch verschlechtern würde und ich dann nichts für ihn tun könnte. Das allerschlimmste ist für mich, ein Tier (vorallem meine Tiere) leiden zu sehen und hilfslos daneben zu stehen. Genau die Erfahrung habe ich leider schon zu oft gemacht. (Als Kind starb einer meiner Lieblingshamster schreiend in meinen Armen, während ich darauf wartete, dass mein Vater nach Hause kam, um uns zum Tierarzt zu bringen. Mein allererstes Kaninchen starb ebenfalls in meinen Armen, aber da habe ich gespürt, dass sich der Weg zum Arzt nicht mehr lohnt. Ich hatte recht, denn nach ein paar Minuten war es tot. Warum, ist bis heute nicht klar.) Also ging ich am nächsten Tag mit meinem letzten Hamster zum Tierarzt und ließ ihn einschläfern. Die Ärztin musste nachspritzen, weil sein Herz nicht aufhören wollte zu schlagen. Das ist eine Entscheidung, die mich definitiv mein ganzes Leben lang verfolgen wird. Habe ich ihm Lebenszeit gestohlen, nur um es mir einfacher zu machen? Hätte ich noch warten sollen, bis es ihm wirklich schlecht geht? Jedesmal, wenn eines meiner Tiere gestorben ist, ist auch ein kleiner Teil von mir gestorben. Da Hamster leider nicht lange Leben, ist der Tod schon sehr früh ein Teil meines Lebens geworden, aber ich werde mich trotzdem nie an ihn gewöhnen.
__________________ Behandle dein Haustier so, dass du im nächsten Leben mit vertauschten Rollen klar kommst. Pascal Lachenmeier
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