| Moderatorin | | Registriert seit: 13.07.2014
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Geschrieben am
10.09.2019, 11:26
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Zitat von Sir.Hoppselot
1. Wie lang sollte die Quarantäne für das neue Kaninchen sein? Ich habe inzwischen schon alles zwischen zwei bis vier Wochen gelesen. Ist es nicht riskant für beide, wenn die kalten Nächte beginnen und sie sich noch nicht gut genug aneinander gewöhnt haben, um kuschen zu können? | Das hängt nicht zuletzt auch davon ab, woher es kommt und ob der Gesundheitszustand schon durchgecheckt ist.
Wenn du das Kaninchen aus einer guten Pflegestelle holst, in der schon Kotproben, Impfungen etc. gemacht wurden, würde ich den Neuling nur 1-2 Tage ankommen lassen, falls der Gesundheitszustand völlig unbekannt ist, sollte es erst durchgecheckt, Kotproben gesammelt und ggfs. Impfungen nachgeholt und dann erst vergesellschaftet werden. Zitat:
Zitat von Sir.Hoppselot 2. Falls das neue Partnertier noch geimpft werden muss, braucht es zusätzliche Quarantänezeit? Und besteht ein Risiko dabei, ein nicht geimpftes Tier aufzunehmen obwohl mein Männchen komplett durchgeimpft ist (Myxo, RHD 1 +2)? | Man sollte während sich der Impfschutz aufbaut, nicht vergesellschaften, d.h. Du hättest bei Filavac z.B. eine zusätzliche Quarantänezeit von 7 Tagen, bei Nobivac von drei Wochen.
Ein Risiko für Dein Männchen bestünde eigentlich nur, wenn sich bei ihm aus welch Grund auch immer kein vollständiger Impfschutz aufgebaut haben sollte. Zitat:
Zitat von Sir.Hoppselot 3. Kann ich einen Teil des Balkons als Quarantänegehege nutzen, es hinterher gründlich reinigen (Steinboden ohne Fugen) und dann die Vergesellschaftung auf dem Balkon durchführen? Oder darf keines der Tiere zuvor im Vergesellschaftungsgehege gelebt haben? | Unproblematischer für alle Beteiligten ist es sicherlich, wenn der Balkon für beide neu wäre.
Andererseits vergesellschaften wir immer nur im gewohnten Gehege, es geht also zumeist auch dann, wenn eines das VG-Gehege schon kannte.
Allerdings würde ich dann eher das Weibchen in das Revier des Männchens setzen, als umgekehrt, da die Damen meist revierbezogener sind als die Herren.
Und die Putzerei war für mich schon immer Unfug bzw. allenfalls Beruhigungstherapie für den Halter: Kaninchen kennen ihr Revier, und wissen, dass ein Fremdling da ist, einerlei, wie viel Putzmittel man verteilt... Zitat:
Zitat von Sir.Hoppselot 4. Ist es zu dieser Jahreszeit sinnvoll, nach einem neuen Partnertier aus Außenhaltung zu suchen? | Wenn sie in Außenhaltung sollen, ist ein Partner aus Außenhaltung besser: je nachdem, wo ihr wohnt, endet nämlich die Zeit, in der man problemlos aus Innenhaltung nach draußen setzen kann, schon bald.
Man kann zwar auch später noch Innenhaltungskaninchen an Außentemperaturen gewöhnen (vgl. z.B. https://www.kaninchenwiese.de/haltung/hintergruende/haltungsmythen/), das kostet aber mehr Zeit und Aufwand... Zitat:
Zitat von Sir.Hoppselot Ich kann gerade nicht einschätzen ob es sogar sehr praktisch ist, dass wir in ein neues noch neutrales Gehege wechseln wollen oder ob ein neuer Partner und eine neue Umgebung vielleicht doch zuviel Stress auf einmal für meinen Kleinen sind. Er trauert sichtlich und längere Einzelhaft will ich ihm unbedingt ersparen. Über weitere Tipps zur Vergesellschaftung bin ich euch sehr dankbar. | Nach Möglichkeit würde ich beides zugleich erledigen, besser nur einmal Stress für alle, als zweimal Stress nacheinander. Und für die VG ist ein für beide unbekanntes Revier sowieso von Vorteil. |