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Kämpfe erst 2 Wochen nach Vergesellschaftung? Bin etwas ratlos... auf Kaninchen Forum

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  • 1 Post By Diabi
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Ninchen
 
Registriert seit: 06.08.2018
Beiträge: 20
hasiundlilli befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 06.08.2018, 15:53

Kämpfe erst 2 Wochen nach Vergesellschaftung? Bin etwas ratlos...


Hallo ihr Lieben...
bin neu hier, hab mich gerade drüben bei den Neuankömmlingen vorgestellt.
Bin zur Zeit ein wenig ratlos....

Also wo fange ich an...
vor mehr als 1 Jahr haben wir uns Hasi und Lilli zugelegt, weil der Wunsch nach Haustieren bei uns immer größer wurde. Die beiden waren Männchen, nur einer (Hasi, 4 Jahre alt) war kastriert, und ich hab beschlossen, mir das ganze genauer anzuschauen und bei Bedarf auch Lilli (3 Jahre alt) kastrieren zu lassen. Aber die zwei hatten nie Probleme miteinander. Ganz selten mal eine Rammlerei, aber nie so dass Lilli (damals unkastriert) darunter gelitten hätte. Die zwei waren ein sooo harmonisches Team.

Leider ist Hasi heuer Anfang Juli verstorben, es hat vor allem den Kindern fast das Herz zerbrochen, auch ich war sehr traurig darüber. Schnell war klar, ein neuer Kumpel muss her für Lilli. Man hat es Lilli angemerkt, wie einsam er war.
Also Anruf beim Tierheim. Dort hieß es, auf jeden Fall Lilli vorher kastrieren zu lassen, um ev. schlimme Kämpfe zu vermeiden. Also, gleich am nächsten Tag Kastrationstermin beim Tierarzt um eine schnelle Abwicklung zu gewährleisten (Lilli soll ja nicht lang alleine bleiben) Alles reibungslos verlaufen. Auf Anraten der Tierärztin nach 1 Woche vergesellschaften. Also neues Männchen aus dem Tierheim geholt (Name: Hasi junior).
Problemlose Zusammenführung von Lilli und HJ. Das ist jetzt 2 Wochen her. Wir hatten ein so gutes Gefühl. Dachten die zwei wären ein tolles neues Team. Lilli bekam wieder Lebensmut und ließ sich von Hasi jun mitreißen... wurde wieder neugierig und spritzig nach dem Verlust seines alten Gefährten.

Letztes Wochenende dann der Schock... im Freigehege büschelweise Fell von Lilli!! Die zwei müssen einen schlimmen Kampf ausgetragen haben.... mit offenen Wunden bei Lilli!! Notversorgung beim Tierarzt.... und vorübergehend Einzelhaltung bis Lilli wieder fit ist.
Wie konnte das passieren, nach 2 Wochen? Wir dachten das passt mit den beiden... jetzt geht's wieder weiter mit den Sorgen rund um Lilli... was sollen wir nur tun jetzt? Ich möchte HJ eigentlich behalten.... nicht zurück ins Tierheim bringen. Hat jemand Tipps?

Vielen Dank erst mal fürs lesen....



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Moderatorin
 
Registriert seit: 13.07.2014
Beiträge: 1.925
Diabi befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 06.08.2018, 16:27

Hallo und herzlich Willkommen hier im Forum!

Das ist natürlich eine blöde Situation, aber um wirklich Tipps oder Ratschläge zu geben, bräuchten wir noch mehr Infos...

Zunächst: so kurz nach der Kastra ist Lillis Hormonspiegel noch ziemlich hoch, was durchaus ein Grund für gesteigerte Aggressionen sein könnte, die dann auch mal zu ernsthafteren Kämpfen führen.

Abgesehen davon sind zwei Rammler (oder auch zwei Häsinnen) meist problematischer, als ein Pärchen.

Schlussendlich ist eine VG nach nur zwei Wochen seltenst abgeschlossen, es kann auch noch Wochen später zu Auseinandersetzungen kommen, gerade auch dann, wenn ein Neuankömmling, der sich anfangs in neuer Umgebung vielleicht noch unsicher fühlte, überlegt, ob er nicht doch den Chefposten erobern könnte (und wenn man eine Krawallnudel wie meine Zara hat, kann auch noch Monate später jede Wetteränderung Anlass dafür sein, mal wieder zu versuchen, die Weltherrschaft an sich zu reißen...)

Wie schlimm waren/sind denn die Verletzungen?
Bei kleineren Kratzern/Wunden hätte ich gar nicht getrennt, da man sonst mit der VG wieder von vorne anfangen muss...

Wie groß ist denn das Gehege?
Bei gleichgeschlechtlichen Tieren würde ich immer deutlich mehr als die Mindestmaße (bei Euch 4 qm Tag und Nacht) zur Verfügung stellen.

Gibt es Rückzugsorte, so dass sich die beiden auch mal außer Sicht des anderen bewegen können?

Gibt es Sackgassen, aus denen eines vielleicht nicht mehr entkommen konnte, so dass es dadurch erst zu den Verletzungen kam?



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Ninchen
 
Registriert seit: 06.08.2018
Beiträge: 20
hasiundlilli befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 06.08.2018, 18:26

Hallo Diabi,

danke für deine rasche Antwort bzw. Ansicht der Dinge. Wir haben mehrere Möglichkeiten die Kaninchen zu halten, 1x ein ca. 10 m2 Gartenfreigehege mit Unterschlupf (2 Ausgänge) wenn das Wetter schön ist = der Ort des Kampfes. Dann ein Gehege für die Nacht auf dem Balkon mit ca. 5-6 m2 Fläche (Tiere können eigenständig aus dem Balkongehege ein und ausgehen und können sich auf einem eingezäunten Bereich frei bewegen), da waren sie immer sehr friedlich und haben gekuschelt. Dann noch eine Notunterkunft im Keller falls das Wetter mal so unmöglich ist, dass es am Balkon nicht auszuhalten wäre.
Ende August übersiedeln wir dann ins neue Haus mit Garten, wo wir dann noch mehr Platz zur Verfügung haben werden.
So viel zu unseren Möglichkeiten.

Die Verletzungen waren nicht ohne, leider waren sofort diese verdammten Fleischfliegen zur Stelle, wir haben die Fleischwunden zuerst gar nicht bemerkt, da Lilli ein sehr dichtes Fell hat und im ersten Moment nicht verängstigt war, und sogar mit HJ sehr vertraut und dicht beieinander war. Da wir nicht ganz so erfahren sind dachten wir, sie verliert Haare aufgrund eines Fellwechsels oder so, Lilli haart immer ganz stark.
Dann waren plötzlich diese Fliegen da und mein Mann hat sich Lilli ganz gründlich angeschaut und eben mehrere blutige "kahle" Stellen gesehen (unter dem ganzen anderen Fell). Sofort sind wir zum Tierarzt, der hat uns bestätigt dass es nach einem Kampf aussieht von den Verletzungen her.
Ich hab für den ersten Moment die beiden auseinandergesperrt, möchte sie aber schon gerne zusammenhalten. Also würdest du die zwei wieder zusammenlassen?

Nach der Kastration hat die TA ein Männchen empfohlen, sie meinte dass Weibchen oft sehr aggressiv sein können. Irgendwie bin ich jetzt komplett verwirrt....




Moderatorin
 
Registriert seit: 13.07.2014
Beiträge: 1.925
Diabi befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 06.08.2018, 19:41

Müsst ihr sie in das Gartengehege bringen oder können die dahin selbständig?
Gehege wechseln würde ich nämlich nicht während der VG, wenn es aber zusammenhängend ist, sehe ich eigentlich kein Problem. Das Nachtgehege könnte zwar größer sein, aber mit dem Tagesgehege sollte eigentlich genug Platz zum austoben und aus-dem-Weg-gehen sein.

Und ja, wenn er nicht gesundheitlich geschwächt ist, würde ich sie zusammen lassen, es scheint ja kein Dauerstreit zu sein, und vielleicht kamen noch unglückliche Umstände hinzu, dass es dann zu Verletzungen kam.

Was den Rat des TA betrifft: man sagt uns Frauen ja auch gerne nach, wir wären zickig, anstrengend, nervig... gleichwohl wohnt mein Mann lieber mit mir zusammen, als mit einem anderen Mann...



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Ninchen
 
Registriert seit: 06.08.2018
Beiträge: 20
hasiundlilli befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 06.08.2018, 20:20

Okay, ich verstehe. Wir wohnen im 1. OG, die Kaninchen werden morgens ins Freigehege gebracht und abends wieder hoch auf den Balkon. Dadurch dass das mit den Anfangskaninchen problemlos funktioniert hat, bin ich von nichts schlechtem ausgegangen. Das heißt also, im Idealfall sollten wir was an der Wohnsituation der Tiere verändern bis wir ins Haus übersiedeln.... keine "Wanderkaninchen" mehr. Gut dann werden wir mal damit anfangen. Hab die zwei übrigens wieder zusammengelassen, zur Zeit alles friedlich....




Benutzerbild von Wuscheline
Kaninchen
 
Registriert seit: 19.08.2012
Beiträge: 4.994
Wuscheline ist zur Zeit noch ein unbeschriebenes Blatt
Geschrieben am 08.08.2018, 18:58

Und wie sieht es bei deinen beiden mittlerweile aus?



__________________
Liebe Grüße von Kathleen, Babsi, Picasso, Luna & Nala


 
 
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