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Können sie nochmal Freunde werden oder sind sie unverträglich?Hallo, ich bin mir momentan unsicher, ob sich zwei meiner drei Kaninchen vlt. einfach nicht verstehen und ob ich eins abgeben sollte. Es fing damit an, dass mein Weibchen Ronja meinem Männchen Merlin eine schlimme Wunde zufügte, die genäht werden musste. Ich hatte die beiden im Frühling zum ersten Mal in den Garten gelassen und sie biss ihn in die Leistengegend. (Da waren sie noch zu zweit.) Ich weiß nicht, ob sie ihn so schlimm verletzte, weil es ein anderes Revier war oder daran, dass sie scheinschwanger war. Ich trennte die beiden und Ronjas Aggressivität ging auch gegen uns Menschen (sie griff meine Beine an) - einige Zeit später ließ ich sie kastrieren, da Blut aus ihrer Vagina kam. Ich nahm einen weiteren Kastraten auf, der sehr unterwürfig ist, damit er einen "Ausgleich" zwischen den beiden dominanten Streithähnen herstellt. Die Zusammenführung klappte super, alle drei waren sehr lieb zueinander. Nach einiger Zeit merkte man, dass mein dazugeholter Kastrat eher der Außenseiter war und überwiegend Ronja und Merlin zusammen kuschelten. Dann letzte Woche bekam Merlin eine Bauchgeschichte und ich holte ihn rein, um ihn besser beobachten und versorgen zu können. Nach 2 Nächten ging es ihm wieder gut und ich setzte ihn wieder nach draußen. Was dann abging...wow. Merlin und Ronja kämpften um Leben und Tod, so sah es aus - verbissen sich ineinander, knurrten, es war richtig heftig. Als wollten sie den anderen wirklich umbringen und nicht nur klarmachen, wer der Chef ist. Dabei fügte Ronja Merlin eine Wunde zu, die genäht werden musste und weitere, die auch ziemlich schlimm aussahen, aber nicht genäht werden mussten. Die Wunde ist am Hals. Die Wunde, die sie ihm im Frühling zugefügt hatte, war in der Leistengegend...als ob sie gezielt in Richtung Geschlechtsteile und Hals ging, also ihm wirklichen Schaden zufügen wollte. Ich habe die beiden getrennt und Ronja in ein separates Gehege getan (1,5 qm vielleicht). Nun weiß ich nicht, ob die Kämpfe nur daran lagen, dass ich die Reviere nicht genug beachtet habe oder ob die beiden sich nun hassen bzw. Merlin schlecht auf Ronja zu sprechen ist. Sie scheint ja die bessere Kämpferin zu sein, da sie nie großartige Wunden abbekommt, er aber nach den Kämpfen immer genäht werden muss. Sie hat halt auch Wildanteile in sich und ist flinker und aufmerksamer. Sie hat ihn so übel zugerichtet, dass ich echt Bedenken habe, sie wieder zu vergesellschaften. Vielleicht war es aber auch nur mein Fehler, indem ich das mit dem Revier nicht genau genug genommen habe. In ein paar Wochen ziehen wir um und ich könnte die drei im neuen Zuhause vergesellschaften. Aber ich möchte auf keinen Fall, dass Merlin wieder so übel zugerichtet wird. Ist es zu riskant? Kann man eine sanfte Zusammenführung machen? LG
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| Hi ich würde den Umzug nutzen und eine neue Zusammenführung auf neutralem Boden machen. Ich denke nicht das es aussichtslos ist. Bis dahin würde ich sie ohne Sicht-und (wenn möglich) Riechkontakt getrennt voneinander halten. Sie sollen sich nochmal ein bisschen vergessen. Bis dahin dürften die Verletzungen auch verheilt sein. Alternativ dazu kannst du es auch mit der Gittermethode versuchen. Das heißt du trennst die beiden mit einem Gitter (dieses muss wirklich sicher sein) und lässt sie erst mal so nebeneinander her leben bis es am Zaun keine Agressionen mehr gibt. Das muss auf jeden Fall einige Wochen durchgezogen werden. Am besten so lange bis du das Gefühl hast sie mögen sich und tolerieren sich. Dann kann man das Gitter an einer Stelle öffnen. Wenn alles richtig lief dann sind sie damit sozusagen zusammengeführt. Hängt aber sicher auch von den Kaninchen ab ob das klappt oder nicht. Bei einigen ist es nötig erst mal noch ein 2. Gitter zu ziehen da sie sich so übel durch das Gitter angehen. Bei manchen schürt es auch Agressionen weil Kaninchen ihre Rangordnung immer klären wollen, es aber so nicht können. Eine Garantie das es nicht zu weiteren Verletzungen kommt kann ich dir aber natürlich nicht geben.
__________________ LG Britta
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| Ich würde zur Gittermethode tendieren, sofern sie dort nicht komplett ausrasten. Und dann nach dem Umzug direkt vergesellschaften. Meine Erfahrungen gehen eher in die Richtung, dass egal wie lange, Kaninchen ein sehr gutes Gedächtnis haben und sie ganz wissen, wer ihr gegenüber ist. oder dass sie sich nach Abwesenheit von über 1 Jahr sich sehr gut an ein Revier erinnern. Wobei manchmal die Reaktionen bei einer erneuten Zusammenführung komplett unterschiedlich ausfallen können. So hat es mal nach 6- wöchentlich, kompletter Trennung dann total eskaliert (mit Nähen), dagegen war es vorher noch harmlos... Und letztes Jahr hatte ich meine Häsin 9 Monate weggegeben: als sie zurück kam, gab es eigentlich gar keine VG (wovon 2 Tage Gittermethode) als wären sie schon immer zusammen gewesen. Dabei war der Zustand vorher gar nicht so gut... Es lässt sich also nicht voraus sagen, wie eine erneute VG ausfallen wird.
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| Wenn ich die Gittermethode mache, wäre das dann in ihrem momentanen Außengehege? Oder müsste da ein neutralerer Bereich her? Im Außengehege sind gerade beide Böcke, Ronja ist alleine in einem separaten Gehege...aber vor ein paar Tagen war das Außengehege ja noch das Revier von allen dreien.
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| Kannst du im vorhandenen Gehege machen. Kann halt sein das es etwas länger dauert wenn einer der Beteiligten sehr territorial veranlagt ist. Aber Schlussendlich machen ja gerade in Aussenahltung viele das so. Und da ist ja nie ein neutraler Boden.
__________________ LG Britta
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| Es gab ja immer einen Grund, weshalb sie sich so gefetzt haben. Einmal Ronjas Gebärmutterveränderungen und einmal das unbedachte Verletzen des Reviers. Im Moment wende ich die Gittermethode an...so lange wir noch hier wohnen. Sie giften sich nicht durchs Gitter an (anfangs ein wenig, aber kaum der Rede wert) und putzen sich schon simultan (also jeder sich selbst, aber gleichzeitig). Wenn wir umgezogen sind, vergesellschafte ich sie auf komplett neutralem Boden ohne Gitter und werde beim kleinsten Zweifel eingreifen. Das ist dann der letzte Versuch.
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| Gut, dass es relaxt vor dem Gitter verläuft! Wie es dann langfristig aussieht, wird es sich dann zeigen. Bei mir ist es auch schon nach dem Nähen so gekommen, dass Einer klein bei gegeben hat und nicht mehr heraus gefordert hat. Langfristig wurde zwar immer einer ein bisschen gemobbt, aber zumindest gab es keine Kämpfe mehr. Bei anderen Fällen blieben die Aggressionen leider bestehen, die wären dann am Gitter schon komplett ausgerastet..
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| Ich trickse sie aber auch ein bisschen aus, indem ich Erbsenflocken durch das Gitter auf die andere Seite halte. ![]() Somit verbinden sie hoffentlich was positives mit der anderen Seite.
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