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Vergesellschaftung von zwei JungtierenHallo zusammen, ich bin ganz neu hier im Forum und hoffe ihr könnt mir weiterhelfen. seit gut zwei Wochen habe wir im Garten einen Zwergwidder. Pepper ist jetzt 12 Wochen alt und wurde vor 2 Tagen kastriert, jetzt möchten wir ihn natürlich nicht mehr lang alleine lassen. Für ihn haben wir eine Häsin gefunden (noch ohne Namen). Sie ist allerdings etwas älter als er, ca. 19 Wochen alt. Ihre aktuelle Besitzerin ist recht wortkarg mit mir, daher weiß ich nur, dass sie aktuell bereits mit einem Kastraten zusammensitzt und leider noch nicht geimpft ist. In ein paar Tagen wollen wir sie zu uns nehmen. Wenn die Fäden bei Pepper gezogen werden, soll auch die Häsin am selben Termin geimpft werden, das wäre drei Tage nachdem sie bei uns eingezogen ist. Jetzt steht natürlich die Vergesellschaftung im Raum, bei der ich bei so Jungtieren doch unsicher bin, ob es nicht anders abläuft als bei älteren Tieren. Vor allem, wo die Häsin noch nicht geimpft ist und ich die beiden Hoppler schon gerne zusammen zum Tierarzt bringen würde, um sie auch so schnell wie möglich impfen zu lassen. Müssen wir etwas bestimmtes beachten und hat damit jemand Erfahrungen gemacht? Mit so jungen Tieren habe ich leider keine Erfahrung und auch das Timing mit der Impfung etc. macht mir etwas Sorge.
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| Hallo Indiyuh, willkommen im Forum! ![]() Zitat:
Hm, was mich stutzig macht, ist die Frage, weshalb sie ihr Pärchen auflöst? Oder gibt es noch mehrere Kaninchen rund um die Häsin - weißt Du da etwas drüber? Wäre mE irgendwie schräg, wenn Pepper ne Kumpeline bekäme und der Kastrat dann alleine bliebe. ![]() Zitat:
Im Prinzip sind's dieselben Sachen, die's zu beachten gibt, wie bei älteren Kaninchen. Kann nur sein, dass die ausgefrickelte Rangordnung in ein paar Monaten nochmal auf den Kopf gestellt wird, wenn sie mit 6-8 Monaten in die Pubertät kommen. Dann wird uU eben neu gerangelt. :-) Zitat:
Manche sagen, es könne sein, dass der Stress rund um die Vergesellschaftung den Aufbau des Impfschutzes stört und eine Impfung während der VG daher eher ungünstig sei. Im Zweifel wäre mir die RHD2-Impfung (mit Filavac) dringender als eine VG in wenigen Tagen. So gesehen wäre mein Fahrplan vermutlich: Häsin holen, getrennt halten, Kotproben von beiden über 3 Tage hinweg sammeln und in den Kühlschrank legen, beim Tierarzt abgeben, Ergebnis abwarten - dann impfen. Ob dann sozusagen der Startschuss der VG die erste gemeinsame Fahrt zum Impfen beim Tierarzt ist und die VG zuhause angekommen in einem Gehege (das Du vorher nochmal reinigen könntest und in dem Du Versteckmöglichkeiten ohne Sackgasseneffekt und mehrere Futterstellen vorbereitest) nahtlos weitergeht - ob ich beide einzeln in eine Box setzen und beim Tierarzt impfen lassen und dann erst ein paar Tage später die VG starten würde ... keine Ahnung. Bei mir würde wohl der Bauch entscheiden. ![]() Grüße, Aen
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| Zitat:
Was das Timing mit der Impfung betrifft, würde ich wohl zuerst impfen, weil mir ein wegen Parasiten, Umzugs- oder VG-Stress unvollständiger Impfschutz weniger Bauchschmerzen bereitet als ein gar nicht vorhandener, dann mit einer Kotprobe schauen, ob Madame Untermieter mitbringt, falls ja, natürlich behandeln, falls nein, vergesellschaften, und wenn sich alles eingespielt hat, nochmals impfen, damit man auch sicher gehen kann, dass sich trotz aller Aufregung ein zuverlässiger Impfschutz aufgebaut hat. Aber ich fühle mich ohnehin erst wohl, wenn meine Tiere mindestens zweimal geimpft wurden, seit ich bei der 2016er Myxo-Welle sehen musste, wie bei uns und in der Umgebung reihenweise nur einmal geimpfte Tiere erkrankten und verstarben, mehrfach geimpfte sich meist gar nicht infizierten bzw. wenn, die Krankheit wenigstens überstanden.
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| Danke für die ausführliche Antwort! Dann muss ich mir ja gar nicht so einen großen Kopf machen, ob da was anders läuft als bei meinen damaligen Vergesellschaftungen. Das hat mein Bauchgefühl bestätigt, ich denke, dass ich die kleine erstmal separat unterbringe und sie ankommen lasse und dann nach der Impfung vergesellschafte. Pepper ist zum Glück ja schon geimpft und putzmunter. (nur langsam etwas einsam ) Die paar Tage muss er dann noch aushalten und dann geht hoffentlich alles gut. Dann werde ich die beiden in getrennten Boxen zum TA bringen, mal sehen wie das klappt. Zur Klärung: Es ist eine größere Kaninchengruppe in mehreren Ställen, der Kastrat würde dann, wie ich es verstanden habe wieder mit einer anderen, ihm bekannten Häsin, zusammengesetzt werden. Über die Haltung kann ich sonst nicht viel sagen. Die Besitzerin ist wie gesagt nicht so kommunikativ mit mir, aber ich möchte der kleinen Häsin trotzdem ein schönes neues Zuhause geben.
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| Danke für deine Antwort. Ich bin mir in meinem Bauchgefühl jetzt deutlich sichererer. Zitat:
Deshalb möchte ich das auch so schnell wie möglich nachholen und habe bereits den Termin beim TA ausgemacht, obwohl die Häsin ja noch gar nicht bei uns ist. Wie ich Aen schon geantwortet habe, werd ich die kleine erstmal ankommen lassen, separat halten und dann zum TA gehen. Wenn da alles geklärt ist und sie geimpft ist, werde ich die beiden vergesellschaften.
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| Schau mal bei Kaninchenwiese , da steht folgendes "Jungtiere unter 16 Wochen dürfen nicht einfach mit älteren Kaninchen vergesellschaftet werden!! Der Grund ist, dass die Jungtiere sich bis zur 16 Woche nicht wehren können, werden also von dem älteren Tier gejagt und gebissen und wehren sich leider nicht, sondern können sich nur verstecken. Ich selber habe vor knapp 2 Jahren ein Jungtier mit einem etwas älteren Tier vergesellschaftet und Luna unter 16 Wochen wurde sehr traktiert. habe aber leider erst danach gelesen, dass sich die Tiere unter 16 Wochen nicht wehren können. Zum Glück war Maui nicht ganz so aggressiv, sonst hätte es auch anders ausgehen können
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| https://www.kaninchenwiese.de/soziales/ablauf-der-vergesellschaftung/
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| Zitat:
Meistens werden Jungtiere gar nicht angegriffen, weil die älteren sie nicht als Rivalen wahrnehmen. Bei einer gut sozialisierten Gruppe ist die Vergesellschaftung von Jungtieren gar kein Problem. Eine Wildkaninchenmama wartet ja auch keine 16 Wochen ab, bis sie ihren Nachwuchs der restlichen Gruppe vorstellt. Auch macht es bei keinem Kaninchen mit 16 Wochen *klick*, auf dass es sich dann auf einmal besser wehren könnte oder es gar eine dickere Haut bekäme, wie manchmal auch als Grund für die 16 Wochen angegeben... Natürlich muss man gerade bei einer VG von jungen Tieren sehr gut beobachten, ob es Probleme gibt, da ja unsere Kaninchen nicht immer gut sozialisiert sind... Wenn ein sehr junges Tier garzusehr von einem älteren angegriffen wird, würde ich wohl auch die VG abbrechen und entweder in einigen Wochen einen neuen Versuch starten oder es mit der Gittermethode versuchen. Im übrigen sollen hier ein 12 Wochen altes und ein 19 Wochen altes Tier vergesellschaftet werden. Da beides noch Jungtiere sind, sollte es auch hier keine Probleme geben, so viel älter ist die Dame ja nicht.
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| War es bei deinem Rammler denn noch eine Frühkastration? Ich würde so vorgehen: Kotprobe vom Neuzugang untersuchen lassen. Ist diese ok komplett impfen lassen. 10-14 Tage warten (zum Impfaufbau) und dann die Zusammenführung ganz normal machen.
__________________ LG Britta
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