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Krankheiten durch unhygienische Innenhaltung? auf Kaninchen Forum

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Benutzerbild von Maddro
Kaninchenfreund
 
Registriert seit: 24.04.2016
Beiträge: 400
Maddro befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 02.03.2018, 22:29

Krankheiten durch unhygienische Innenhaltung?


Hallo Zusammen,

ich bräuchte mal bitte euren Rat, und entschuldige mich gleich vorab für den langen Text :

Seit Sommer letzten Jahres wohnen unsere Kaninchen in Innenhaltung in einem eigenen Kaninchenzimmer mit 9qm Gehege.
Unsere zwei Damen (Tabsy und Maja) haben kurz nach dem Umzug einen neuen Kumpel (Freddy) dazubekommen.

Leider stellte sich im Herbst letzten Jahres heraus, dass Freddy ein chronischer Blasenschlammpatient ist und dauerhaft unsauber. Durch RodiCare uro haben wir Freddys Schlamm mittlerweile halbswegs in den Griff bekommen, er pinkelt jedoch nach wie vor wirklich überall hin.
Es ist so schlimm, dass wir 2mal täglich das gesamte Gehege wischen müssen. Durch die ständigen Pfützen hoppeln die Kaninchen natürlich auch durch die Pfützen, verbreiten den Urin noch mehr und haben teilweise nasse Pfoten.

Seit Januar erleben wir hier jetzt eine Krankheitswelle, die seinesgleichen sucht und für uns und die Kaninchen durch ständige Tierarztbesuche nur noch Stress bedeutet:

Kokzidienbehandlung, Nachkontrolle noch offen

Maja:
Gebärmutter-OP und im Anschluss Blasenentzündung, die jetzt nicht vollständig ausheilen will, seit vergangen So wieder leicht nasser Po, erneute Urinprobe ist noch im Labor, damit gezielt behandelt werden kann

Tabsy:
kahle Stellen auf der Nase und eine im Nacken, kein Juckreiz, heute entdeckt Veränderung am Geschlechtsteil, eigentlich Verdacht auf Pilzinfektion - Laborbefund steht noch aus, aber jetzt befürchte ich sogar Syphilis

[/url] [/url][/url]

Könnte vielleicht jemand mit Erfahrung an Hand der Bilder etwas zu meiner Syphilis Vermutung sagen? Ich bin unsicher, ob wir nun noch einmal zum TA sollten, oder erst einmal die Ergebnisse der Pilzuntersuchung abwarten sollen. Tabsy wirkt sonst völlig normal.

Freddy:
Gelegentlich breiiger Kot - Kokzidien wieder zurück?
Gelegentliches Niesen, aber trockene Nase - erste Anzeichen für Kaninchenschnupfen?

So, das sind alle vorhandenen Baustellen.
Ich habe die schlimme Befürchtung, dass das Gehege durch die Urinpfützen mittlerweile eine große Keimfalle geworden ist. Ist das möglich?
Ich wische bisher nur normal mit Wasser und Putzmittel drin.

Können wir etwas ändern?
Könnt ihr mir Desinfektionsmittel empfehlen, die ich im Gehege anwenden kann?
Habt ihr Vorschläge, wie man die Situation mit Freddy verträglicher für die Innenhaltung gestalten könnte?

Ich wäre euch wirklich für jegliche Ratschläge dankbar.



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Benutzerbild von Lupine
Kaninchen
 
Registriert seit: 09.08.2009
Beiträge: 19.399
Lupine wird schon bald berühmt werden
Geschrieben am 02.03.2018, 22:40

Es gibt durchaus Desinfektionsmittel, die sogar teilweise gegen Kokzidien wirken. Aber ich sehe keinen Zusammenhang zum Beispiel zwischen den Urinpfützen und dem Kokzidienbefall. Urin ist, außer bei einer Harnwegsinfektion, erstaunlich keimfrei. Er enthält zwar Abfallprodukte aus dem Körper, aber bei gesunden Tieren und Menschen ist eine Urinpfütze nicht keimbelasteter als es eine Wasserpfütze wäre.

Bezüglich der Kokzidien empfiehlt sich eine erneute Sammelkotprobe. Bei Maja und Tabsy würde ich zunächst die Befunde abwarten, dann können wir schauen ob wir noch unterstützen können. Für Maja könnten sich beispielsweise Cranberries als Leckerchen anbieten, wenn sie die mag. Und das niesen von Freddy kann genauso gut an einer Reizung der Schleimhäute liegen, zum Beispiel durch einen Heuhalm oder andere Fremdkörper oder durch flüchtige Stoffe in der Luft oder durch Staub.




Benutzerbild von Maddro
Kaninchenfreund
 
Registriert seit: 24.04.2016
Beiträge: 400
Maddro befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 02.03.2018, 22:49

Hallo Lupine, vielen Dank für deine schnelle Antwort.
Es beruhigt mich sehr, dass die Urinpfützen nicht für die Probleme verantwortlich sein können. Dann wische ich auch gern weiter, ohne mir unendlich Sorgen zu machen.

Eine neue Sammelkotprobe wollte ich beim nächsten TA Besuch abgeben, das wird dann Anfang nächster Woche sein, wenn ich die Medis abhole.




Benutzerbild von Maddro
Kaninchenfreund
 
Registriert seit: 24.04.2016
Beiträge: 400
Maddro befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 28.03.2018, 22:42

Lang hat es gedauert, aber jetzt haben wir endlich alle Ergebnisse der Untersuchungen von Anfang März vorliegen (und leider auch schon wieder weitere Untersuchungen durchführen lassen):

Ersteinmal, Kokis sind nicht wieder übermäßig da. Puh.

Maja: Ist mittlerweile mit fleißig rodicare uro trocken geworden. Ihr geht es gut. Juppi.

Tabsy: Die Pilzkultur war negativ, nach gründlicher Untersuchung der Ohren und des Fells schließt der TA Milben aus, weiterhin kein Juckreiz, auf der rechten Seite der Nase wachsen wieder etwas Haare nach, die kahle Stelle im Nacken ist verschwunden. Der TA möchte jetzt Rücksprache mit einem TA in Hamburg halten, der wohl seit Jahren auf Kaninchen spezialisiert ist.
Nach Majas Gebärmutter OP im Januar haben wir Tabsy vorsorglich heute per Ultraschall untersuchen lassen. Leider ist auch ihre Gebärmutter auffällig und es sieht aus als hätte sie eine Zyste an der Milz. OP Termin ist für Anfang Mai geplant... Arme Maus. Zum Glück ist sie sonst fit.

Freddy: Weiterhin Niesen, gelegentlich weißer Schleim im linken Auge, sitzt viel rum, Atemgeräusche, Antibiotika Behandlung hat keine Änderung gebracht, Röntgenbild zeigte Flüssigkeit in der Lunge, daher haben wir heute einen Herzultraschall machen lasse. Leider hat Freddy eine Herzinsuffizienz, er muss jetzt dauerhaft Medikamente bekommen. Ein Schädel CT haben wir auch machen lassen, damit der gesamte Bereich Zähne abgeklärt werden kann, Ergebnisse bekommen wir morgen/spätestens nächste Woche. Zusätzlich ist seine Blase auch wieder voll Schlamm.
Der arme Freddy wird wohl eine Großbaustelle werden. Zum Glück frisst er noch gut.

Hat vielleicht jemand von euch noch eine Anregung bzgl Tabsys Haarausfall auf der Nase?

Gibt es etwas, dass wir für Freddy unterstützend tun können, werden z.B. irgendwelche Pflanzen bei Herzinsuffizienz empfohlen?
Ist ein Kaninchen mit Herzinsuffizienz überhaupt narkosefähig? Falls Freddy doch etwas im Backenzahnbereich hat, könnte das ja nur unter Narkose behoben werden.

Die Dynamik zwischen Tabsy, Freddy und Maja hat sich seit Januar total verändert. Tabsy und Freddy sind während Majas Krankheitsphase im Januar richtig zusammen gewachsen. Sie kuscheln und putzen sich jetzt ausgiebig. Es ist einfach nur schön, die drei auf einen Haufen zusammen liegen zu sehen. Davor war Freddy, als kleiner Schisser, immer etwas außen vor.



 
 
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