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Arzt rät zum EinschläfernHallo liebe Kaninchenfreunde, unser Männlein Mats (BJ 2011) hat seit längerem Probleme mit seinen Schlappohren. Er hatte eine Entzündung in beiden Gehörgängen, die laut einem Spezialarzt durch Medis und stetiger Spülung behandelt werden kann. Wir behandeln somit seit geraumer Zeit mit diverser Medizin und zu letzt mit TrizEDTA. Er wird quasi wöchentlich einmal gespült. (Wir hatten aufgrund dieser Diagnose den Haus-TA dann gewechselt.) Aufgrund unseres bald anstehenden Urlaubs waren wir nun nochmal zum Check Up bei unserem neuen Hausarzt. Diese stellte eine Mittelohrentzündung fest und hat geröntgt. Beim Röntgen stellte dieser fest, dass sein Kiefer aufgrund von massiven Schmerzen sich neu gebildet oder verformt hat. Dazu kommen noch "diverse" Abszesse. Sie ist der Meinung, dass es das sinnvollste wäre Mats entschläfern zu lassen. Er hat auch im Vergleich zum letzten Mal deutlich abgenommen. Nun ist es jedoch so, dass er sehr gern und viel futtert und auch noch ziemlich freudig herum springt. Auch entzieht er sich weder uns noch seiner Partnerin. Beim Abtasten zeigt er uns auch keine Schmerzen oder windet sich. Die Ärztin meint, dass Mats starke Schmerzen hat (die sich für uns nicht so darstellen) und hat ihm nun starke Schmerzmittel verschrieben, die wir ihm aktuell geben. Natürlich sind wir nicht so egoistisch und lassen Ihn so lange wie möglich bei uns. Jedoch stellt sich die Frage, ob diese Schock-Diagnose vielleicht doch falsch ist oder zumindest anders behandelt werden kann als ihn gleich einzuschläfern. Wir werden natürlich noch eine zweite Meinung einholen, wollten aber auch hier mal Euren Rat hören oder lesen. Vielen Dank fürs Lesen und Eure Antworten.
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| Ich würde auch erstmal die zweite Meinung abwarten und versuchen einen TA zu finden der sich gut mit Kaninchen auskennt. Da würde ich Marinahexe mal eine PN schicken, ob sie jemanden in deiner Nähe empfehlen kann. Meine Freundin hatte dieses Jahr eine Häsin mit einem Abzess und der Kiefer war auch verformt/verwachsen. In Absprache mit der TÄ haben sie es gewagt und ihr geht bisher gut. Da muss man sich aber dann auch auf den TA verlassen und, wenn auch der zweite sagt, erlösen wäre besser, dann sollte man es machen zum Wohl des Tieres. Drücke die Daumen
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| Ich würde unbedingt eine 2. Meinung bei einem kaninchenerfahrenen Tierarzt einholen. Mein Mäxli sollte im Frühjahr 2013 wegen eines inoperablen Kiefertumors eingeschläfert werden. Der Tumor stellte sich nachher als retrogrades Zahnwurzelwachstum heraus. Auf jeden Fall lebt er heute noch und wird an irgendetwas anderem sterben, aber nicht an einem Kiefertumor.
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| Vielen Dank für eure schnellen Antworten! Wir haben bei der Suche nach einem neuen TA auf kaninchenwiese.de geschaut und genau diesen TA gefunden, bei dem wir jetzt diese Diagnose erhalten haben. Wir wollen natürlich auf keinem Fall, dass unser Mats unter starken Schmerzen leiden muss und uns ist bewusst, dass Ninchen das kaum zeigen, allerdings frisst er mit solcher Freude und springt um unsere Beine, wenn er nur Möhren riecht, dass wir uns derzeit nicht vorstellen können, dass er solche starken Schmerzen haben soll. Seit Montag (als wir beim TA waren) hat er wieder zugenommen (von 1665g auf 1793g), da er auch einiges mehr von uns bekommen hat. Für uns ist Einschläfern eigentlich derzeit keine Option aufgrund seiner Lebensfreude. Ab wann soll man lieber sagen, dass er erlöst werden soll (wenn es sich bestätigen sollte) und bis wann ist es für ihn noch lebenswert? Kann man das als Mensch überhaupt abschätzen? ![]()
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| Du wirst es ihm anmerken wenn er nicht mehr möchte.
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| Kaninchen verbergen zwar ihre Schmerzen aber wenn man seine Tiere gut beobachtet, dann merkt man wenn etwas "komisch" ist. Unsere Susi hatte im Sommer einen Abszess an der linken Niere, sich darin bemerkbar machte, dass sie einfach weniger fraß, nicht jedesmal ein Leckerli wollte und sich öfters ins Häuschen verzog. Wir tippten erst auf eine Verdauungsgeschichte, da sie ihren Partner immer ausgiebig putzt und als sie eines Nachts überhaupt nicht gefressen und geköttelt hat sind wir gleich in die Tierklinik (war ausgerechnet ein Sonntag) wo im Röntgenbild eine "große raumfordernde Struktur" zu sehen war. Hast du deinen Mats in Innenhaltung? Dann müsstest du doch eine eventuelle Veränderung im Verhalten mitbekommen und dann kannst du immer noch einschläfern lassen. Solange er noch Lebensfreude zeigt würde ich das auf gar keinen Fall machen lassen.
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