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Bartkaninchen frisst nicht mehr, Durchfall, Panacur auf Kaninchen Forum

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Ninchen
 
Registriert seit: 22.10.2018
Beiträge: 11
Star_KillA befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 28.05.2019, 22:57

Bartkaninchen frisst nicht mehr, Durchfall, Panacur


Liebes Forum,
ich benötige euren Rat.
Hier die Schilderung mit einigen Stichpunkten:

Wir haben 2 Bartkaninchen, 5 Jahre alt.
Er, 4,8 Kilo üblicherweise, sie 2,3.
Seit ca 10 Tagen geht es ihm nun nicht so gut. Zuerst haben beide über 2-4 Tage wenig gefressen, der Appetit war vorhanden, nur gefressen haben sie dann nicht, hauptsächlich er (ihr geht es jetzt auch wieder gut).
Ich habe es so beschrieben: Jemand geht in ein Restaurant und bestellt etwas zu essen, dann kommt es und man sagt "oh das sieht aber lecker aus". Dann steht man auf und verlässt das Restaurant. So kann man sein Verhalten in den ersten 4 Tagen ungefähr beschreiben. Ich habe Fressen zubereitet und die beiden haben an ihrer Futterstelle (beide sind in einem Haus und laufen dort frei) gewartet, ich war in 4m Sichtweite in der Küche und habe essen zubereitet. Aufgrund der Geräusche wissen sie was kommt und warten immer, machen Männchen etc.
Wenn ich ihnen dann den frischen Salat etc. gebracht habe haben sie sich eigentlich immer drauf geschmissen und alles vernichtet, nun aber nicht mehr seit 10 Tagen.
Anfänglich haben beide nicht gut gefressen und wenn ich das essen dann hingelegt habe, wurde es nicht wirklich angenommen, wie gesagt, sie frisst wieder normal, er aber nicht.

Lumpi, so heißt er, hat jetzt 500g und steigend abgenommen und frisst einfach nicht mehr. Nach den ersten 2-4 Tagen haben dann beide Durchfall bekommen, er allerdings viel schlimmer, mit teilweise Daumenlangen und Daumenbreiten (4 mal 4 centimer) großen "Placken". Außerdem stinken sie beide mehr oder wengier stark.

Nachdem wir nun 4 mal beim Tierarzt und davon einmal in einer Tierklinik waren, sind wir nicht weiter.
2-3 Tage bevor es losging, haben wir angefangen ihm Panacur zu geben, weil er sehr inkontinent wurde und wir vermutet habe, das es an E.C liegen könnte (sonst keine Symptome). Sie hat allerdings Epilepsie und bekommt Anfälle, wenn sie nicht alle 2-3 Tage Panacur bekommt, daher haben wir damit gute Erfahrungen gemacht.
Abgesehen davon haben wir auch draußen im Garten mit Unkrautvernichter gespritzt, aber das war schon 4 Wochen bevor die beiden nichts mehr gefressen haben, der Bereich ist abgezäunt und sie waren in den entsprechenden Tagen eigentlich auch nicht draußen. Das wäre so die einzige Theorie, die darauf anspringt, das anfäglich beide nicht gefressen haben, und sie damit einfach besser klargekommen ist.


Wir haben beim Tieratzt Infusionen, Critical-Care (teilweise im Internet kritisiert, aber er frisst es eh nicht) Bene-Bac für die Darmflora sowie 1-2 andere Sachen bekommen (Apetitanreger und Dinge gegen Übelkeit), die anscheinend bis jetzt alle nicht geholfen haben.

Zu seinem Verhalten: Er ist sehr müde und hat oft die Augen zu, aber wirkt gleichzeitig nicht apathisch. Ich bin Anfang 20 und ich habe schon 4-5 Kaninchentode miterleben müssen, daher weiß ich was Apathie etc. bedeutet. Er ist eher müde und nicht apathisch. Es gibt dann besonders abends Momente, wo er energiegetrieben durch das Haus rennt, wenn die Tür zum Garten auf ist, huscht er schnell raus und rennt auch dort auf der Terasse (im ungespritzen Bereich) rum. Das ist das seltsame, er wirkt, bis auf die Müdigkeit und das viele rumliegen, fit. Vor 4 Tagen hat er draußen auch Bocksprünge gemacht, nur frisst er halt nicht. Wenn man mit Banane oder Apfel als Leckerli ankommt (bei uns immer der Test wie Fit sie dann noch sind / wie krank) schießt er auch hoch und frisst es schnell und kaut auch gut. Wir glauben nicht, dass es etwas mit den Zähnen zu tun hat, die wurden, soweit das ohne Narkose geht, auch untersucht. Außerdem würde es kein sinn machen, dass es dann so viel Durchfall etc. gibt.
Kot wurde heute auf Würmer untersucht und nichts gefunden, Hefe ist etwas über normal, aber auch dagegen hat er jetzt was bekommen. Großes Blutbild ist in Arbeit.
Was außerdem ungewöhnlich ist, dass er in letzter Zeit viel getrunken hat. Wir haben bei uns seit Jahren keine Trinkschale etc. aber das liegt daran, das es einfach nie angenommen wurde und die Kaninchen wie gesagt auch Jahrelang damit klarkommen, da es kein Trockenfutter sondern jeden Tag Frisches Futter gibt (teilweise in besserer Qualität als wir Menschen es bekommen, z.B. Wurzeln, Gurke, Chinakohl, Chicore, Salat, Radiesschenblätter, etc. Zugang zu Heu ist immer vorhanden). Ich habe ihm also vor 2 Tagen mal etwas hingestellt und er hat viel getrunken, danach ging es ihm tendenziell auch "etwas" besser, gefressen hat er trotzdem nichts. Ihr habe ich es z.b. auch angeboten, aber da kam keine Reaktion.



Besonders wenn er trinkt ist das Magengluckern auch sehr laut, das war aber die letzten Monate (nicht beim trinken, generell) auch schon laut/lauter, darauf würde ich aber nichts zurückführen. Geröntgt wurde der Magen auch, da ist nichts. Im Moment ist der Durchfall größtenteils weg, es sind normale Ködel, die teilweise etwas größer und weicher sind, aber nicht so wie vor ein paar Tagen noch.

Theoretisch alles gut, nur er liegt in Ecken des Hauses rum, bewegt sich wenig ausser morgens und in den Abendstunden und frisst nichts ...
Viele Dank für die Hilfe und das Durchlesen.



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Benutzerbild von marinahexe
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Registriert seit: 24.10.2010
Beiträge: 24.639
marinahexe befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 28.05.2019, 23:24

Die Kotprobe, die untersucht wurde, war die über 3 Tage gesammelt? Wurde auch auf Kokzidien untersucht?


Was genau fütterst Du in welcher Menge?


Dass er so viel trinkt, könnte auf ein Blasen-/Nierenproblem hinweisen. Auch das er inkontinent ist, deutet darauf hin. Blasenentzündung oder Blasenschlamm wären möglich.
Da er so wenig frisst, würde ich vorsorglich 1-2x täglich Sab Simplex oder Dimeticon geben.



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Aen Aen ist offline
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Registriert seit: 11.03.2017
Beiträge: 928
Aen befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 28.05.2019, 23:44

Zitat:
Zitat von Star_KillA Beitrag anzeigen
[FONT=&quot]Liebes Forum,

Seit ca 10 Tagen geht es ihm nun nicht so gut.

[...]

Wir haben beim Tieratzt Infusionen, Critical-Care (teilweise im Internet kritisiert, aber er frisst es eh nicht) Bene-Bac für die Darmflora sowie 1-2 andere Sachen bekommen (Apetitanreger und Dinge gegen Übelkeit), die anscheinend bis jetzt alle nicht geholfen haben.
Zehn Tage so wenig fressen ist bei einem Kaninchen echt Mist. Tut mir leid, dass Dein Kleiner durchhängt.

Was meinst Du, wenn Du schreibst, er frisst den Päppelbrei "eh nicht"? Vielleicht kannst du versuchen, eine angenehmere Fütterungsmethode beim Zwangspäppeln zu finden. Nimmst Du kleine 1 ml-Spritzen mit abgeschnittener Spitze? Das akzeptieren Kaninchen gut, auch die Menge an Brei, die beim Ausdrücken der Spritze ins Mäulchen (Spritze seitlich hinter den beiden Schneidezähnen ansetzen) kommt, ist dann nicht zu viel und eigentlich ganz gut wegzuschlabbern.

Dimeticon würde ich auch regelmäßig geben, solange er kaum bzw. derzeit gar nichts frisst. Alle vier bis sechs Stunden 2 ml.

Ich drück' die Daumen, dass sich der Knoten bald löst.

Grüße,
Aen




Benutzerbild von gerti
Kaninchen
 
Registriert seit: 18.11.2012
Beiträge: 15.579
gerti befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 29.05.2019, 08:17

Wasser sollte Kaninchen grundsätzlich zur Verfügung stehen, dass sie bei Bedarf etwas trinken können.
Critical Care ist für den Krankheitsfall gedacht und nicht als Dauernahrungsmittel. Deswegen kann man das bedenkenlos zum Päppeln benützen. Genauso kann man aber auch die Fütterung auf z.B. Cuni Complete adult erweitern und diese zum Päppel so aufweichen, dass man sie zum Päppeln benutzen kann.
Viele Verdauungsprobleme (sowie auch Blasenschlamm, und Steine)entstehen durch die Überzeugte Fütterrung rein mit Gemüse, weil Trockenfutter allgemein als furchtbar böse eingestuft wird. Es gibt durchaus hochwertige strukturierte Trockenfutter die auf die Kaninchen passen vitaminisiert, mineralisiert sind um eben auch die Unterversorgung mit diesen Stoffen zu verhindern. Meine haben grunsätzich im Sommer zur Wiesenfütterrungszeit Trofu und auch im Winterzusätzlich zu Gemüse und Co.



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Mein Vorstellungsthreat: http://www.kaninchenforum.de/unsere-kaninchen-user-vorstellung-fotos/27188-gerti%B4s-rasenm%E4herbande-%3B.html]
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Benutzerbild von flyrider
Kaninchenfreund
 
Registriert seit: 16.10.2014
Beiträge: 693
flyrider befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 29.05.2019, 10:23

Zitat:
Zitat von Star_KillA Beitrag anzeigen

Abgesehen davon haben wir auch draußen im Garten mit Unkrautvernichter gespritzt, aber das war schon 4 Wochen bevor die beiden nichts mehr gefressen haben, der Bereich ist abgezäunt und sie waren in den entsprechenden Tagen eigentlich auch nicht draußen.

Für mich klingt das durchaus nach einer möglichen Vergiftung, dafür spräche auch das viele Trinken. Wenn das für dich eine Alternative ist, würde ich homöopathisch mit den entsprechenden Mitteln eine Ausleitung unterstützen, hülfe auch den Nieren. Alternativ ein pflanzliches Mittel zur Nierenstärkung.


Abgesehen davon gehören für mich Unkrautvernichter gesetzlich verboten, die meisten Leute wissen gar nicht, WAS sie sich da in den Garten spritzen und WIE LANGE es im Boden angereichert bleibt. Dazu kommt, dass gerade diese "Un"kräuter die sind, die unsere Nasen am liebsten fressen...


Toitoitoi für deinen Lumpi!




Ninchen
 
Registriert seit: 22.10.2018
Beiträge: 11
Star_KillA befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 29.05.2019, 14:07

Zitat:
Zitat von marinahexe Beitrag anzeigen
Die Kotprobe, die untersucht wurde, war die über 3 Tage gesammelt? Wurde auch auf Kokzidien untersucht?

Was genau fütterst Du in welcher Menge?


Dass er so viel trinkt, könnte auf ein Blasen-/Nierenproblem hinweisen. Auch das er inkontinent ist, deutet darauf hin. Blasenentzündung oder Blasenschlamm wären möglich.
Da er so wenig frisst, würde ich vorsorglich 1-2x täglich Sab Simplex oder Dimeticon geben.

Die Kotprobe stammt von 2 Tagen, das mit 3 habe ich auch gehört, aber so viel Zeit war dann nicht. Das mit Kokzidien weiß ich nicht, angeblich wurde alles untersucht, was ginge. Meine Mutter ist außerdem in Kontakt mit dem Tierarzt, ich mit euch, da geht bei stiller Post etwas verloren.

Wir füttern "voll": Gurken, Wurzeln, Salat, Chinakohl, Chirore, als besonderes: Raddiesschenblätter, frischer Salat von draußen, als sehr besonderes, Apfel und Banane.



Sab Simplex ist doch gegen Aufgasung oder? Das Röntgenbild und das "anfassen" zeigte, dass da keine Aufgasung vorhanden ist. Zitat meine Mutter ..

Zum Thema Nierenwerte, die ersten Blutwerte kamen: Krea (wohl Kreaetin) liegt bei 268, 160 sei die Grenze. Das sind Nierenwerte, also nicht so gut. Die letzten Tiere bei uns sind an Niereninsuffizienz gestorben, daher haben wir für die beiden das Futter völlig umgestellt, z.B. kein Löwenzahn, Karottenkraut, Blumenkohlblätter mehr. Blasenschlamm, also so weiße wässrige Urinausscheidungen hat er auch ab und an, aber seit Jahren.


Was kann man konkret bei den Nierenwerten machen (wie gesagt, das Problem ist bekannt, daher weiß ich wie schnell die Tiere einem dann wegsterben können) ?







Zitat:
Zitat von Aen Beitrag anzeigen
Zehn Tage so wenig fressen ist bei einem Kaninchen echt Mist. Tut mir leid, dass Dein Kleiner durchhängt.

Was meinst Du, wenn Du schreibst, er frisst den Päppelbrei "eh nicht"? Vielleicht kannst du versuchen, eine angenehmere Fütterungsmethode beim Zwangspäppeln zu finden. Nimmst Du kleine 1 ml-Spritzen mit abgeschnittener Spitze? Das akzeptieren Kaninchen gut, auch die Menge an Brei, die beim Ausdrücken der Spritze ins Mäulchen (Spritze seitlich hinter den beiden Schneidezähnen ansetzen) kommt, ist dann nicht zu viel und eigentlich ganz gut wegzuschlabbern.

Dimeticon würde ich auch regelmäßig geben, solange er kaum bzw. derzeit gar nichts frisst. Alle vier bis sechs Stunden 2 ml.
Danke für den Tipp! Das mit breiten spritzen funktioniert tatsächlich gut, er kriegt jetzt Hipp Kartoffel (10% und der Rest Karotte) gemischt mit Critical Care.
Habt ihr da noch Tipps oder Verbesserungsvorschläge? Er braucht laut Infos von Tierärztin/ Internet 50g pro KG um nicht abzunehmen, das sind 250 gramm, knapp, und 17 Spritzen a 3ml pro 50g, das ist ganz schön viel.
Stimmen die Werte? (Macht ja auch irgendwie sinn, ist ja nicht so viel drin).






Zitat:
Zitat von gerti Beitrag anzeigen
Wasser sollte Kaninchen grundsätzlich zur Verfügung stehen, dass sie bei Bedarf etwas trinken können.
Critical Care ist für den Krankheitsfall gedacht und nicht als Dauernahrungsmittel. Deswegen kann man das bedenkenlos zum Päppeln benützen. Genauso kann man aber auch die Fütterung auf z.B. Cuni Complete adult erweitern und diese zum Päppel so aufweichen, dass man sie zum Päppeln benutzen kann.
Viele Verdauungsprobleme (sowie auch Blasenschlamm, und Steine)entstehen durch die Überzeugte Fütterrung rein mit Gemüse, weil Trockenfutter allgemein als furchtbar böse eingestuft wird. Es gibt durchaus hochwertige strukturierte Trockenfutter die auf die Kaninchen passen vitaminisiert, mineralisiert sind um eben auch die Unterversorgung mit diesen Stoffen zu verhindern. Meine haben grunsätzich im Sommer zur Wiesenfütterrungszeit Trofu und auch im Winterzusätzlich zu Gemüse und Co.

Die angaben zu Kalzium und den Nierenwerten habe ich oben gemacht, ich glaube nicht, dass es an der Ernährung liegt, die ja jetzt 5 Jahre konstant war, und dass diese jetzt plötzlich durchfall auslöst.


Zitat:
Zitat von flyrider Beitrag anzeigen
Für mich klingt das durchaus nach einer möglichen Vergiftung, dafür spräche auch das viele Trinken. Wenn das für dich eine Alternative ist, würde ich homöopathisch mit den entsprechenden Mitteln eine Ausleitung unterstützen, hülfe auch den Nieren. Alternativ ein pflanzliches Mittel zur Nierenstärkung.
Toitoitoi für deinen Lumpi!

Die Nierenwerte oben zeigen ja, dass es zu viel ist. Hier auch nochmal die Frage, was Du konkret empfehlen würdest?

Für alle nochmal:

Außerdem hier noch ein Foto der Ködel heute morgen, die sahen sehr komisch aus. Sehr trocken und klein, als vergleich die Hand.
https://ibb.co/bzcwYQ4

Jetzt hat er wieder Durchfall seit, wir vermuten es könnte vom Critical Care kommen (das ist ja sehr "matschig"). Macht das Sinn?



LG und vielen Dank!




Aen Aen ist offline
Kaninchenfreund
 
Registriert seit: 11.03.2017
Beiträge: 928
Aen befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 29.05.2019, 14:23

Zitat:
Zitat von Star_KillA Beitrag anzeigen

Wir füttern "voll": Gurken, Wurzeln, Salat, Chinakohl, Chirore, als besonderes: Raddiesschenblätter, frischer Salat von draußen, als sehr besonderes, Apfel und Banane.
Also wenn Du mich fragst, würde ich da noch ein bisschen dran tüfteln. Gurke begünstigt gerne mal Durchfall, Blattsalat je nach Sorte auch (Lollo Rosso, Eichblatt, Kopfsalat sind für manche Kaninchen problematisch) Apfel und Banane würde ich in der nächsten Zeit weglassen, weil die stark zuckerhaltig sind, was Hefen im Darm vermehren kann. Ist zwar laut Kotprobenergebnis gerade alles im grünen Bereich, wie Du sagst, aber ich würde es nicht darauf ankommen lassen, in der Zeit der Regeneration ungünstige Darmverhältnisse zu schaffen.



Zitat:
Sab Simplex ist doch gegen Aufgasung oder? Das Röntgenbild und das "anfassen" zeigte, dass da keine Aufgasung vorhanden ist.
Das ist super, und eigentlich fast schon erstaunlich bei der winzigen Fress-Menge seit Tagen. In der Regel sterben Darmbakterien ab, wenn zu wenig Nahrungsbrei nachkommt, und das Absterben führt zur Gasbildung. Die wiederum ist sehr schmerzhaft, schlägt auf den Appetit und wenn's zu lange dauert, werden die Organe gequetscht und die Lunge kann ihre Arbeit nicht mehr erledigen. Daher ist es mE immens wichtig, jede Aufgasungsentwicklung zu vermeiden, weil das leider eine schnell entgleisende Angelegenheit werden kann.
Schon prophylaktisch würde ich also heute und morgen noch zweimal am Tag Dimeticon geben. Was zuviel ist, wird einfach ausgeschieden, ist also keine Belastung für den Kaninchenkörper.


Zitat:
Danke für den Tipp! Das mit breiten spritzen funktioniert tatsächlich gut, er kriegt jetzt Hipp Kartoffel (10% und der Rest Karotte) gemischt mit Critical Care.
Habt ihr da noch Tipps oder Verbesserungsvorschläge?
Freut mich, dass er die Spritzen besser akzeptiert. Stutzig macht mich der Kartoffelbrei, den würde ich persönlich nicht als Päppelmahlzeit wählen, weil, wie gesagt, Stärke bzw. Zucker den Kaninchendarm eher belastet als regeneriert. Vielleicht versuchst Du's mal mit einer Mischung aus aufgeweichten "Cunis Complete"-Stückchen von Versele Laga. Die bekommst Du in Wasser aufgeweicht mit ein bisschen Zusatz Critical Care nach meiner Erfahrung schön sämig gerührt, so dass Du sie in die Spritze aufziehen kannst.
Aber letztlich würde ich darauf achten, die Päppelmasse eher "suppig" als breiig anzurühren, weil der Darm im Moment ordentlich Flüssigkeit entzogen bekommt durch den Durchfall. Da schadet eine Extraportion Flüssigkeit sicher nicht.


Zitat:
Er braucht laut Infos von Tierärztin/ Internet 50g pro KG um nicht abzunehmen, das sind 250 gramm, knapp, und 17 Spritzen a 3ml pro 50g, das ist ganz schön viel.
Hm, ich würde ihn jetzt auch nicht zuspachteln mit Päppelbrei ;-), er soll schon noch eigene Fresslust entwickeln können. Also bei einem 2-Kilo-Kaninchen haben wir in Krisenzeiten alle 4 Stunden 12-16 ml Päppelbrei gegeben - und sobald die Lage besser wurde und er kleine Mengen selbstständig zu fressen begann, nur noch zwei- bis dreimal am Tag 8-12 ml. Damit kamen wir gut hin.


Zitat:
Außerdem hier noch ein Foto der Ködel heute morgen, die sahen sehr komisch aus. Sehr trocken und klein, als vergleich die Hand.
https://ibb.co/bzcwYQ4
Die Köttel find ich soweit okay und unauffällig. Das sind typisch kleine "Hungerköttel" während einer extremen Krankheitsphase. Das ändert sich zügig, sobald sich die Futtermenge wieder normalisiert.


Grüße,
Aen



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Geändert von Aen (29.05.2019 um 14:53 Uhr).

Ninchen
 
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Star_KillA befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 29.05.2019, 14:58

Zitat:
Zitat von Aen Beitrag anzeigen
Das ist super, und eigentlich fast schon erstaunlich bei der winzigen Fress-Menge seit Tagen. In der Regel sterben Darmbakterien ab, wenn zu wenig Nahrungsbrei nachkommt, und das Absterben führt zur Gasbildung. Die wiederum ist sehr schmerzhaft, schlägt auf den Appetit und wenn's zu lange dauert, werden die Organe gequetscht und die Lunge kann ihre Arbeit nicht mehr erledigen. Daher ist es mE immens wichtig, jede Aufgasungsentwicklung zu vermeiden, weil das leider eine schnell entgleisende Angelegenheit werden kann.
Schon prophylaktisch würde ich also heute und morgen noch zweimal am Tag Dimeticon geben. Was zuviel ist, wird einfach ausgeschieden, ist also keine Belastung für den Kaninchenkörper.




Freut mich, dass er die Spritzen besser akzeptiert. Stutzig macht mich der Kartoffelbrei, den würde ich persönlich nicht als Päppelmahlzeit wählen, weil, wie gesagt, Stärke bzw. Zucker den Kaninchendarm eher belastet als regeneriert. Vielleicht versuchst Du's mal mit einer Mischung aus aufgeweichten "Cunis Complete"-Stückchen von Versele Laga. Die bekommst Du in Wasser aufgeweicht mit ein bisschen Zusatz Critical Care nach meiner Erfahrung schön sämig gerührt, so dass Du sie in die Spritze aufziehen kannst.
Aber letztlich würde ich darauf achten, die Päppelmasse eher "suppig" als breiig anzurühren, weil der Darm im Moment ordentlich Flüssigkeit entzogen bekommt durch den Durchfall. Da schadet eine Extraportion Flüssigkeit sicher nicht
Vielen Dank für die schnelle Antwort.
Also ihr geht es mittlerweile super, topfit, frisst alles, etc.
Was Ernährung angeht ist es bei ihm egal was wir ihm im Moment geben, er frisst aus eigenem Antrieb so gut wie gar nicht (ein paar Blätter vielleicht mal nachts).


Das mit dem Demitcion werde ich mal an Mutter und Tierärztin weiterleiten und das mit der Stärke / Zucker in den Kartoffeln hab ich mir auch gedacht, dachte der geringe Anteil ist allerdings ok, die Alternative beim Edeka war dann nur reine Karotte. Nach dem Cunis complete gucken wir nachher mal beim Tierhandel.


LG



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Geschrieben am 29.05.2019, 15:14

Zitat:
Zitat von Star_KillA Beitrag anzeigen

Die Nierenwerte oben zeigen ja, dass es zu viel ist. Hier auch nochmal die Frage, was Du konkret empfehlen würdest?

Ich antworte per PN.
Nebenbei: Hast du mal Weidenzweige versucht, das war bei uns im Krankheitsfall immer recht beliebt.. Überhaupt sind ja Kaninchen Meister der Selbstmedikation, weshalb man ihnen eben gern so reichhaltig wie möglich anbieten soll, damit sie das Passende auswählen können.
Für die Nieren würde ich versuchen
Goldrute
Birke
Petersilie
Schachtelhalm
ganz allgemein zur Immunabwehr in Maßen Thuja und Meerrettich.



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Ninchen
 
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Geschrieben am 29.05.2019, 15:42

Danke!
Weidenzweig habe ich eben geholt, hier zeigt sich das generelle Problem:

Er freut sich, dass etwas kommt, geht dann hin und riecht, fängt an zu fressen und wird dann schon langsamer und sobald er dann einmal (höchstens) kaut, lässt er es liegen. Ich finde das sehr seltsam. Generell Appetit scheint dann ja vorhanden zu sein??

Eine weitere Frage an alle: Er liegt drinnen, recht müde und irgendwie halt apathisch, ich mache die Terassentür auf, er kommt hoch und ist plötzlich völlig fit und rennt sofort nach draußen. Hier sitzt er jetzt wieder und ist ungefähr wie drinnen, liegt also im Blumenbeet und döst vor sich hin.
Kann das irgendwas bedeuten?




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marinahexe befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 29.05.2019, 15:50

Bekommt er Schmerzmittel? Wenn nicht, würde ich ihm das 2-3 Tage geben um zu sehen, ob er sich dann anders verhält.



Ich würde ihm für die Nieren ein Schälchen Wasser mit einem Schuss Fruchtsaft (Birne der Traubensaft gehen bei uns sehr gut) bereitstellen. Evtl. einmal mit der Spritze ins Mäulchen, damit er auf den Geschmack kommt.



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Ninchen
 
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Geschrieben am 29.05.2019, 16:12

Schmerzmittel hat er bekommen, ja. In der Zeit war aber keine wirkliche Änderung festzustellen.


Geht es bei den Nieren um das Wasser oder um den Fruchtsaft?

Sollte ich Bene Bac noch geben?


LG




Aen Aen ist offline
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Aen befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 29.05.2019, 16:30

Zitat:
Zitat von Star_KillA Beitrag anzeigen
Danke!
Weidenzweig habe ich eben geholt, hier zeigt sich das generelle Problem:

Er freut sich, dass etwas kommt, geht dann hin und riecht, fängt an zu fressen und wird dann schon langsamer und sobald er dann einmal (höchstens) kaut, lässt er es liegen. Ich finde das sehr seltsam. Generell Appetit scheint dann ja vorhanden zu sein??
Nach der Schilderung würde man gemeinhin auf ein Zahnproblem tippen. Er riecht das Futter, bekommt Lust, spürt aber irgendeinen Schmerz beim Kauen und lässt das Weiterfuttern sofort sein. Das kann eine harmlose Zahnspitze sein, die piekt oder irgendetwas tieferliegendes im Kiefer. Eine radiologische Abklärung beim Tierarzt kann sicher nicht schaden. (Falls das ohnehin schon passiert ist und ich etwas überlesen habe, sorry.)


Zitat:
Eine weitere Frage an alle: Er liegt drinnen, recht müde und irgendwie halt apathisch, ich mache die Terassentür auf, er kommt hoch und ist plötzlich völlig fit und rennt sofort nach draußen. Hier sitzt er jetzt wieder und ist ungefähr wie drinnen, liegt also im Blumenbeet und döst vor sich hin.
Kann das irgendwas bedeuten?
Naja, grundsätzlich würde ich auf allgemeines Unwohlsein, im schlimmeren Fall auf starke Schmerzen tippen. Marinahexe hat ja schon nach den Schmerzmitteln gefragt. Hast Du Metacam oder Novalgin mitbekommen? Das sind so die üblichen Präparate für Kaninchen. Vielleicht kannst Du nochmal nachsehen und im Zweifel nach Absprache mit der Tierärztin ein anderes Schmerzmittel verwenden. Manche Kaninchen sprechen auf das eine besser an als auf das andere bzw. verstoffwechseln die Mittel ratzfatz und brauchen eine stärkere Dosis, als sie im Durchschnitt empfohlen wird. Aber Du solltest jetzt natürlich nicht wild aufdosieren, besprich das am besten nochmal telefonisch mit der Tierärztin.

Ich find's übrigens klasse, wie Du Dich um Deinen Kleinen kümmerst und nichts unversucht lässt!


p.s.: Achja, Bene Bac kannst Du erstmal weiter geben. Wird zwar oft bekrittelt wegen des Zuckers, aber die Vorteile überwiegen nach Aussage unserer Tierärztin beim Aufbau einer lädierten Darmflora dennoch.



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Geändert von Aen (29.05.2019 um 16:36 Uhr).

Ninchen
 
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Star_KillA befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 29.05.2019, 16:45

Vielen Dank für die Antwort.


Du hast Recht, ich finde Zahnprobleme klingen in dem Kontext logisch und süße Sachen schmecken dann "so gut" das man sie dann doch isst (weil er ja manchmal für Banene und Apfel noch zu haben ist).
Eine Schlussfolgerung: Wenn es die Zahnprobleme sind, dann müsste er durch Babybrei und Critical Care doch eigentlich wieder normalen Stuhl bekommen, oder?
Nehmen wir an die Zähne verhinder a) das richtig gekaut wird und b) das genügend generell gefressen wird um den Apparat am laufen zu halten und es so zum Durchfall kommt.
Vergesse ich etwas?

Was es für ein Mittel war, habe ich nachgefragt. Die Zähne wurden, so weit es geht, untersucht. Um ein Röntgen zu erstellen, muss man aber wohl Narkose machen, und das ist in dem Zustand und generell bei den Bartis eine schwierige Sache, weil die da echt schnell schlapp machen.

Sollte Schmerzmittel anschlagen, wäre das ein Indiz für die Zahntheorie, aber es könnte auch auf generelles unwohlsein hindeuten oder?


Die Sache mit den Würmern kann man nach den Stuhltest ja eigentlich ausschließen.
Das mit den Nierenwerten kann die Mattigkeit erklären, aber nicht den Durchfall.
Die Frage dann, wenn es nur die Zähne sind, wieso ist er dann apathisch? Schlapp weil nichts gefressen?


Danke, wir geben uns Mühe. Die Tiere hängen uns sehr am Herzen.
Gibts hier ne einfachere Möglichkeit bilder hochzuladen?


Zusatzinfo (woran ich gerade noch denke): Ich würde behaupten, dass er leicht trübe Augen und etwas gerötete Augenränder hat (seit 1-2 Wochen).




Aen Aen ist offline
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Aen befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 29.05.2019, 17:05

Zitat:
Zitat von Star_KillA Beitrag anzeigen
Vielen Dank für die Antwort.


Du hast Recht, ich finde Zahnprobleme klingen in dem Kontext logisch und süße Sachen schmecken dann "so gut" das man sie dann doch isst (weil er ja manchmal für Banene und Apfel noch zu haben ist).
Eine Schlussfolgerung: Wenn es die Zahnprobleme sind, dann müsste er durch Babybrei und Critical Care doch eigentlich wieder normalen Stuhl bekommen, oder?
Ja, davon würde ich ausgehen. Allerdings dauert das ein bisschen. Unsere Tierärztin rät in solchen Fällen: Wenn Päppeln mal notwendig geworden ist, dann sollte man auch über drei, vier Tage hinweg in aller Regelmäßigkeit (und langsam abnehmender Menge, wenn das Kaninchen selbst wieder ein wenig zu fressen beginnt) dabei bleiben, weil nur so die Darmtätigkeit wieder verlässlich in Schwung kommt. Was sich dann auch am normalen Köttelabsatz zeigt.

Zitat:
Nehmen wir an die Zähne verhinder a) das richtig gekaut wird und b) das genügend generell gefressen wird um den Apparat am laufen zu halten und es so zum Durchfall kommt.
Vergesse ich etwas?
Ob der Durchfall damit zusammenhängt, weiß ich nicht. Da würde ich eher auf eine stark lädierte Darmflora tippen. Aber auch das müsste besser werden, wenn der Darm wieder regelmäßig Nahrung verdauen muss. Bene Bac kann bei Durchfall ganz gut helfen. Im übrigen haben wir daraus keine Extra-Verabreichungseinheit gemacht, sondern das Bene Bac immer direkt als erstes bei einer Päppelmahlzeit aus dem Tübchen ins Mäulchen gedrückt. Das spart Einfangstress. Gilt für die Dimeticon-Gaben auch. Die kannst Du in den nächsten beiden Tagen (so lange würde ich es noch geben) jeweils vormittags und abends bei einer Päppelmahlzeit als letzte Gabe verabreichen. Einfach zwei 1ml-Spritzen mit Dimeticon aufgezogen bereitlegen.

Zitat:
Was es für ein Mittel war, habe ich nachgefragt. Die Zähne wurden, so weit es geht, untersucht.

Um ein Röntgen zu erstellen, muss man aber wohl Narkose machen, und das ist in dem Zustand und generell bei den Bartis eine schwierige Sache, weil die da echt schnell schlapp machen.
Verstehe. Das wirst Du mit Deiner Tierärztin nochmal abwägen müssen. Wäre natürlich blöd, wenn mangels Röntgen die eigentliche Ursache des ganzen Nichtfress-Schlamassels nicht gefunden würde.

Zitat:
Sollte Schmerzmittel anschlagen, wäre das ein Indiz für die Zahntheorie, aber es könnte auch auf generelles unwohlsein hindeuten oder?
Naja, dem Schmerzmittel ist es egal, wogegen es wirkt. :-) Das ist noch kein gutes Ausschlusskriterium bei der Ursachenforschung. Der Punkt ist nur: schon der kleinste Schmerz drückt bei Kaninchen auf die Fresslust. Und so gesehen kann es den Knoten schonmal durchschlagen, wenn mal eine Weile nichts mehr weh tut. Metacam oder Novalgin sind, wie gesagt, bei Kaninchen die Mittel der Wahl.


Zitat:
Das mit den Nierenwerten kann die Mattigkeit erklären, aber nicht den Durchfall.
Die Frage dann, wenn es nur die Zähne sind, wieso ist er dann apathisch? Schlapp weil nichts gefressen?
Schwer zu sagen, zu Nierenproblemen bei Kaninchen kann ich leider wirklich nichts Sinnvolles beitragen. Wir hatten das noch nie. Vielleicht kommen noch Hinweise von anderen Usern.


Zitat:
Gibts hier ne einfachere Möglichkeit bilder hochzuladen?
Userin Minerva hat hier eigentlich immer eine ganz handliche Fotohochladbeschreibung zur Hand. Auf die Schnelle hab ich jetzt den Tipp hier gefunden:


Zitat:
Zitat von Namii Beitrag anzeigen
Bilder lädst du am besten mit einem externen Fotohoster hoch, z.B. abload.de

Vor dem Hochladen bei der Bildgröße 600x800 wählen und dann den Direktlink für Foren kopieren und hier in deinen Beitrag einfügen.




Zitat:
Zusatzinfo (woran ich gerade noch denke): Ich würde behaupten, dass er leicht trübe Augen und etwas gerötete Augenränder hat (seit 1-2 Wochen).
Hm, würd' ich jetzt mal nicht viel drauf geben. Diese geröteten Augenränder meinte ich bei unserem Frodo damals während seiner fiesen Aufgasungsgeschichte auch bemerken zu können. Hatte sich dann aber schnell wieder erledigt. Ich nehme an, das ist der ganze Stress rund ums Einfangen, mit Päppelzeuchs belästigt werden, Schlafmangel und Schmerzen im Bauch. Wenn das so bleiben sollte, nachdem Lumpi futtertechnisch wieder übern Berg ist, würde ich nachschauen lassen, ansonsten erstmal ignorieren.

Behalt' die Nerven, das wird.



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Geändert von Aen (29.05.2019 um 17:27 Uhr).

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marinahexe befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 29.05.2019, 21:15

Meine Tiere werden ohne Narkose geröngt, das geht.


Zitat:
Zusatzinfo (woran ich gerade noch denke): Ich würde behaupten, dass er leicht trübe Augen und etwas gerötete Augenränder hat (seit 1-2 Wochen).

Das könnte auf EC hindeuten, muss aber nicht. Halte das nur mal im Hinterkopf.




Ninchen
 
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Star_KillA befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 30.05.2019, 17:00

Hallo liebe Mitglieder, das Tier lebt noch.
Der Stand jetzt:

Er war am Dienstag beim Tierarzt, wo das Blut abgenommen wurde und das Röntgen erstellt wurde. Dort gabs auch Antibiotika für den Magen, was jetzt genau weiß ich nicht, da ich nicht dabei war. Nach Aufgasung wurde gesucht, Thema Sab Simplex und Dimeticion, ist aber nicht vorhanden.
Gestern habe ich ihn stark gepäppelt (fast 3/4 eines 190g Hipp Glas mit zusätzlich Critical Care und neuem Päppelpräperat.
Gefressen hat er weiterhin wenig bis gar nichts. Es scheint so, als wenn er Lust hat, da er aufsteht wenn ihm etwas hingelegt wird, aber dann nach einmal kauen merkt, dass es aus irgendwelchen Gründen nicht geht und es dann lässt.
Weiterhin hat er gestern die meisten Zeit durchgängig Durchfall gehabt, der war auch teilweise sehr wässrig. Hat das was mit dem Blinddarmkot zu tun?
Das war der Stand gestern.

Heute morgen war er wieder draußen, weil er unbedingt rauswollte und wir haben festgestellt, dass sein Hintern sehr nass war, also als wenn er sich einfach einuriniert und einkotet und das nicht merkt bzw. einfach sitzen bleibt. Teilweise waren aber auch feste Ködel dabei, was sehr gut ist denke ich. Meine Eltern sind dann erneut zum Tierarzt (heute um 8 Uhr morgens), weil er in seiner Gesamtverfassung aber sehr schlecht wirkte.
Er hat dann erneut (wie Dienstag) Infusion bekommen sowie Schmerzmittel.
Als er nach Hause kam (Heute morgen) hat er langsam gefressen und dann einige Zeit später fast wieder normal (Löwenzahn, soll gut für den Magen sein). Da haben wir uns gefreut, allerdings hat er abgesehen von diesem nichts gefressen heute, daher gabs eben wieder Hipp etc.
Die Tierärztin hat jetzt beschlossen bis aufs Schmerzmittel alles abzusetzen, um die Magenflora etc. zu beruhigen und weil wir bis jetzt immer noch keinen Schimmer haben was es ist. Außerdem wurden die Zähne nochmal eingehend untersucht und da soll wirklich alles in Ordnung sein (halt bis auf den Zahnröntgen).



Außerdem ist mehr vom Blutbild da und alles ist soweit gut, Entzündungswerte sinsd noch nicht da. Zum Thema Stuhl: Wir haben nachgefragt, Kokzidien wurden kontrolliert und es sind keine gefunden worden.



Da ich mit Aen übers Schmerzmittel geredet hatte: Ich war ja heute beim TA nicht dabei, aber wir haben jetzt "Vetalgin" bekommen, das soll nochmal besonders für den Magen sein. Sorry, falls es den Anschein hat, als würde ich euren Rat nicht beherzigen, das liegt dann immer an der Kommunikation zwischen mir und meiner Mutter und natürlich dem Vertrauen von Ihr gegenüber dem Tieratzt.



A- Weitere Erkenntnis: Seine Blinddarmködel (wir sind uns eigentlich sicher, dass sie es sind) sehen aus wie durchsichtige Götterspeise und sind sehr glibberig. Was bedeutet das??

B- Wisst ihr warum sein Hinterteil so nass ist? Uriniert er sich einfach ein?

C- Er hatte vorhin wieder "durchlaufenden" Durchfall, der auch generell übel riecht. Ich finde, wie nach Gülle der Kühe (besser kann ich es nicht beschreiben, sehr beißend, mein Vater meinte gerade, das riecht nach Hefepilzen, wie als "wenn man in eine Brauerei kommt"). Wisst ihr, was das bedeuten könnte? Hefepilze wurden untersucht und sind vorhanden, aber das hat auch schon abgenomen. Sonst riecht das nicht so, auch wenn sie sonst mal Durchfall haben. Die Ködel sind jetzt wieder rund und relativ fest. Ich kann nicht ganz sagen, ob es an dem Löwenzahn liegt. Beim Menschen sagt man ja, die Nahrung braucht 8 Stunden, bis sie ausgeschieden wird. Wisst ihr ob es so eine Regel auch bei Kaninchen gibt? Kann es sein, dass der Löwenzahn etc. als Ködel rauskommt und der Hippbrei als Durchfall, oder andersum. Macht das Sinn?

D- Er bekommt heute nochmal Schmerzmittel und morgen wieder Infusion.
Das Trinken ist weniger geworden, er nippt etwas, aber deutlich weniger als noch vor ein paar Tagen.


Vielen Dank weiterhin




Geändert von Star_KillA (30.05.2019 um 17:06 Uhr).

Aen Aen ist offline
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Geschrieben am 30.05.2019, 17:55

Zitat:
Gestern habe ich ihn stark gepäppelt (fast 3/4 eines 190g Hipp Glas mit zusätzlich Critical Care und neuem Päppelpräperat.
Ich schrieb's ja schon, ich finde Kartoffelbrei für einen stark lädierten Kaninchenmagen und -darm nicht das Richtige. Ich würde nun nicht darauf wetten, dass der Durchfall daher kommt, aber mir wäre dieses Maß an Stärke- und Zuckergehalt im Moment wirklich zu heikel. Cuni-Complete-Stückchen aufgeweicht in Wasser und 'ne kleine Zugabe Critical Care, damit Du den Brei spritzentauglich sämig bekommst, halte ich für die deutlich bessere Variante. Vielleicht probierst Du’s ja wenigstens mal aus, die Hipp-Kartoffelbreimixtur wegzulassen und ihn anders zu päppeln und schaust, ob’s eine Veränderung bringt?



Zitat:
Weiterhin hat er gestern die meisten Zeit durchgängig Durchfall gehabt, der war auch teilweise sehr wässrig. Hat das was mit dem Blinddarmkot zu tun?
Soweit ich weiß, wird der Blinddarmkot in einem anderen Darmabschnitt produziert und wird vom Nahrungsbrei nicht direkt beeinflusst.

Zitat:
http://www.kaninchen-wuerden-wiese-kaufen.de/caecotrophie.htm


Der Hartkot wird während der ersten. 4 Stunden nach der
Nahrungsaufnahme ausgeschieden, gefolgt vom
Blinddarmkot während der nächsten 4 Stunden.
Verantwortlich für diese circadiane Rhythmik ist der Fusus coli, ein spezieller Bereich im Dickdarm,
der nur bei Hasenartigen existiert. Ist der Rohfasergehalt im Futter sehr niedrig, verbleibt die Masse
länger im Blinddarm. Der Grund ist eine verringerte Peristaltik (Eigenbewegungen des Darms), was
auch als intestinale Hypomotilität bezeichnet wird.

Zitat:
Meine Eltern sind dann erneut zum Tierarzt (heute um 8 Uhr morgens), weil er in seiner Gesamtverfassung aber sehr schlecht wirkte.
Er hat dann erneut (wie Dienstag) Infusion bekommen sowie Schmerzmittel.
Als er nach Hause kam (Heute morgen) hat er langsam gefressen und dann einige Zeit später fast wieder normal (Löwenzahn, soll gut für den Magen sein).
Das spricht dafür, dass eine regelmäßige - zuverlässig wirkende - Schmerzmittelgabe jetzt wirklich angezeigt ist. Ich würde das die nächsten Tage beibehalten.


Zitat:
Da haben wir uns gefreut, allerdings hat er abgesehen von diesem nichts gefressen heute, daher gabs eben wieder Hipp etc.
Wie gesagt, Hipp-Kartoffelbrei mit Karotte find’ ich keine günstige Päppelvariante, es gibt eindeutig bessere.


Zitat:
Außerdem wurden die Zähne nochmal eingehend untersucht und da soll wirklich alles in Ordnung sein (halt bis auf den Zahnröntgen).
Schwierig. Einen Kieferabszess, der tiefer innen liegt o.ä., wird sie tastend kaum orten können. Röntgen ist zweifellos die präzisere Methode zur Diagnostik in solchen Fällen. Manche Tierärzte bekommen das auch ohne Betäubung hin. (Siehe Martinahexes Hinweis.) Vielleicht kannst Du Dich ja mal nach einer Tierärztin umsehen, die das anbietet.


Zitat:
Da ich mit Aen übers Schmerzmittel geredet hatte: Ich war ja heute beim TA nicht dabei, aber wir haben jetzt "Vetalgin" bekommen, das soll nochmal besonders für den Magen sein. Sorry, falls es den Anschein hat, als würde ich euren Rat nicht beherzigen, das liegt dann immer an der Kommunikation zwischen mir und meiner Mutter und natürlich dem Vertrauen von Ihr gegenüber dem Tieratzt.
Das verstehe ich gut. Und Du musst hier auch nichts an Ratschlägen „befolgen“. Es sind nur so ein paar grundlegende Dinge, die im Moment mE nicht optimal laufen. Der Kartoffelbrei, die ungenaue Abklärung der Zahn-/Kiefer-Situation, die Schmerzmittelversorgung bisher ... Aber klar liegt das zuletzt in Deiner/ eurer Verantwortung.



Zitat:
A- Weitere Erkenntnis: Seine Blinddarmködel (wir sind uns eigentlich sicher, dass sie es sind) sehen aus wie durchsichtige Götterspeise und sind sehr glibberig. Was bedeutet das??
Naja, Blinddarmkot ist von Haus aus „schleimig“. Kann durch die geschredderte Darmflora im Moment natürlich auch mal extremer sein.

Zitat:
B- Wisst ihr warum sein Hinterteil so nass ist? Uriniert er sich einfach ein?
Davon würde ich ausgehen. Es riecht ja auch entsprechend, oder? Dass sich Kaninchen einnässen, deutet oft auf Blasenprobleme. Was meint denn die Tierärztin dazu?

Lebt Lumpi eigentlich in Außenhaltung? Für den Fall wäre ich die nächsten Tage vorsichtig und würde ihn im Zweifel vielleicht sogar nach Innen nehmen oder bei Außenhaltung mindestens alle paar Stunden den Hintern kontrollieren. Denn mit einem verkoteten und urinnassen Hinterteil besteht bei wärmer werdenden Temperaturen zunehmend die Gefahr eines Madenbefalls. Fliegen legen ihre Eier gerne an verkoteten Kaninchenhintern ab. Tut euch diesen Horror nicht an.


Zitat:
C- Er hatte vorhin wieder "durchlaufenden" Durchfall, der auch generell übel riecht. Ich finde, wie nach Gülle der Kühe (besser kann ich es nicht beschreiben, sehr beißend, mein Vater meinte gerade, das riecht nach Hefepilzen, wie als "wenn man in eine Brauerei kommt"). Wisst ihr, was das bedeuten könnte? Hefepilze wurden untersucht und sind vorhanden, aber das hat auch schon abgenomen.
Hm, das Kotprobenergebnis liegt ja nun schon ein paar Tage zurück. Das Päppeln mit Kartoffelbrei kam nach dem Kotprobenergebnis, wenn ich das richtig sehe. Wäre durchaus möglich, dass die Anzahl der Hefen sich inzwischen verändert hat. Massige Hefenvermehrung führt gerne auch zu Durchfall.


Zitat:
Die Ködel sind jetzt wieder rund und relativ fest.
Hm? Ich verstehe nicht ganz, wieviel Zeit zwischen „vorhin“ und „jetzt“ liegt. Wie auch immer: wäre natürlich schön, wenn sich das mit dem Durchfall jetzt wirklich mal beruhigt hat, weil er mit Schmerzmittel wieder zulangt und über Stunden hinweg endlich wieder größere Mengen von „richtigen“ Sachen (wie Löwenzahn usw.) frisst.



Zitat:
D- Er bekommt heute nochmal Schmerzmittel und morgen wieder Infusion.
Das ist gut.

Gute Besserung weiterhin für Lumpi!


Grüße,
Aen



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Geändert von Aen (30.05.2019 um 18:14 Uhr).

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marinahexe befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 30.05.2019, 18:50

Ich schließe mich Aen voll und ganz an. Durch das AB ist die Darmflora geschädigt und wird mit ausgeschieden. Man kann zeitversetzt zum AB Bird Bene Bac oder ähnliches geben. Das sind "gute" Darmbakterien, die die Darmflora wieder aufbauen.



Ich habs glaube ich schon erwähnt, aber ich würde dringend den Kiefer röntgen lassen. Vielleicht ist es nur ein Wackelzahn, können aber auch zu lang wachsende Zahnwurzeln sein. Das kann man beim bloßen Anschauen nicht erkennen, deshalb besser röntgen. Auch solltet ihr euch das gemachte Röntgenbild nochmal anschauen. Wie sieht die Blase da aus? Wenn sie weiß leuchtet hat er Blasenschlamm. Das würde das Einnässen erklären. Oder auf Verdacht auf EC behandeln. 28 Tage Panacur, 28 Tage Vitamin B (ratiopharm Kapseln) und mind. 14 Tage gehirngängiges AB, z.B. Enrobactin.



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Geschrieben am 31.05.2019, 21:56

Ich würde den Kot ins Labor schicken für Parasitologie und Bakteriologie.



 
 
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