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Nelly´s Zähne, Eiter im Auge auf Kaninchen Forum

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Benutzerbild von Emely!!!
Zwergkaninchen
 
Registriert seit: 11.12.2012
Beiträge: 107
Emely!!! befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 07.04.2018, 22:52

Nelly´s Zähne, Eiter im Auge


Hallo ihr Lieben

Nach langer Zeit melde ich mich jetzt mal wieder zu Wort, weil ich dringend eure Hilfe und einen Rat brauche. Gott sei Dank hatte ich die letzten Jahre keine großen gesundheitlichen Probleme bei meinen Kaninchen. Jetzt habe ich hier allerdings wieder einen Pflegefall sitzen mit dem ich mich schon länger beschäftige. Allerdings bin ich jetzt an einem Punkt an dem ich nicht mehr so recht weiss was ich machen soll oder welche Entscheidung ich treffen soll.

Folgendes:

Mein Kaninchen Nelly. Ich habe sie seit ca. 4 Jahren und vom Tierschutz übernommen. Zu diesem Zeitpunkt war sie geschätzte 5 - 6 Jahre alt und aus schlechter Haltung. Heißt sie müsste jetzt etwa 9 oder 10 Jahre alt sein. Sie ist sehr klein (970 Gramm) und hat ein winziges Köpfchen, daher vermutlich das Zahnproblem plus wahrscheinlich schlechte Fütterung bei den Vorbesitzern. Ich weiss es nicht.

Nach etwa einem Jahr bekam Nelly einen großen Abszess im Bereich der rechten Schulter und am linken Vorderbein. Woher das kam ist mir unerklärlich. Es waren keine Wunden oder sonstiges zu sehen.
Bin dann sofort mit ihr zum TA und der Abszess wurde geöffnet und gespült. Dies habe ich dann auch 3 Wochen so fortgesetzt, es trat allerdings keine Besserung ein. Ich habe dann entschlossen sie operieren zu lassen, weil ich der Ansicht war, dass das Gespüle nicht den gewünschten Erfolg bringt, da der Eiter schon zu tief saß. Die OP hat wunderbar funktioniert, auch die Nachbehandlung lief super. Nelly hat sich komplett erholt und auch das Bein ist verheilt.

3 Monate später komme ich wie jeden Abend zum Füttern ins Gehege und muss feststellen, dass Nelly eine murmelgroße Beule unterm linken Auge hat, die am Vortag noch nicht da war. Natürlich Freitag Abend und mein TA im Urlaub
Habe dann in der Tierklinik angerufen und gesagt, dass ich SOFORT einen Termin brauche. Mit einigem Nachdruck habe ich den dann auch bekommen und konnte 1 Stunde später eine nette TA sprechen. Sie hat den Abszess herausgeschnitten und alles gründlich gespült. Ich habe Medikamente und Schmerzmittel bekommen (Baytril, Metacam) und sollte in der kommenden Woche bei meiner TA zur Nachkontrolle gehen. Auch das habe ich gemacht. Die Wunde sah prima aus, es kam vorerst kein Eiter mehr zum Vorschein und ich habe die Wunde weiterhin täglich gespült (14 Tage).

Nach den besagten ca 14 Tagen habe ich die Wunde verheilen lassen und weiterhin kontrolliert. In der Tierklinik wurde ein Röntgenbild vom Schädel gemacht und es kam wie ich es mir leider bereits dachte heraus, dass Nelly eine Zahnwurzelentzündung im linken Oberkiefer hat.

Sowohl die TA in der Tierklinik als auch meine TA rieten mir von der Zahn-OP ab, da Nelly schon die letzten beiden Narkosen gerade so geschafft habe und alle anderen Zähne wohl auch nicht besonders gut aussehen. Dazu kommt noch, dass sie auch nicht mehr die Jüngste ist.
So hatte ich entschlossen, es einfach weiter so zu handhaben, dass ich das Auge spüle und sauber halte und ihr noch so lange wie möglich ein schönes Leben bereite.

Seit etwa 6 Wochen jetzt verschlechtert sich der Zustand des Auges allerdings enorm. Ich war auch schon wieder etliche Male beim TA und habe es immer wieder kontrollieren lassen. Seit ca. 6 Wochen bekommt Nelly jetzt täglich Marbocyl, in der Hoffnung, dass es die Entzündung eindämmen würde und die Eiterbildung etwas im Zaum zu halten ist. Leider funktioniert das nicht wirklich. Auch Kortisonsalbe (Isopto-Max, zu Anfang noch herkömmliche Gent-Ophtal ohne Kortison), die ich schon eigentlich viele zu lange verwende hilft nicht wirklich.
Da Nelly durch den Zahn vermutlich weniger oder langsamer frisst und daher 20 Gramm abgenommen hat, bekommt sie jetzt noch zusätzlich Critical Care.

Was ich jetzt machen soll ist mir ein Rätsel. Die Zahn-OP wollte ich Nelly eigentlich nicht zumuten, da ich mir auch erfahrungsbedingt davon nicht viel verspreche (gerade in diesem Alter und mit dem Hintergrund, dass die anderen Zähne auch nicht gut aussehen).

Sie einschläfern zu lassen, ist momentan vielleicht auch nicht die richtige Option, da ich nicht den Eindruck habe, dass sie leidet. Im Gegenteil. Ihr Verhalten hat sich nicht geändert. Sie ist munter und rennt durchs Gehege, sie kuschelt mit den Anderen, sie frisst selbstständig und wenn ich ihr das Critical Care gebe frisst sie auch davon jede Menge freiwillig. Selbst die Marbocyl-Tabletten muss ich ihr nur vor die Nase halten und sie nimmt sie freiwillig und frisst sie.
Nach meinem Eindruck hat sie noch einen sehr starken Lebenswillen
Das Auge allerdings sieht sehr schlecht aus.

Ich hoffe ich habe alles im Großen und Ganzen verständlich erklärt, falls noch Detailfragen bestehen, bitte fragen. Da sich das Ganze jetzt schon über 2 Jahre zieht, habe ich mit Sicherheit einiges vergessen.

Es wäre schön wenn ihr mir ein paar Ratschläge geben könnt. Ich bin verunsichert wie ich jetzt weiter vorgehen soll.

Vielen lieben Dank schon mal und ich hoffe auf viele Antworten

Emely!!!



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Benutzerbild von gerti
Kaninchen
 
Registriert seit: 18.11.2012
Beiträge: 15.579
gerti befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 08.04.2018, 11:29

Schau dir doch mal die beiden homöopathischen Mittel Hekla Lava und Aurum Metallicum etwas an. Vielleicht hat dein TA ja auch etwas Erfahrung in Homöopathie und kann dir entsprechend weiterhelfen.
https://www.netdoktor.de/homoeopathie/hekla-lava/
http://www.homoeopathiewelt.com/einzelmittel/aurum-metallicum-aurum-muriaticum/

Meinen Kieferabszeßkaninchen hat dies immer sehr gut getan. Ich hatte da auch das Problem, dass sie nicht operierbar waren, bzw es ein riesen Risiko gewesen wäre.
Momentan hab ich auch ein Kanichenmädel welchem der Eiter aus Nase und Auge hochkommt. Sie bekommt neben AB und Schmerzmittel ebenso diese Homöopathikombie und ich hoffe dass das Ganze so nochmal zur Ruhe kommt.



__________________

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Benutzerbild von marinahexe
Moderatorin
 
Registriert seit: 24.10.2010
Beiträge: 24.639
marinahexe befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 08.04.2018, 17:55

Die beiden TÄ bei denen Du warst, sind die auf Zahnheilkunde spezialisiert? Wenn nicht, würde ich mir die Röntgenbilder besorgen und zu einem richtigen Tier-Zahnarzt gehen und mir seine Meinung anhören.




mm1 mm1 ist offline
Ninchen
 
Registriert seit: 19.06.2018
Beiträge: 3
mm1 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 19.06.2018, 14:38

Hallo Emely,

Eiter im Auge kenne ich nur zu gut. Mein Kaninchenmädchen hatte ebenfalls einen Abzess unterhalb des Auges. Er kam von den schlechten Zähnen im Oberkiefer. Mein TA hat hier unglaublich gepfuscht: er hat den Abzess geöffnet und einfach drei Zähne herausgerissen (ohne Absprache mit mir). Das hatte zur Folge, dass wir wochenlang Eiter im Mund, im Auge und in der Nase hatten. Dann kam ein zweiter Abzess und der TA wollte mein Hasenmädchen einschläfern. Da habe ich alle Hebel in Bewegung gesetzt und nach einem Spezialisten für Hasenzähne gesucht. Ich bin fündig geworden in Augsburg, Dr. Steinke, Anicura, Am Klinkenberg 3. Sie hat in einer mehrstündigen OP alle Zahnreste im Oberkiefer entfernt. Sie waren verantwortlich dafür, dass der Eiter nicht wegging. Nun hat sie keine Zähne mehr im Oberkiefer. Die Zähne im Unterkiefer müssen wir leider jetzt immer regelmäßig schleifen lassen (alle 4 Wochen mit Narkose). Aber der Eiter ist weg und es geht ihr wieder ganz gut. Den alten TA würde ich am liebsten anzeigen. ich weiss ja nicht, wo du wohnst. In jedem Fall ist es ratsam einen auf Zähne spezialisierten Kleintierarzt aufzusuchen. Ein normaler TA hat oft keine Ahnung von der komplexen Materie. Ich hoffe ich konnte helfen.



 
 
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