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Hilfe, ich brauche unbedingt Rat! Grauer Star beim Kaninchen. auf Kaninchen Forum

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  • 2 Post By marinahexe
  • 4 Post By crazy curry

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Ninchen
 
Registriert seit: 04.08.2016
Beiträge: 27
Bluesea befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 22.02.2018, 00:35

Hilfe, ich brauche unbedingt Rat! Grauer Star beim Kaninchen.


Hallo

Leider habe ich vor einem Monat bei meinem 4,5 jahre "altem" Männchen eine leichte Trübung auf der Linse bemerkt, die war einfach da das andere Auge ist auch betroffen, nur war/ist viel weniger betroffen. Wir waren bei mehreren TÄ, die auf Augen spezialisiert sind (Um verschiedene Meinungen zu bekommen) und es wurde Grauer Star diagnostiziert. Der Augendruck war in Ordnung.

Die TÄ tippen die Ursache des grauen Stars auf E.C. oder eine Vererbung. Er hat einen E.C. Titer von 1:1280 seit ein paar Jahren, und er ist leider immer noch so hoch.

Nun gebe ich ihm seither täglich Augentropfen um Entzündungen vorzubeugen und eine Salbe, die ich aus dem Internet bestellt habe (ocularin clear), die gegen Trübungen helfen kann. Beide Kaninchen (auch die Partnerin) wurden im januar zur Sicherheit mit Panacur 21 Tage lang behandelt. Außerdem bekam er für 5 Tage Baytril. Andere E.c. Symptome hat er zum Glück überhaupt nicht. Er ist wie normal.

Leider hat bisher nichts geholfen gegen den grauen Star. Die Linse im Auge, wo es mir zuerst auffiel, also das schlimmere Auge, ist jetzt inzwischen nicht mehr silber/ leicht trüb sondern richtig weiß verklumpt das bessere ist wenigstens immernoch "nur" langsam am voranschreiten. Da kann er zum glück noch sehen, nur wahrscheinlich wie durch eine Vernebelte Glasscheibe.

Noch lässt der arme Fratz sich nichts anmerken. verhalten ist in Ordnung und er ist sogar gestern munter rumgehoppelt und hat Häkchen geschlagen.
Nur bin ich natürlich mit der Situation sehr überfordert und der arme tut mir mega leid. Er ist ja noch so jung und aufgeweckt und ich möchte die Erblindung nicht einfach hinnehmen. Er würde ja schließlich dann eine Behinderung am Leben haben.
Deshalb habe ich mir natürlich von Anfang an eine mögliche Op durch den Kopf gehen lassen. Ich würde wohl nur das eine Auge operieren lassen, da die TÄ, die das machen nur ein Auge pro Sitzung machen würden, da das Narkoserisiko einfach zu hoch ist und ich das ihm nicht zweimal antun will... Nun bin ich natürlich hin und her gerissen, weil diese Op so viele Risiken hat, die wären z.B.

1. Die schwere Narkose (ist aber wenigstens eine Gasnarkose)
2. Mögliche Netzhautablösung oder andere Komplikationen
3. Der E.c. könnte durch die Narkose/ den Stress getriggert werden und es könnte zum Ausbruch kommen.
4. Die E.c. Erreger könnten durch den Stress auf die Nieren gehen und Nierenversagen auslösen

Ich kenne viele, die ihre Kaninchen einfach blind werden lassen haben und mir gesagt haben, sie kämen gut damit zurecht. Aber ich hänge doch schon extrem an meinen Kaninchen (wie Kinder für mich) und ich werde ganz traurig und depressiv, wenn ich dran denke wie er dann wohl wäre, wenn er komplett blind wäre. Neulich hat er sich schon zum ersten Mal den Kopf gestoßen

Da das alles sehr emotional für mich ist, weiß ich jetzt auch nicht wie ich mich entscheiden soll... Op Ja/nein.. Kann gut gehen oder sehr schlecht ausgehen.. Oder es lassen und hinterher bereuen. Es wäre sehr hilfreich wenn jemand für mich seine Erfahrung mitteilen kann wenn er ähnliches durch gemacht hat. Vielen Dank fürs lesen und ich hoffe auf Antworten




Geändert von Bluesea (22.02.2018 um 00:37 Uhr).
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Benutzerbild von marinahexe
Moderatorin
 
Registriert seit: 24.10.2010
Beiträge: 24.639
marinahexe befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 22.02.2018, 01:04

Zum Grauen Star direkt kann ich Dir nichts raten. Aber vielleicht findest Du hier Antworten auf Deine Fragen:
http://www.kaninchenwiese.de/gesundheit/augen/

Was ich Dir aber aus eigener Erfahrung sagen kann: blinde Kaninchen kommen damit hervorragend klar. Ich hatte aus einem Notfall 2 blinde, trächtige Weibchen. Eins der Babys hatte überhaupt keine Augen in den Höhlen. Dieses Baby ist auf mein Bett gesprungen, aus seiner Sicht praktisch ins Nichts. Seine Mutter galoppierte im Kreis in beachtlichem Tempo. Die Tiere arrangieren sich damit und haben kaum Einbußen in der Lebensqualität.

Alles Gute!



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Benutzerbild von crazy curry
Kaninchen
 
Registriert seit: 13.05.2013
Beiträge: 9.398
crazy curry befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 22.02.2018, 08:03

In dieser Situation kann man dir nichts raten, das musst du ganz nach Gefühl entscheiden.

Ich jedoch würde nichts machen lassen, es schmälert ihre Lebensqualität nicht.
Die Tiere kommen damit wirklich gut klar. Am Anfang ist es noch ungewohnt, aber sie bewegen sich dann genau wie alle anderen und man merkt es ihnen nicht an. Wichtig ist da nur, nichts an wichtigen Punkten, wie Schutzhütten und Klos zu verstellen, damit sie jederzeit dorthin können.
Viel wichtiger sind Tasthaare und Gehört um die Umgebung zu kartografieren und Feinde wahrzunehmen als die Augen.



__________________
Liebe Grüße Heike



Ninchen
 
Registriert seit: 04.08.2016
Beiträge: 27
Bluesea befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 22.02.2018, 19:58

Ich muss noch hinzufügen, dass es auch nicht gut ist den Katarakt so zu lassen, bzw nichts zutun dagegen. Es kann zb Linseneiweiß ins Auge austreten und es können sich schlimme Entzündungen im Auge bilden. Oder die Linse kann sich lösen, oder es bildet sich erhöhter Augeninnendruck, etc. :/




Kaninchen
 
Registriert seit: 05.06.2012
Beiträge: 2.923
Rakete befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 04.03.2018, 13:07

Bei den chronisch langsamen Verläufen von EC kann eine Blindheit tatsächlich ausgelöst werden.

Ich hatte letztes Jahr kurz ein Übernahmetier, das komplett blind und taub war. Erstaunlicherweise konnte er sich im Zimer trotzdem frei bewegen, obwohl er anfangs ständig überall rein geknallt ist. Leider haben sich die EC Symptome aber so schnell verschlechtert, dass ich ihn einschläfern musste.

EC- Behandlung bei einem so hohen Titer macht sicherlich Sinn. Ich würde das in Zukunft gut im Auge behalten. Wie gesagt, die Verläufe können auch sehr langsam vor sich hingehen. Symptome wie Nachschleppen der Hinterläufe oder ihr Wegkippen, sind auch typische Anzeichen. Jegliche Art von Gleichgewichtsstörungen oder neurologische Ausfälle...




Benutzerbild von Lupine
Kaninchen
 
Registriert seit: 09.08.2009
Beiträge: 19.399
Lupine wird schon bald berühmt werden
Geschrieben am 04.03.2018, 13:50

Zitat:
Zitat von Bluesea Beitrag anzeigen
Ich muss noch hinzufügen, dass es auch nicht gut ist den Katarakt so zu lassen, bzw nichts zutun dagegen. Es kann zb Linseneiweiß ins Auge austreten und es können sich schlimme Entzündungen im Auge bilden. Oder die Linse kann sich lösen, oder es bildet sich erhöhter Augeninnendruck, etc. :/
Eigentlich ist es genau anders herum: Erkrankungen wie die Uveitis, eine Entzündung, können einen Katarakt verursachen.

Kannst Du mir für die anderen Befürchtungen (Austritt von Linseneiweiß, Augeninnendruckerhöhung - diese steht in den meisten Fällen nämlich nicht mit dem Katarakt, sondern mit dem Glaukom in Verbindung - sowie die Lösung der Linse) irgendwelche Quellen angeben? Ich habe darüber nämlich gerade nichts gefunden, und ich habe einen menschlichen Kataraktpatienten in der Verwandtschaft, dessen eine Linse schon stark ausgehärtet war. So stark, dass das Restsehvermögen nicht mehr nennenswert war und die übliche OP-Methode nicht mehr anwendbar war. Auch in diesem Fall ging es allein um das Sehvermögen, aber nicht um die von dir genannten möglichen Komplikationen bei Nichtbehandlung.



 
 
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