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Angst vorm Tierarzt... als Mensch auf Kaninchen Forum

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Benutzerbild von Spyro
Ninchen
 
Registriert seit: 09.09.2019
Beiträge: 3
Spyro befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 09.09.2019, 22:17

Angst vorm Tierarzt... als Mensch


Guten Abend

Ich bin neu hier im Forum und muss mir meinen Frust von der Seele schreiben...
Der Titel klingt blöd, aber ich versuche es zu erklären.

Wir haben seit 2 Wochen ein Zwergkaninchen aus schlechter Haltung übernommen.
Er ist 3,5 Jahre alt und kennt sein gesamtes Leben nur Einzelhaltung. Er hat zu dem Zeitpunkt nicht mehr gefressen und sich die Brust kahl geleckt...
Nach mehreren Tierarztbesuchen (Zähne abschleifen usw.) geht es ihm super. Die Haare sind schön am nachwachsen und fressen tut er auch
Er soll am Mittwoch kastriert werden, damit er bald seine Häsin bekommen kann.

Und jetzt kommen wir zum eigentlichen Thema... ich hatte als Kind auch schon immer Kaninchen und habe viele schlimme Dinge erlebt, aber am schlimmsten waren die Schreie der Kleinen beim Tierarzt (unser Widder hat immer sehr viel geschrien). Das hat mich bis heute geprägt...
Er wird am Mittwoch erstmal untersucht und selbst davor habe ich panische Angst. Ich kann jetzt schon nicht mehr schlafen...

Ist es verwerflich ihn allein im Behandlungszimmer zu lassen?
Es tut mir zwar in der Seele weh, aber ich kann das einfach nicht mehr... das habe ich bei den letzten Tierarztbesuchen mehr und mehr festgestellt...

Sorry für den langen Text.
Liebe Grüße und gute Nacht.



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Gesperrt
 
Registriert seit: 03.07.2015
Beiträge: 5.334
Terry ist zur Zeit noch ein unbeschriebenes Blatt
Geschrieben am 09.09.2019, 22:33

Ich weiß natürlich nicht, was die TÄ damals mit den Tieren gemacht haben, aber bis heute hat keine meiner eigenen oder Pflegetieren beim TA geschrien...

Der eine wehrt sich mal mehr, der andere erstarrt vor Angst, aber das war es eigentlich immer.

Lass Dir von @Marinahexe einen kaninchenerfahrenen TA in Deiner Nähe nennen, dann gehe ich davon aus, dass Du ein solches Erlebnis nicht nochmal bekommst..

Ich persönlich lasse meine Tiere nie alleine im Behandlungszimmer, da ich sie und ihre Reaktionen kenne, was eine TA-Helferin nicht kann.

Einer meiner Großen lässt sich z.B. ausschließlich auf dem Arm (über die Schulter „gelegt“) untersuchen... dann darf die TÄ alles machen... auf dem Tisch bräuchte man mindestens drei Personen um ihn zu fixieren... er wiegt rund fünf Kilo..

Das wäre richtiger Stress, wenn ich ihn in der Situation allein ließe...



marinahexe likes this.

Moderator
 
Registriert seit: 20.02.2019
Beiträge: 3.859
4Chaoten befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 09.09.2019, 22:51

Der TA muss nicht mal was machen, ein sehr ängstliches und verstörtes Kaninchen schreit.
Ich habe es einmal erlebt mit einer Dame, die aus schlechter Haltung kam, keinen Partner hatte und ich selber zu hektisch und nervös war

Ein Partner ist immer sehr wichtig für ängstliche Tiere, ich gehe eh immer mit einem Pärchen zum TA.
Wie zutraulich ist denn der Kleine? Du darfst dir selber keinen Stress machen und solltest versuchen ruhig zu bleiben. Kaninchen merken, wenn du nervös bist.
Denke einfach nicht daran, dass er schreien könnte, mache dich nicht im Vorfeld verrückt. Es ist nur ein TA Besuch, wie für uns der Besuch beim Zahnarzt.

Fremde Umgebungen verängstigen sie, also sei dabei und gebe ihm Halt, wenn er Vertrauen hat, dann streichel ihn und rede mit ihm, lass ihn nicht alleine und lass dich nicht drängeln vom TA. Ein guter TA lässt sich Zeit




Zwergkaninchen
 
Registriert seit: 23.11.2017
Beiträge: 65
Lollo Rosso befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 10.09.2019, 10:06

Sicherlich wäre es am besten, wenn Du ganz ruhig wärst und souverän mit zum Tierarzt gehst. Als jemand, die beim Tierarzt auch immer sehr nervös ist, kann ich allerdings sagen, dass solche Ratschläge nur bedingt helfen - der Hinweis, dass die Nervosität sich aufs Tier überträgt ist absolut richtig, steigert aber in meinem Fall meine Nervosität nur.
D.h.: ich finde es absolut in Ordnung, wenn Du während der Behandlung im Wartezimmer bleibst. Es scheint mir nämlich fraglich, ob das Kaninchen viel von einer Halterin hat, die völlig aufgelöst daneben steht. Ich würde nur darauf achten, dass Du danach noch ausführlich mit der Ärztin sprechen kannst, weil Du ja dann bei der eigentlichen Untersuchung nicht dabei bist!




Moderatorin
 
Registriert seit: 13.07.2014
Beiträge: 1.925
Diabi befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 10.09.2019, 10:16

Zitat:
Zitat von 4Chaoten Beitrag anzeigen
mache dich nicht im Vorfeld verrückt. Es ist nur ein TA Besuch, wie für uns der Besuch beim Zahnarzt.
ZAHNARZT?


Wir sollten Spyro doch beruhigen und nicht noch mehr in Panik versetzen...



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Kaninchenfreund
 
Registriert seit: 03.01.2019
Beiträge: 765
Solkinok befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 10.09.2019, 13:11

Zitat:
Zitat von Lollo Rosso Beitrag anzeigen
D.h.: ich finde es absolut in Ordnung, wenn Du während der Behandlung im Wartezimmer bleibst. Es scheint mir nämlich fraglich, ob das Kaninchen viel von einer Halterin hat, die völlig aufgelöst daneben steht.

Sehr ich auch so. Lieber allein als mit einem Nervenbündel neben sich. Einerseits. Andererseits wirst du durch Vermeidungsverhalten auch nie die Chance haben, deine Ängste zu überwinden. Daher würde ich sagen:
1. Schritt: Wie oben empfehlen, einen kaninchenerfahrenen TA suchen, falls du deinem jetzigen nicht 100% vertraust. (Gibt schonmal etwas Sicherheit)
2. Sage dem TA im Voraus, dass es dieses Problem gibt.

2. Geh mit dem Kaninchen rein, nimm dir aber das Recht, jederzeit den Raum zu verlassen, sobald es dir zu viel wird. Vielleicht wird es ja gar nicht nötig sein???



S.




Benutzerbild von Spyro
Ninchen
 
Registriert seit: 09.09.2019
Beiträge: 3
Spyro befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 10.09.2019, 16:30

Der Zahnarzt wäre tatsächlich das kleinere Übel... ich arbeite nämlich bei einem

Wir hatten den Tierarzt mit ihm auch schon einmal gewechselt. Die Tierärztin hatte uns nicht ernst genommen und gemeint, es läge an der Aufregung, weshalb er nichts fressen würde.
Der zweite Tierarzt hat endlich nach seinen Zähnen geschaut und uns Schmerzmittel mitgegeben. So bin ich ja wirklich zufrieden bei ihm, deshalb soll er ihn ja auch kastrieren... doch die Angst kommt immer wieder hoch einem Tierarzt zu vertrauen fällt mir unheimlich schwer...

Zur Frage ob er zutraulich ist... oh ja liegt wahrscheinlich daran, dass er nur Menschen kennt.
Er drückt seinen Kopf immer unter die Hand, wenn er gestreichelt werden möchte.
Hochheben versuche ich so gut es geht zu vermeiden, da dreht er völlig durch und gerät in Panik. Klar, das Kaninchen das nicht mögen, aber er ist da wirklich extrem zappelig.

Was ich erlebt habe... neben Fliegenmaden und schreiendem Widderchen...
Mir ist damals eine Häsin (nachdem wir vom Tierarzt heim kamen) in den Händen verstorben. Sie hat den Kopf zurückgeworfen und ganz laut geschrien, scheinbar ein Herzinfarkt. Das war echt schlimm...
Dazu kommt, dass meine Mutter mich damals oft allein mit den Tieren zum Tierarzt geschickt hat, da sie sich das nicht mit ansehen kann und es ja meine Kaninchen wären…
Außerdem habe ich einfach oft das Gefühl, dass man einen Tierarzt schon nervt, sobald man nachfragt bzw. etwas hinterfragt.

Ich werde es so machen wie mir geraten wurde… ich gehe mit ihm ins Behandlungszimmer und wenn es zu viel wird gehe ich raus.

Vielen Dank für die vielen Antworten

Liebe Grüße




Benutzerbild von Honeymouse
Kaninchen
 
Registriert seit: 02.08.2013
Beiträge: 27.916
Honeymouse befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 10.09.2019, 16:35

Gerade wenn es dir schwer fällt, einen Tierarzt zu Vertrauen, wäre es eigentlich wichtig, dabei zu bleiben. Du hast sonst absolut keine Kontrolle darüber, wie mit deinem Tier umgegangen wird, usw. Nicht jeder Tierarzt hat Ahnung und weiß, welche Medikamente zum Beispiel Kaninchen nicht kriegen dürfen, welche Impfungen wirksam sind usw.



__________________
GESTERN warst Du noch bei uns, mit Deinem Lachen, mit Deiner Freude, mit Deinen Worten.
HEUTE bist du bei uns, in unseren Tränen, in unseren Fragen, in unserer Trauer.
MORGEN wirst du bei uns sein, in Erinnerungen, in Erzählungen, in unseren Herzen.



Benutzerbild von marinahexe
Moderatorin
 
Registriert seit: 24.10.2010
Beiträge: 24.639
marinahexe befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 10.09.2019, 16:58

Zitat:
Ich werde es so machen wie mir geraten wurde… ich gehe mit ihm ins Behandlungszimmer und wenn es zu viel wird gehe ich raus.

Die Entscheidung finde ich gut. Denke aber daran, dass Dein Tier Dir vertraut und Deine Anwesenheit ihm Sicherheit gibt.


Wenn ich mit einer meiner Nasen zum TA muss, suchen selbst die Ängstlichsten Schutz bei mir und klettern an mir hoch.



Ich war schon mit sehr vielen Tieren beim Tierarzt. Dort hat noch keiner geschrien. Diesen Todesschrei hab ich aber auch schon 2x miterlebt und er sitzt mir heute noch in den Knochen. Einmal ist ein Weibchen gestorben, was wohl etwas giftiges im Garten gefressen hatte, das andere Mal hatte ein kleines Böckchen einen Krampfanfall und schrie, als ich ihn berührt habe. Er ist sonst sehr zutraulich, hat mich aber in dem Moment wohl nicht erkannt.



Rakete likes this.

Zwergkaninchen
 
Registriert seit: 13.09.2019
Beiträge: 31
Kaninchen_ befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 15.09.2019, 17:33

das kann ich verfstehen. vor 7 Jahren habe ich was schlimmes erlebt bei einem Tierarzt. Er hat mein Kaninchen einfach sterben lassen ohne etwas zu unternehmen, mich dann angerufen und gesagt ich kann es abholen. Ich freu mich auf mein Häschen und denke es ist alles in Ordnung. Dann bringen die die TB in den Raum und sagen es ist tot. Ich bin zusammengebrochen. Ich konnte mir nicht vorstellen das ein Tierarzt so was tut. Immer wenn ich darüber spreche weine ich. Danach habe ich immer gezittert beim Tierarzt. aber ich nehme meine ganze Kraft zusammen damit meine Tiere beim Tierarzt nicht alleine sind.




Benutzerbild von Spyro
Ninchen
 
Registriert seit: 09.09.2019
Beiträge: 3
Spyro befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 16.09.2019, 06:49

Wollte nur mal Rückmeldung geben wie es war
Der kleine Mann hat die Kastration gut überstanden und die Untersuchung war wirklich nicht schlimm... umsonst tagelang verrückt gemacht.
Ich bin froh, dass ich auf euch gehört habe



marinahexe, Rakete, Olga and 2 others like this.

Kaninchen
 
Registriert seit: 05.06.2012
Beiträge: 2.923
Rakete befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 16.09.2019, 07:48



Und wie gesagt: ein guter Tierarzt macht auch mal eine Pause, wenn ein Kaninchen zu gestresst ist. Dann wird es einfach wieder in die Transportbox gesetzt und kurz gewartet, bis sich das Kaninchen wieder beruhigt hat.

Und mit meiner schnupfenden Seniorin habe ich auch schon ein nach eingegriffen, weil es mal zu viel wurde damals mit einem noch etwas unerfahrenen Tierarzt. Der inzwischen viel Praxis hat und sogar sich auch noch zum Kaninchenspezialisten in Zahnmedizin hat ausbilden lassen (und auch damals Respekt hatte, weil ihm schon ein Kaninchen mal auf dem Tisch verstarb).

Und im Tierspital nehmen sie sich immer sehr viel Zeit. Ich sage schon meist im Voraus, dass man mit der Seniorin behutsam umgehen sol, da sie schnell hyperventiliert bei Stress. Dort benimmt sich meine Seniorin inzwischen immer vorbildlich! Und lässt sich problemlos untersuchen. Zuhause konnte ich sie nie zur Untersuchung oder Behandlung umdrehen...



 
 
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