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Tiefes Loch und leerer StallHallo liebe Kaninchenfreunde, unsere beiden Kaninchen Müsli und Keks leben beide, seitdem wir sie aus der Zucht bekommen haben, in einem Stall (ca. 6 qm + zweiter Stock, Untergrund Erde) und einem Freilaufgehege, welches Tagsüber geöffnet wird (ca. 30 qm, Grass und Unkraut). Der Stall ist zu zwei Seiten mit ca. 30 cm tiefen Metallplatten im Boden gesichert, zu den anderen Seiten sind zwei Garagen mit Sockel darunter (50cm ca.). Anfangs funktionierte alles super, die tollten draußen und im Stall, abends sind sie in den von uns gebauten, ca. 1 qm großen, Holzbau gegangen und haben dort geschlafen auf viel Stroh und Streu. Irgendwann begannen die beiden zu buddeln. Anfangs war das kein Problem, haben das Loch auch immer wieder mal zu geschüttet. Irgendwann wurde Sie scheinschwanger und wir haben ihr das Loch mal gelassen, bzw. ihr Stroh gegeben, um sich ein Nest zu bauen. Diese Aktion ist aber irgendwann eskaliert, das Loch ist mittlerweile ca. 4 bis 5 Meter weit (tief, weiter konnten wir mit der Kamera nicht schauen) und der Holzbau wird gar nicht mehr genutzt. Da aber unser Plan durchaus ist, in einem Jahr mal eine Nachzucht zu starten, ist das jetzt alles nicht so pralle. Zuschütten wollen wir das Loch auch nicht, da wir Angst haben, dass sie dann in eine Depression oder ähnliches fällt, da ihr Bau futsch ist. Was empfiehlt ihr da am besten? Auch, dass sie wieder ihren Holzbau nutzten? LG Philipp ![]()
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| Hi, danke schonmal für die Antwort. Die Kaninchen sind ja kaum im Loch, nur wirklich wenn sie sich mal erschrecken und reinrennen. Wir wollten eh den Stall mal umgraben. Dann werden wir bei der Gelegenheit mal auf die Suche nach Schätzen gehen, wird sicherlich interessant sein, was sie sich da für ein Reich gebaut hat ![]() Trotzdem einen Tip die Kaninchen wieder in ihr Häusschen zu bekommen? Vielleicht im Häusschen füttern?
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| Unsere Kaninchen haben im Garten einmal ein wirklich umfangreiches Tunnesystem gemacht. Wir hatten dann angefangen den Verlauf zu orten und haben teils bis zu einem Meter "Guckschächte" gegraben. Wenn dann abends noch einer drin war, haben wir die Schächte aufgemacht und mit einem Stecken runtergestochert, das hat sie meist dazu gebracht ins Gehege zu laufen. Wenn gar nichts ging haben wir unsere kleinen Yorkis reingeschickt , aber das können wir nur machen, weil sie das können ohne dass es danach Verletzte gibt.Deine Kaninchen werden sich einfach pudelwohl fühlen in ihrem sicheren Bau, aber ihr müsst auch immer bedenken, dass man jederzeit möglichst schnell an eines der Tiere rankommen sollte.
__________________ Mein Vorstellungsthreat: http://www.kaninchenforum.de/unsere-kaninchen-user-vorstellung-fotos/27188-gerti%B4s-rasenm%E4herbande-%3B.html] Meine Homepage http://www.gertis-rasenmaeherbande.de/ Myxomatose Erfahrungsaustausch Gruppe in FB: https://www.facebook.com/groups/739013102858463/ Kaninchen Body etc nach Maß Shop: https://www.gertis-rasenmaeherbande.de/shop/
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| Wie Gerti geschrieben hat, wird zuschütten wohl die beste Lösung sein. Wegen der Nachzuchten: Hast du dich gut über die Vererbungslehre bei Kaninchen informiert? Kannst du Erberkrankungen ausschließen? Ist dir bewusst, dass Mutter und Kinder bei Komplikationen im schlimmsten Fall sterben können? Hast du die finanziellen Mittel, um alle Rammler kastrieren zu lassen und die Babys später zu impfen? Weißt du, wo die Babys später unterkommen? Kannst du alle behalten?
__________________ Liebe Grüße von den Sophie mit Kiki, Stella, Jimmy, Richard, Sissi, Caramel und Heidi!
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| Zitat:
, ich glaube das hast du falsch verstanden![]()
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| Danke, dass hatte ich dann mal geschmeidig überlesen. Das finde ich auch nicht unbedingt gut. Aber vorrausgesetzt es ist gut durchdacht...was aber hier deutlich fehlt, denn dann würde ich sofort dass so tiefe Buddeln unterbinden. Tote Babies locken Schmeißfliegen an....nicht so lecker....hab ich auch schon live und in Farbe gesehn...echt abschreckend! Wichtig ist dann natürlich auch noch, dass ihr euch vorher gut informiert was es für Probleme rund um die Geburt gibt, dass man evtl. durchaus zeitnah eingreifen muss. Wenn nicht alle Tiere behalten werden, alle kastriert und durchgeimpft, finde ich es sehr ungeschickt...da kommt auf jeden Fall einiges auf Kosten auf euch zu....sprech da aus eigener Erfahrung. Außerdem müssen beide Tiere zuchttauglich sein und eben auch zusammen zuchttauglich...nicht dass dann so eine nette Überraschung kommt wie bei meinen Notfallbabies, die nun groß sind mit lauter Zahnfehlstellungen und Schnupfenrüsseln bei selbigen....das ist nicht nur zeitintensiv, sondern auch kostenfressend. Wichtig ist auch für den Fall des Falles alles für eine Handaufzucht zu Hause zu haben, denn es kommt auch immer wieder vor, dass da etwas nicht so klappt wie es sollte. Wir haben unseren Kindern damals auch Kaninchenbabies erleben lassen wollen...ja da durfte ich schnell viel lernen...war nicht alles toll
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| Zitat:
__________________ Liebe Grüße Heike
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| Zum Thema Gänge: Das ist die natürliche Verhaltensweise von Kaninchen. Wenn du das so möchtest, musst du tiefgründig auskoffern (lassen, mit Bagger, wenigstens 1m tief), einen Schutz verlegen, z.B. in Form von Volierendraht, und dann wieder zuschütten und kräftig verdichten, damit die Tunnel auch halten. Ansonsten solltest du die Gänge sehr zeitnah zuschütten (ebenfalls verdichten) und zusehen dass sie da nicht drin übernachten. In den Stall werden sie wieder gehen, wenn er ihnen angenehm erscheint. 1qm ist verdammt wenig, wenn sie da drin eingesperrt sind. Wenn das Nachtgehege sicher ist, musst du sie nicht im Stall einsperren. Kaninchen sind dämmerungs- und nachtaktiv, also ist 1qm über Nacht ein absolutes NoGo! Zum Thema Zucht: Zu welchem Zweck wollt ihr das machen? -Um einmal Babies aufwachsen zu sehen? Dann holt euch eine trächtige Häsin aus dem Tierschutz, auch wenns z.B. nur als Pflegestelle ist. -Weil eure Tiere so toll und einzigartig sind? Das trifft wohl auf jedes Kaninchen zu, leider sind Nachzuchten keine Klone. Es gibt keine sehr hohe Chance, dass die Nachkommen ganz genauso werden wie die Eltern. Wenn es so wäre, hätten Rassezüchter keinen "Ausschuss"... -Weil euch Bekannte gefragt haben, ob sie dann Jungtiere bekommen können? Verweist die lieber auf die Tierheime. Da gibts mehr als genug Kaninchen jeglichen Alters. Vielleicht muss man ein paar Meter fahren und vielleicht sogar unangenehme Fragen beantworten (die ihr Interessenten übrigens auch stellen solltet, wenn ihr ein Fünkchen Verantwortungsgefühl für die Tiere habt, die ihr produziert). Und selbst wenn man das vermeiden will, quellen die Kleinanzeigen auch ständig vor ungewollten Kaninchen über, die teilweise verschenkt werden, nur um sie loszuwerden. Der Markt an "Irgendwaskaninchen" ist längst übersättigt. -Rassezucht? Dann braucht ihr Tiere im richtigen Alter mit der richtigen Abstammung, möglichst mit Stammbaum. Am besten bereits erprobte Zuchttiere von einem Züchterkollegen. Gewissenhafte Züchter geben Neulingen gute Tiere, von denen sie wissen dass sie gut zur Zucht geeignet sind und dem Rassestandard entsprechen. Außerdem kann man sich dann für den Anfang auch Rat und Hilfe holen. Rassezucht wird allerdings immer mit überzähligen Tieren (insbesondere männliche, davon braucht man nicht so viele) einhergehen und mit solchen, die für die Weiterzucht nicht geeignet sind. Wohin mit denen? Im Normalfall werden sie mit etwa 6-9 Monaten geschlachtet, denn auch hier greift wieder die Tatsache, dass der Markt für Kuschelkaninchen eigentlich übersättigt ist. Sie alle zu kastrieren und zu behalten kann sich kein Mensch leisten, vom Platz ganz zu schweigen. -Eigenbedarf, Selbstversorger? Auch ein Ansatz, der jedoch die gleichen Voraussetzungen beansprucht wie die Rassezucht: geeignete Tiere, nach Möglichkeit jemand, der beim Start hilft und das Schlachten. Auch ein Nutztier hat Bedürfnisse, die zu befriedigen sind. Über die Unterbringung müsst ihr euch dann noch viel mehr Gedanken machen als bei zwei Kuschelkaninchen. Es ist sehr ratsam, lieber mehrere kleinere bis mittlere Gruppen zu haben als eine große, denn auch bei "nur" Schlachterzucht solltet ihr den Überblick behalten, wer mit wem wie verwandt ist, Inzucht (Linienzucht) ist nur was für Profis mit penibler Zuchtbuchführung. Es ist also dringend anzuraten, je nur eine Häsin pro Gruppe werfen zu lassen, damit die Jungen ganz eindeutig zugeordnet werden können. Die Rammler müssen separat untergebracht werden, sonst gibts Sodom und Gomorrha. Auch denen müsst ihr dann ein Partnertier (Rammler + Kastrat geht super) und zumindest den Mindestplatz für zwei Tiere von 4qm zur Verfügung stellen. Jungrammler müssen mit spätestens 8 Wochen aus der Muttergruppe raus, ich bevorzuge dann eine Junggesellengruppe mit einem Kastraten als Erzieher, und wenn sie sich vor Erreichen der Schlachtreife prügeln, musst du da auch wieder den Platz für die entsprechende getrennte Unterbringung haben. Aus eigener Erfahrung kann ich dir sagen, dass der Beginn einer Kaninchenzucht mit einer Lernkurve einhergeht, selbst wenn man Unterstützung hat. Das heißt im Klartext: Tote Kaninchen. Es kommt natürlicherweise immer mal vor dass Jungtiere tot geboren werden oder kurz nach der Geburt sterben. Das ist normal und man muss damit umgehen können. Es kommt vor, dass Häsinnen ihre Jungen nicht aufziehen oder bei der Geburt oder kurz danach sterben, dann heißt es Handaufzucht (sofern keine Amme zur Verfügung steht) und auch hier wird es viele Tote geben oder man wird nicht erfolgreich mit der Aufzucht sein. Bei einigen Rassen gibt es Letalfaktoren, mit denen man umgehen können muss (Zwerge, Schecken) und auch rasseunspezifische wie den Maxfaktor z.B. Über sowas MUSS man sich vorher informieren, ebenso über die Vererbung an sich. Mir kräuseln sich immer wieder die Nackenhaare, wenn langjährige Züchter sagen, mit Mendel konnten sie noch nie was anfangen und verstehen das auch nicht. Insbesondere die Farbvererbung ist bei Kaninchen ziemlich gut erforscht, das ist keine Ausrede. rein organisatorisch ist eine Zucht auch immer was anderes. Du hast deutlich größere Mengen Mist, du brauchst deutlich mehr Futter und wenns ans Impfen geht, ist das eine ganz andere Herausforderung und natürlich auch finanzielle Belastung als bei zwei Kuschelkaninchen. Einen Zuchtbestand von 20 oder mehr Tieren ins Auto zu packen und in eine Praxis zu karren, um dort zum Heimtiertarif impfen zu lassen, ist schlichtweg unmöglich. Du brauchst einen "VIehdoktor", der zu dir kommt und Nutztiertarife nimmt. Und wo wir schon beim Tierarzt sind - du brauchst eine solide Basis an medizinischen Kenntnissen. Kleinere Verletzungen wie Bisswunden etc. verarztet man selbst und muss beurteilen können, wann die Hausapotheke reicht und wann eine Fachperson hinzugezogen gehört. Wer mit seinem Kuschelkaninchen zum Krallenschneiden fremde Hilfe braucht, wird mit einem Zuchtbestand völlig überfordert sein. Man muss in der Lage sein, Medikamente zu verabreichen und auch zu erkennen, wann diese erforderlich sind. Geändert von Angora-Angy (08.05.2018 um 08:46 Uhr).
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| Hallo an alle, und danke erstmal für die, nicht ganz motivierenden, aber doch hilfreichen und konstruktiven Tips. Ich habe mit diesem Satz nicht das ausdrücken wollen, was hier glaube ich einige verstanden haben. Unser Ziel ist es nicht, eine rießen Zucht aufzubauen. Es geht viel um den Lerneffekt, die Begeisterung für Tiere und speziell für Kaninchen. Wichtig dabei ist auch, dass wir nicht pauschal sagen, dass es unsere Kaninchen seien müssen, auch wir haben schon viel mit Züchtern, Tieren und Vereinen gesprochen. Wir wissen durchaus, dass es keine "Über-Nacht" - Entscheidung ist, sondern eine gut überlegte und vor allem finanziell und organisatorisch gut geplante. Wir haben auch Kontakt zu der Züchterin, von der wir unsere Kaninchen haben, daher wissen wir einmal genau, wie der Stammbaum der Tiere aussieht und wir wissen, was für eine Verantwortung das ganze mit sich zieht. Ich wiederhole hier auch nochmal, dass wir das nicht morgen machen, auch nicht nächste Woche sondern frühstens in einem Jahr, wenn überhaupt. Wir wissen auch, dass unsere Ninis zu diesem Zeitpunkt schon zu alt sind. Dazu kommt außerdem, dass auch meine Lebensgefährtin Biologin ist, und wir somit auch biologisch nicht unwissend sind. Wie gesagt, wir halten viel Kontakt mit Leuten die das schonmal gemacht haben, lesen Bücher, Internetblogs und fragen Tierärzte und Vereine. Auch die Frage der Abnehmer muss natürlich vorher geklärt sein, denn WENN das ganze überhaupt zustande kommt, behalten wir nur zwei der Jungtiere. Aber wie gesagt, das war weder eine gesetzte Sache, noch würden/werden wir soetwas unüberlegt und nicht ohne Hilfe angehen. Dafür ist unser Respekt vor den Tieren viel zu groß (und damit meine ich mit Respekt nicht die Angst vor den Tieren, sondern den Respekt des Geschöpfes). LG Philipp ![]()
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